ISLAMOPHOBIE: Warum Angst nicht
ausgerottet werden kann und sollte

[keine Angst vor dem Islam!]

von Gerd Buurmann (AchGut, 10. März 2026)

Bilder, Anmerkungen & Links: Nikolas Dikigoros

Großbritanniens Premierminister Keir Starmer hat bei einer Rede im Rahmen eines muslimischen Fastenbrechens angekündigt, Islamophobie auszurotten. Das klingt nach Inquisition. Aber der ist es auch nicht gelungen, die Angst vor dem Christentum auszurotten.

„Also lassen Sie mich glasklar sein: Ich bin immer entschieden gegen anti-muslimischen Hass in all seinen Formen. Ich werde Islamophobie ausrotten: Ich werde dagegen vorgehen. Meine Regierung wird meinen Worten die Taten folgen lassen, die sie verdienen.“ Das hat Großbritanniens Premierminister Keir Starmer bei einer Rede im Rahmen eines muslimischen Fastenbrechens gesagt. Damit hat Starmer eine neue Inquisition angekündigt, diesmal eine britisch-islamische. Allein das Wort, das Keir Starmer benutzt, ist irreführend. Das Wort Islamophobie unterstellt nämlich, die Angst vor dem Islam sei irrational und unbegründet, eine Phobie halt. Die Angst vor dem Islam ist jedoch mehr als begründet.

Religionen sind nicht moderat. Sie sind immer radikal. Sie sind eine Manifestation des Glaubens an einen allmächtigen Gott. Das ist nicht moderat. Deshalb kann es auch keinen moderaten Islam geben. Es kann nur moderate Muslime geben. Sie zeichnen sich dadurch aus, den Koran nicht wörtlich zu nehmen. Man darf Angst haben, wenn jemand erklärt, es gäbe ein Buch, das Gottes Wort verkündet. Man muss besonders Angst haben, wenn diese Religion nach staatlicher Macht greift. Manche Menschen nennen es Islamophobie; ich nenne es Aufklärung.

Kritik an Religionen ist nicht geisteskrank

Islamophobie bedeutet nicht, Muslime zu hassen. Islamophobie ist vielmehr die Angst vor der Ideologie Islam, und diese Angst ist berechtigt. Rassismus ist die Verurteilung eines Menschen aufgrund seiner Herkunft. (Anm. Dikigoros: Das ist ungenau. Genauer wäre "aufgrund seiner ethnischen Wurzeln", denn das bedeutet das küchenlateinische Fremdwort "race") Die Beurteilung eines Menschen aufgrund seiner Überzeugungen und Bekenntnisse jedoch nennt sich Kritik. Kritik ist kein Rassismus. Kritik war und ist der Motor der Aufklärung. Wer einen Moslem verurteilt, weil er Araber ist, betreibt Rassismus. Wer einen Araber jedoch beurteilt, weil er Muslim ist, betreibt Aufklärung. Wer das Judentum als „patriarchale, überholte Wüstenreligion“ bezeichnet, übt Kritik. Wer jedoch einen Juden verurteilt, weil seine Mutter jüdisch ist, ist ein Antisemit. (Anm. Dikigoros: Auch das ist ungenau und irreführend, denn sowohl Araber als auch Juden sind ehtnisch "Semiten" [Nachfahren Sems]!)

Das Christentum wurde in den letzten Jahrhunderten arg kritisiert und beleidigt. Heute nennen wir es Aufklärung. 1927 erschien das Werk „Warum ich kein Christ bin“ von Bertrand Russell. 1950 bekam der Autor den Nobelpreis für Literatur verliehen.

Er schrieb „mit vollster Überzeugung, dass die in ihren Kirchen organisierte christliche Religion der Hauptfeind des moralischen Fortschritts in der Welt war und ist“.

Heinrich Böll bekam ebenfalls den Nobelpreis. Er schrieb, der deutsche Katholizismus sei „mies bis dreckig, in seinen Methoden dumm bis dreist“. Albert Camus, ebenfalls Nobelpreisträger, schrieb: „Unmoralisch ist das Christentum.“ Friedrich Nietzsche nannte „das Christentum den einen großen Fluch, die eine große innerlichste Verdorbenheit, den einen großen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist – ich heiße es den einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit.“

Der aufgeklärte Mensch jedoch geht gegen Überzeugungen und Ideologien

Gelten Russell, Böll, Nietzsche und Camus deshalb heute als rassistisch? Nein! Das Christentum ist keine Rasse, ebenso wenig wie der Islam. Obwohl sie gegenüber Christen deutliche Worte gefunden haben, von „Schandfleck der Menschheit“ bis „mies und dreckig“, gelten sie heute als Leuchttürme der Aufklärung. Wer Kritik am Islam als rassistisch brandmarkt, fällt damit der Aufklärung in den Rücken.

Ein Rassist geht gegen den Menschen selbst. Der aufgeklärte Mensch jedoch geht gegen Überzeugungen und Ideologien. Diese kritisiert und hinterfragt er. Ein Moslem, der von sich selbst sagt, ein gläubiger Mensch zu sein und nicht zur Gewalt gegen Ungläubige, Homosexuelle oder Juden aufruft oder diese Gewalt toleriert, stellt für einen aufgeklärten Menschen kein Problem dar. Im Gegenteil, ein aufgeklärter Mensch wird sogar sein Recht verteidigen, diese Form der Religion ausüben zu dürfen, ohne dabei von staatlicher Seite diskriminiert zu werden. Es wird ihn aber nicht davon abhalten, die Religion zu kritisieren.

Wer glaubt, ich verachte ihn, nur weil ich Witze über seinen Glauben mache, verwechselt sich mit seinen Überzeugungen. Der Mensch aber ist mehr als die Summe seiner Ideen. Wenn ein Terrorist bei der Tat „Allahu Akbar“ ruft, dann nimmt ein aufgeklärter Mensch diesen Terroristen ernst und kritisiert die Religion, in deren Auftrag der Täter glaubt zu handeln. (Anm. Dikigoros: Aber nicht jeder ist ein "aufgeklärter Mensch"!)

Das Mittel der Aufklärung ist Kritik. Wer sie unterbinden will, betreibt anti-aufklärerische Gesinnungstyrannei. Religionen sind Ideologien. Viele Menschen können sich zwar nicht aussuchen, im Sinne welcher Religion sie erzogen werden, aber sobald sie erwachsen sind, können sie ihre Vernunft nutzen und entscheiden, ob und wie sie in diesem Glauben weiterdenken wollen.

Wenn eine Ideologie nicht mehr kritisiert werden darf, wird sie totalitär. Egal ob Islam, Christentum oder Kommunismus – das Recht, Überzeugungen zu kritisieren und zu verarschen, sorgt dafür, dass sie menschlich bleiben. Wer sagt, der Feldherr Mohammed, der vor eineinhalb Jahrtausenden gelebt hat, dürfe nicht karikiert werden, jedoch schweigt, wenn ein Bäcker aus Mekka hingerichtet wird, weil er Christ geworden ist, der ist ein fundamentalistischer Fanatiker.

Es ist völlig verständlich, Angst zu haben vor einem Moslem, der den Koran wörtlich nimmt und sein Leben nach einem mordenden Feldherrn aus der Mitte des ersten Jahrtausends ausrichtet. Die Welt braucht geistige Hämmer, die so auf den Islam schlagen, wie einst Nietzsche auf das Christentum eingeschlagen hat. Ist das islamophob? War die Aufklärung christophob?


LESERBRIEFE (ausgewählt und z.T.leicht gekürzt von Dikigoros)

Harald Hotz (10.03.2026)
Warum redet man seit etlichen Jahren immer von „Phobie“? Soll damit eine Einstellung, eine Meinung, eine Haltung als pathologisch stigmatisiert werden? – Ich denke doch, die wenigsten haben eine Homo-, Islamo-, Xeno-, Trans- oder was auch immer „Phobie“. Die meisten haben schlicht nur die ein oder andere Abneigung, aus welchen Gründen auch immer. – Und warum soll es nicht zulässig sein, oder gar pathologisch sein, eine Aversion zu haben? Muß man neuerdings alles und jeden mögen? Können etwa die, die man nicht unbedingt als Nachbarn mag, und von denen man sich generell lieber fernhält denn nicht ohne unsere Zuneigung leben? Wir gehen ihnen doch woimmer möglich aus dem Weg und lassen sie im Gegenzug unbeeinträchtigt ihres Weges gehen, solange sie uns einfach in Ruhe lassen. -Toleranz heißt „dulden“, „aushalten“, „ertragen“, mehr nicht, erzwungene Toleranz ist übergriffig und ein Eingriff in die Freiheitsrechte.

Rainer Niersberger (10.03.2026)
Abgesehen davon, dass wir wissen, was Starmer umtreibt und ihn zu derartigem Schwachsinn veranlasst, der übrigens nicht nur in Engeland vom Regime gepflegt wird, dürfte es trotz gewisser monotheistischer Ähnlichkeiten nicht geringe Differenzen zwischen der „ Religion des Friedens“ und ihren Vorläufern bzw. Impulsgebern geben. Ein entscheidender Unterschied liegt in der Frage der Religion selbst. Der Islam ist eine Ideologie mit insgesamt sehr geringen spirituellen Einsprengseln. Das war nicht von Anfang an so, hilft uns aber heute nicht weiter. Allein der rechtliche Teil, die Scharia, regelt sehr Weltliches, ein BGB und StGB zusammen, und hat mit einer Religion nichts zu tun.

Auch die so genannten Hadithe, sehr „praktische “ Tipps des Propheten für den richtigen „Umgang “mit den Damen, die hin und wieder gebotenen Züchtigungen z.B. nur an den „ richtigen“ Stellen, und erfreulicherweise wird auch die Apostasie und die Eheschliessung i.S.d. der „ Zucht“ und Verbreitung geregelt. Die im GG „ eigentlich“ normierte Trennung von Staat und „Religion“ ist im Islam schlicht unmöglich. Die hier positiv genannten Muslime bewegen sich mindestens haarscharf an der Apostasie entlang. Die Frage lautet demnach „Demokratie und westliche Werte“ oder Islam! Übrigens hatte Nietzsche wie immer hellsichtig genau das Problem mit dem „ Christentum “ analysiert, das uns heute auf die Füsse fällt. Mit drastischen, aber nicht falschen Begriffen. „Dumm“nur, wenn quasi 3 Sklavenmentalitäten in Schland zusammenkommen, die der Demokratie, des Christentums und des Vasallen. Da kann nicht das herauskommen, dessen Fehlen heute zutreffend von manchen bejammert wird. Es „passt“ allerdings, so vermutlich Nietzsche und Schopenhauer, zur Effeminisierung und es erfreut die Muslime.

Thomas Taterka (10.03.2026)
Fanatiker des Islam und des Christentums nennen Aufgeklärte gerne herablassend „Ungläubige“ . Das ist dumm und unverschämt zugleich. Um sich endlose Spitzfindigkeiten mit solchen Leuten zu ersparen, kann man das tolerieren, aber wenn es darum geht, die Deutungshoheit in einem Land vollkommen an sich zu reissen, muß ein Regierungchef diese Übergriffigkeit in ihre Schranken weisen, um drohenden Schaden abzuwenden. Es ist unverzeihlich, wenn er in dieser Frage kneift aus Kalkül um Wählerstimmen. Wir sind eine freie Gesellschaft, weil wir hier ALLES in Frage stellen, d.h. auf seinen Wert zum friedlichen Zusammenleben prüfen dürfen. Nichts anderes heißt „Aufklärung“ [...]
(Anm. Dikigoros: Was tattert der sich denn da für einen Unsinn zusammen? Starmer & Co handeln doch nicht "aus Kalkül um Wählerstimmen", sondern ganz im Gegensatz ohne Rücksicht auf den Willen der Wähler - deren Wahlzettel man bei der Auszählung ja problemlos manipulieren kann. Und "Aufklärung" ist eine leere Worthülse. Was T.T. da beschrieben hat, ist überall im ach-so-aufgeklärten "Wertewesten" als "Revisionismus" verpönt und in manchen Staaten - z.B. der BRDDR - ggf. sogar strafbar!)

Bernhard Freiling (10.03.2026)
Das trifft doch schon lange nicht mehr nur auf den Islam zu. Sondern genau so auf die sakrosankten Sonne- und Windanbeter, auf die „Vorständinnen“-Schreiber, auf die Neubiologen mit mehr als 2 Geschlechtern, auf die „Klimaregulierer“, die mittels CO2 die Temperatur auf das Zehntelgrad genau regeln können, auf die 2t BEV-Befürworter, deren Vehikel 25kwh je 100 km ziehen, die uns weismachen, dies sei umweltfreundlicher als ein 800kg-Auto mit 3l Benzinverbrauch. # Von der Aufklärung haben wir uns so weit entfernt, wie das Mittelalter vom Steinbeil. Idioten haben uns in die Voraufklärung zurück katapultiert. Mit Schulunterricht, der auf die Vermittlung von Geschichte verzichtet, der kein Dividieren mehr lehrt, der CO2 zum Giftgas erklärt und das Atom zum Menschenfeind: wer braucht da noch den Islam als Gegner? Der geht doch als Hintergrundrauschen mit durch. Und durch die Schulbemühungen wird eine Generation herangezogen, die die Glocke nur noch in einfacher Sprache kennt: Loch gebuddelt, Eisen rin, fertich is die Glocke, Bimm, Bimm, Bimm. (Anm. Dikigoros: Wenn schon, denn schon bitte korrekt zitiert:

"Loch in Erde, Bronze rin,
Glocke fertig, bimbimbim!"

# Kein schöner Ausblick. Die einzige Hoffnung: wir leben in einem chaotischen System. Irgendwo hat hoffentlich schon ein Schmetterling mit den Flügeln geschlagen und damit den Zusammenbruch dieses Systems eingeleitet. Der kann schon morgen kommen oder erst in x Jahren. Sicher ist: er wird kommen. Und dann werden sich Alle wieder mit weit aufgerissenen Augen anschauen und einstimmig anstimmen: „Wie konnte das geschehen“?

Lutz Herrmann (10.03.2026)
Die Philosophiker wurden erst frech, als die Kirche die Folterwerkzeuge weggelegt hatte. Soweit ist der Islam noch lange nicht. Und kein Spezialdemokrat darf sich auf die Aufklärung berufen. Oder den Feminismus. Oder den gesunden Menschenverstand.


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