In der Tiefe                     (Seren Silberdorn)

Liebste, la� uns hier verweilen
wo Stein der Fluten m�de wird
was immer mag Dich hier ereilen
wo tr�bes Gr�n des Nebels friert

welch� tanzend Flamme warst Du einst
der Blumenduft im Fr�hjahrswind
die Tr�nen, die Du heute weinst
im Tiefenrausch verloren sind

Ich sprech� zu Dir, halt� Deine Hand
doch da ist nur ein Rauschen

Ich streichle Dein Haar, ber�hr� Deinen Mund..
..nur ein Rauschen

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Von der Heimat..                                             (Seren Silberdorn)


Wie verabschiedet man sich von einem Ort, der einmal h�tte Heimat sein k�nnen?
L��t Du Dich in eine Art unaufrichtige Trauer fallen, dessen Innerstes, der Schmerz, trotzdem f�hlbar ist?

Du kannst nicht weinen. Was h�lt Deine Tr�nen zur�ck?
Der Gedanke daran, da� es m�glicherweise eine andere Heimat geben kann? Oder geben mu�? Vielleicht die Gewi�heit oder die Hoffnung, jenen Ort wiederzusehen, eines Tages, irgendwann einmal... man wird sehen. Sch�ne Orte gibt es ja viele, zumindest nicht wenige, man k�nne sich ja �berall eine Heimat schaffen, der Weg ist das Ziel, also folglich nicht zwingend eine ortgebundene Heimat und �berhaupt.
Aber zur�ck zu der Frage um das Versagen der Tr�nendr�se: Wahrscheinlich ist es das Wissen oder zumindest die Wahrnehmung des Unaufrichtigen, das Dein Weinen verhindert. Aber was ist es, das Du als unaufrichtig ermi�t? Du liebst diesen Ort, das wei�t Du. Und Du glaubst diesen Ort nicht verlassen zu wollen. Also bist Du Dir nicht sicher? Was w�rde sich ver�ndern, wenn Du dort bliebst? W�re dies Dein Gl�ck? Bist Du dann zu Hause? Oder w�rde es nach einiger Zeit wie an all jenen Orten sein, an denen Du lebtest und die Du dann schlie�lich mit nicht mehr als nur ein wenig Wehmut zur�ckgelassen hast? Ist es also die Summe der Unsicherheiten, die verhindert, da� Du Dich Deinem Abschiedsschmerz hingeben kannst? Du findest, Du hast Dir Deine Trauer verdient. Ja, sie ist berechtigt. Und dann so etwas.

Da gibt es ja auch noch solche, die meinen, Heimat m�sse ja nicht unbedingt ein geographischer Punkt sein.
Sondern vielleicht die Person, die Du liebst? Das klingt erst einmal �berzeugend f�r Dich, so �berzeugend, da� Du zumindest momentan nicht in der Lage bist zu protestieren. Und wenn Du aufh�rst zu lieben? Also w�re dies in einigen, vielen F�llen eine zeitlich befristete Heimat. Aber nicht f�r Dich, denn Du liebst ja.

Was ist nun eigentlich mit dem Modell "Wahlheimat" ? Hier gef�llt es Dir, hier bleibst Du. Ein guter Gedanke seine Heimat "gefunden" zu haben. Endlich Heimat. Ein friedvolles Gef�hl. Man stelle sich vor, Du wei�t Dein Leben lang, da� Du an diesem Ort bleiben m�chtest, da� Ihr zueinander geh�rt, fest und untrennbar verwoben in einer einzigen Biographie. 

�ber Sinn und Best�ndigkeit eines Heimatgef�hls m�chtest Du jetzt lieber nicht nachdenken, das hast Du so eben mit einer geradezu gewaltt�tigen Selbstsicherheit beschlossen.
                                                                                     
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