Legenden und Sagen der Mongolen

Die Legenden und Sagen sind die wohl ältesten Beispiele der mongolischen Volksliteratur. Es ist ein anscheinend grundlegendes Bedürfnis des Menschen - egal ob er nun Deutscher oder Mongole ist - die Welt, die ihn umgibt, zu verstehen. Heute haben wir dafür die Wissenschaft, und so wissen wir etwa, dass Berge durch Vulkanaktivität oder durch den Drift der Kontinentalplatten entstehen. Besondere äußere Merkmale oder Verhaltensweisen von Tieren erklären wir mit der Evolutionstheorie und so weiter.

Unsere Wissenschaft ist aber eine recht neue Errungenschaft, und so versuchten sich die Menschen früher die Welt mit ihren Lebewesen anders zu erklären. Götter schufen die Berge, und die Tiere klauten sich gegenseitig Geweihe oder pickten einander die Zungen aus.

Ich persönlich bin zwar überzeugter Anhänger der Wissenschaft, aber ich muss auch zugeben, dass die Legenden die Welt sehr viel phantasievoller und schöner erklären. Aber urteile selbst...

Erkhii mergen

oder wieso das Murmeltier nur vier Finger pro Pfote hat und die Sonne abends im Westen untergeht

Die Legende von Khökhöö Namdschil

oder wie die Pferdekopfgeige entstanden ist

Warum sich das Kamel in der Asche wälzt

oder wie die Tiere des mongolischen Zwölfjahres-Kalenders gewählt wurden

Wie die Mongolen zu ihren Geschichten kamen

oder was einer voreiligen Seele passierte

Wie das Streifenhörnchen zu seinen Streifen gekommen ist

oder was ein dankbarer Tollpatsch alles anrichten kann

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