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Am Sonntag morgen machen wir uns früh auf nach Chuao. Nach einem frischen Käfeli besteigen wir ein Boot und tuckern über die Wellen ostwärts. Nach einer Viertelstunde erreichen wir den Strand. Pedro gibt dem Marinero 10'000 Bolos, dann waten wir durch einen Fluss und steigen auf einen Carrito auf. Dieser Brückenwagen bringt uns in das Dorf, wo der weltbeste Kakao produziert werden soll.

 

 

 

In Chuao sehen wir uns gemütlich um. Nein, Schokolade gibts heute leider keine. Dafür kistenweise Bier. Nicht einmal ein Mineralwasser können wir kaufen. Zügig marschieren wir durch den Kakaowald wieder dem Strand entgegen. Dabei fallen uns die verschiedenfarbigen Früchte auf: "Die reifen sind gelb," erklärt uns eine Frau, alle anderen sind Zwischenstufen. Die Kakaobohnen werden fermentiert und der Verarbeitungsprozess ist ähnlich wie beim Kaffee. Die gerösteten Bohnen verschifft man am kleinen Hafen für den Export. Hier werden nur kleine Mengen Kakao zu Schokolade verarbeitet und lokal verkauft.

"Wollen wir so einen jungen Kakaobaum einpacken?" Tja, irgendwie wundern wir uns. In der Stadt baut jeder eine 3 m hohe Mauer um sein Grundstück. Hier auf dem Land gehört die Pflanzenwelt irgendwie allen; -eigentlich logisch...

 

 

 

Über das verrostete Brücklein kommen wir an den wunderschönen Sandstrand von Chuao. Das Wasser ist angenehm flach. Schon ein anderes Gefühl, Meerwasser, wo man sich einfach drauflegen und treiben lassen kann. Hier herrscht auch eine andere Gesellschaft, ja, hier würden wir sogar für ein paar Tage ein Zelt mitnehmen und die romantische Bucht bei Nacht und Kerzenlicht geniessen.
Sogar einige Infrastruktur hat es hier, wenn man an die Intelligenz des Kellners keine allzuhohen Ansprüche stellt: "Soll ich meinen Fisch von Faust essen, oder bringst du mir noch Besteck?"
"Epale," gluckst er, nachdem ihm die fliegende Kellnerin behilflich ist...

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