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Wie überall in den
neuen Bundesländern werden die privaten Kohleheizungen nach und nach gegen Öl und Gas ausgetauscht.
Greifswald hat allerdings einen sehr großen Anteil Fernwärme: 70 % der Greifswalder Haushalte sind
daran angeschlossen (vgl. OZ 18.11.2000). Zu DDR-Zeiten wurde die Abwärme des KKW Lubmin über Fernleitungen nach Greifswald gebracht. Auf das vorhandene Leitungsnetz konnten nach der Wende die Stadtwerke Greifswald aufbauen. Das KKW wurde 1990 abgeschaltet, die Wärme behelfsmäßig mit Ölkesseln bereitgestellt. Seit 1994 dienen als Wärmequelle eine Erdgas-KWK- (Kraft-Wärme-Kopplung)-Anlage sowie mehrere kleinere (Block-)Heizkraftwerke. Eine komplette Fernwärmeversorgung des ganzen Stadtgebietes wurde verhindert, um dem Handwerk noch Einzelheizungen zwecks Wartung etc. zu lassen. Erdgas ist ein relativ
umweltfreundlicher Energieträger, weil es zu einem großen Teil Wasserstoff
enthält, die Verbrennung also z.T. Wasser und dementsprechend weniger CO2
freisetzt. Durch die Nutzung der Abwärme aus der Stromproduktion wird zudem
der Gesamt-Wirkungsgrad auf über 90% erhöht. Für das Erdgas-Heizkraftwerk
erhielten die Stadtwerke
1998 den Umweltpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern. |
Greifswalder Kraftwerke:

1994 fertiggestelltes Erdgas-Heizkraftwerk.
In Kraft-Wärme-Kopplung wurden hier bis
Ende 1999 und ab 2001 wieder Strom und Wärme erzeugt. Die elektrische Leistung
liegt bei knapp 30 MW.
Die im nahen Lubmin geplanten
Gaskraftwerke sollen im Gegensatz dazu allein der Stromerzeugung mit ca. 57%
Wirkungsgrad dienen, während die restlichen 43% Wärme "verdampfen".
In der 1700-Seelen-Gemeinde ist derzeit kein Wärmeabnehmer abzusehen.
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Greifswalder Thermo-Insel (ehem.Thyssen-Thermo-Insel)
Hier wird ausschließlich Wärme erzeugt. Das geschieht zu einem (kleineren) Teil mit einer Wärmepumpe: Auf der Unterseite des "schwebenden" Daches verlaufen Leitungen, die die Umgebungswärme aus der Luft aufnehmen (in der Abbildung rechts nicht verwechseln mit dem Tragegestänge des Daches!).
(Blockheizkraftwerke, d.h. Wärme- und Stromproduktion), eins davon
erdgasbefeuert:
das BHKW Innenstadt:

Diese
Anlagen speisen die Greifswalder Fernwärme.
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alleinige Stromproduktion.