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Zehn Jahre nach rassistisch motiviertem BrandanschlagSchwerer Vorwurf an die Stadt: Schwandorf will kein Gedenken"Vor Hoyerswerda und M�lln nennen" / 400 Teilnehmer bei DemoSCHWANDORF (bto/lby). Rund 400 Menschen haben am Samstag in Schwandorf mit einer friedlichen Demonstration an die vier Opfer eines von einem Neonazi begangenen Brandanschlags vor zehn Jahren erinnert. Die Demonstranten f�hrten einen Gedenkstein auf einem Wagen mit sich, den eine private Initiative aus Anla� des Jahrestages im Bereich der Stadt dauerhaft aufstellen wollte. Dieser Plan war jedoch am Widerstand von Oberb�rgermeister Hans Kraus und der CSU-Mehrheit im Stadtrat gescheitert. Die Kundgebungsteilnehmer kritisierten, da� die st�dtischen Repr�sentanten zuwenig f�r das Gedenken an den rechtsextremistischen Anschlag t�ten. Schwandorf stehe f�r den "ersten rassistischen Brandanschlag in der Geschichte der Bundesrepublik, bei dem Menschen ums Leben kamen", sagten Sprecher des "B�ndnis gegen Rechts", das die Demonstration organisiert hat. Daher m�sse die oberpf�lzische Kreisstadt im Zusammenhang mit politischen Gewaltverbrechen noch vor Hoyerswerda, M�lln und Solingen genannt werden. Am 17. Dezember 1988 hatte ein aus Schwandorf stammender Neonazi das �berwiegend von Ausl�ndern bewohnte Haus angez�ndet. Seit Jahren regen politische Gruppen, SPD sowie B�pndnis 90/Die Gr�nen an, zur Erinnerung an das rechte Verbrechen ein Mahnmal zu errichten. Die CSU steht dagegen auf dem Standpunkt, das Verbrechen eines "Einzelt�ters" d�rfe nicht hochgespielt werden. Mittelbayerische Zeitung Schwandorf v. 21.12.1998 |