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Knapp unter
100.000 Insolvenzf�lle 2003
Die Insolvenzwelle ebbt nicht ab. Seit 1993 hat sich die Zahl der
Insolvenzen kontinuierlich nach oben bis zur aktuellen H�chstmarke von
99.800 entwickelt. Einzig im Jahr 1999 wurde im Vergleich zum Vorjahr ein R�ckgang
um 0,3 Prozent auf 33.870 Insolvenzen verzeichnet. Im Jahr 2002 wurde mit
einem Plus von 70,3 Prozent der st�rkste Pleitenanstieg registriert, was
haupts�chlich auf den starken Anstieg der Privatinsolvenzen zur�ckzuf�hren
war.
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Vergleich
Bei den Unternehmen mussten 39.700 Betriebe einen
Insolvenzantrag stellen, das entspricht im Vergleich zum Vorjahr (2002:
37.620) einer Steigerung von 5,5 Prozent. Die Zahl der Insolvenzen von
Privatpersonen liegt zum zweiten Mal in Folge �ber denen der
Unternehmensinsolvenzen: 60.100 Verbraucher und ehemals selbstst�ndig T�tige
m�chten sich mit dem Insolvenzverfahren entschulden, 28,7 Prozent mehr als
letztes Jahr.
Der Zuwachs bei den Unternehmensinsolvenzen hat sich gegen�ber den beiden
vorangegangenen Jahren abgeschw�cht. Von einer Trendwende zu sprechen, w�re
allerdings verfr�ht: Innerhalb der letzten zehn Jahre haben sich die
Insolvenzen mehr als verdoppelt.
Unternehmensinsolvenzen: Anstieg im Westen, R�ckgang im Osten
Getragen wird der Anstieg bei den Unternehmensinsolvenzen von den
westdeutschen Betrieben: 29.700 Unternehmen mussten in 2003 den Gang zum
Insolvenzgericht antreten � 11,9 Prozent mehr als im letzten Jahr. In den
neuen Bundesl�ndern hingegen ist die Unternehmensinsolvenzentwicklung r�ckl�ufig:
10.000 Firmen meldeten Konkurs an, ein R�ckgang um 9,7 Prozent.
Bei den Insolvenzen von Privatpersonen liegen die Steigerungsraten im Osten
allerdings h�her als im Westen: Um 34,7 Prozent auf 13.900 F�lle stieg die
Zahl im Osten � in den alten Bundesl�ndern beantragten 46.200 Personen
eine Insolvenz � 27,0 Prozent mehr als 2002.
Die Gesamtsch�den, die Unternehmen,Privatpersonen und �ffentlicher Hand
durch Insolvenzen entstanden sind, summieren sich in diesem Jahr auf 40,5
Mrd. Euro. Im Jahr 2002 waren es noch 38,4 Mrd. Euro. Mehr als zwei Drittel
der verursachten Sch�den m�ssen private Gl�ubiger hinnehmen: Kreditgeber,
Arbeitnehmer und Lieferanten bleiben auf 27,9 Mrd. Euro sitzen. Die �ffentliche
Hand trifft es mit 12,6 Mrd. Euro.
Die Zahl der drohenden Arbeitsplatzverluste durch Insolvenzen betr�gt in
2003 613.000. Das entspricht einem Anstieg von 3,9 Prozent oder 23.000
Personen im Vergleich zu 2002.
Insolvent: Unternehmen mit ein bis f�nf Mitarbeitern und einem Umsatz
zwischen 0,5 und 5,0 Mio. Euro
70,2 Prozent aller insolventen Betriebe besch�ftigen einen bis f�nf
Mitarbeiter. Dieser Wert stieg im Jahresverlauf noch einmal um 6,3
Prozentpunkte an. Unternehmen mit mehr als 100 Besch�ftigten sind dagegen
nur zu einem Prozentsatz von 1,0 am Insolvenzgeschehen beteiligt. Betriebe,
die einen Umsatz zwischen 0,5 und 5,0 Mio. Euro Umsatz machen, stellen 37,2
Prozent der Insolvenzen, das sind 14.770 Unternehmen. Lediglich 120 Betriebe,
die mehr als 50 Mio. Euro Umsatz im Jahr machen, sind 2003 pleite gegangen.
Das Insolvenzgeschehen in 2002 war gepr�gt durch den Zusammenbruch
zahlreicher Gro�unternehmen und Konzerne. Auch in 2003 hat es einige
traditionsreiche Betriebe wie Grundig, Wienerwald, Kettner und nicht zuletzt
die Aero Lloyd getroffen � an die Dimensionen des Vorjahres kann jedoch
nicht herangereicht werden.
Zahl der Unternehmensgr�ndungen steigt
761.000 Unternehmen lie�en sich in 2003 in die Handels- und Gewerberegister
eintragen, 5,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Gleichzeitig nahm die Zahl
der L�schungen gegen�ber dem Vorjahr um 3,0 Prozent auf 656.000
Unternehmen zu. Der Saldo aus An- und Abmeldungen liegt im Jahr 2003 bei
105.000 Unternehmen.
154.000 wirtschaftsaktive Unternehmen wurden in 2003 gegr�ndet � 4.000
mehr als noch 2002. In Westdeutschland entstanden 120.000 Betriebe, im Osten
34.000. Insbesondere die Branchen Handel und Dienstleistung weisen hohe Gr�ndungszahlen
auf. Die gr��te Anzahl wirtschaftsaktiver Unternehmen verzeichnet der
Dienstleistungsbereich (53 Prozent). 28 von 100 neugegr�ndeten Unternehmen
kommen aus dem Handel. 14 Prozent kommen aus dem Bau und lediglich f�nf
Prozent aus dem Verarbeitenden Gewerbe.
Das Transportgewerbe ist durch die Mautverschiebung noch
verschont worden, hier wird aber mit Mautstart eine Insolvenzwelle erwartet. Lesen
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