Willkommen zum
Energie-Rundgang
durch Greifswald in Vorpommern!

 

Auf den folgenden Seiten erfahren Sie schlaglichtartig etwas über Energienutzung in und um die Hansestadt Greifswald.
Das kann keine vollständige Beschreibung sämtlicher Kraftwerke sein  - und soll es auch nicht!

Es handelt sich um subjektive Eindrücke, festgehalten vor allem in Fotos (© S.W.Schmidt).
Einige allgemeine Infos als Text hier vorweg:

 

Die kreisfreie Hansestadt Greifswald hat ca. 55.000 Einwohner. Über die Hälfte davon wohnen in den Plattenbauten im Südosten der Stadt. Diese Stadterweiterung, eigtl. Stadtverdoppelung, erfolgte ab ca.1970 parallel zum Bau des Kernkraftwerkes "Bruno Leuschner" im nahen Lubmin, als Unterkünfte für die Arbeiter des Kraftwerkes.

In der DDR galt das Kernkraftwerk Lubmin als wichtige Errungenschaft, weil es (nach dem in Rheinsberg) erst das zweite der DDR war und weil gegenüber den Braunkohlezentren im Süden der Norden unterversorgt schien.
1990 wurden alle Blöcke des KKW abgeschaltet, weil sie den Sicherheitsanforderungen nicht genügten und auch nicht nachgerüstet werden konnten. Seit 1994 läuft der Abriß der Anlage. Der Betreiber Energiewerke Nord (EWN) beschäftigt dabei noch rund 1500 von ehemals 6000-7000 Arbeitnehmern. Die Abrißkosten sollen bei mindestens 3 Mrd. Euro liegen.
Gleich nebenan wurde das europaweit erste 
Atommüll-Zwischenlager errichtet, das von der Größe her ein Vielfaches des vor Ort anfallenden Atommülls aufnehmen kann (und also wohl auch wird). Die letzte Teilgenehmigung wurde am 5.11.1999 erteilt.

Abermals nebenan, am Naturschutzgebiet "Peenemünder Haken - Struck", waren Ende der 1990er Jahre zunächst zwei Gaskraftwerke (Gas- und Dampf-Kraftwerke) zu je 1200 MW(el) von einem finnischen Investor geplant. 2008 ist die jüngste Planung die Errichtung von zwei Steinkohle-Kraftwerksblöcken zu je 800 MW (el) durch den dänischen Staatsbetrieb DONG Energy. In beiden Fällen ist die Nutzung der Abwärme in dem weitgehend ländlichen Gebiet mangels Abnehmer nicht möglich.

Einige Jahre lang, in den 1990ern, gab die Diskussion, den ITER (Internationaler Thermonuklearer Experimentalreaktor) nach Lubmin zu holen. Parallel zu diesem Kernfusions-Versuchsreaktor versuchte die Gemeinde Lubmin, ihr touristisches Image als Seebad auszubauen. Schon bei den Nutzungszuweisungen im Flächennutzungsplan wurden hier Konflikte deutlich. Das Projekt wurde letztlich aber nicht in Greifswald verwirklicht.

In der neuen Greifswalder Zweigstelle des Max-Planck-Institutes wird derweil ein anderes Kernfusionsverfahren erprobt: das Experiment "Wendelstein 7X", das physikalisch eine Vorstufe zu den Experimenten im ITER ist. Das Reaktorgebäude gleich gegenüber vom Einkaufszentrum Elisenpark war ein Projekt der EXPO 2000.


Energieregion Vorpommern
- "Energiestandort" Greifswald :

Marienkirche Greifswald, im Hintergrund ehem. Kernkraftwerk /
atomares Zwischenlager EWN Lubmin

Wendelstein wird geladen ....

Energie für Greifswald:

im Vordergrund:

110 kV-Leitung zum Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP)
(Kernfusions- Projekt Wendelstein 7X) 

 

Energiebedarf Stadtgebiet Greifswald:

ca. 40 MWel 

ohne Wendelstein 7X

Energiebedarf Wendelstein 7X:

ca. 80 MWel 

1.Stufe

Energiebedarf Wendelstein 7X:

ca. 120 MWel 

2.Stufe

 

Der Versuchsreaktor des IPP ist als weltweites Projekt der EXPO 2000 registriert. Nach Auskunft der Betreiber ist bis auf weiteres noch unklar, ob man aus der Kernfusion nutzbare Energie gewinnen kann. Wenn, dann frühestens in 50-60 Jahren.

 

 

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