Schacher mit geraubter Kunst

(Hamburger Tageblatt, 27.01.1944)

(Bilder und Nachbemerkungen von N. Dikigoros

DNB. Paris, 27. Januar 1944

Die von den Anglo-Amerikanern entwendeten Kunstwerke werden jetzt in London und Washington verschachert. Darüber berichtet der "Matin" aus Stockholm:
Drei der reichsten jüdischen Antiquare der Welt, Pimpernell aus New York, Salauer aus Washington und Duveen aus London, hätten ihren Kunden eine Weihnachtsüberraschung bereitet. Hunderte von Personen in England und den Vereinigten Staaten hätten von ihnen eine Mitteilung erhalten, daß vor Weihnachten die erste intime Versteigerung weltberühmter Kunstwerke aus Sizilien stattfinden werde. Roosevelt, der seinen Anteil sichern wollte, habe Henry Taylor, den Direktor des Metropolitan-Museums in New York, zum Chef einer Kommission bestellt, "um die historischen Werke zu beschützen." Sehr bald sei der berühmte Schatz der Kathedrale von Catania in New York angekommen. Seitdem hätten in hunderten von Kisten Gemälde, Madonnen, Altäre, Statuen und Manuskripte den Ozean überquert. Ein großer Teil dieser Kunstwerke sei in intimen oder auch öffentlichen Versammlungen versteigert worden. Einige Verkäufe hätten bis zu 48 Millionen US-$ erbracht.


Alliierte SoldatenBefreier erobernbesuchen die - unverteidigte - Kathedrale von
Catania, um sie auszuplündernvon ihren fascistoiden Kunstschätzen zu befreien

Nachbemerkung: Wenn Ihr heute nach dem einstmals weltberühmten Schatz der Kathedrale von Catania sucht, liebe Leser, dann werdet Ihr darüber nichts finden, weder im www noch sonstwo, denn alle Spuren, die zu ihm führen könnten, ja alle Hinweise darauf, daß er jemals existierte, sind so sorgfältig getilgt worden, wie das schon George Orwell in "1984" beschrieb. (Statt dessen wurden falsche Spuren gelegt zu den - frei erfundenen - Schätzen von Rommel und Yamashita, denen manche leichtgläubige Narren bis heute nachjagen :-) Es war nicht der größte, aber der erste größere Kunstraub der Alliierten im Zweiten Weltkrieg, nachdem sie 1943 Sizilien erobert hatten. In den folgenden Jahren plünderten und raubten sie das ganze von ihnen besetzte Europa systematisch aus - und was sie nicht mitnehmen konnten, das zerstörten sie. Sie führten nämlich einen Kreuzzug gegen die Kultur des Abendlandes, die sie auslöschen wollten - daraus machten sie keinen Hehl. Die Gedenkmedaille oben entspringt nicht etwa der bösen fascistischen oder national-sozialistischen Propaganda gegen die Allierten, sondern der Eigenpropaganda der letzteren - sie war zur Verherrlichung des Massenmörders, Kriegsverbrechers und nachmaligen US-Präsidenten Eisenhower gedacht, der sich des Privilegs rühmte, diesen Raub durchzuführen, um die Schätze der Vergangenheit an die künftigen US-Generationen weiter zu geben - dazu fühlten sie sich durch das "Washingtoner Abkommen über den Schutz von künstlerischen und wissenschaftlichen Einrichtungen und geschichtlichen Denkmälern im Falle eines Krieges" (meist flapsig als "Roerich-Pakt" bezeichnet, nach dem Rußland-Deutschen Nikolas Rërich, dem Ehemann von Dewikā Rānī, über die Dikigoros an anderer Stelle mehr schreibt), den Roosevelt im April 1935 persönlich unterzeichnet hatte, gewissermaßen verpflichtet. (Die Medaille ist übrigens aus dem Jahre 2014, als die Plünderer durch einen "Act of Congress" - einem Gesetz gleich stehend - für ihre verdienstvollen Raubzüge zu Nationalhelden erklärt wurden.) Und das Plakat unten links wirbt für die Zeichnung von Kriegsanleihen, um der "Kultur" den Garaus zu machen, die im Widerspruch stehe zur "Menschlichkeit", wie die Anglo-Amerikaner sie verstanden.

[Nieder mit der Kultur!] [Es lebe die Menschlichkeit! Humanity the American way] [Der Lügenbaron]

Damit all das nicht so ganz in Vergessenheit gerät - vor allem nicht bei denen, die sich durch den Lügenbaron Drecksäcker Weizsäcker und dessen Epigonen haben weizweis machen lassen, daß die Alliierten zwecks "Befreiung" nach Europa gekommen seien - hat Dikigoros diese Seite ins www gestellt. Den Artikel fand er zufällig im Tagebuch seines Großvaters, auf der Rückseite eines Zeitungsausschnitts über ein ganz anderes Thema, um das es ihm eigentlich ging.

Und um was geht es Dikigoros eigentlich? Seine langjährigen Leser haben sicher sofort erkannt, daß er mit dem Foto oben mitte bloß ein paar unwissende Neulinge foppen wollte, denn er hatte ja bereits im vergangenen Jahrtausend eine Webseite verlinkt, aus der sich ergab, daß dieses Foto getürkt wurde: Die kleine "Kim Phuc" (In der Lügenpresse "The Napalm Girl", "im Volksmund "Kim Fuck" genannt) war keine von Brandbomben schwer gezeichnete Dorfbewohnerin auf der Flucht, sondern eine kerngesunde Nachwuchsschauspielerin auf dem Set; die ganze Szene wurde Stunden lang geprobt, aus allen Perspektiven, mal mit, mal ohne "Wundpflaster", mal mit, mal ohne "Kim" mit Lehm zu beschmieren (eine Schmieren-Komödie im wahrsten Sinne des Wortes!), mal mit, mal ohne weinende Mit-Opfer, Mit-Läufer etc. Schließlich entschied man sich für das Bild, das heute jeder kennt zu kennen glaubt - und jeder Idiot für echt hält.

[Stern-Titelblatt 1983]

* * * * *

[The true story behind Napalm Girl]

Und so war es wirklich:


Die Vorbereitungen am Set sind fast abgeschlossen: Das Mädel nackt - als einzige -,
die Kameras und Mikrofone eingeschaltet, die falschen Wundpflaster aufgeklebt!


Nun nur noch das Gesicht mit Schlamm einreiben; der Begleiter übt schon
mal heulen, und das Mädchen ganz links soll endlich aufhören zu lachen!


Ob dieses Bild wohl auch so viele Leser genarrt hätte, wie "Kim" nicht schreiend, mit Brandwunden bedeckt, weg
rennt, sondern völlig unversehrt, nur ein wenig mit Schlamm bekleckert, aber finster-entschlossenen Blickes und
gemessenen Schrittes einher geht, während der Uniformierte im Hintergrund seine Regie-Anweisungen erteilt?


Oder dieses, auf dem keine blutrünstigen Soldaten mit Gewehren im Anschlag
hinter ihnen [her] sind, sondern bloß Reporter mit Kameras im Anschlag?


Das ganze gab es auch von hinten - aber das war für die Journaille nicht so interessant wie das Voll-frontal-Bild,
schon gar nicht von der Seite, wie im Bild oben rechts aus einer Drehpause. A propos: Es wurden nicht nur Fotos
geschossen, sondern ein ganzer Film gedreht - sogar in Farbe; sobald Dikigoros eine brauchbare Fassung findet,
wird er sie hier verlinken und dann auch verraten, wozu der eigentlich gedacht war und von wem er das alles weiß.

Dabei erkannte selbst der damalige US-Präsident Nixon, dem man ja nicht eben ein Übermaß an Scharfsinn nachsagte, sofort, daß das Foto gestellt war, und er wurde fuchsteufelswild auf die, die das inszeniert hatten; aber er konnte nicht verhindern, daß die jüdischen Lügenmedien es mitsamt einer rührseligen Story auf die Titelseiten brachten und daß Millionen tumpe Leser darauf herein fielen. (Übrigens nahmen die Macher des Kultfilms "Wag the dog" das als Vorbild für die berühmte Szene, in der die Flucht eines jungen albanischen Mädchens mit einem weißen Kätzchen im Arm aus einem bombardierten Dorf getürkt wird.) Dennoch hat Dikigoros das Foto ausgewählt, denn - und nun kommt der traurige Treppenwitz - so, wie es dem jungen Mädchen auf dem Bild nicht ging, so ging es in Wahrheit Millionen Kindern im Zweiten Weltkrieg; denn die ach-so-humanen Anglo-Amerikaner bewarfen schon damals die Wohnviertel deutscher (und französischer und italienischer und japanischer) Städte bevorzugt mit Napalm-Bomben, weil das so schöne, meist tödliche Verbrennungen hervor rief. Aber so schöne, anschauliche Fotos wie von "Kim" gibt es davon nicht (und wenn es sie gegeben hätte, dann wären sie längst vernichtet worden), deshalb mußte Dikigoros zu diesem kleinen Notbehelf greifen.

2. Nachbemerkung (auf Leser-Mail): Nein, nicht nur die US-Propaganda lügt, das hat Dikigoros doch nie behauptet! Zumal im Krieg lügen alle - die Wahrheit ist nach einem bekannten Bonmot immer das erste Opfer eines Krieges. Auch die deutsche Propaganda hat im Zweiten Weltkrieg kräftig gelogen, und auch dafür gibt es keine bessere Quelle als das Tagebuch von Dikigoros' Großvater, der sie allemal durchschaut hat, jedenfalls seit jener denkwürdigen Bombennacht, die so gut zum Thema paßt, daß Dikigoros etwas mehr dazu schreiben will, zumal diese kleine Episode sonst niemand zu kennen scheint. Nein, es war nicht während der berüchtigten "Operation Gomorrha" im Juli/August 1943 - die begann erst mit dem 380. Luftangriff auf Hamburg. Die meisten zuvor waren relativ harmlos gewesen: Alle paar Tage, genauer gesagt alle paar Nächte, kamen ein paar Flugzeuge vorbei, warfen ein paar Bomben und flogen wieder ab; etwas später gab es Entwarnung. Das waren bloß Nadelstiche, dazu bestimmt, daß die Hamburger keine "Bolona" (bombenlose Nacht) verbringen konnten und am nächsten Morgen unausgeschlafen zur Arbeit gehen mußten. Aber irgendwann kam halt auch mal der erste "richtige" Angriff. Urs hatte sich mit den Bewohnern der ganzen Mietskasere im Keller verkrochen. Karla H., die Tochter eines Nachbarn, hatte ihren wertvollen Photo-Apparat mitgenommen - nicht nur, um ihn vor der Zerstörung zu retten, sondern auch, um ein Bild zu machen. Das war im düsteren Keller nicht ganz leicht, denn damals waren die Filme noch wenig lichtempfindlich, und es gab auch keinen eingebauten Blitz. Vielmehr mußte man eine "Blitzlichtpatrone" zünden und dann versuchen, im richtigen Augenblick den Auslöser zu drücken. Das war Glückssache, und als es beim dritten Mal wieder nicht klappte, begannen einige Volksgenossen, die zuvor mit angstverzerrtem Gesicht vor sich hin gebrütet hatten, zu lachen. Das wirkte ansteckend, und gerade als der ganze Saal in schallendes Gelächter ausgebrochen war, zuckte der Blitz doch noch auf. Karla reagierte schnell, und ein paar Tage später zeigte sie den Mitbewohnern stolz den entwickelten Schnappschuß. Offenbar nicht nur denen. Wer beschreibt Urs' Erstaunen, als er eines Tages die Zeitung aufschlug und einen Artikel fand mit der Überschrift: "Tapfere Hamburger trotzen dem Bombenterror mit Humor!" Folgten Ausführungen, daß man über die nächtlichen Luftangriffe der Briten (die Amerikaner bombten erst ab 1943, und dann meist tagsüber) ja nur lachen könne, bla bla bla... Daneben das besagte Bild. (Er schnitt es aus und hob es auf, zumal seine Frau mit drauf war. Bild und Tagebuch sollten auch den schweren Terrorangriff gut-demokratischen Befreiungsschlag der Alliierten auf Wilhelmsburg vom 25.10.1944 überstehen, bei dem Dikigoros' Großeltern ausgebombt wurden und Karla H. den Tod fand.) In seiner naïven Unschuld empörte sich Urs - dem das Lachen längst vergangen war - gewaltig ob solch einer Propagandalüge, und fortan glaubte er denen "da oben" nichts mehr.
Gewiß, liebe Leser, das war eine Propagandalüge. Aber doch eine der harmloseren Art - in jeder Hinsicht: Man hatte nichts inszeniert, sondern bloß einen Zufall ausgenutzt. Man hätte auch nicht jeden Zufall ausgenutzt. Niemand hätte z.B. ein ausgebombtes Mädchen, das nackt und mit Brandwunden über die Straße lief, fotografiert und ihr Bild aufs Titelblatt aller deutschen Zeitungen gesetzt, um die Unmenschlichkeit der alliierten Terrorbomber anzuprangern. (Dabei wäre das sogar die Wahrheit gewesen - Urs hat eine solche Szene mal sehr eindringlich geschildert.) Aber zu behaupten, ein süd-vietnamesisches Dorf sei vom Vietcong "mit Napalm bombardiert" worden, und zum "Beweis" ein splitternacktes Mädchen Stunden lang die Straße rauf und runter zu treiben und dabei von allen Seiten abzulichten, dazu gehörte schon eine ziemliche Chuzpe - mehr, als Goebbels & Co. aufgebracht hätten! Freilich schnitten sie sich dabei ins eigene Fleisch, denn jeder wußte ja, daß der Vietcong gar keine Bombenflugzeuge hatte; also mißbrauchten die Kriegsgegner in den eigenen Reihen das Foto um zu behaupten, das Dorf sei von der U.S.A.A.F. bombardiert worden, und nach einem Ende des Luftkriegs zu schreien. (Daran, daß die U.S.A.A.F. gar keine süd-vietnamesischen Dörfer bombardierte, sondern "nur" nord-vietnamesische, dachte offenbar niemand :-)

3. Nachbemerkung:
Im Juli 2021, nach einer Flutkatastrofe, die u.a. Bad Münstereifel traf, schickte der Sender RTL seine Moderatorin Susanna Ohlen los, um für die Sendung "Guten Morgen, Deutschland" vor Ort einen besonders authentischen Bericht einzuholen. Das tat sie dann auch, half sogar tatkräftig mit, und präsentierte sich dann, die Schaufel noch in der Hand, über und über mit Schlamm beschmiert, dem gläubigen Fensehpublikum. Was sie nicht bedacht hatte: Ein boshafter Zeitgenosse hatte mitgefilmt, wie sie sich für diesen getürkten "Hilfseinsatz" eigenhändig mit Schlamm beschmiert hatte, ohne auch nur einen Handschlag bei den Aufräumarbeiten mit zu helfen. Da mußte Dikigoros wieder an die Szene mit der schlammbeschmierten Kim Phuc denken. Und? Was geschah diesmal? Wurde auch S.O. zur "Heldin" gekürt? Nein, obwohl der Sender RTL alles tat, um das Video des lästigen Zeugen in den sozialen Medien zu unterdrücken - der Schaden war getan, und es blieb ihm keine Wahl, als seine Moderatorin zu "beurlauben". (Sicher wird sie bald wieder eingestellt, für neue "Heldentaten".) Ob Dikigoros noch mit erlebt, wie auch der Schwindel mit der jungen inzwischen stark gealterten Vietnamesin auffliegt? (Vielleicht kann er ja selber ein wenig dazu beitragen - auch ohne sich gleich mit Schlamm zu beschmieren ;-)


zurück zu Hermann Göring

heim zu Von der Wiege bis zur Bahre

heim zu Reisen durch die Vergangenheit