Gegen das Vergessen

B�ndnis gegen Rechts

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Chronologie 1998 mit Stellungnahmen der Schwandorfer CSU

Hans Kraus (CSU) ist Oberb�rgermeister von Schwandorf.

Michael Kaplitz (CSU) ist B�rgermeister von Schwandorf.

Uwe Kass ist Fraktionsvorsitzender der CSU im Stadtrat von Schwandorf.

  • 07.10.1998 Dringlichkeitsantrag zur Errichtung eines Mahnmals
  • 19.10.1998 B�rgermeister Kaplitz gibt ein Interview
  • 13.10.1998 Der Stadtrat lehnt die Dringlichkeit des Antrag ab
  • 03.11.1998 F�r Kaplitz ist das momentan diskutierte Thema jedoch noch keineswegs komplett vom Tisch, beziehungsweise ein Mahnmal endg�ltig abgelehnt. Lediglich ein entsprechender Dringlichkeitsantrag sei abschl�gig beschieden worden, der Weg einer regul�ren Beantragung stehe weiterhin den Bef�rwortern eines Gedenksteines offen.
  • 08.12.1998 Der Antrag wird im Hauptausschuss angelehnt
  • 14.12.1998 In einer Pressemitteilung des CSU-Ortsverbandes �ber die Sitzung hei�t es, "wir d�rfen Gewaltverbrecher, welcher Art auch immer, nicht glorifizieren und ihren abscheulichen Taten ein Denkmal setzen", erl�uterte CSU-Vorsitzender Uwe Kass die Haltung der CSU-Vertreter im Hauptausschu�. "Wenn wir jetzt f�r ein Gewaltverbrechen ein Denkmal setzen, m�ssen wir dies f�r alle Gewaltverbrechen tun, die jemals in Schwandorf geschehen sind oder in Zukunft noch geschehen werden." Schlie�lich sei jedes Gewaltverbrechen gleich schlimm.
  • 19.12.1999 Zum 10. Jahrestag des Brandanschlags gedenkt das B�ndnis gegen Rechts der opfer und mahnt zur Wachsamkeit. Im Vorfeld werden demokratische Rechte rar.
  • 28.12.1999 Die Stadt st�rt sich an einem Pappmahnmal.
  • 29.01.1999 OB Kraus antwortet auf Fragen in einer B�rgerversammlung nicht, verspricht eine sp�tere schriftliche Antwort, die er auch teilweise gibt. (Vgl. Zeitungsartikel NT)
  • 02.03.1999 Der Stadtrat lehnt das Mahnmal ab.
    Oberb�rgermeister Kraus befand gleich zu Beginn der Debatte, die Stadt brauche "eine Wallfahrtsst�tte f�r radikale Gruppen nicht" - welche Radikalen er meinte, sagte er nicht. Und der CSU-Fraktionsvorsitzende Uwe Kass erkl�rte, es k�nne nicht angehen, "Unterschiede bei Opfern von Gewaltverbrechen zu machen". Und wenn doch ein Mahnmal f�r die Toten des Neonazi-Brandanschlags errichtet werde, dann "m��te man" - so sagte Kass sp�ter gegen�ber der S�ddeutschen Zeitung - "f�r jedes Gewaltopfer ein Mahnmal errichten, absolut f�r jedes". Ihren Tiefpunkt erreichte die qu�lende Auseinandersetzung mit der Wortmeldung des Freie-W�hler-Stadtrates Hans Zilch: Er, der Monate zuvor noch f�r das Mahnmal eingetreten war, stie� sich nun pl�tzlich daran, da� der Name des deutschen Todesopfers auf dem Gedenkstein "nicht an erster Stelle" genannt ist. Das erinnerte manchen Zuh�rer fatal an die Rechtsextremen-Parole: "Deutsche zuerst". Zusammen mit der CSU stimmte der Freie W�hler gegen das Mahnmal. (SZ)

 

 

 

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