Konstantins II
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Konstantins II, Söhne und Vortigern

 (Buch VI, 4-9 und VIII, 1-24)

Erzbischof Guithelin von London fährt selber über den Kanal zu König Aldroen von der Bretagne, um ihn um Hilfe für die Briten zu bitten, der schickt seinen Bruder Konstantin II. mit zweitausend Mann. Der Helfer siegt, wird zum Britenkönig gewählt und gekrönt; nach zehnjähriger Herrschaft erdolcht ihn ein Pikte.

Als sich die Großen des Reiches über den Nachfolger nicht einigen können, greift Vortigern, der Führer der Gewisserer, ein, überredet Constans, den ältesten Sohn Konstantin II., den sein Vater hat Mönch in der Amphibaluskirche in Winchester werden lassen, das Regiment zu übernehmen, und krönt ihn selber zum König. Constans führt nichts ohne den Rat Vortigerns aus, der von Anfang an alles darauf anlegt, die Krone für sich selber zu gewinnen. Der weiß dann auch die Pikten, die er dazu an den Hof geholt hat, so zu beeinflussen, das sie Constans umbringen. Wenn er auch die Mörder köpfen läßt, so fliehen doch die Betreuen von Constans‘ noch kleinen Brüdern Aurelius Ambrosius und Utherpendragon mit den zwei in die Bretagne, wo sie bei König Budicius würdige Aufnahme finden. Vortigern macht sich nun zum König. Nachdem sich die Pikten und die Bewohner der anliegenden Inseln gegen ihn erhoben haben, landen auf drei Langschiffen Sachsen aus Germanien unter der Führung der Brüder Hengist und Horsa in Kent; Dem Vortigern gibt Hengist seine Tochter Renwein zur Frau und erhält dafür Kent; Hengist befiehlt seine Söhne Octa und Ebissa zu sich, die Land am Schottenwall erhalten, und zieht weiter so viele Sachsen herüber, daß es die Briten mit der Angst bekommen; sie fallen von ihm (Vortigern) ab und machen seinen Sohn Vortimer, der auf ihrer Seite steht zum König. Der schlägt die Sachsen viermal so, daß sie nach Germanien zurücksegeln; er wird aber von seiner Stiefmutter Renwein vergiftet.

Vortigern, wieder König, ruft Hengist aus Germanien zurück. Der erscheint mit dreihunderttausend Mann und läßt vierhundertsechzig Britenfürsten auf einer angeblichen Friedenskonferenz im Ambrius-Kloster bei Salisbury umbringen. Vortigern kommt gegen das eidliche Versprechen frei, alles, wozu er sich verpflichten muß, zu halten. Vor dem Vandalismus der Sachsen flieht er nach Wales und weiß nicht, was er gegen sie unternehmen soll. Er befragt Wahrsager; sie raten ihm einen festen Turm für die letzte Zuflucht zu errichten. Aber auf dem Erithberg, den er dafür ausersehen hat, verschlingt die Erde stets, was er bauen läßt. Da empfehlen die Wahrsager ihm, einen vaterlosen Jüngling ausfindig zu machen, zu töten und mit seinem Blut Mörtel und Steine zu besprengen. Die ausgesandten Boten finden in Merlin was sie suchen und bringen ihn mit seiner Mutter, der Tochter des Königs von Demetien, zu Vortigern. Merlin beweist den Wahrsagern, daß in Wahrheit eine sumpfige Stelle unterhalb der Oberfläche jeweils das Fundament zerstörte, ferner daß darunter zwei Drachen neben zwei hohlen Steinen schlafen. Die Tiere erwachen, als aufgegraben wird und bekämpfen sich. Vortigern verlangt von Merlin die Deutung.

Damit beginnt Merlin seine Prophezeiungen, die das 7. Buch mit 4 großen Kapiteln füllen.

Am Anfang des 8. Buches wird Merlin von Vortigern, der über die Weissagungen erstaunt und verwirrt ist, nach seinem Ende gefragt. Merlin rät ihm, vor Ambrosius Aurelianus und Utherpendragon zu fliehen, die gerade von der Bretagne heranführen und morgen in Totnes einträfen, um ihres Vaters Tod an ihm zu rächen und ihn in seinem Turm zu verbrennen. Es sei falsch gewesen die Sachsen ins Land zu rufen; die beiden Brüder würden vergiftet werden; seine Abkömmlinge hätten dabei ihre Hände im Spiel, würden jedoch vom Bär von Cornwall aufgefressen werden. Und so geschieht es bald. Aurelius Ambrosius landet und wird britischer König. Vortigern verbrennt in seinem Turm. Hengist flieht mit seinen Sachsen nach Schottland, wird mehrmals besiegt, wird gefangen, getötet und nach heidnischer Sitte in einem Hügelgrab beigesetzt. Sein Sohn Octa unterwirft sich. Aurelius Ambrosius bemüht sich um den Wiederaufbau des Reiches und beauftragt Merlin, eine würdige Totengedenkstätte auf dem Ambriusberg zu errichten. Der holt mit Utherpendragon und fünfzehntausend Mann die Steine vom Gigantenring des Killarausbergs in Irland und baut den Ring um die Gedenkstätte herum wieder auf (Stonehenge?).

Vortigern Sohn Paschent wiegelt die Germanen, zu denen er geflohen ist, gegen Ambrosius Aurelianus auf, landet, wird aber geschlagen und holt sich Hilfe aus Irland. Der Sachse Eopa, als Mönch verkleidet, vergiftet Ambrosius Aurelianus.

Ein Stern von besonderer Größe und Leuchtkraft, mit einem dunklen Schweif, der in einem Feuerball endet, erstrahlt dreimal am Himmel. Der Schweif entfaltet sich in Drachenform; vom Maul des Drachen gehen zwei Strahlen aus, der eine über die breite Galliens und der andere zu der irischen See hin, sich siebenfach spaltend. Das Himmelszeichen erschreckt alle. Merlin, von dem es Utherpendragon gedeutet haben will, rät ihm, schnell anzugreifen; er werde siegen und König aller Briten werden. Sein Sohn werde ein mächtiger Mann sein und die von dem Stern umschlossenen Gebiete beherrschen. Die Söhne und Enkel seiner Tochter würden einer nach dem anderen auf dem Königsthron sitzen. Utherpendragon folgt Merlin. In der Schlacht wird Paschent mit dem Irenkönig Gillomanius geschlagen und getötet. Hengist Sohn Octa und sein Verwandter Eosa sammeln ein Sachsenheer, verwüsten Schottland und sind gegen Utherpendragon zuerst siegreich. Die Briten ziehen sich auf einen Hügel zurück, greifen geschlossen zur Nacht an, siegen und fangen die beiden Führer der Feinde.

 

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