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Die fundamentale Differenz zwischen Arbeitern und Studenten läßt sich bis heute noch immer über die Spaltung von primär körperlicher Arbeit und primär geistiger Arbeit festmachen. Infolge dieser in der bürgerlichen Gesellschaft fest gewordenen Arbeitsteilung konnte sich das bürgerlich-intellektuelle Bewußtsein der Universitäten einbilden, sich jenseits des gesellschaftlichen Seins mit seinen "Ideen" zu bewegen. (145)
In dem Maße, in dem durch eine Symbiose staatlicher und industrieller Bürokratien der Staat zum gesellschaftlichen Gesamtkapitalisen wird, schließt sich die Gesellschaft zur staatlichen Gesamtkaserne zusammen, expandiert die betriebliche Arbeitsteilung tendenziell zu einer gesamtgesellschaftlichen. Der Integrale Etatismus ist die Vollendung des Monopolkapitalismus.
Außerökonomische Zwangsgewalt gewinnt im Integralen Etatismus unmittelbar ökonomische Potenz. Damit spiel sie für die gegenwärtige kapitalistische Gesellschaftsformation eine Rolle, wie seit den Tagen der ursprünglichen Akkumulation nicht mehr. Bewirkte sie in jener Phase den blutigen Expropriationsprozeß der Volksmassen, der überhaupt erst die Trennung von Lohnarbeit und Kapital herbeiführte, wird sie Marx zufolge im etablierten Konkurrenzkapitalismus kaum noch angewandt. Denn die objektive Selbstbewegung des Begriffs der Warenform, ihres Wertes, konstituiert sich in dem Maße zu den Naturgesetzen der kapitalistischen Entwicklung, als die ökonomische Gewalt im Bewußtsein der unmittelbaren Produzenten verinnerlicht wird. Die Verinnerlichung ökonomischer Gewalt erlaubt eine tendenzielle Liberalisierung staatlicher und politischer, moralischer und rechtlicher Herrschaft. (91)
Der Ausweg des Kapitalismus aus der Weltwirtschaftskrise im Jahre 1929 beruhte auf der Fixierung an die terroristische Machtstruktur des faschistischen Staates. Nach 1945 wurde diese außerökonomische Zwangsgewalt keineswegs abgebaut, sondern in totalitärem Ausmaß psychisch umgesetzt.
Diese Verinnerlichung beinhaltet den Verzicht auf manifeste Unterdrückung nach innen und war konstitutiv für den Scheinliberalismus und Scheinparlamentarismus, allerdings um den Preis der antikommunistischen Projektion eines absoluten Außenfeindes. (92)
6.Juni (So)
Das Klima der Rechtswendung im Lande ist nicht zu leugnen, aber es täuscht durch den realen Schein des Bundes- und Landesregierungen. (Dutschke, A.D. 1975)
Zur Geschichte der Unangepassten gehört ein Datum, über das kaum jemand mehr nachdenkt: Heute vor 36 Jahren wurde Rudi Dutschke von Josef Bachmann angeschossen. Ja, genau, der stinkende Faulsack Dutschke, der mit dafür verantwortlich ist, dass heute Zigtausende von Bioläden den Fortschritt der New Economy blockieren und uns mit Öl aus der Toskana foltern, "fußgepresst von Lesben kurz nach der Mens." Es ist ja Party heute, es wird auf Gräbern getanzt und aus Schädeln getrunken, der Tango kann beim Faulsack Dutschke losgehen, der zusammen mit Gertrud Staewen von der Berliner Judenhilfe in einer Gruft liegt.
Ohne die 68er könntest Du heute nicht so leben, wir alle nicht, wie wir heute leben können." Der Traum von dem stinkenden Faulsack Dutschke, den verstörten Intellektuellen der Frankfurter Schule, den Barrikaden, irgendwie alles Sachen, die die viel zu junge Dame, die das sagt, nie kennengelernt hat. Und auch nicht mehr kennenlernen wird.
Sie versteht den weissglühenden Hass nicht, den man gegenüber dem reaktionären Pack empfinden muss, das 68 glaubte, die Welt zu ändern. Und zu verbohrt, blöd, egoman war, um zu kapieren, dass es vollkommen normale Wahlen waren, die den Umschwung brachten. Trotzdem haben sie den Wechsel für sich reklamiert. Und Ansprüche daraus abgeleitet. Zum Beispiel, dass Teenager keine Anzüge tragen dürfen. Oder weisse Hemden.
Dabei hielten sie sich 1970 noch für gescheitert. Keine Weltrevolution, oooch. Aber dann setzte die Umdeutung der Geschichte ein. Wer sich selbst so belügen kann, dass er an Mao und Lenin glaubt, der kann sich auch einbilden, dieses Land verändert zu haben.
Dem verdanken wir so tolle Erungenschaften wie den Philosemitismus, die Gedenkkultur, Einewelthäuser, Kirchenvorstände für Kirche von unten statt, was mehr Spass machen könnte, Ficken von hinten, die Grünen, demnächst wieder die lachhaften Reste der Ostermärsche, und zigtausende von Bioläden mit wertvollem Öl aus der Toskana, fussgepresst von Lesben kurz nach der Mens.
Ach so, richtig, und die RAF. Mit der sie damals gegen das Schweinesystem rebellieren wollten. So richtig. Imnmerhin.
Es spricht gegen mich und meine Freunde, dass wir nach dem Scheitern der New Economy nichts Vergleichbares auf die Füsse gestellt haben, um das Schweinesystem der 68er wegzupusten. Das rächt sich. Schirrmacher schreibt über das Älterwerden für sich und seine 68er-Kumpane.
Wieso wollen die? Warum sollen sie? Dürfen sie? Warum wird ihnen das gestattet? Frage ich zurück.
Das findet die junge Dame dann doch etwas zu radikal. Und wechselt zum Thema Kinderkriegen.
Donnerstag, 8. April 2004, 23:05
Blogger Stories vom hyper-postmodernen Zeitgeist-Zyniker, der sich heißt: 'donalphons'
Der heutige Faschismus ist nicht mehr manifestiert in einer Partei oder in einer Person, er liegt in der tagtäglichen Ausbildung der Menschen zu autoritären Persönlichkeiten, er liegt in der Erziehung, kurz, er liegt im bestehenden System der Institutionen. (116)
Der heutige Faschismus steckt in den autoritären Institutionen und im Staatsapparat. Den letzteren zu sprengen, ist unsere Aufgabe, daran arbeiten wir. (115)
Zwar haben sich Marx und Engels voller Spott und Hohn über die bürgerliche Moral ausgelassen, aber die proletarische Moral des Menschenrechts, welches durch den Klassenkampf und Solidarität zu erkämpfen sei, nie aus dem Auge verloren. „Die Internationale erkämpft das Menschenrecht.“ Weder die erste, noch die zweite und dritte Internationale sind in dieser Hinsicht wirklich erfolgreich gewesen, das Problem und die Aufgabe bleibt bestehen.
(Die Internationalisierung der 'Stammheime', Rede auf dem Pfingstkongreß des 'Sozialistischen Büros', Juni 1976 in Frankfurt)
Nachdem zigtausende von Menschen liquidiert worden sind, Zigtausende die Heimat verlassen mußten, kann er sich als Vertreter einer 'neuen Demokratie' aufspielen und sagen: "Menschenrechte und Pressefreiheit - ja: aber keinen Libertinismus". "Mein Kampf" von Hitler als "Lernmaterial" in den Schulen und Ausweisung des deutschen Bischofs Frenz, die Lage ist eindeutig. (115)
Die sich von Monat zu Monat, von Jahr zu Jahr steigernde Aggression des US-Imperialismus in Vietnam materialisierte sich in den hochentwickelten kapitalistischen Ländern als 'abstrakte Gegenwart der Dritten Welt in den Metropolen' (Oskar Negt), als geistige Produktivkraft im Bewußtwerdungsprozeß über die Antinomien der heutigen Welt.
(117) Heute wird diese Gegenwart täglich konkreter, Globalisierung der Armut
Die NATO ist die organisierte Zentrale des Imperialismus in Mittel- und Westeuropa zur Verhinderung der Emanzipation der produzierenden Massen."
(113)
Das weltweite Netz der organisierten Repression, das Kontinuum der Herrschaft, läßt sich nicht leicht aufsprengen.
(Die geschichtlichen Bedingungen für den internationalen Emanzipationskampf --- Rede auf dem Internationalen Vietnam-Kongreß in West-Berlin (MIRROR), Februar 1968, S.119)
Jede radikale Opposition gegen das bestehende System, das uns mit allen Mitteln daran hindern will, Verhältnisse einzuführen, unter denen die Menschen ein schöpferisches Leben ohne Krieg, Hunger und repressive Arbeit führen können, muß heute notwendigerweise global sein. (a.a.O. S.105)
Die subtilen und brutalen Methoden und Techniken der sozialen Integration ziehen bei uns nicht mehr. Die sentimental-emotionale Verweigerung wird im Kampf mit den Gewaltorganisationen des Systems, mit der staatlich-gesellschaftlichen Bürokratie, mit der Polizei, mit der Justizmaschine, den industriellen Bürokratien in den Oligopolen usw. zur organisierten Verweigerung, zum praktisch-kritischen Wissen, zum revolutionären Willen, die verselbständigten Produktivkräfte, die unmenschlichen Maschinerien des Krieges und der Manipulation, die tagtäglich in der Welt Tod und Schrecken verbreiten, tagtäglich ein weltweites Genocid verursachen können, zu zerschlagen.
Es entwickeln sich im Kampf neue radikale Bedürfnisse, wie zum Beispiel der Wunsch, die Totalität der die Menschen von langer Arbeitszeit, Manipulation und Elend befreienden Produktivkräfte endlich von den Fesseln des Kapitals und der Bürokratie zu befreien, sie mit allen Mitteln endlich der bewußten Kontrolle der Produzenten zu unterwerfen.
Jede radikale Opposition gegen das bestehende System, das uns mit allen Mitteln daran hindern will, Verhältnisse einzuführen, unter denen die Menschen ein schöpferisches Leben ohne Krieg, Hunger und repressive Arbeit führen können, muß heute notwendigerweise global sein. (a.a.O. S.105)
... das latente und ganz abstrakte Unbehagen über die bestehende Ordnung, ...... der Druck von außen und die bewußte oder unbewußte Überzeugung, daß die Gesellschaft an den persönlichen seelischen, und körperlichen Verkrüppelungen hohe Schuld trägt, schufen eine psychische Disposition, die starke antiautoritäre Tendenzen und Elemente in sich trägt, ...
(70)
»Es ist keine Zeit nüchterner Reflexion, sondern eine Zeit der Beschwörung. Die Aufgabe der Intellektuellen ist mit der des Organisators der Straße, mit der des Wehrdienstverweigerers, des Diggers identisch: mit dem Volke zu sprechen und nicht über das Volk. Die prägende Literatur jetzt ist die Underground-Literatur, sind die Reden von Malcolm X, die Schriften Fanons, die Songs der Rolling Stones und von Aretha Franklin. Alles übrige klingt wie der Moynihan-Report oder ein 'Time-Essay', die alles erklären, nichts verstehen und niemanden verändern.« (Andrew David Kopkind, Von der Gewaltlosigkeit zum Guerilla-Kampf, in: Voltaire-Flugschriften Nr. 14, S.24/25)
Tod auf Raten, das scheint das linke Schicksal in Deutschland zu sein...(Nachwort)
"Wir Kommunisten sind Tote auf Urlaub." (E. Leviné vor Gericht, kurz vor standrechtlicher Erschießung
Die Universitätsspitze war erschrocken: Hatte man wirklich solche Schlangen am freiheitlich-demokratischen Busen genährt? Das gesunde Volksempfinden, durch Springers Wort und Bild angeheizt, wußte die Antwort: Arbeiten statt demonstrieren, oder besser noch: gleich vergasen. "Rüber in den Osten" war die mildere Variante. (Nachwort)
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