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Salinenkräbse
Z ucht
und Aufzucht von Artemianauplien bereiten manchmal Schwierigkeiten,
deswegen einige Tipps und Tricks zum Thema Artemia.
Grundsätzlich
gibt es zwei Verfahren um aus Dauereiern Artemia als Jungfischfutter zu
ziehen, Voraussetzung für beide Verfahren ist das die Eier überhaupt
noch schlupffähig sind. Ich betone dies besonders, da ich es schon sehr
häufig erlebt habe, dass der Misserfolg bei der Artemiazucht an
ungeeignetem Ausgangsmaterial lag. Gründe waren häufig eine Überlagerung
oder eine falsche Aufbewahrung. Die besten Erfolge hatte ich mit
frischer Ware die ich von meinem Händler in kleinen Portionen bezogen
habe, da eine Aufbewahrung über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr
meist keine guten Schlupfergebnisse mehr bringt sollten nur Mengen
gekauft werden die in spätestens 6 Monaten auch verbraucht werden.
Diese sollten luftdicht verschlossen, dunkel und kühl aufbewahrt
werden.
Nun zu den
eigentlichen Zuchtmethoden, am gebräuchlichsten ist das Erbrühten in
Flaschen oder Inkubatoren die von Luft durchströmt werden. Diese
Methode eignet sich besonders wenn man viele Nauplien benötigt die
schnell verbraucht werden. Die käuflichen Inkubatoren sind meiner
Ansicht nach zu teuer und zu klein, ich verwende ein selbst gebautes
Flaschensystem.
Dazu werden
folgende Materialien benötigt:
Kunststoffflasche
(Cola oder so), Inhalt 0,75 bis 1,5 Liter mit Verschluss;
Luftschlauch, Durchmesser 6 mm;
Kunststoffrohr, Durchmesser 5,5 mm, 1 mal Flaschenhöhe plus 2 cm,1 mal
2 cm;
Schlauchverbinder für Luftschläuche 2 Stück;
Klebstoff (Silicon, Heißkleber, wasserfester Alleskleber oder ähnliches)
In den Verschluss
der Flasche werden mit einem Bohrer ( < 5,5 mm) 2 Löcher gebohrt, in
eines wird das lange Kunststoffrohr gesteckt, wobei es bei geschlossener
Flasche bis knapp an die tiefste Stelle reichen soll. In das zweite Loch
wird das kurze Stück gesteckt. Beide Rohrstücke werden verklebt, wobei
man vorher überprüfen muss ob sich die Flasche richtig schließen lässt.
Auf das lange Rohr wird dann ein Luftschlauch geschoben, eventuell den
Schlauch mit heißem Wasser erwärmen, dann lässt er sich besser
aufschieben. Die Länge sollte gut die 1 ½ -fache Flaschenhöhe sein.
Mit einem Schlauchverbinder wird hier dann die Verbindung zur Luftpumpe
hergestellt. Auf das kurze Rohrstück schiebe ich dann einen Kunststoffschlauch
von ca. 10 cm Länge, hier können dann weitere Flaschen angeschlossen
werden.
Die Flasche
wird nun zu 2/3 mit einer Salzlösung gefüllt. Ich verwende dazu
normales, jodfreies Speisesalz, auf 0,25 l etwa einen gehäuften Teelöffel.
Die Menge der Eier richtet sich nach der Schlupfrate und der benötigten
Nauplienmenge. Für den ersten Versuch empfehle ich einen viertel Teelöffel
Eier auf 0,75 l Salzwasser, danach kann man die Menge entsprechend des
ersten Ergebnisses erhöhen oder erniedrigen. Mit einer Luftpumpe wird
nun die Flasche durchlüftet, die Temperatur sollte ca. 25 ° C
betragen, die Nauplien schlüpfen dann nach 24 – 48 Stunden, die Zeit
ist zum einen von der Temperatur, wie auch von der Herkunft der Nauplien
abhängig.
Zur Entnahme
der Artemien wird die Flasche von der Luftzufuhr (und von eventuell
weiteren angehängten Flaschen) getrennt und einige Minuten ruhig stehen
gelassen. Die geschlüpften Larven sammeln sich dann am Flaschenboden,
die leeren Eier schwimmen oben, dadurch ist eine relativ reine Entnahme
der Nauplien möglich.
Auch hierfür
gibt es zwei Methoden, man kann das Salzwasser mit dem Mund ansaugen, muss
dabei allerdings etwas aufpassen das man nicht zulange saugt denn die
Artemia sollen ja von den Fischen gefressen werden oder man steckt den
Schlauch von der Pumpe auf dem kurzen Rohr an, dann drückt der
Luftdruck die Nauplien heraus. In beiden Fällen werden die Nauplien
durch ein Artemiasieb (im Zoofachhandel erhältlich) aufgefangen und vor
dem verfüttern noch kurz mit Leitungswasser abgespült.
Hat man mehr
Nauplien als auf einmal gefressen werden, können sie entweder in der
Flasche belassen (maximal 2 Tage) und wieder durchlüftet werden oder
sie werden komplett abgesaugt und in einer flachen Schale mit dem
Salzwasser im Kühlschrank aufbewahrt (bis zu einer Woche).
Die zweite Methode hat den Vorteil das die Nauplien in dieser Zeit kaum
wachsen und wahrscheinlich auch kaum an Nährstoffen verlieren.
Die zur Zucht
verwendeten Flaschen müssen vor einem neuen Ansatz immer gründlich
gereinigt werden, dies geht am einfachsten indem man in die Flaschen
etwas feinen Aquarienkies oder Sand gibt, bis zu ca. 1/3 mit heißem
Wasser auffüllt, die Flasche verschließt und kräftig schüttelt. Der
Sand kann immer wieder verwendet werden, die Flaschen sind aber gut
auszuspülen.
Die zweite
Methode ist besonders für den kleinen Bedarf geeignet, da sie ohne großen
Aufwand funktioniert. Benötigt wird ein flacher Kunststoffbehälter mit
ca. 2 - 4 Liter Inhalt, diesen füllt man zur Hälfte mit Salzlösung
und gibt eine kleine Menge (maximal 1/4 Teelöffel) Artemien-eier
hinein. Nach 24 - 48 Stunden können die Nauplien entnommen werden,
entweder durch absaugen oder indem man die Schale mit einem Deckel
abdeckt der nur in der Mitte eine lichtdurchlässige Stelle hat,
beleuchtet man diese so sammeln sich die Artemien darunter und können
mit einem Artemiasieb abgeschöpft werden.
In der Schale können
die Artemien mehrere Tage aufbewahrt werden, in dieser Zeit wachsen sie
allerdings und verlieren an Nährstoffen. Die so gezogenen Nauplien können
auch aufgezogen werden, was mit Artemien die in Luftflaschen gezogen
wurden, nach meinen Erfahrungen, nicht möglich ist.
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