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BERLIN: A dying City. Nix dufte, allet abjestanden und schal. Die Schlangen in so einer Metropole sind eben länger. Überall findet man diese anomischen Schlangen, welche auf eine völliger Verwilderung der sozialen Sitten in B. hindeuten. In der Schlange schaut sich die Masse Mensch selbst ins Gesicht. abgrundtiefer, gegenseitiger, gehässiger Haß, Verständnislosigkeit.
Jeder drängelt, hält sich für den größten, wichtigsten.
SCHLANGEN: Du denkst Du bist der letzte, und schon ist wieder einer hinter Dir und Du bist nur noch der vorletzte.
In der Kantstraße am Zoo bildeten sich vorgestern, d.h. Sonntagmorgen, vor dem Flaschenautomaten fast so lange Schlangen wie auf dem Weddinger Sozialamt."
11.00: Stabi. Dallmayer-Pro-Domo-Café in Stabi kostet 40 ¢;die Zubereitung, das Aufbrühen dauert 20 Sekunden, insgesamt dauert es vom Einwerfen bis zum Herausnehmen etwa 40 Sekunden, so daß sich leicht Schlangen vor dem Kaffee-Automaten bilden.
SOZIAL heiße Zone. Eine hellhäutige und eine dunkelhäutige Frau giften sich vor Raum Nr. 10 rassistisch an.
"Man weiß weder wo noch wie man sich anstellen soll." - sage ich halblaut.
Warten. Warten. Warten. Irgendwann kommt einer raus, hofft man. "Ich möchte nur was abgeben." - "Ich möchte auch nur was abgeben, zwei Kinder hab' ich auch zu Hause!" - fällt eine türkischen Akzent sprechende ein.
"Wer sich anstellen kann, der kann auch Angestellter werden." - "Der is angestellter." - fällt einer aus der Schlange ein.wurden 196 Nummern ausgegeben. Ich wieder zu spät. "Is nur maximal bis 13 Uhr, solange wie die Nummern reichen." - sagt der Schlangenkalfaktor.
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