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-Fortsetzung Zeugnisse-
Eine krasse Geschichte �bers Verzeihen nach einer Vergewaltigung
"Komm, Heiliger Geist, heile und vers�hne
Es ist eine unglaubliche Geschichte, die Geschichte eines schrecklichen Traumas. Das M�dchen wurde vergewaltigt und umgebracht. Doch die Mutter vers�hnt sich mit dem T�ter. Und mehr.
Ein junges taiwanesisches M�dchen wurde vergewaltigt und umgebracht. Es war eines jener zutiefst aufw�hlenden und unbegreiflichen Geschehnisse, die Eltern und Freunde traumatisieren und sie nach mehr Gerechtigkeit verlangen liessen, als selbst das Gesetz bieten kann.
Zum Tode verurteilt
Die Mutter des M�dchens war wie versteinert, und ihr Schmerz wurde mit jedem Tag st�rker. Doch dann erfuhr sie, dass der M�rder und Vergewaltiger gefasst, verhaftet, vor Gericht gebracht, schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt worden war. Das Verbrechen war aufgekl�rt und der Schuldige sollte bestraft werden. Die trauernde Mutter aber blieb von diesem Prozess ausgeschlossen.
Die Mutter empfand aber ein starkes Bed�rfnis, dem M�rder von Angesicht zu Angesicht gegen�berzustehen. Mit Hilfe der Organisation Prison Fellowship (PF) Asia verabredete sie sich mit der Verwaltung der Haftanstalt, in der der M�rder auf seine Hinrichtung wartete. Es war nicht einfach. Die Gef�ngnisverwaltung bef�rchtete in dieser spannungsgeladenen Situation, sie k�nnte sich r�chen wollen. Schliesslich wurde ein Treffen bewilligt; allerdings sollten die Mutter und der M�rder durch Gitterst�be getrennt bleiben.
"Weshalb haben Sie das getan?"
Die Situation war sehr emotionsgeladen. Die Mutter erz�hlte dem M�rder mehrmals von ihren schlaflosen N�chten, ihren verst�rten Gef�hlen und dem unertr�glichen Schmerz, den sie seit der Vergewaltigung und dem brutalen Mord an ihrer Tochter empfand. Sie wollte unbedingt von ihm wissen: "Weshalb haben Sie das getan? Wie haben Sie es getan?" Sie wollte genaue und konkrete Einzelheiten wissen. Doch Sie erreichte nichts. Der verurteilte Mann sagte nichts. Seine Augen zeigten keinerlei Regung. Seine Lippen blieben verschlossen.
Weg der Reue
Die Mutter besuchte ihn mehrmals. Jedes Mal gemeinsam mit einem Vertreter von PF Taiwan, einer christlichen Organisation, die zum pastoralen Dienst "Neuanfang" in Singapur geh�rt. Etwas geschah, ver�nderte sich. Warum kehrte die Mutter in das Gef�ngnis zur�ck, obwohl die kalte, gef�hllose Erscheinung des M�rders sie innerlich fast zerriss? Er schien so weit weg zu sein, stets gesch�tzt durch die Gitterst�be. Wer kann mit Sicherheit sagen, weshalb sie weiterhin das Gef�ngnis besuchte? Laut PF Taiwan f�hrten ihn die Besuche auf den Weg der Reue und der Busse.
Den M�rder adoptiert Eines Tages, als die Mutter vor der vergitterten Kammer stand, sah sie Tr�nen in seinen Augen. Pl�tzlich zeigte er Bedauern und Reue. Doch dies vergr�sserte ihre Qualen nur noch. Bis ihr schliesslich die Lehre ihrer Kirche half, seine Reue anzunehmen. Als gl�ubigem Menschen wurde ihr klar, dass sie ihm ihre Vergebung gew�hren musste. Er war jung, ein Waise, der in verschiedenen Waisenh�usern ohne Liebe und elterliche Zuneigung aufgewachsen war.
Bald schon trafen sie sich ohne trennende Gitterst�be. Sie schlug ihm vor und �berzeugte auch die Beh�rden davon, ihn, den M�rder und Vergewaltiger ihrer Tochter, als ihren eigenen Sohn zu adoptieren. Er willigte ein, und sie ging auf ihn zu, um ihren neuen Sohn zu umarmen. Zeugen berichten, dass sie sich sehr lange umarmt hielten und gemeinsam weinten. Von da an besuchte sie ihn jeden Tag und brachte ihm selbst zubereitetes Essen, Kleidung und pers�nliche Gegenst�nde. Die beiden hatten sich aufrichtig miteinander vers�hnt. Einen Tag nach ihrem letzten Besuch wurde er nach taiwanesischem Rechts erh�ngt.
Dies ist eine von vielen wahren Geschichten aus der ganzen Welt, die in die Vorbereitungen der �RK-Konferenz f�r Weltmission und Evangelisation (CWME) eingeflossen sind, die vom 9 bis 16. Mai 2005 stattfindet. Das Thema "Komm, Heiliger Geist, heile und vers�hne!" fordert die �kumenische Bewegung heraus, "In Christus berufen, vers�hnende und heilende Gemeinschaften zu sein". Ist Vers�hnung m�glich? Was bedeutet Vergebung, und was ist n�tig, damit sie geschehen kann, wenn das Verbrechen so grausam ist, dass der Schmerz un�berwindbar erscheint? Die Konferenz findet auf Einladung der griechisch-orthodoxen Kirche in Athen statt.
Autor: Hugh McCullum
Quelle: �RK Datum: 04.02.2005
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�Ich fiel in ein tiefes Loch�
Unsere Ehe schien in bester Ordnung zu sein. Wir hatten mit 21 geheiratet; ein Jahr sp�ter bekamen wir unseren ersten Sohn, zwei Jahre sp�ter den zweiten. Doch in mir wuchs immer mehr die Frage: Das kann doch nicht das ganze Leben sein! Ich f�hlte eine unerkl�rliche Sehnsucht.
So begann ich eine aussereheliche Beziehung. Dies hatte zur Folge, dass unsere Ehe nach 16 Jahren geschieden wurde. Nun stand ich da mit zwei Kindern. In einem Altersheim fand ich Arbeit. Die Beziehung zum Freund geriet ins Wanken, aus unerkl�rlichen Gr�nden. Wir drehten uns im Kreis, wussten nicht weiter. Schliesslich verliess er die Wohnung.
In diesem Moment sp�rte ich, was Liebe ist. Als w�re ein Vorhang vor meinen Augen weggezogen worden. Es war brutal zu sehen, wie egoistisch ich mich mein Leben lang verhalten hatte. In einem Augenblick wurde es mir bewusst. Und ich merkte, ich selbst kann nichts �ndern an der Situation. Ich fiel in ein tiefes Loch, aus dem ich keinen Ausweg sah.
Am Abend im Bett sp�rte ich: Jetzt kann mir nur noch das Gebet zu Gott helfen. Ich kannte ihn nicht. So sagte ich: �Wenn es dich gibt, Gott, dann musst du mir die L�sung f�r mein Problem geben.�
Es waren nur kurze Worte. Ich erwartete nichts. Aber Gott ist mir in dieser Nacht begegnet!
Er schenkte mir einen Traum, wo ich die L�sung schwarz auf weiss aufgeschrieben sah. Von diesem Moment an wusste ich: Es gibt einen Gott, der lebt!
Das war im September 1998. Es brannte in mir, mehr von diesem Gott zu wissen. Aber ich konnte mit niemandem dar�ber reden. Ich hatte keine Menschen um mich, die f�r mein �Gott-Problem� Verst�ndnis hatten.
Am folgenden Sonntag hatte ich ein Dr�ngen in mir, in eine Predigt zu gehen. So schlich ich mich buchst�blich in die Freie Evangelische Gemeinde am Ort rein. Alles was ich wollte, war einfach mehr von diesem Gott zu h�ren. Die Predigt war ein Volltreffer. Mein Hunger war noch mehr geweckt. Zu Hause nahm ich die Bibel hervor. Pl�tzlich konnte ich begreifen, was da stand.
Aber ich wollte mehr � und vor allem schneller � erfahren von Gott, Jesus und dem Heiligen Geist. In einem Alphalive-Kurs, einer Einf�hrung in den christlichen Glauben, wurden viele meiner Fragen beantwortet. Mein Leben fing an, sich zu ver�ndern.
Allerdings erlebte ich nicht, dass damit alle meine Probleme gel�st waren. Nein, ganz und gar nicht, dann fangen sie erst recht an! Aber gut zu wissen, dass Gott f�r alle Probleme, kleine und grosse, die L�sung schon kennt.
Autorin: Monika L�thi Quelle: Livenet.ch
Datum: 05.02.2005
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Abtreibung �berlebt: �Sein Lebenswille ist enorm�
Weil er behindert ist, sollte er sterben. Heute ist Tim sieben Jahre alt
Eine Abtreibung sollte ihn t�ten. Tim aber �berlebte seine eigene Abtreibung. Ohne medizinische Versorgung k�mpfte er stundenlang um sein Leben. Erst nach neun Stunden griffen die �rzte ein. Heute ist Tim sieben Jahre alt und geht in die Schule.
Simone Guido, Tims Pflegemutter, erz�hlt von dem Leben mit einem Downsyndrom-Kind, das nie aufgegeben hat, leben zu wollen.
Neeues Leben: Tim, ihr Pflegekind, sollte eigentlich gar nicht leben? Ja, das ist richtig. Im Grunde sollte sein Geburtstag sein Todestag sein. Wir denken oft daran zur�ck, wie das alles gekommen ist, wie grausam die Situation f�r Tim damals im Kreissaal gewesen sein muss und was ihm angetan wurde.
Was wissen Sie �ber den genauen Verlauf der Abtreibung? In der 25. Schwangerschaftswoche hatte Tims leibliche Mutter durch eine Fruchtwasseruntersuchung erfahren, dass sie ein Kind mit Trisomie 21 im Leib trug. Gleich nach dieser Diagnose sollten sich die Eltern entscheiden, ob sie das Kind annehmen oder abtreiben m�chten. Doch sie waren mit der Situation restlos �berfordert. Der Mutter war das alles zuviel und so willigten die Eltern in die Sp�tabtreibung ein. Noch am gleichen Abend leiteten die �rzte mit einem Medikament die Wehen ein. Man erwartete, dass der F�tus tot zur Welt kommt oder nach kurzer Zeit versterbe. Doch Tim �berlebte seine Abtreibung. Deswegen legte man ihn unversorgt beiseite. So sieht es der gesetzlich vorgesehene Verlauf bei Sp�tabtreibungen vor. Tim wollte aber nicht sterben. Erst nach neun Stunden erbarmten sich die �rzte und leiteten lebensrettende Massnahmen ein.
Inwieweit hat Tim durch diese Zeit k�rperliche Sch�den erlitten?
Das l�sst sich nur schwer beurteilen. Zwei Gutachten vertreten da unterschiedliche Positionen: Das eine besagt, dass ihn die Unterk�hlung auf 28 Grad am Leben erhalten hat. Das andere Gutachten sagt, und so sehen wir das auch, dass die Gehirnblutungen, Unterk�hlung und der Sauerstoffmangel erst durch die fehlende Versorgung entstanden sind. Ganz abgesehen vom dem kaum nachweisbaren seelischen Schaden, so aus dem Leib der Mutter herausgerissen und in der K�lte abgelegt zu werden.
Wussten Sie von seiner Vorgeschichte als Sie sich f�r Tim als Pflegekind entschieden haben? Nein, davon wussten wir nicht. Nach dem Anruf vom Jugendamt, dass Pflegeeltern f�r ein Neugeborenes mit Down-Syndrom gesucht werden, waren wir mit der gesamten Familie zuerst im Krankenhaus. Dort haben wir uns alle Tim angesehen und uns sofort f�r ihn entschieden. Seine Augen waren einfach unwiderstehlich (lacht). In ihnen war so eine gewisse Hilflosigkeit, zugleich spr�hte aber auch purer Lebenswille heraus. Das hat uns bei dem winzigen Mann sehr imponiert. Von Tims Abtreibung haben wir dann erst im Gespr�ch mit den leiblichen Eltern auf dem Jugendamt erfahren.
Hatten Sie sich denn als ausgebildete Pflegeeltern auf ein so stark behindertes Kind eingestellt? Nein, eigentlich dachten wir daran, zu unseren beiden Jungs ein normal entwickeltes M�dchen aufzunehmen. Anfangs waren mein Mann und ich daher auch noch skeptisch, ob wir dieser Herausforderung gewachsen seien. Tim musste ja noch stark medizinisch versorgt werden. Und unsere eigenen Kinder waren auch gerade erst sechs und vier Jahre alt. Aber es hat funktioniert.
Diese Anpassung war bestimmt nicht einfach. Die ersten zwei Jahre waren schon sehr schwer. T�glich kam eine Krankenschwester zu uns und versorgte ihn in unserem Haus. Dann hatte Tim oft Probleme mit der Lunge, seinem Magen und dem Katheter, der �bersch�ssiges Gehirnwasser in den Bauch leitete, so dass wir immer wieder ad hoc ins Krankenhaus fahren mussten. Die Sch�digungen durch die Abtreibung machten sich halt immer wieder bemerkbar. Er hing oft am seidenen Faden. Es war ein einziges Auf und Ab. Und das wirkte sich nat�rlich auch auf unsere Ehe und Kinder aus, f�r die weniger Zeit blieb.
Woraus haben Sie dann neue Kraft gesch�pft?
Wenn wir gesehen haben, dass Tim nicht aufgibt. Er hat ohne Ende gek�mpft. Immer wieder hat er sich mit Kraft und Lebenswillen hochgezogen. Nie, auch wenn es ihm noch so schlecht ging, hat er aufgegeben.
Und wie geht es ihm heute? Er hat sich prima entwickelt. Im Grunde haben die �rzte gar nicht damit gerechnet, dass er sich so weit entwickeln w�rde. Besonders in den letzten zwei Jahren ist sein Zustand deutlich stabiler geworden. Zwar nimmt er weiterhin weder Essen zu sich, noch trinkt er, sondern wird mittels einer Magensonde ern�hrt. Aber seit der Delfin-Therapie im letzten Sommer hat er enorme kognitive Fortschritte gemacht. Er hat aufgeh�rt, sich gegen den Kopf zu schlagen, weswegen er fr�her einen Helm tragen musste, und ist jetzt viel wacher und aufmerksamer. Manchmal traut er sich auch zu laufen, wenn man ihn an beiden H�nden h�lt. Im Herbst ist Tim eingeschult worden. Er besucht jetzt eine heilp�dagogische Tanz- und Bildungsst�tte und lernt dort erste Techniken, um st�rker am Leben teilzunehmen.
Hat sich durch Tim Ihre pers�nliche Einstellung zum Leben ver�ndert?
Ja, vieles nehmen wir jetzt intensiver und bewusster wahr und machen uns mehr Gedanken um behinderte und sozial benachteiligte Menschen. Andererseits bekommen wir auch stark die Behindertenfeindlichkeit mit. Was mich dabei vor allen Dingen oft erschreckt, ist, dass manche Leute es gar nicht verstehen k�nnen, dass wir mit zwei behinderten Kindern gl�cklich sind und ein ganz normales Leben f�hren.
Wie begegnet Ihnen diese Feindlichkeit? H�ufig erleben mein Mann und ich merkw�rdige Blicke wegen unserer Down-Kinder. Allerdings ein Erlebnis macht uns besonders zu schaffen: Zur Taufe unseres Neffen waren wir mit Tim in der Kirche. Nat�rlich verhielt er sich in seinem Buggy f�r andere auff�llig und wurde laut. Als wir dann die Kirche verliessen, h�rten wir einige Kirchg�nger sagen, dass man doch solche Kinder bitte zu Hause lassen sollte: �Solche Kinder h�tten doch in der Kirche nichts zu suchen.� Das hat uns sehr getroffen.
Behinderte und Kirche � wie nehmen Sie das sonst wahr? In unserer Gemeinde ist gerade eine Gruppe gegr�ndet worden f�r Eltern mit behinderten Kindern. Daran nehmen wir teil. Und ich hoffe, dass Melissa sp�ter gut in die Kirchengemeinde integriert werden kann, zum Beispiel in der Kindergruppe. Dass das gelingt, liegt aber am jeweiligen Betreuer und nicht an der Kirche an sich. Denn f�r ein gutes Zusammenleben ist es ausschlaggebend, wie offen der Einzelne mit dem behinderten Menschen umgeht. Viele sind enorm �ngstlich und wissen gar nicht, wie sie sich benehmen sollen oder wo sie hingucken sollen, wenn sie einen behinderten Menschen sehen. Dabei hat doch jeder Mensch seine ganz eigenen Macken und Schwierigkeiten. Jeder ist einfach so wie er ist.
Durch seine Geschichte steht Tim auch im Mittelpunkt bioethischer Debatten um Sp�tabtreibungen. Sind Sie darin als Familie involviert? Sicherlich erwartet man da von uns immer wieder besondere Stellungnahmen, aber das sehen wir nicht als unser prim�res Ziel. Unsere Aufgabe ist es, unseren Kindern ein liebevolles Zuhause zu bereiten. Und auch Melissa und Tim bringen soviel Liebe, gute Laune und Freude mit in die Familie, dass wir das niemals wieder eintauschen m�chten. F�r mich ist es daher �berhaupt nicht nachvollziehbar, wieso man solche Menschen abtreibt. Nur weil sich ein Mensch langsamer entwickelt und ein bisschen anders aussieht, ist doch kein Grund. �berhaupt: Wer hat das Recht zu entscheiden, einen Menschen abzutreiben? Und dar�ber zu urteilen, was lebenswert ist und was nicht? � Dann m�ssten wir Menschen ja auch sp�ter noch selektieren, nach dem Motto: Derjenige hatte einen schweren Autounfall, ist gesch�digt und leistet nicht mehr genug f�r das Bruttosozialprodukt � weg damit! Wer nimmt sich das Recht heraus, dar�ber zu entscheiden?
Spielt da der Gedanke an einen Sch�pfer des Lebens f�r Sie eine Rolle? Ja, ich denke, unser Leben untersteht dem Willen Gottes. Er ist der Sch�pfer und Vollender des Lebens. Er setzt Anfang und Ende. Und wie es kommt, so geschieht es halt und so sollte man es auch akzeptieren � ob ein Leben mit oder ohne behindertes Kind.
Versp�ren Sie also Groll gegen�ber den Eltern und �rzten? Manchmal schon, aber �berwiegend empfinde ich doch eher Mitleid, dass das alles so gekommen ist. Mir tut auch Tims Vater Leid, weil er einmal sagte, dass sie Tim ganz normal ausgetragen h�tten, wenn sie um all das gewusst h�tten und besser aufgekl�rt worden w�ren.
Was ich aber �berhaupt nicht nachvollziehen kann, ist, dass Tim neun Stunden lang liegengelassen wurde, damit er sterben sollte. Da fehlen mir einfach die Worte. � Im Endeffekt muss ganz dringend etwas getan werden, dass sich dieses Schwangerschaftsabbruch-Gesetz �ndert, denn Eltern werden nur allzu oft zu etwas gedrungen, bei dem jeder der Beteiligten letzten Endes zum Opfer wird.
Autor: Stefan R�th Quelle: NEUES LEBEN. Das Christliche Ratgeber-Magazin Datum: 10.02.2005
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In der Rekrutenschule erlebt: �Du bisch Jesus, Mann!�
Manchmal werden Jugendliche mit der Frage konfrontiert, wie ein Christ Milit�rdienst und Glauben vereinbaren kann. Ein Rekrut, der gerade waffenlosen Dienst in der Winter-RS tut, erz�hlt von seinen Erlebnissen.
Nachstehend ein kurzer Auszug aus dem Manuskript zu seinem Buch, das zur Motivation von jungen Christen am Entstehen ist.
�Mit voller �berzeugung!�
��ich lag auf meinem Bett, die Bibel zur Rechten, mein Tagebuch zur Linken, ins Gebet vertieft. �Herr, bitte hilf mir mutig zu sein!�, hatte ich eben in mein Tagebuch geschrieben. Da ging die T�re auf. �Ausgerechnet Kellenberger* (Name ge�ndert), der mit der gr�ssten Klappe. . .�, dachte ich. Scheinbar unbeirrt betete ich weiter. Pl�tzlich rief Rekrut Kellenberger: �Hey, Sasek, was machst du da?� Unmittelbar schoss es aus mir heraus: �Beten und Bibel lesen!� �Erz�hl doch keinen Scheiss! Du liest die Bibel, Mann?� Ich war gedr�ngt nachzudoppeln: �Ja, mit voller �berzeugung!�
Langsam setzte er sich auf das Bett neben mir, nahm meine Bibel zur Hand und begann ein Textst�ck laut vorzulesen und fragte: �Hast du dieses Buch schon mal durchgelesen?�, �Oh ja, vieles schon mehrere Male. Ich bin ja schon seit 15 Jahren dran�, sagte ich lachend. �Ja und warum tust du das? Ich hab noch nie in meinem Leben in der Bibel gelesen!� �Weisst du, ich habe eine Beziehung zu Jesus Christus. Ich lebe t�glich und st�ndlich mit ihm; er ist das Zentrum meines Lebens! Und die Bibel erkl�rt mir, wie das Leben mit ihm funktioniert.� Er l�chelte verlegen und meinte staunend: �Du bisch Jesus, Mann!� Von da an ging es rund��
Die Auswirkung davon Man stelle sich vor: Diese scheinbar auf hartgesotten gedrillte Rekruten sitzen schon nach wenigen Tagen in ihrem 14er-Zimmer und beten gemeinsam! Unaufgefordert redet der eine oder andere �ber seine Krisen und S�nden. Kommt zum Glauben. Und sogar Eltern bem�hen sich um einen Kontakt mit jenem Rekruten, um das Evangelium zu h�ren. Ob das nicht Vision genug ist f�r den Milit�rdienst eines Christen?
Autorin: Bettina Busch Quelle: EDU Datum: 21.02.2005
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Dominique DiPiazza, ein Musik-Virtuose, nimmt auf dem H�hepunkt seiner Karriere den Hut und verpflichtet sich einer �h�heren Sache�.
Dominique DiPiazza, der legend�re Bass-Gitarrist � er trat beispielsweise mit dem John McLaughlin Trio auf � erstaunte die Kenner der Musikszene. Nach langer Abwesenheit von der Szene, trat er jetzt in der NAMM-Show in Anaheim, Kalifornien auf, berichtet Janey L. DeMeo im �ASSIST News Service�.
Dominique DiPiazza hatte bereits eine steile Karriere mitten im musikalischen Mainstream aufgegeben. Der Basist galt bei vielen als eine �musikalische Ikone�, unerreicht mitten unter vielen Ultratalenten. �Keiner konnte damals verstehen, wie ein derartiger Musik-Virtuose, der im Geld und der eigenen Ber�hmtheit schwamm, auf dem H�hepunkt seiner Karriere den Hut nehmen und sich einer h�heren Sache verpflichten konnte�, so DeMeo. Er hatte seinen Beruf aufgegeben, um seiner Berufung durch Jesus Christus Folge zu leisten, nachdem ihm ein Musikerkollege das Evangelium (die frohe Botschaft von Jesus) erkl�rt hatte.
�Musik war wie eine Droge f�r mich�
�Ich hatte einen Punkt erreicht, an dem ich alles hatte: Familie, Ber�hmtheit, Auftritte rund um die Welt, aber ich war leer. Etwas fehlte�, erkl�rt DiPiazza. �Ich hatte keinen Frieden. Ich erkannte, dass die Musik meine ganze Identit�t bestimmte, mich dominierte, wie eine Droge. Es war wie ein innerer Kampf, und ich sp�rte, wie Gott mich aufforderte, mein Instrument zur Seite zu legen.�
Nach seiner radikalen Bekehrung erkannte DiPiazza den Zustand der vom Evangelium kaum erreichten Franzosen, studierte an einer Bibelschule in S�dfrankreich und begann schliesslich, evangelistisch zu arbeiten, von Strassenpredigten bis zu Missionseins�tzen in Indien.
Erst nach dieser Zeit nahm er sein Instrument wieder zur Hand, diesesmal um es nur f�r Gott einzusetzen. Zuerst in Kirchen, dann auf den Strassen, schliesslich f�hrte das zur Herausgabe einer Mainstream CD mit dem Titel �Pront Page�. DiPiazza spielt dort mit dem bekannten Drummer Dennis Chambers und Gitarrist Bireli Lagrene.
Heute produziert DiPiazza CDs, um Waisenkindern zu helfen, f�hrt Fans zu Jesus und w�nscht sich, die christliche Worshipszene gr�ndlich zu erneuern.
Musikkostproben unter: www.dominiquedipiazza.com
Quellen: Freitagsfax/Aassistnews Datum: 21.02.2005
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Margit: Dann fing das Leben noch einmal an
Irgendwann war ihr das Leben egal. Die Drogen geh�rten zu ihrem Alltag. Dann der Sprung aus dem sechsten Stock eines Hochhauses. Sie �berlebte. Ihren Retter fand sie allerdings erst sp�ter.
Aufgewachsen bin ich in einem kleinen Ort in �sterreich. Ich war ein braves, ehrgeiziges M�dchen und erbrachte gute Leistungen in der Schule. Mit 16 �nderte sich das pl�tzlich. Ich begann Drogen zu nehmen und rannte mit zerrissenen Klamotten herum, und noch bevor ich achtzehn wurde, zog ich mit meinem damaligen Freund zusammen. Die Matura (Abitur) ein Jahr sp�ter feierte ich wochenlang zusammen mit meinen Freunden. St�ndig war ich zugekifft und betrunken.
Ich wollte Physiotherapeutin werden, aber an der Hochschule haben sie mich nicht genommen. So machte ich ein Jahr lang eine Ausbildung zur Masseurin. Anfangs war ich total depressiv, antriebslos und konnte mich auf nichts konzentrieren. Danach schlug auf einmal alles ins Gegenteil um: Ich war nur noch unterwegs, n�chtelang weg, soff, kiffte und schlief kaum noch. Meine Freunde machten sich grosse Sorgen und rieten mir, mich psychologisch behandeln zu lassen. Doch nach einiger Zeit m�ssigte ich mich von selbst wieder. Damals war mir das nicht bewusst, aber heute weiss ich, dass ich zu dieser Zeit in eine Manie gefallen war.
Auf dem Weg zum Absturz
Nach meiner Ausbildung nahm ich einen Job in einem kleinen Dorf an. Da ich kein Auto hatte, war ich hier ziemlich von der Aussenwelt abgeschnitten und sah meine Freunde fast nur noch am Wochenende. Obwohl ich meinen Beruf mochte, war die Arbeit f�r mich bloss ein notwendiges �bel. Ich lebte nur f�r die Wochenenden, die ich dann total �dicht� mit meinen Freunden verbrachte.
Mit der Zeit dachte ich mir: �Das hat doch alles keinen Sinn: Nur von Wochenende zu Wochenende leben, und sonst nur so dahinzuvegetieren.� Ich bekam schwere Depressionen und konnte nicht mehr schlafen. Ich wollte einfach nicht mehr leben. Am 21. Januar 2000 sprang ich aus dem sechsten Stock eines Hochhauses. Trotz schwerer Verletzungen �berlebte ich wie durch ein Wunder, und nach f�nf Monaten Krankenhausaufenthalt und Rehabilitation war ich dann wieder so fit, dass ich arbeiten konnte.
Mir ging es dann auch mehrere Monate sehr gut, bis die n�chste Depression kam. Wieder dachte ich, dass alles sinnlos sei und ich sowieso nie wieder gl�cklich werde. Als sich meine Gedanken nur noch um Selbstmord drehten, ging ich freiwillig in die Psychiatrie. Die �rzte und Therapeuten dort konnten mir jedoch nicht helfen, und als ich wieder heraus kam, ging es mir schlechter als zuvor.
Ein anderer hatte gute Pl�ne Meine Eltern empfahlen mir dann eine christliche Einrichtung. Ich hab mich darauf eingelassen. Dort waren Menschen, die Probleme mit Drogen hatten, psychisch krank waren oder in einer Lebenskrise steckten. Ich lernte Leute kennen, die eine total kaputte Vergangenheit hatten, von ihrer Familie misshandelt wurden und keine Berufsausbildung hatten. Aber sie vertrauten auf Gott, und sahen mit Zuversicht in die Zukunft. Das faszinierte mich. Ein M�dchen dort schenkte mir einen Anh�nger, auf dem ein Bibelvers stand: �Denn ich kenne die Pl�ne, die ich f�r euch habe, spricht der Herr, Pl�ne des Friedens und nicht zum Unheil, um euch Hoffnung und eine Zukunft zu geben� (Jeremia 29,11).
Das Leben aus der Hand geben Dieser Bibelvers ber�hrte mich sehr und ich dachte: Gott hat einen Plan auch f�r mich und mein kaputtes Leben! Ich bekam auch ein sehr schlechtes Gewissen, weil ich meine Eltern jahrelang angelogen hatte. Doch ich durfte erfahren, dass mir Jesus alles verzeiht, wenn ich ihn darum bitte. Ich betete: �Jesus, ich habe versucht, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Doch es ist im Endeffekt nur Mist dabei herausgekommen! Bitte nimm du mein Leben in die Hand.�
Und Jesus hat wirklich etwas Gutes aus meinem Leben gemacht: Er hat mich geheilt von meiner psychischen Krankheit und mich frei gemacht von Drogen, Alkohol und Zigaretten. Mir geht es jetzt seit eineinhalb Jahren wirklich gut, und das ohne Medikamente und Drogen. Es ist wirklich so: Jesus hat meinem Leben einen Sinn gegeben. Bearbeitung: Livenet Quelle: Soulsaver Datum: 25.02.2005
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Vom Boxer zum Pastor
Juan Lopez Canos hasste die Menschen. Jetzt k�mpft er f�r die Liebe.
Zum elften Geburtstag gab es Boxhandschuhe. Sie sollten Juan Lopez Cano helfen, sich zu beweisen. Denn neben Fu�ball waren Pr�geleien das liebste Hobby des jungen Spaniers. Der Sohn einer Gastarbeiterfamilie, die in den 60er Jahren nach Duisburg zog, trainierte in den folgenden Jahren hart, um nicht l�nger der Unterlegene zu sein. Als Teenager bekam er dann Kontakt zur Drogenszene. Drogen und ein f�r ihn unerkl�rlicher tiefgr�ndiger Hass trieben ihn zu immer h�heren Leistungen.
Nachdem Juan sogar die offene Deutsche Meisterschaft im Boxen gewonnen hatte, lud ein Kollege den damals 23-J�hrigen zum Gottesdienst ein. Unter Drogeneinfluss ging Juan bereitwillig mit. In seiner Tasche: zwei Gramm Marihuana f�r einen Joint nach dem Gottesdienst. Doch dazu kam es nicht mehr. W�hrend des Gottesdienstes fragte der Pastor, wer Jesus kennen lernen m�chte. Juan meldete sich. �In diesem Moment hob sich der ganze Hass, der ganze Druck und die ganze Depression in mir hoch und ich sp�rte, wie alles sich verfl�chtigte und ein unbeschreiblicher Frieden �ber mich kam�, sagt Juan. Sein ganzes Leben �nderte sich. Er h�rte sofort auf, zu k�mpfen und Drogen zu nehmen.
Heute ist Juan Lopez Cano Pastor einer neugegr�ndeten Gemeinde im Norden von Madrid. Zuvor war er lange Zeit in einer Gemeinde im Ruhrgebiet t�tig. Zu seinen Aufgaben in Spanien geh�rt auch die Medienarbeit. Er freut sich dar�ber, regelm��ig im Fernsehen und Radio predigen zu d�rfen: �Ich bin dankbar f�r jeden Tag, an dem ich Christus bekennen kann.�
Quelle: NEUES LEBEN. Das Christliche Ratgeber-Magazin Datum: 04.03.2005
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Gott h�lt, was er verspricht
Ein M�dchen w�nscht sich ein Meerschweinchen. Kann man daf�r beten?
Es ist Montagabend. Wir sitzen mit unserer gro�en Tochter Joy-Isabel (7 1/2) zusammen, um Familienrat zu halten. Am Wochenende davor waren wir bei Bekannten, die gerade Meerschweinbabys haben und gerne eines verschenken w�rden. Joy-Isabel ist Feuer und Flamme. Es gibt nur noch das eine Thema und: �Bitte Mama, bitte Papa - es ist doch so s��!�
Wir sind nicht begeistert und haben Bedenken. Ich bin hochschwanger mit unserem dritten Kind und kann mich nicht auch noch um ein Tier k�mmern. Joy-Isabel m�sste es t�glich f�ttern und regelm��ig den K�fig s�ubern, was jetzt ja noch nicht einmal mit ihrem Zimmer klappt. Au�erdem fehlt ein K�fig. Wir haben kein Geld, um einen neuen zu kaufen, und in der Zeitung steht momentan auch nichts drin.
Mein Mann Klaus erkl�rt sich bereit, die Tierhaltung zu �berwachen und zu unterst�tzen. Auch w�rde wir ab und an in der Zeitung nach einem passenden K�fig schauen (das kann ja l�nger dauern ...).
Nach all den menschlichen �berlegungen ist es uns jedoch wichtig, gemeinsam Gott zu fragen, was er dazu sagt, und ob das wirklich dran ist.
Mach dir keine Sorgen! Wir geben unsere eigenen Ideen und Vorstellungen im Gebet an Gott ab und sind still, um zu h�ren, was er sagt. Klaus und ich haben Frieden �ber folgenden Punkten: Wir sollen Joy-Isabel in ihrem Wunsch nach einem Meerschweinchen begleiten; wir sollen nach einem K�fig Ausschau halten und dabei nichts �berst�rzen. Joy-Isabel hingegen ruft freudestrahlend: �Gott hat mir gesagt: Mach dir keine Sorgen! Bis Samstag wirst du wissen, wo du einen K�fig herbekommst!�
Wir sind platt und ein bisschen besorgt, ob das wirklich von Gott war oder nur der Wunschgedanke unserer Tochter. Erst mal halten wir uns zur�ck, danken Gott f�r sein Reden und warten ab. Die n�chsten Tage verlaufen normal - kein K�fig in Sicht! Joy-Isabel hat sich ein Buch �ber Meerschweinchen-Haltung aus der B�cherei ausgeliehen.
Am Freitagnachmittag bekomme ich starke, regelm��ige Wehen - sieben Wochen vor dem Termin. Meine Frauen�rztin �berweist mich gleich ins Krankenhaus. Wir bringen unsere j�ngere Tochter D�sir�e bei Freunden unter, und mein Mann bringt mich zusammen mit Joy-Isabel zur Klinik. W�hrend ich am Wehenschreiber liege, liest Joy-Isabel in dem Meerschweinchen-Buch. Eine Hebammensch�lerin unterh�lt sich mit ihr, ob sie denn ein Meerschweinchen habe. Joy-Isabel antwortet: �Nein, ich kann eines geschenkt bekommen, aber ich habe noch keinen K�fig.� Darauf die Sch�lerin: �Ich habe einen zu Hause, den kann ich dir mitbringen. Ich schenke ihn dir.�
Wir sind sprachlos und Joy-Isabel jubelt, dass Gott h�lt, was er verspricht. Wir sind froh, dass wir nicht versucht haben, mit unseren M�glichkeiten �Gott zu spielen�.
Das Meerschweinchen Laura hatte sehr schnell einen festen Platz in unserer Familie. Wir hatten viel Spa� mit ihr und die Versorgung klappte besser als gedacht.
Abenteuer Familienalltag Als Ehepaar und Familie in unserem Alltag auf Gott zu h�ren und ihn so ganz praktisch mit einzubeziehen ist f�r uns immer wieder ein Wachstums- und Lernprozess. Folgende Fragen begleiten uns dabei:
- Jesus, steht etwas zwischen mir und dir? (Jes 59, 1 f.)
- Jesus, womit kann ich dir heute eine Freude machen?
- Jesus, in dieser konkreten Situation brauchen wir Rat: Sagst du ja oder nein? Oder willst du uns auf etwas anderes aufmerksam machen?
Auf diese Weise bleibt auch unser ganz normaler Familienalltag ein Abenteuer. Autorin: Anja Schnake Quelle: come. Zeitschrift f�r Christentum in Alltag und Gesellschaft Datum: 21.04.2005
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Die Nacht, in der ich kaum schlief
Ich bin im rheinl�ndischen Niederfischbach gross geworden. Mit dem Glauben habe ich mich in meiner Jugend nie auseinander gesetzt. Auch bei meiner Konfirmation waren nur die Geldgeschenke interessant. Mit 18 Jahren bin ich von zu Hause ausgezogen und mit meinem jetzigen Mann in eine �wilde Ehe� eingestiegen. Meine Eltern liessen sich zu diesem Zeitpunkt gerade scheiden. Dass ich den Kontakt zu meinem Vater dabei total verlor, hakte ich damals einfach ab. Freiheit pur war angesagt: Kneipentouren, das Leben in vollen Z�gen geniessen, meine Grenzen weiten...
Aufw�hlende Gespr�che Durch eine Fahrgemeinschaft zur Arbeitsstelle bekam ich Kontakt mit zwei Christen. Zum ersten Mal wurde ich mit Menschen konfrontiert, die ihren Glauben ernst nahmen und mich auf Jesus Christus aufmerksam machten. Einer der beiden Kollegen geh�rte zur Stadtmission in Nidda. Mit ihm, Manfred, habe ich manches tief gehende Gespr�ch gef�hrt. Es hat mich ziemlich neugierig gemacht, wie er lebte und warum Gott in seinem Leben eine so wichtige Rolle spielte. Ich war beeindruckt davon, was f�r Dinge ihm wichtig waren. Noch mehr beeindruckte es mich, was er als Christ f�r unwichtig hielt. Nach jedem Gespr�ch mit ihm kam ich ganz aufgew�hlt nach Hause. Mein Mann, damals noch mein Freund, war jedesmal entsetzt dar�ber, was ich mir alles so fromm einreden liess.
Geheimnisvoller Vertrag Im September 1990 wurde ich von Manfred zu einen christlichen Vortragsabend in Nidda eingeladen. Ich wollte eigentlich nicht hingehen, hatte aber nicht f�r jeden Abend eine Ausrede. So liess ich mich denn auf einen Besuch ein. Mein Mann, wir hatten gerade geheiratet, begleitete mich. Der Vortrag vom Gastprediger schlug bei mir so ein, sodass ich am n�chsten Abend wieder unter den Zuh�rern sass. Und der Prediger sagte: �Du kannst zu Gott Abba, lieber Vater, ja sogar Papa sagen�, da hat mich das tief aufgew�hlt. Das wollte ich! Aber wie? Und was w�rde dadurch passieren? Jetzt und sp�ter? Ich sprach mit Manfred, betete gemeinsam mit ihm und bat Christus darum, Herr meines Lebens zu werden. Danach war ich v�llig durcheinander. Es war, als ob ich einen Vertrag unterschrieben h�tte, dessen Inhalt noch geheim war. Was war mit mir passiert? Ich habe damals die halbe Nacht nicht geschlafen.
Geheilte Beziehung Neugierig besuchte ich ab diesem Tag weitere Veranstaltungen. Zusammen mit meinem Mann! Es war einfach unglaublich... Schliesslich kam der Tag, an dem auch er sich f�r ein Leben mit Gott entschied. Eine Riesenfreude! Eindr�cklich erlebte ich den Wunsch, wieder Kontakt zu meinem Vater zu bekommen. Aber was sollte ich tun? Ich habe lange gebetet. Wenn ich meine Mutter besuchte, fuhr ich immer an seiner Wohnung vorbei. Ich sagte zu Gott: �Wenn du willst, dass ich wieder eine Beziehung zu meinem Vater bekomme, dann lass ihn jetzt vor der T�r stehen.� Und da stand er! Gleichzeitig ger�hrt und unsicher stoppte ich mein Auto, stieg aus und ging auf ihn zu. Er erkannte mich zuerst nicht, war eher zur�ckhaltend. Ich fragte ihn, ob ich ihn einmal mit unseren Kindern besuchen d�rfe. Zwei waren es damals, und er hatte seine Enkel noch nie gesehen. Von da an entstand ein neuer Kontakt mit vielen sch�nen Begegnungen. Und das Tollste: Auch mein Vater ist neugierig auf Jesus geworden. Ich bete daf�r, dass er Jesus f�r sich entdeckt.
Das Beste im Leben So wirkt Gott! Mein Leben ist randvoll gepackt mit Freude. Er hat mich und meine Familie reich beschenkt. Ein Leben mit ihm ist wirklich das Beste, was uns passieren konnte! Anja Ulrich Chrischona Magazin Datum: 03.09.2002
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�Was fange ich mit meinem zweiten Leben an?"
Ich wusste, ich muss sterben!" Doch Pfarrer Kevin Madigan kam davon.
Der schlimmste Tag, den Manhattan je erleben sollte, begann ganz anders. "Ein wundersch�ner Morgen, mit klar blauem Himmel und einer frischen Brise vom Meer. Es war perfekt."
Reverend Kevin Madigan ist Pfarrer an jener Niederlassung Gottes, die dem World Trade Center am n�chsten lag, der katholischen St. Peter's Church. Er hatte gerade die letzte Beichte abgenommen, "die �blichen menschlichen S�nden", als der herrliche Tag zur Katastrophe kippte. Madigan lief hinaus, um zu helfen. In dem Moment starb sein Kollege: "Father Judge, der Feuerwehrkaplan, spendete gerade einem Sterbenden die letzte �lung, als er von Tr�mmern erschlagen wurde. Er war nicht der erste Tote, aber der erste, dessen Personalien bekannt waren." Judge wurde sp�ter in St. Peter's aufgebahrt.
H�tte sich Madigan nicht vorbeugend gefragt, wohin er fl�chten k�nnte, wenn - undenkbar genug - ein Turm kippt, w�rde heute eine Handvoll Menschen weniger leben. Denn wenige Sekunden sp�ter implodierte der erste Tower; blindlings fand Madigan den eingepr�gten Weg in den Metro-Eingang und schrie st�ndig "Hierher, hierher!" Mehrere Polizisten und Feuerwehrleute folgten den Rufen.
Dann zitterte die Erde, begleitet von einem Staubsturm. Der Reverend war sicher: "Jetzt muss ich sterben! Es war wie ein pers�nlicher Weltuntergang." Doch er und seine Begleiter �berlebten. "Man fragt sich schon: Warum wurde mein Leben geschont? Im Chaos nach links oder rechts zu fl�chten, bestimmte �ber Leben und Tod! Aber es ist wohl nicht entscheidend, nach dem Warum zu fragen, sondern, was ich mit dem zweiten Leben anfangen will."
Zu tun gibt es genug: Ein Fahrwerkteil des ersten Flugzeuges hatte das Kirchendach durchschlagen, der Boden war mit Tr�mmern und Staub bedeckt. Auch die St. Joseph's Kapelle am Hudson wurde zerst�rt, von der Polizei, die dort ihre Einsatzzentrale einrichtete, alle M�bel herausriss, Leitungen verlegte und Lagepl�ne an die W�nde malte. Die Sch�den zahlt die Versicherung. Sogar Speisekarten des Restaurants "Windows on the World" waren auf die Kirche geflogen, und Schreibtischfotos von lachenden Frauen und Kindern der B�roangestellten: "Das hat mich besonders getroffen."
Einen Sinn in dem Ganzen gibt es nicht. Und doch: "Manchmal muss etwas untergehen, bevor ein neuer Same aufbricht. So hat dieser Akt des B�sen Solidarit�t und Mitgef�hl zwischen den Menschen hervor gebracht. Oder der neue Patriotismus: Der ist nicht chauvinistisch-imperialistisch wie fr�her so oft, sondern ein Symbol des Zusammenhaltens."
Jetzt k�mpft Madigan daf�r, dass das in den Tr�mmern aufgetauchte Kreuz auf seinem Kirchengrund aufgestellt wird. Dass es nicht - wie angedacht - die WTC-Gedenkst�tte dominieren kann, ist ihm klar: "Die Opfer kommen aus 89 Nationen, Christen, Juden, Moslems, Hindus und viele andere. Aber im Sterben waren alle gleich." KIPA Datum: 11.09.2002
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"Predige dem Baum!"
Zeugnis des indischen Evangelisten Sadhu Chellappa.
Es war mitten in der Nacht, als der indische Evangelist Sadhu Chellappa pl�tzlich sp�rte wie Gott zu ihm redete: �Geh schnell aus dem Haus und lauf los!� Chellappa war daran gew�hnt, auch merkw�rdige Auftr�ge Gottes ohne Diskussion zu akzeptieren. Er zog sich schnell an und lief in die Dunkelheit. Nach einer geraumen Weile sp�rte er, wie Gott zu ihm sagte: �Bleibe hier unter dem Baum stehen und beginne zu predigen!�
Selbst f�r einen erfahrenen Evangelisten wie Chellappa war dies ein wenig erstaunlich, war doch weit und breit niemand zu sehen. Weshalb wollte Gott, dass er unter einem Baum mitten in der Nacht predigen sollte? Dennoch begann er, an Ort und Stelle zu predigen und kam schliesslich zu dem Punkt, an dem er seine unsichtbaren Zuh�rer aufrief, ihr Leben doch Jesus Christus anzuvertrauen.
Chellappa staunte nicht schlecht, als sich pl�tzlich eine Stimme aus der Baumkrone meldete und ein Mann begann, vom Baum herunterzuklettern und unter Tr�nen Jesus Christus zu sich einladen. Der Mann hatte vorgehabt, sich vom Baum zu erh�ngen. Chellappa und seine Botschaft von Jesus Christus kamen gerade noch rechtzeitig. �Seit diesem Erlebnis habe ich gelernt, Gottes Anweisungen spontan zu befolgen, ob ich sie verstehe oder nicht�, so Chellappa. Freitagsfax Datum: 08.09.2002
********************************************************** �Meine Rettung war ein Wunder�
New York. Unterdessen ist die letzte �berlebende des Terroranschlags auf das New Yorker Welthandelszentrum zu der �berzeugung gelangt, dass ihre Rettung kein Zufall war. �Gott hat einen Plan, und den wird er mir eines Tages offenbaren�, sagte die 31j�hrige Genelle Guzman-McMillan.
Die aus Trinidad stammende Verwaltungsangestellte wurde erst 26 Stunden, nachdem der Nord-Turm des Welthandelszentrum eingest�rzt war, geborgen. Wie der christliche Informationsdienst �Charisma� berichtet, sieht Frau Guzman-McMillan ihre Rettung als ein Wunder Gottes an. Ihr rechtes Bein war von den Tr�mmern zerquetscht worden. Seit Mai kann sie wieder ohne St�tzen laufen, obwohl ihr die �rzte prophezeit hatten, sie w�rde nie wieder ohne Hilfe gehen k�nnen.
Frau Guzman-McMillan hatte bereits vor dem Anschlag begonnen, gelegentlich eine protestantische Kirche in Brooklyn zu besuchen. Jetzt geh�rt sie zu den regelm�ssigen Gottesdienstbesuchern. Ihr geistliches Leben habe sich grundlegend ge�ndert, sagt sie. �Fr�her habe ich mir vor allem Sorgen �ber Geld und mein Aussehen gemacht. Jetzt rede ich die meiste Zeit �ber die Bibel und Gott.� idea Deutschland. Christliches Nachrichtenmagazin Datum: 11.09.2002
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"Ich war ein zu verabscheuendes Ungeheuer"
Kim Hyun Hee hat 115 Menschen auf dem Gewissen.
Kim Hyun Hee wird am 27. Januar 1962 geboren. Ihr Vater bekleidet ein hohes Amt im Aussenministerium. Obwohl sie in einer heilen Familie und in einer f�r Nordkorea privilegierten Lage aufw�chst, beschreibt sie im R�ckblick ihre Kindheit und Jugend mit harten Worten: "Wenn ich an die Millionen Babys denke, die jedes Jahr in Nordkorea geboren werden, werde ich von einer unglaublichen Wut gepackt. Jedem Kind wurde und wird genau das gleiche beigebracht wie mir, und jedes einzelne wird die gleichen L�gen glauben."
Da ihr Vater an die Botschaft Nordkoreas in Kuba berufen wird, verbringt sie dort ihre fr�he Kindheit. Diese Zeit ist f�r sie ein "einziger wundersch�ner Traum vom Gl�ck", da die wirtschaftliche Situation auf der Zuckerinsel in der Karibik so viel besser und die politische Freiheit soviel gr�sser ist als in ihrer Heimat.
Doch selbst dort werden ihr die Lehren des nordkoreanischen Diktators Kim Il Sung (1912-1994) eingeimpft: "Die ersten Worte, die wir lernten, waren 'Danke Kim Il Sung, Unser Grosser F�hrer'". Nach f�nf Jahren in Havanna kehrt die Familie in die nordkoreanische Hauptstadt Pj�ngjang zur�ck. Die sechsj�hrige Kim besucht die Grundschule. Die H�lfte des Unterrichts besteht aus der ideologischen Ausbildung. Das Regime setzt bereits die Kinder zur Kontrolle der Bev�lkerung ein.
Als der Diktator anordnet, dass Frauen im Sommer keine Hosen mehr tragen d�rfen, patrouillieren Kinder die Strassen und melden alle Verst�sse. Nach dem Ende ihrer Schulzeit muss Kim eine sechsmonatige milit�rische Ausbildung mitmachen. Da Frauen als "gleichwertig" betrachtet werden, m�ssen sie das gleiche rigorose Training durchlaufen wie M�nner. Am Ende ihrer Dienstzeit marschieren sie 30 Kilometer am St�ck mit 30 Kilogramm Gep�ck, k�nnen alle Waffen bedienen.
Danach studiert die junge Frau Japanisch am Fremdsprachenkolleg in Pj�ngjang. Die Wochenenden verbringen die Studenten als Aushilfsarbeiter in den Kohlebergwerken; ausserdem m�ssen sie immer wieder an Revolutionsm�rschen teilnehmen: "Wenn ich zur�ckblicke, frage ich mich zuweilen, wann ich eigentlich Zeit fand zu schlafen."
Weil sie sch�n, intelligent und linientreu ist, wird Kim Hyun Hee mit 19 Jahren vom Geheimdienst rekrutiert. Sofort nach ihrer Anwerbung muss sie packen und sich von ihrer Familie verabschieden. Ihre Eltern sind geschockt, versuchen jedoch, ihre Gef�hle zu verbergen.
Die n�chsten Jahre verbringt die junge Frau in einem Ausbildungslager: "Selbst das rigorose Arbeitspensum in der Armee hatte nicht ausgereicht, um mich vor dem zu warnen, was uns hier bevorstand. Wir wurden bis zur v�lligen Erm�dung getrieben, an die Grenzen dessen, was unser K�rper und unser Geist verkraften konnten." Ihre Familie darf sie in dieser Zeit nur selten besuchen, denn es geh�rt nicht zur patriotischen Pflicht, sich seiner Verwandtschaft �berm�ssig nahe zu f�hlen. "Liebe", so Kim, "war leider kein Bestandteil des nationalen Parteiprogramms Kim Il Sungs."
Nach drei Jahren besteht sie die harte Abschlusspr�fung mit einer der h�chsten Punktzahlen, die bisher vergeben wurden. Danach bekommt sie zwei wichtige Auftr�ge, die als Test f�r ihre Eignung als internationale Agentin gedacht sind. Dabei soll sie zahlreiche europ�ische und asiatische St�dte bereisen. Die junge Nordkoreanerin ist beeindruckt von dem Reichtum und der Sauberkeit dieser L�nder: "Aber aus voller �berzeugung hielt ich trotz alledem an dem in mir tief verwurzelten Glauben fest, dass die europ�ischen St�dte korrupt, dekadent und minderwertig seien." Schliesslich bekommt die Geheimdienstagentin im Herbst 1987 ihren wichtigsten Auftrag. Er stammt direkt vom Sohn des inzwischen verstorbenen nordkoreanischen Diktators Kim Il Sung.
Ziel des Terroraktes ist es, die 1988 bevorstehenden Olympischen Spiele in der s�dkoreanischen Hauptstadt Seoul zu verhindern. Kim hat Angst, aber sie sagt dennoch: "Ich muss zugeben, dass ich keinen Moment lang an die moralische Seite dachte." Weil sie mit diesem Auftrag ihrem Land den "gr�sstm�glichen Dienst" erweisen wird, sind die versprochenen Belohnungen gross: Sie soll sich als Heldin zur Ruhe setzen k�nnen, jeden Luxus geniessen und vor allem zu ihrer Familie zur�ckkehren k�nnen. Kim ist begeistert: "Ich f�hlte mich unbeschreiblich stolz und geehrt, von Unserem Lieben F�hrer f�r eine solche Mission ausgew�hlt worden zu sein."
Gemeinsam mit dem 70j�hrigen Spezialagenten Kim Seung Il macht sie sich im November 1987 auf den Weg. Die beiden reisen getarnt als japanische Touristen. In Bagdad �bergibt ihnen ein anderes Agententeam den Sprengstoff. Dort ist bereits das "Zielobjekt" gelandet, eine Maschine der s�dkoreanischen Fluggesellschaft "Korean Airlines", Flug 858. Zwanzig Minuten bevor die beiden nordkoreanischen Agenten an Bord der Maschine m�ssen, stellt Kim Hyun Hee den Zeitz�nder der Bombe ein: "In diesem Augenblick f�hlte ich weder Schuld noch Reue f�r das, was ich tat." Die beiden Agenten k�nnen die Bombe unbemerkt an Bord der s�dkoreanischen Maschine schmuggeln.
W�hrend des Fluges �berkommt die 26j�hrige ein Anflug von Mitgef�hl mit den Mitreisenden, "obwohl sie nur 'S�d'koreaner waren". Beim Zwischenstop in Abu Dhabi am Persischen Golf verlassen die beiden Geheimdienstleute das Flugzeug: "Meine Beine zitterten beim Aussteigen. Ich war dennoch unglaublich erleichtert." Die Maschine macht sich mit der Zeitbombe an Bord auf den Weg nach Seoul. Auf diesem Flug explodiert der Sprengk�rper. Keiner der 115 Insassen �berlebt das Attentat.
In Abu Dhabi beginnen die Probleme f�r die nordkoreanischen Attent�ter: Die dortigen Sicherheitsbeamten sch�pfen Verdacht und halten die beiden "japanischen Touristen" auf. Zwar k�nnen sie zun�chst weiter nach Bahrain fliegen, bevor sie jedoch weiter nach Rom aufbrechen, bemerken Sicherheitsbeamte, dass die P�sse der beiden Nordkoreaner gef�lscht sind. Sie werden festgenommen.
Beide Agenten wissen, wie sie sich jetzt verhalten sollen. F�r den Fall, dass sie enttarnt werden, haben sie vor ihrem Abflug Zigaretten mit verborgenen Zyankalikapseln zum Selbstmord erhalten. Kim Hyun Hee und ihrem Kollegen gelingt es, w�hrend des Verh�rs auf die Kapseln zu beissen: "Die getreue Tochter Kim Il Sungs, die jahrelang wie ein Hund zum Gehorsam abgerichtet worden war, starb in diesem Moment." Wider Erwarten �berlebt Kim den befohlenen Selbstmordversuch.
Ihr Partner kann nicht gerettet werden. Nachdem sie in einem Krankenhaus in Bahrain gesund gepflegt worden ist, bringen s�dkoreanische Agenten sie nach Seoul, um sie vor Gericht zu stellen. W�hrend der st�ndigen Verh�re in Bahrain verr�t die Agentin nichts. Auch in Seoul bleibt sie zun�chst standhaft: "Mit aller Raffinesse log ich, um Unserem Grossem F�hrer treu zu bleiben." Doch ihre Widerstandskraft ist erlahmt. Es ist die Stadt Seoul, die ihren letzten Widerstand bricht: "Ich war in dem Glauben aufgewachsen, S�dkoreaner seien notleidende Marionetten eines r�cksichtslosen kapitalistischen Regimes. Aber ich war wiedergeboren. Das Kind, das als J�ngerin Kim Il Sungs aufgewachsen war, war im Flughafen von Bahrain gestorben. Langsam nahm eine andere Person ihren Platz ein. Und Seoul - mehr als alles andere - brachte dieses neue Kind zur Welt."
Kim Hyun Hee gesteht den Bombenanschlag. Und sie beginnt zu bereuen: "Als ich zu meiner Mission entsandt worden war, hatte man mir erkl�rt, ich w�rde meinem Land den gr�sstm�glichen Dienst erweisen. Kritiklos hatte ich an Unseren Grossen F�hrer Kim Il Sung als den Erretter Nordkoreas geglaubt. Doch nun wusste ich, wie unglaublich naiv es gewesen war, Derartiges anzunehmen. Ich war keine Volksheldin geworden, wie sie es mir versprochen hatten. Statt dessen war ich eine Kreatur, weniger wert als ein Mensch, ich war wertlos, ein verabscheuungsw�rdiges Ungeheuer."
Noch eine "Wiedergeburt" erlebt die nordkoreanische Terroristin w�hrend ihrer Haftzeit. Ihre Bewacher sind Christen. Sie geben der jungen Frau eine Bibel. Als sie beginnt, darin zu lesen, ist sie "�berrascht und tief ger�hrt". Schliesslich kommt sie zu dem Vers aus R�mer 5: "Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus f�r uns gestorben ist, als wir noch S�nder waren." Kim Hyun Hee beginnt zu weinen, "weil mir auf einmal klar wurde, dass Jesus aus Liebe f�r meine S�nde ans Kreuz ging".
Ein s�dkoreanisches Gericht verurteilt sie zum Tod. W�hrend sie auf die Hinrichtung wartet, betet sie um eine Chance zu leben, damit sie anderen dienen kann. Kim Hyun Hee bekommt diese Chance: Sie wird im Fr�hjahr 1990 vom damaligen s�dkoreanischen Staatschef Roh Tae-Woo begnadigt. Kim: "Es war ein unverdienter Akt, ebenso wie das neue geistliche Leben, das Gott mir trotz meiner tiefen S�nde geschenkt hat. Ihm m�chte ich als ein neuer Mensch dienen. Ich will alles tun, um die Familien zu tr�sten, die ihre Angeh�rigen durch mich verloren haben. Und ich m�chte Menschen zu Gott f�hren, damit sie seine grossen Taten selbst kennenlernen."
idea Deutschland. Christliches Nachrichtenmagazin Datum: 12.09.2002
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Das erneuerte Leben einer �Niedertr�chtigen�
Sie war kaum auf der Welt, als ihr Vater sie umbringen wollte. Von ihrer Mutter wiederum wurde sie nur als die �Niedertr�chtige� bezeichnet. Sie war unerw�nscht, verhasst und erhielt in ihrer Kindheit kaum Liebe. Ihre Schwester Anna stiess sie eines Tages in eine mit Wasser gef�llte Aushebung, in der sie ertrank und ganze 27 Minuten lang tot war.
Nachdem sie wieder ins Leben zur�ckgerufen wurde, lag pl�tzlich wie ein himmlischer Abglanz auf ihrem Gesicht. Vor allem aber trug sie seit dann eine Botschaft in ihrem Herzen, die sie einer breiten �ffentlichkeit jetzt zug�nglich machen will. Bruno Graber sprach mit ihr.
Bruno Graber: Frau Naegeli, vor wenigen Tagen erschien ihr Buch mit dem Titel �Ich wurde missbraucht: das Leben einer Niedertr�chtigen�. Welcher Art war dieser Missbrauch? Helene Naegeli: Es begann damit, dass ich kein erw�nschtes Kind war. Dies liess man mich in jeder Hinsicht sp�ren. Prim�r war es ein seelischer und religi�s gef�rbter Missbrauch, dem ich �ber Jahre hinweg ausgesetzt war. Dar�ber hinaus wurde ich auch noch in meiner Familie sexuell missbraucht.
Ist ihr Buch eine Art Abrechnung mit der Vergangenheit? Einige werden den Eindruck haben, dass ich das Buch deshalb geschrieben h�tte, um mir gewisse Dinge von der Seele zu reden. Dem ist jedoch nicht so. Mir geht es vielmehr darum, dass Christen endlich lernen transparent zu werden und nicht mehr all die negativen Dinge einfach so unter den Teppich kehren. Zudem glaube ich, dass meine heutige Offenheit f�r viele Leser eine grosse Hilfe sein wird.
Sie erw�hnen in ihrem Buch, dass bei ihnen zu Hause nie �ber Probleme geredet wurde. Richtig. Wenn ich Fragen hatte, so musste ich jederzeit damit rechnen, dass man mir diese mit Ohrfeigen auszutreiben versuchte. Mein Vertrauen in meine Eltern sowie zu den Erwachsenen wurde in der Kindheit g�nzlich zerst�rt. Die fatalen Auswirkungen dessen, was man mir damals angetan hatte, kamen erst in den ersten Ehejahren so richtig zum Vorschein. In der Folge davon machte ich zahlreiche Selbstmordversuche, die mein Mann jedoch jedes Mal rechtzeitig vereiteln konnte.
K�nnen Sie wenigstens heute mit ihrer Familie �ber die damaligen Probleme reden? All meine Versuche, die Vergangenheit gemeinsam aufzuarbeiten, schlugen fehl. Mein Mann und ich passen nach wie vor nicht in die religi�s gef�rbten Strukturen, in denen meine ganze Verwandtschaft noch verstrickt ist. Ihre Sicherheiten, auf die sie setzen, sind rein gesetzlicher und �usserlicher Art. Das verbindliche Tragen von Kopft�chern in ihren Versammlungen, die richtigen Rockl�ngen und die aufgesteckten Frisuren z�hlen bei ihnen weitaus mehr als die Herzensbeziehung zu Jesus. Da mein Mann und ich uns ihrem religi�s-gesetzlichen Druck nicht beugen, werden wir von ihnen seit jeher als gef�hrliche Irrlehrer eingestuft.
Sie schreiben unter anderem auch, dass sie eine spezielle pers�nliche Begegnung mit Jesus hatten. Wie ist das genau zu verstehen? Nachdem meine eigene Schwester mich eines Tages in ein mit Wasser gef�lltes Loch stiess, ertrank ich und war ganze 27 Minuten lang tot. Mein Geist und meine Seele wurden daraufhin sofort in den Himmel versetzt, w�hrend der tote K�rper auf dieser Erde zur�ckblieb. Jesus zeigte mir daraufhin einen grossen Teil der himmlischen Herrlichkeit.
Sie sollen aber nicht nur den Himmel, sondern auch die H�lle gesehen haben? Ja. Jesus erteilte daraufhin einem Engel den Auftrag, mir auch noch die schrecklichen Realit�ten der H�lle zu zeigen. Das war ganz schlimm, ekelhaft und furchterregend. Ich hab das ja alles fein s�uberlich im Buch niedergeschrieben. Als ich danach vom Engel wieder in den Himmel zur�ckgef�hrt wurde, fragte Jesus mich dreimal, ob ich dazu bereit sei, wieder auf diese Erde zur�ckzugehen und den Menschen seine Botschaft zu bringen. Er gab mir sein Versprechen, mich ganz m�chtig zu seiner Ehre einzusetzen, worauf ich schliesslich einwilligte. Und so blies er mir nach 27 Minuten wieder den Odem seines Lebens ein.
F�rchten sie sich nicht etwas, mit so einem intimen Thema in die �ffentlichkeit zu treten? Weshalb sollte ich mich vor der �ffentlichkeit f�rchten? Jesus ist ja bei mir und ich habe inzwischen nichts mehr zu verbergen.
Sie sind inzwischen 44 Jahre alt. Weshalb bringen Sie diese Botschaft erst jetzt? Ich war erst 20 Monate alt, als ich ertrank. Niemand kann sich jedoch soweit zur�ck erinnern, was damals mit ihm geschah. Im Sommer 2002 begegnete mir Jesus in einer Vision, als ich in Neapel im Meer badete. W�hrend einer ganzen Stunde sprach er zu mir und zeigte mir nachtr�glich auf, was damals im Alter von 20 Monaten mit mir passierte. Es war eine derart starke Vision, die inzwischen nicht nur zur kompletten L�sung all meiner bisherigen Probleme beitrug, sondern mein bisheriges Leben radikal ver�nderte. Ich durfte in die Augen von Jesus sehen. Diese enorme Liebe und diese Heiligkeit, die seine Augen ausstrahlten, kann man unm�glich mit Worten wiedergeben. Sein warmer und herzlicher Blick durchdrang meine s�mtliche Lebensbereiche. In diesem Augenblick fiel alles bisherige Negative ganz von mir ab.
Was war ihrer Ansicht nach der Grund, dass Jesus erst im Sommer 2002 zu ihnen sprach? Das g�ttliche Timing ist anders als das menschliche. Es gab erst einen l�ngeren Lebens- und Lernprozess, den ich durchmachen musste. Wir Menschen erkennen oft erst im Nachhinein, warum Gott die jeweiligen Lebensgeschichten mit entsprechender Verz�gerung ablaufen liess. Trotzdem darf ich heute feststellen, dass all die dunklen Punkte, die ich erleben musste, mir inzwischen zum Segen geworden sind.
Was m�chten Sie den Leuten noch sagen? Mein Anliegen ist es, die Menschen aufzur�tteln und ihnen die Heiligkeit Gottes vor Augen zu f�hren. Wir k�nnen in unserem Herzen und in unserer Seele nur dann heil werden und ganz gesunden, wenn Jesus Christus den ersten Platz in unserem Leben einnimmt. Deshalb wird es auch weiterhin mein erstes Anliegen sein, meine Mitmenschen mit seiner Liebe und seiner Vergebung zu konfrontieren. Denn nur auf diesem Weg gibt es eine echte Heilung. Das habe ich selber erlebt.
Und heute? W�rden Sie sich als gl�cklich bezeichnen?
Auf alle F�lle. Viele Leute, die mich �ber Jahre hinweg kennen, sagen: �Du bist ja v�llig ver�ndert! Du bist viel selbstbewusster geworden und strahlst nun eine innere Ruhe und Geborgenheit aus. Zudem kann man sehen, wie jegliche Form von Angst und Entt�uschung bei dir verschwunden ist.� All diese Ver�nderungen verdanke ich nur Jesus, dessen Liebe mich nun t�glich immer wieder neu erf�llt.
�Ich wurde missbraucht: Das Leben einer Niedertr�chtigen�
Autorin: Helene Naegeli
144 Seiten, Franken 19.80;ISBN 3-907104-05-6
Mehr Infos und Bestellm�glichkeit unter www.uhn.ch
Bruno Graber Livenet.ch Datum: 24.01.2004
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Gott kann tiefe Wunden heilen
Der Erlebnisbericht einer Frau, die weit unten durch musste, bis sie eine lohnende Lebensperspektive fand. Sie erz�hlt selbst.
Woche f�r Woche schaute ich als Kind �Unsere kleine Farm�. Sie war eine meiner Lieblingsserien, gab sie mir doch das Gef�hl, f�r eine Stunde zu einer richtigen Familie zu geh�ren. Der Vater dort faszinierte mich. Immer k�mmerte er sich liebevoll um die Kinder und kroch, wenn n�tig, bis auf den Heuboden, um Kindertr�nen zu trocknen.
Die brutale Realit�t Doch sobald ich den Fernseher ausschaltete, holte mich die Realit�t ein. Ich hatte keine Familie. Meinen Vater kenne ich bis heute nicht. Meine allein erziehende Mutter war Alkoholikerin und hatte mehrere gescheiterte Ehen hinter sich. Sie machte nie einen Hehl daraus, dass ich sowieso nur gezeugt wurde, weil sie in jener Nacht stockbetrunken war. �Du bist nur das Produkt einer durchsoffenen Nacht�, betonte sie immer wieder. �Dein Vater h�tte dich lieber gegen den Baum pissen sollen.�
Nie nahm sie mich in den Arm oder auf den Schoss. Nachts lag ich oft im Bett und w�nschte mir, dass jemand neben mir liegen w�rde, an den ich mich einfach nur anlehnen k�nnte. Manchmal legte ich meinen Kopf aus lauter Verzweiflung in den Schoss meiner kleinen Schwester, um menschliche N�he und W�rme zu empfinden.
Wie sich jeder vorstellen kann, entwickelte ich mich zu einem sehr schwierigen und verhaltensauff�lligen Kind, und innerlich legte sich eine grosse schwarze Wolke �ber meine Seele. Eine unvorstellbare Finsternis bedeckte mein Leben.
Missbraucht Nachdem ich im Alter von sieben Jahren einen Missbrauch verhindern konnte, kam ich mit zehn Jahren nicht so gut davon. Wir waren zu Besuch bei Verwandten, und w�hrend alle spazieren gingen, blieb ich mit einem Mann allein zur�ck. Er �ffnete seine Hose, und ich musste ihn mit der Hand befriedigen. Wenn mir auch das Schlimmste erspart geblieben war, blieb ich nach diesem Tag f�r fast zwei Jahrzehnte beziehungsunf�hig.
Geborgenheit fand ich in der Kirche. Eines Tages luden mich Mitarbeitern einer evangelischen Kirche in die Kinderstunde ein. Ich kann mich nicht mehr erinnern, dass sie viel von Jesus erz�hlt haben, aber sie waren unglaublich lieb zu mir. So begann ich, an Jesus zu glauben. Ich liebte es, allein in einer Kirche zu sitzen und ihn nur f�r mich zu haben.
Finsternis �ber meinem Leben Und doch konnte ich die Finsternis �ber meinem Leben einfach nicht loswerden. Oft riss mich meine betrunkene Mutter nachts aus dem Bett, warf M�bel aus dem Fenster oder brachte M�nner mit, zu denen ich �ein bisschen nett� sein sollte, damit sie ihr Geld gaben. Ich weiss noch von jener Nacht, wo mein Geburtstagsgeschenk davon abhing, ob sie einen Mann finden w�rde oder nicht. Mit zw�lf Jahren dachte ich zum ersten Mal dar�ber nach, meinem Leben ein Ende zu setzen. Die n�chsten vier Jahre waren f�r mich die H�lle. Ich fing an, mich selbst zu verletzen, und versuchte schliesslich, mich zu vergiften. Auch meine Mutter war mehrere Male kurz davor, mich zu t�ten.
Als ich etwa f�nfzehn war, schlug meine Mutter meinen Kopf mehrmals gegen die Badewanne. Der Grund: Meine Schuhe waren schmutzig. Eine liebe Lehrerin half mir, noch am selben Tag mein Elternhaus zu verlassen. Noch heute kann ich die Freiheit und den Jubel nachempfinden, den ich damals sp�rte, trotz aller Angst, meine Mutter k�nnte mich finden. Ich war endlich frei.
Erste Hoffnung Dass es noch eine ganz andere Freiheit gab, erfuhr ich zwei Jahre sp�ter. Auf einem christlichen Festival luden mich ein paar Leute nach Hamburg in einen Gottesdienst ein. Dort erfuhr ich von der Freiheit, die nur Gott geben kann, und vertraute mit fast siebzehn Jahren Jesus mein Leben an. Er sollte von nun an �ber mein Leben bestimmen, und er w�rde mir helfen, nach seinem Willen und seinen Geboten zu leben.
Ich h�tte gern gehabt, dass sich �ber Nacht alles �ndern w�rde, aber das war mir nicht geschenkt. Der Weg, der nun begann, war manches Mal m�hsam und tr�nenreich, aber es war der richtige. Eine der ersten Dinge, die ich in Ordnung bringen wollte, war ein Schmuckdiebstahl, den ich mit f�nfzehn Jahren begangen hatte. Ich fuhr zu der Person, der ich den gestohlenen Schmuck geschenkt hatte, bekam ihn jedoch nicht zur�ck. Jahre sp�ter stellte ich mich der Polizei. Ich hatte Angst. Doch Gott sprach mir zu, in dem er mich auf eine Bibelstelle aufmerksam machte: �F�rchte dich nicht, denn ich habe dich erl�st, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein� (Jesaja 43,1). Tats�chlich: Der Richter gab mir nur eine m�ndliche Verwarnung. Nun war ich so frei, wie nur Gott freisprechen kann.
Gott liebt mich Doch es fiel mir immer noch schwer, mich anzunehmen und zu glauben, dass Gott mich liebt und andere mich liebenswert finden. Aber durch viel Geduld, durch die Liebe von Freunden und Gottes Erbarmen geschah ein Wunder. St�ck f�r St�ck entwickelte sich in meinem Herzen das Bewusstsein, dass Gott mich liebt. Meine Mutter hatte Unrecht. Ich war nicht das Produkt einer durchsoffenen Nacht, sondern der Sch�pfer dieser Welt hat mich gewollt und ins Leben gerufen. Das war ein ganz neues Lebensgef�hl.
Ein schwerer R�ckschlag geschah, als sogar ein Seelsorger mich sexuell missbrauchen wollte. Ich war w�tend und fassungslos. Eine Beziehung zu einem jungen Mann ging in die Br�che, weil ich nicht einmal ertragen konnte, Hand in Hand mit ihm die Strasse langzugehen.
Viel Verst�ndnis von Mitchristen Immer wieder hatte ich mit Depressionen zu k�mpfen. Menschen in meiner Kirchengemeinde zeigten mir viel Liebe, aber sie waren manches Mal mit mir �berfordert. Ich wollte Jesus nachfolgen, aber ich hatte grosse M�he, mich einzuordnen. Doch Gott in seiner Liebe stellte mir Menschen zur Seite, die Tag und Nacht f�r mich da waren, unz�hlige Stunden mit mir telefonierten und mir halfen, die Vergangenheit aufzuarbeiten. Sie standen mir bei, wenn ich dachte, die Finsternis erdr�ckt mich.
Langsam heilte meine Seele, und ich wurde beziehungs- und tragf�higer. Freunde best�tigten mir, ich sei reifer. Im Juni 1992 habe ich mit fast 31 Jahren endlich heiraten k�nnen; jetzt war ich in der Lage, eine k�rperliche Beziehung zu einem Mann einzugehen. Mein Mann hat so manche Krise mit mir durchlebt. Ich bin sehr dankbar f�r ihn und daf�r, dass er durchgehalten hat und mich liebt.
Eine richtige Familie Im Juli 2001 fand mein Mann eine neue Arbeitsstelle, und wir zogen in das Haus einer Baptistengemeinde, die uns mit viel W�rme und Liebe aufnahmen. Mittlerweile haben wir sogar drei Kinder und sind gespannt, was Gott noch mit uns vorhat.
Manche Leute hatten keine Hoffnung f�r mich. Aber f�r Jesus Christus ist kein Ding unm�glich. Bei ihm gibt es keine hoffnungslosen F�lle. Er hat uns kein Leben auf sonnigen H�hen versprochen, aber zugesagt, uns nie zu verlassen. Wenn wir ihn an uns wirken lassen, haben wir alle Chancen, dieses Leben zu bestehen. Autorin : Karin Krause Quelle: Lydia � die christliche Zeitschrift f�r die Frau Datum: 09.04.2005
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Alle seine Probleme brachte er zur Geistheilerin
Tiefe Lebensfreude gewonnen: Thomas Kaspar, Verwaltungsangestellter aus D�rnten im Kanton Z�rich, heute am TSC
Sein erster Liebeskummer war gross. Hilfe suchte er bei einer Geistheilerin. Doch echte Lebensfreude konnte sie Thomas Kaspar nicht geben. Wie der heute 30-j�hrige Student trotzdem zu einem zufriedenen Menschen wurde.
Seit letzten Sommer bin ich Student am Theologischen Seminar St. Chrischona. Das klingt ziemlich fromm. Das war nicht immer so. Die ersten 24 Jahre meines Lebens habe ich mich �berhaupt nicht um Gott gek�mmert. Vielmehr geh�rte mein Interesse der Astrologie und der Esoterik. Da ich der evangelischen Landeskirche angeh�rte, lernte ich die Kirche zwar kennen, doch hat mich ihre Botschaft nie angesprochen. In unserer Familie wurde der Glaube auch nicht praktiziert.
�bernat�rliche F�higkeiten Als ich mit 16 Jahren meinen ersten grossen Liebeskummer zu bew�ltigen hatte, suchte ich Hilfe bei einer Geistheilerin. Sie hatte unbestritten �bernat�rliche F�higkeiten. Sie setzte sie ein, um Menschen wie mir zu helfen. Weil ich merkte, dass tats�chlich eine Kraft von ihr ausging, habe ich nach und nach meine ganzen Lebensprobleme vor sie gebracht. Die Folge war eine wachsende Abh�ngigkeit. Mit der Zeit konnte ich auch nicht die kleinste Entscheidung mehr f�llen, ohne sie vorher zu kontaktieren. Allerdings konnte sie mir nie zu einer dauerhaften und tiefen Lebensfreude und Grundzufriedenheit verhelfen. Meinen Lebensinhalt suchte ich damals vor allem in Freizeitvergn�gen wie der Disco, in den Ferien oder in der Freundin.
Offenbarung beim Kaffee Es war Anfang 1996, als ich mich mit einem Milit�rkameraden zu einem Kaffee verabredete. Er war Christ, was ich jedoch nicht wusste. Schon bald waren wir in einem tiefen und interessanten Gespr�ch �ber den Glauben. Unser Thema war die Offenbarung, der letzte Teil der Bibel. Mein Kamerad f�hrte aus, dass jeder Mensch einst pers�nlich vor Gott erscheinen und f�r sein Leben Rechenschaft ablegen m�sse. Weil Gott gerecht sei, k�nne er nicht einfach beide Augen zudr�cken �ber unseren S�nden. Es war mir sofort klar, dass ich, wie jeder andere Mensch auch, nicht imstande war, s�ndlos vor diesem Gott zu erscheinen. Die Diskussion hatte mich offensichtlich bewegt, so dass mich mein Kamerad in einen Gottesdienst seiner Gemeinde einlud. Da ich dieser Sache mit dem Glauben genauer auf den Grund gehen wollte, nahm ich seine Einladung an. Dies erstaunt mich im Nachhinein immer wieder, denn Christen waren meiner Meinung nach allesamt langweilige, konservative Leute. Doch mein Interesse war geweckt!
Die Erkenntnis Der Gottesdienst ber�hrte mich damals nicht gross. Im Gegenteil, es war mir eher peinlich, anwesend zu sein. Ich hoffte, dass mich niemand erkennen w�rde. An diesem Morgen lernte ich den Jugendprediger der Gemeinde kennen. Er bot mir an, bei einer Tasse Tee in Ruhe zu erkl�ren, um was es beim Glauben an Jesus Christus ginge. Dieses Gespr�ch hat mir dann bewusst gemacht, dass Jesus der einzige Weg ist, um trotz meiner S�nden vor Gott bestehen zu k�nnen. Denn er hat meine Schuld auf sich genommen. Diese Erkenntnis hat bei mir eine Hinwendung zu Gott bewirkt. So habe ich dieses einmalige Angebot der S�ndenvergebung angenommen. Ich versuche seither, nach Gottes Willen zu leben.
Tiefe Lebensfreude
Ich m�chte nicht den Eindruck erwecken, ich h�tte nun keine Probleme mehr und sei immer gl�cklich. Doch ich kann von Herzen sagen, dass mir Jesus diese dauerhafte, tiefe Lebensfreude und Grundzufriedenheit geschenkt hat, die ich mir schon lange gew�nscht habe.
Autor: Thomas Kaspar Quelle: Chrischona Magazin Datum: 04.06.2002
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