Guppy

Diese Seite handelt von einem Zierfisch, dessen männliche Exemplare wohl zu dem Schönsten gehören, was wir aus der Fischwelt kennen. Sein Formen- und Farbenreichtum faszinieren uns immer wieder. Vor allem, weil wir selbst durch eigenes Züchten zu diesem Formen- und Farbenreichtum mannigfaltig beitragen können. Wir können andere Fische züchten, immer wieder, das Ergebnis wird immer wieder gleich sein. Ein Fisch sieht aus wie der andere, so gut wie nie tritt eine Veränderung in Form oder Farbe auf. Wie anders reagiert da der Guppy! Mit Staunen nehmen wir seine Veränderungen zur Kenntnis. Die Guppyzucht ist allerdings kein 5-Minuten-Hobby. Sie erfordert viel Zeit und Geduld. Erwarten Sie niemals schnelle Ergebnisse. Beginnen Sie mit ein paar Guppys und sammeln Sie Erfahrungen, ehe Sie sich vergrößern.

Die Ausrüstung

Einen Zahn müssen Sie sich gleich ziehen lassen: Mit einem Becken kommen Sie für die Guppyzucht nicht aus. Es wäre gut, wenn Sie mindestens vier Becken hätten. Das brauchen nun aber nicht unbedingt alles 100 l- Becken zu sein. Da sind Sie völlig frei. Die wenigsten von uns haben genügend Wohn- oder Kellerraum zur Verfügung, um zahlreiche große Becken aufzustellen. Es gibt für die Größe auch keine Richtzahl. Der eine Züchter nimmt nur 50 l- Becken, der andere 90 l- Becken und 15 l- Becken, der dritte nimmt die Größe, die er gerade bekommen oder gerade noch in einer Ecke unterbringen kann.                                                     Ich persönlich habe aus Geldmangel und Platzmangel leider nur 2 60 l- und ein 20 Literbecken für die Jungen

Die Bepflanzung

Es sollten schon viele Pflanzen im Becken sein, denn die Jungen Guppys brauchen Versteckmöglichkeiten. Von vielen Guppyzüchtern werden gern Sumatrfan (Cryptocorynen) genommen. Sie lieben, genau wie die Guppys, Frischwasser. Außerdem haben Sie den Vorteil nicht soviel Licht zu brauchen, was Sie für Züchter interessant macht, die nur über eine Raumbeleuchtung verfügen. Aber Sie können auch jede andere Wasser- oder Sumpfpflanze nehmen. Seien Sie in punkto Pflanzen nicht empfindlich, der Guppy ist es auch nicht. Er kommt auch ohne aus. Für sein Wohlbefinden und Gedeihen sind andere Faktoren wichtiger.

Die Temperatur

Es ist bekannt, dass der Guppy sehr hohe (bis 35 Grad) und sehr niedrige (um 10 Grad) Temperaturen aushalten kann, nur sehr alt wird er dabei nicht. Die ideale Temperatur für den Guppy liegt nach den heute vorliegenden Erkenntnissen zwischen 24 und 26 Grad. Bei Jungtieren kann sie etwas höher sein, bei älteren Tieren auch etwas niedriger. Vermeiden Sie Temperaturen unter 21 Grad über einen längeren Zeitraum, ebenso Temperaturen über 32 Grad. Vorübergehende Temperaturschwankungen dagegen hält der Guppy gut aus.

Die Filterung

Ich habe einen normalen Filter den Sie in jeder Tierhandlung bekommen und auch bei Aquariensets dabei ist. Sie dürfen auf keinesfalls vergessen wöchentlich den Filter zu säubern (unter kalten Wasser abspülen)

Die Beleuchtung

Nur wenige von uns werden Villen besitzen mit großen Fensterflächen oder ein Gewächshaus unterhalten, um ihren Guppys natürliches Licht zukommen lassen zu können, bei dem die Farben der Tiere hervorragend zur Geltung kommen. Die meisten von uns müssen mit Kunstlicht vorliebnehmen. Rechnen Sie ungefähr 0.5 Watt pro Liter Wasser. Dies gilt aber nur, wenn Sie Ihre Becken bepflanzt haben; sonst tut es auch eine Raumbeleuchtung. Benutzen Sie Tageslichtröhren um eine Farbverfälschung Ihrer Guppys oder eine Algenplage zu verhindern. Die Beleuchtungsdauer stimmen Sie ab auf den natürlichen Lebensraum des Guppys. Er lebt ja in den Tropen. Lange Dämmerungszeiten morgens und abends kommen dort nicht vor. Es wird schnell hell und abends ohne Übergang schnell dunkel. Der Tag dauert zwölf Stunden, die Nacht zwölf Stunden. Wenn Sie also zwölf Stunden pro Tag beleuchten, liegen Sie immer richtig.

Das Wasser

Der Guppy hat schon bewiesen, dass er in allen Wassern leben kann, sogar in Meer- und Brackwasser. Im Meerwasser ist er sogar schon vermehrt worden. Wir, die wir jedoch Hochzuchtguppys erzielen wollen, sorgen dafür, dass unsere kleinen Schützlinge immer klares Wasser haben. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um weiches oder hartes Wasser handelt. Der Guppy verträgt beides gut. Etwas härteres wäre besser; denn bei weichem Wasser sind die Schwanzflossen empfindlicher. In der Regel können wir ohne Sorge Leitungswasser nehmen. Es ist notwendig wöchentlich einen 1/4 des Wassers in den Becken durch neues zu ersetzen; denn der Guppy liebt Frischwasser. Es fördert sein Wohlbefinden, sein Wachstum und seine Vitalität. Am besten putzen Sie die Aquarienscheiben vorher mit einer Rasierklinge oder Filterwatte oder noch besser sie halten sich ein paar Antennewelse die auch die Futterreste vom Boden erledigt. Wie viel Wasser Sie wechseln und wie oft, bleibt Ihnen überlassen. Die Häufigkeit ist hier im wesentlichen von der Fischdichte in den Becken abhängig .Die Aquarianer oder Guppy-Züchter handeln hier nach eigener Erfahrung. Der eine wechselt jede Woche ein Drittel, der andere alle zwei Wochen die Hälfte, andere, ganz Fleißige, wechseln jede Woche die Hälfte und mehr. Wenn Sie nun viele große Becken haben, wo es kleine auch tun, haben Sie jedes mal allerhand Arbeit. Deshalb die Becken nicht unnötig groß. 

Trockenfutter

Hierunter verstehen wir die im Handel üblichen Trockenfuttersorten.  soll Am besten eins mit einem großen Anteil Pflanzenkost oder mischen Sie ein solches bei. Die Frage, ob Trockenfutter oder Lebendfutter, beschäftigt die Aquarianer, seit es Trockenfutter gibt. Beide Futterarten haben Vor- und Nachteile. Viele, vor allem ältere Aquarianer, haben gegenüber dem Trockenfutter immer noch Vorbehalte. Sie schwören nur auf Lebendfutter. Die Vorbehalte sind nicht begründet. Die gängigen Trockenfuttersorten sind heute in der Qualität ausgezeichnet und in ihrem ausgewogenen Nährgehalt dem meisten Lebendfutter sogar überlegen. Auch in der Tiermast verlässt sich heute kein Landwirt mehr auf seine Erzeugnisse von der Wiese, er kauft Kraftfutter dazu und senkt dadurch die Mastzeit um 1/3.

Lebendfutter

Der Vorteil des Lebendfutters liegt in seiner Eigenbeweglichkeit. Der Guppy muss es sich erjagen. Er wird sozusagen in Bewegung und Spannung gehalten, was seinem Gesamteindruck nur förderlich sein kann. Zweitens enthalten viele Lebendfuttersorten zahlreiche Ballaststoffe, die die Verdauung unserer kleinen Schützlinge fördern. Junge, neugeborene Guppys können sofort Salinenkräbse fressen. Diese Salinenkrebse werden aber auch gern von allen anderen Altersklassen der Guppys gefressen. Sie sind ein hervorragendes Futter und sehr zu empfehlen. Viele erfolgreiche Guppy-Züchter füttern dieses Futter täglich. In den Salzseen Nordamerikas kommen diese Salinenkrebse vor. Sie erreichen eine Größe bis zu 1 cm. Während normaler Wasserverhältnisse in den Seen bringen diese Krebse lebendige Junge zur Welt. Erst wenn sich im Spätsommer oder Herbst durch Verdunstung der Salzgehalt des Wassers erhöht, legen sie winzige Dauereier, die sich oft jahrelang halten, bis sich die Wasserverhältnisse wieder bessern. Diese Dauereier werden gesammelt, gereinigt und auf den Markt gebracht. Im Zoo- und Zooversandhandel können sie erworben werden und z. B. mittels einer Flasche zum Ausschlüpfen gebracht werden. Kulturgeräte mit Gebrauchsanweisung können überall im Handel erworben werden. Die Kultivierung ist ganz einfach und jeder Züchter zeigt es Ihnen gerne. Außerdem ist auch die Verfütterung von Grindalwürmern und Enchyträn sehr zu empfehlen.

Gefrierfutter

Als Gefrierfutter sind fast alle bekannten Futtertiere zu bekommen, die man normalerweise auch im Teichen und Tümpeln fangen kann. Wasserflöhe, Cyclops und Mückenlarven sind ein ausgezeichnetes Futter, welches wir bewusst nur als Gefrierfutter aufführen. Erst mal ist der Fang eine recht aufwendige Angelegenheit und zum anderen ein Risiko, da wir heutzutage nur selten sicher gehen können, ob das Futter frei von Parasiten oder Krankheitskeimen ist. Bei gefrorenen Futtertieren können Sie einigermaßen sicher sein dieses Risiko aus zu schließen. Der Handel hält viele Sorten Futter für unsere Guppys bereit die die Fütterung abwechselungsreich gestalten lässt. Beliebt sind auch Rinderherz und Kalbsleber in geringen Mengen. Wollen wir füttern, halten wir das gefrorene Stück an einer Seite ins Becken. Der ins Wasser gehaltene Teil taut an seinem Rand langsam auf und die kleinen Teile sinken langsam auf den Beckengrund und werden von unseren Guppys gierig aufgeschnappt. Füttern Sie aber nicht zuviel auf einmal; denn nicht aufgefressenes Gefrierfutter verdirbt rasend schnell das Wasser.

Wie und wie viel soll man füttern?

Es kommt nicht nur darauf an, was Sie füttern, sondern auch wie viel und wie oft Sie füttern. Mehrere Fütterungen am Tage sind besser als eine. Berücksichtigt werden muss auch, dass wir, füttern wir Lebendfutter, mehr füttern müssen als Trockenfutter. Der Grund liegt in der höheren Trockensubstanz des Trockenfutters. Also: Öfter füttern, dafür wenig, damit keine Futterreste übrigbleiben und womöglich das Wasser verderben. Füttern Sie vor allen Dingen abwechslungsreich. Auch in der Natur findet der Guppy nicht nur eine Nahrungsart. Und vergessen Sie das Pflanzenfutter nicht.

Die Zucht für den Anfänger oder für Fortgeschrittene

Wenn die Jungen da sind sollte man sie in ein Jungbecken geben. Sind die Jungen 3-4 Wochen alt sollte man die Weibchen von den Männchen trennen, sonst werden sie trächtig und man kann nicht mehr gezielt züchten. Dann mit ungefähr 3-5 Monaten ein schönes oder großes Männchen mit mehreren schönen großen Weibchen in ein Becken geben um zu verhindern dass eine Innzucht entsteht. Dann beginnt das gleiche Spiel von vorne...

 

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