Nach dem bahnbrechenden Erfolg des 2000er Werkes "Das Buch der Reise durch Malawi"
nun das 2002er Werk des Erfolgsautorenteams
Daniel Tschentscher
(D)
und Rene´ Schmidt ( R)
Laos uns dahinfahrn
gewidmet Francis Garnier und
Ernest Douart, den Erforschern des Mekong
Berlin, 2.11. gefühlte Temperatur 7°C (D)
Das kann ja was werden,... am vereinbarten Treffpunkt, dem Aeroflot
Schalter, war niemand. Zum Glück ist Berlin Schönefeld nicht so groß, so dass
wir uns doch in einer abgelegenen Ecke des Flughafens, Rene´s Schlafplatz,
trafen. Das Einchecken verlief ohne besondere Vorkommnisse. Die
Metall-Detektoren Berlins sind jedoch sehr sensibel, ich musste sogar meine in
der Hosentasche verstauten Drogen zur Malariaprophylaxe kundtun. Das Flugzeug
der russischen Airline startete pünktlich. Die eigentlich erwarteten Spiele im
Flugzeug, wie z.b. Bankrutschen, was sich ja regelrecht anbieten würde, blieben
aus. Nach cirka 2 Stunden plus 2 Stunden Zeitverschiebung, weil die Russen den
Mitteleuropäern voraus sind landeten wir auf dem internationalen Moskauer
Flughafen Scheremetjevo, klingt wie ein Geheimprojekt. In Moskau waren 0° C und
es schneeregnete, was und nicht störte, denn wir sollten in den nächsten 5
Stunden diesen Komplex nicht verlassen. Nachdem wir den im inneren des Airport
verborgenen Transitbereich fast einmal umrundet hatten und es nun aufgaben, die
uns verfolgende alte Inderin abzuschütteln, versuchten wir unser Glück bei
einer sich langweilenden Flughafenangestellten, um den Einlaß in den ersehnten
Duty Free Tempel zu erbitten. Bei dieser Gelegenheit checkte sie uns auch gleich
für den Flug nach Bangkok ein. Über den Lautsprecher, damit es auch wirklich
alle mitkriegen, forderte sie das Bodenpersonal des Flughafens auf, zwei verdächtig
aussehende Weiße mit einer Inderin im Schlepptau hinsichtlich der
Eintrittsberechtigung in den Duty Free Tempel zu kontrollieren. Bis diese Posten
eintreffen sollten, wurde uns ein Bereich zwischen Kontrollhäuschen und
verschlossenen Glasscheibentüren, wahrscheinlich Spiegelwände durch die wir
beobachtet wurden, zugewiesen. Bald schon kam eine freundliche Angestellte, die
zuerst die Inderin kontrollierte und dann uns. Die Arbeitsvorbereitung der
Angestellten ließ jedoch zu wünschen übrig, denn sie bat uns um einen Stift,
um die nötigen Papiere zu beschriften, den Stempel konnten wir ihr allerdings
nicht geben. Nachdem sie uns kontrolliert hatte, lud sie uns auf ein Glas Wodka
ein, dachten wir jedenfalls, lehnten aber ab. Die Inderin die uns immer noch
anvertraut war gaben wir bei Indern ab, die fast genauso aussahen wie sie. Dort
fühlte sie sich auch gleich wohl und wir hatten unsere Aufgabe erfüllt.
Nachdem wir es aufgaben eine Anzeigentafel über alle abgehenden Flüge zu
finden, ließen wir uns in einem Restaurant nieder. Hier musste man nichts
bestellen und man hatte Platz um die Zeitung auf dem Tisch auszubreiten. Dieses
Restaurant war eigentlich eine große Terrasse im Inneren des Flughafens mit
fantastischem Blick auf eine große Anzeigentafel. Da war doch alles klar und
bald stand auch Delhi drauf und wir freuten uns, dass unsere Inderin pünktlich
nach hause kommt. Wie es sich auf einem ordentlichem Flughafen mit
internationalem Standard gehört, sah man mit Eintreten der Dunkelheit fast
nichts mehr auf dem Flugplan. Wir hatten in der Zwischenzeit Hunger bekommen,
aber da man in den Snack-Bars nichts unter 10$ bekam, beschlossen wir, ein
original russisches Vesper einzunehmen ; 2 Dosen russisches Bier und
eine Tafel russische Schokolade zum für den im Duty free Bereich
unschlagbaren Preis von 3,23 $.. Da ich mit 5$ bezahlte bekam ich 1$ und 20
Rubel Wechselgeld zurück? Na ja nicht mehr darüber nachdenken, wir bordeten
ein und hoben richtung Asien ab.
(R )
Durch die Zeitverschiebung landeten wir am 3.11.2545 um 9.10 in Bangkok.
Thailand empfing uns mit 32°C. Die Nationalstraße nach Norden ging direkt am
Flughafen vorbei, so dass wir noch vor 12 Uhr in Ayutthaya waren. Das erste Tuk
Tuk Erlebnis ließ uns zum Busbahnhof bringen, wo wir uns Tickets für den
Nachtbus besorgten und die Rucksäcke lagerten. Zurück in die City ging es per
Stadtbus. Nach einem Mittagsstop in einem, ideal am Start des von Baedecker
gewiesenen Touristentrampelpfad gelegenen Thairestaurants, gings los die alte
Hauptstadt zu erkunden. Zuerst entlang des Chao Phraya Rivers, auf dem wir die
Drachenboote des angekündigten Rennens vermissten, später immer Baedeckers
Hinweise befolgend nicht am Fluß entlang, gab es ein Wat nach dem anderen zu
bestaunen. Parkanlagen inmitten des Stadtzentrums werteten alles noch auf. Junge
Mönche gaben stolz Auskunft über Geschichte und Religion. Interessiert waren
sie auch an der Verbreitung des Buddhismus in Europa. Im Focus von Kameralinsen
fühlten sie sich als Stars. Da der Fluß noch Hochwasser führte, waren bei
einigen Uferlokalen die unteren Ebenen noch überschwemmt. Trotzdem fanden wir
noch einen trockenen Platz um zu Abend zu speisen. Es gab wieder thailändische
Kost. Um den Busbahnhof herum war ein großer Nachtmarkt im Gange, wo es auch
Bier gab. Mit etwas Verspätung ging es danach im Luxusbus nach Chiang Mai.
Chiang Mai, 4.11. (D)
Es war kurz nach 6, der Himmel war grau und es war bei weitem nicht so heiß wie
am Vortag, als wir auf dem hiesigen Busbahnhof ankamen. Wir nahmen den Fußweg
richtung Innenstadt auf, um dann auf der Haupteinfallsstraße ein en City
Minibus zu nehmen. Der starke Verkehr und die noch geschlossenen Geschäfte ließen
darauf schließen, dass sich alle Chiang Mainesen auf dem Weg zur Arbeit
befanden. Ja wie gesagt, da fast alle Läden noch geschlossen hatten
breakfasteten wir in einem doch westlich orientierten Cafe´. Die Toilette
öffnete jedoch erst 9 Uhr. Also suchten wir ein Guesthouse und fanden auch
ziemlich schnell eins. Wir inspizierten und befanden schließlich das Fang GH
als backpackertauglich. Nach Duschen und endlich mal wieder Zähneputzen machten
wir uns auf, die Stadt und seine Wats und Chedis zu erkunden. Bei der
Besichtigung des ersten Wats gleich das. Eine Thailänderin wollte für Geld vögeln
Verkaufen, die wir dann freilassen sollten . Aber wir lehnten dankend ab. Weite
gings, teilweise fühlten wir uns von einem etwas dickem Japaner verfolgt,
konnten ihn aber mit einer vorgetäuschten Wat Besichtigung überlisten.
Mittagessen waren wir bei einem Thailänder. Zu Fuß ging es danach weiter durch
die Kneipenmeile Chiang Mais, die jedoch noch nicht zu sehr besucht schien. Wir
beschlossen einen ruhigen Nachmittag zu verbringen und gedachten dies mit einem
gepflegtem Kaffee im Guesthouse zu beginnen. Nach dem Kaffeetrinken war die Zeit
von der Reiseleitung zur freien Verfügung bestimmt worden. Dies nutzten die
Reisenden unterschiedlich, die einen legten sich für eine Stunde aufs Ohr, die
anderen erkundeten weiter die Ecken Chiang Mais. Wir mussten feststellen dass
der glatzköpfige Typ, den alle für einen Holländer hielten und der ein Thaimädchen
als Navigationssystem für sein Moped nutzte, unser Nachbar war. Dieser
Sachverhalt ist ja eigentlich nicht so schlimm. Nach einem Dinner beim Inder
zogen wir in ein japanisches Lokal. Es war eher eine Lesestube in der man zum
Komik oder auch zu diversen Zeitschriften mit ab und zu einem nacktem
asiatischem Mädchen drin, ein Bier oder etwas anderes trinken oder essen
konnte. Da wir bereits nach dem zweiten Tag feststellen mussten, dass unser Geld
bei dem Genuß von weiteren Bieren in diesem Land nicht reichen wird, gingen wir
schlafen, lasen noch ein wenig in den Reiseführern um Alternativen für das
teure Feierabendbier zu finden.
Chiang Dao, 5.11. (R )
Nach der ersten Nacht in einem thailändischem Bett, in der ich von meiner
Begleiterin vom legendären 85er Projekt Konzert träumte (und so was in Thailand?),
begann der Tag mit Aufstehn. In zum Guesthouse gehörendem Restaurant wurde auch
Breakfest zu Frühstück angeboten. , wofür wir uns leichten Herzens
entschieden. Anfangs per Fuß, dann per Chiang Mai Minibus gings zum Busbahnhof,
wo sich bequem ein Bus nach Chiang Dao finden ließ, der auch bald abfuhr.
In Chiang Dao checkten wir im Piengdao Hotel ein, gemütlich, sauber, nett, zu
respektablen Preis. Schon auf der Fahrt nach Chiang Dao fiel auf, dass es viel
Gegend in diesem Landstrich gab. Auch wurde es leicht bergig, was berge links
und rechts der Straße bestätigten. Im Westen Chiang Daos bot das
Kalksteinmassiv des dritthöchsten thailändischen Berges eine imposante
Kulisse. Da der Tag noch früh, nahmen wir den 5km Marsch zur heiligen Grotte
noch vorm Mittagessen in Angriff. Während man auf das Bergmassiv zumarschierte
konnte man auch wieder rechts und links des Weges viel Gegend sehen. Vor den Höhlen
warteten in einem Teich heilige Fische auf von Touristen gespendetes
Fischfutter. Gleich am Eingang der Höhle riet uns ein völlig mit Dreck überzogenes
deutschsprechendes etwas, nur den beleuchteten weg entlangzugehen. Mir ging ein
Licht auf, so dass wir diesem hellen Tipp folgten. Nach Besichtigung der mit
tropfsleinen und buddhaskulpturenausgestatteten Höhle gings nebenan zu lunchen.
Der Rückweg in die Stadt gestaltete sich einfach, da ein freundlicher Thai uns
mit seinem Transporter mitnahm. Mit der so gewonnenen Stunde wussten wir aber
nichts sinnvolles anzufangen. Eine Orts und Flussbesichtigung bildete das
Nachmittagsprogramm. Am Abend belohnten wir die Freundlichkeit einer Garküchenbesitzerin
mit unserem Besuch. Danach hieß es erstmals Maekong, Reisschnaps, der wie
Helios schmeckte anstatt Teuerbier. Ein freundlicher Thaikoch verkaufte ihn uns
für 31 Bath im kleinen 8cl Glas. Kann man trinken, gute Nacht liebes Tagebuch.
Thaton, 6.11. (D)
Wir wachten auf, einerseits weil ein Moped gerade durchs Zimmer fuhr, anderseits
von der Frage gequält, was wir machen wollen, wenn wir dann um die Ecke auf die
Hauptstraße biegen und der Bus nach Thaton kommt vielleicht sofort. Die Frage
verdrängten wir erst mal und packten die Rucksäcke. Doch als wir damit fertig
waren und auf den Weg zu dieser bereits oben genannten Ecke waren, hatten wir
keine Zeit mehr uns über diese Frage den Kopf zu zerbrechen, wir mussten
entscheiden, denn der Bus fuhr gerade ab. Wir sprangen vor den Bus, die
Entscheidung war damit gefallen, die Stadt noch vor dem Frühstück zu
verlassen. Der Bus war voll, doch da scheinbar alle Insassen Berufspendler waren
und die Endziel-Stadt Thaton anscheinend nicht so viele Arbeitsplätze
bot, stiegen alle vorher aus bis auf drei von denen zwei wir waren. In dem sehr
beschaulichem und regelrecht idyllischem gelegenem Thaton wurden wir gleich vom
Dorfpolizisten empfangen. Er gab uns wichtige Hinweise über die
Verhaltensregeln in der Stadt, das heißt man muß sich ordentlich bei ihm
melden, woher man kommt, wohin man will usw., außerdem beriet er uns auch in
der Frage der Unterkunft. Später wird sich herausstellen, dass dem Polizisten
hier fast alles gehört, angefangen bei den Unterkünften bis zu den Bergvölkern
und ihren Dörfern. Unterkunft fanden wir im Apple-Guesthouse, einer sehr
ruhig gelegenen Ferienanlage mit Bungalows und Zimmern mit kalter Dusche und
ohne Sitzklo, Grund genug diese Herberge in die 3Sterne Kategorie einzuordnen.
An der Uferpromenade fanden wir ein nettes Lokal für unseren Bruch, wir mussten
ja auf Grund der frühen Entscheidung von Chiang Dao unser Mahlzeiten Timing
umstellen. Nach einem guten Brunch machten wir uns auf den Weg die Umgebung
dieser Kleinstadt zu erkunden. Wir bestiegen einen Berg von dem uns schon von
weitem lustige Buddhas zuwinkten. Die atemberaubende Landschaft mit Felsen,
Tropfsteinen und Wasserfällen wurde ergänzt durch eine einzigartige Fauna.
Doch beim genaueren Hinsehen stellten wir fest, dass die Tiger, Ochsen und
seltenen Vögel gar nicht echt waren, dass die Wasserfälle aus blauen Leitungen
gespeist wurden und bei den Tropfsteinen die Bewährungseisen frei lagen. Wir
sind jedoch nicht enttäuscht, bis auf die Baufehler bei der
Tropfsteinherstellung, denn wenns gefällt und dem Glauben hilft ist alles ok.
Die Sonne brannte und deshalb entschieden wir uns für einen leichten Lunch am
Fluß. Wir fanden Platz bei einem Thailänder, im Fernsehen sahen wir Fußballergebnisse
von irgendwo auf der Welt, wir konnten die Schrift nicht lesen, jedoch war eine
Mannschaft dabei, die 1860 im Namen trug. Ein kurzer Abstecher über die Felder
nahe Thaton brachte keine neuen Erkenntnisse, doch die Bestätigung, dass es
hier sehr sehr schön ist. Abendessen waren wir in einem Straßenlokal ohne nähere
Bezeichnung. Wir bestellten Dinner zum Abendessen und waren positiv überrascht,
sehr lecker. In einer Karaoke-Bar schlossen wir den Abend mit einem Bier und überlegen
seitdem, wie wir den morgigen Tag und die nächsten Etappen organisieren,
vor allem, welches Ziel wir ansteuern werden. Wir werden morgen sehen.
Louta 7.11. (R )
Der Tag begann wie gewöhnlich mit Frühstück. Danach beschlossen wir einen
Spaziergang, über die Brücke, an den nobleren Ressorts vorbei, den Kok Fluß
entlang richtung Myanmar. 3km vor der Grenze erreichten wir einen idyllisch
gelegenen Posten der thailändischen Armee, der den Beginn des problem area
markierte. Der Captain des Postens lud uns zum Tee ein und erklärte uns an
einer Wandtafel die Situation im problem area. Thailändische Armee, burmesische
Armee, Wa Armee, Kuonmintong und Opiumschmuggler standen sich hier gegenüber.
Sie unterstanden wahrscheinlich alle dem Polizisten von Thaton, der sich um den
reibungslosen Ablauf der Geschäfte und Frieden in der Region kümmerte. Ganz
interessant mal mit so einem Außenposten ins Gespräch zu kommen. Wieder in
Thaton zurück hieß es auschecken und Abschied nehmen, leider aber der Weg ist
das Ziel. Da wir nicht mit Schweizern in einen Boot sitzen wollten, starteten
wir auf Empfehlung des Polizisten richtung Berge ins Lisu Dorf Louta zu Asa´s
Guesthouse. Im Norden Thatons war der Busbahnhof für Ziele im Norden. Ein
gelber Minibus ließ uns auf dem Dach Platz nehmen, endlich mal eine anständige
Mitfahrgelegenheit. Es gab reichlich Hinweisschilder zu Asa´s Guesthouse,
welches sich etwa 1,5 km abseits der Hauptstraße befand im Ort Louta befand.
Der Ort bot auf dem ersten Blick nichts außergewöhnliches. Vor Asa´
Guesthouse begrüßten uns seine Eltern. Asa selbst war noch unterwegs und kam
etwa 90 min später. Alle Familienmitglieder waren sehr! Freundlich und kümmerten
sich ständig mit Wasser und Tee um einen. Ein kleiner Ausflug auf den Berg
wurde auch noch unternommen. Das von Asa´s Frau Weepah bereitete Abendessen war
sehr reichlich. Asa sorgte sich nicht nur um Wasser, Tee und Essen, sondern auch
noch ums Kulturprogramm. Heute gab es Stubenmusik, Banjo und diverse
Blasinstrumente, außerdem wurde die Aufgabenverteilung der Geister (Hausgeist,
Dorfgeist, Berggeist) erklärt. Ein interessanter Tag bei sehr freundlichen
Leuten, wir werden Asa´s Guesthouse weiterempfehlen.
Mae Sai 8.11. (D)
Das Krähen der Hähne und Grunzen der Schweine weckte uns, den einen eher den
anderen später. Während wir ja Urlaub haben müssen andere in die Schule, so
z.B. Asa´s 3 Großen. Auch wenn sich der kleinste der 3 Großen heftig
wehrte, wurden alle in den Schulbus verfrachtet. Sie durften jedoch bald wieder
zurück, denn das am Vorabend besprochene neue Werbekonzept für Asa´s
Guesthouse sah ein neues Foto mit allen 5 Kindern vor
, da das Foto auf den
bisher genutzten Flyern aus einer Zeit stammt, als es erst ein Kind gab. Das
Fotoshooting war schnell organisiert, danach wurden die Kinder wieder in die
Schule geschafft und für uns gabs Frühstück. Nachdem Asa aufgehört hatte,
sich dafür zu bedanken, dass wir ihm seinen Tee und seinen Kaffee wegsaufen,
brachen wir auf richtung Hauptstraße, immer noch ungewiß in welche Richtung
unser Reise verlaufen wird. An der Hauptstraße angekommen kam auch schon das
erst Yellow Taxi. Doch da griff die Reiseleitung auf einmal ins Schicksal
ein und war der Meinung, dieses Taxi wäre zu früh, man müsste nicht lange
genug in der Sonne warten, so mache es keinen Spaß, zudem war das Public Taxi
fast leer, man dürfte nicht auf dem Dach oder dem Reserverad oder auf der Stoßstange
sitzen und und und. Das Taxi fuhr weiter richtung Thaton ohne uns, die es wohl
richtung Norden verschlagen sollte. Als wir die nächste Zeit in der Sonne
warteten kam Asa´ mit Frau vorbei und als wenn sie es organisiert hätten kam
auch bald ein neues Yellow Taxi vorbei, richtung Norden und los gings. Zuerst zu
einer Zwischen und Umsteigestation in ein Green Taxi, damit bis Mae Chan und von
dort mit VIP Bus nach Mae Sai. In diesem quirligen Grenzstädtchen an der Grenze
zu Myanmar fanden wir schnell ein Guesthouse namens King Kobra
. Die waren
richtig froh, das mal jemand das wenig frequentierte 2-Bett Zimmer nahm. An der
Grenze gaben wir unsere Pässe und 10$ + 10 Bath ab, dafür bekamen wir lustige
Zettel mit einer Gültigkeit bis 17 Uhr, dann gings hinüber nach Myanmar. Zum
Glück gingen hier die Uhren alle 30 Minuten nach, so dass sich unsere
Aufenthaltsgenehmigung verlängerte, was die Thailänder allerdings wenig
interessiert hätte. Zum Lunch wählten wir ein burmäßisches Lokal, eine
Abwechslung tat uns mal gut. Die Zeit in Myanmar verbrachten wir eigentlich nur
mit der Suche nach Ansichtskarten. Nachdem wir welche gefunden hatten, konnten
wir das Land wieder verlassen, machten noch einen Spaziergang entlang der thailändischen
Uferpromenade und genossen ein paar Bier in der Hotellobby. Zwischendurch noch
ein Kurztrip zum Dinner entlang der Hauptstraße, die Grenze hatte schon
geschlossen, fanden wir eine thailändische Spezialitäten Garküche mit
Sitzgelegenheiten. An einem anderen Stand gab es heute sogar ein Dessert. Nunn
sitzen wir wieder in der Hotellobby und beenden den Abend. Die Mädchen von der
gegenüberliegenden Autowerkstatt haben sich auch schon verdrückt, ist wohl zu
frisch draußen geworden. Gute Nacht.
9.11. Houay Xai (R )
Die Düsseldorf Japaner pennten noch, der französische Friseur war noch nicht
wieder aufgetaucht, die Chefin vom Guesthouse hatte ihr langes Haar wieder
sittsam zu einem Zopf gebunden, was für ein Beginn eines neuen Tages.
Breakfast gab es heute moslemisch. Gute Gelegenheit gleich mal zu erwähnen,
dass es auch im Norden Thailands einen erwähnenswerten Anteil Moslems gibt. Am
von Queen Kobra empfohlenen Busbahnhof in der Nähe ging nichts los. Auch das
Dastehn und blöd aussehn half nicht, wahrscheinlich fehlt mir dazu auch das
Naturtalent. So sollte es per Stadtlinienminibus zum Abzweig nach Chiang Saen
gehn, welcher etwa 5km außerhalb des Zentrums liegt. An der Abzweigung wehrte
jedoch die Schaffnerin jeden Absteigversuch ab, wodurch wir gezwungen waren zum
Busbahnhof zu fahren und in einen schon wartenden Bus zu steigen. So ging es über
den Umweg Mae Chan nach Chiang Saen und von dort per Minibus
zum Goldenen Dreieck, wo auch schon 20 Luxusbusse mit Touristen hingekarrt wurden. Da es
innerhalb unserer Reisegruppe Meinungsverschiedenheiten gab, welches Tor oder
welcher Blickwinkel die Hauptattraktion sei, besuchten wir alle möglichen. Nach
dem wir zusammen mit den mittlerweile 30 Busladungen Touristen, diesen
Seightseing Punkt abgehakt hatten, hieß es weiterfahren nach Chiang Khong
(betraf nur uns, nicht die 40 Busladungen ). Dies gestaltete sich zwar umständlich,
das es von Chiang Saen zum gewünschten Zeitpunkt keine direkte
Minibusverbindung gab und wir irgendwo umsteigen mussten, dafür boten sich
herrliche Ausblicke auf den Mekong. Über den wir dann in einem kleinem Boot
setzten. Houay Xai auf laotischer Seite des Flusses erwies sich sofort als
idyllische Kleinstadt. Wir checkten ein im Chanthone Guesthouse, einem 3 Sterne
Haus, wie bisher immer auf dieser Reise. Vor der Schwelle musste man die Schuhe
ausziehen, der Besitzer hatte eine lustige stotternde Lache und sprach kein Wort
englisch, in unserem Nachbarzimmer quartierte ein richtiger belgischer
Backpacker,m endlich mal normale Leute. Zu trinken gibts hier Lao Bier, halb so
teuer wie das thailändische, aber auch nicht doppelt so gut. Beim Abendessen
lernten wir dann Sumpeth kennen, einen ehemaligen Germanistikstudenten, der von
seinen Leipziger Sauftouren erzählte. Er arbeitet jetzt für Diethelm Travel
und muß ab morgen eine Ladung Studiosus Reisendeden Mekong hinunter begleiten.
10.11. Pakbeng (D)
Wir begannen den Morgen wieder mit Aufstehn, ein großer Teil der Reisegruppe
tut dies bereits sehr früh, man kann bald sagen vorm Aufstehn, der Rest der
Reisegruppe bleibt meist noch eine Stunde im Schlafsack liegen. Rene´ hatte an
diesem Morgen ein Vorstellungsgespräch bei seinem laotischem Kollegen, dieser
soll ihn hier in Laos einen Job verschaffen, aber so genau weiß ich das nicht.
Zum Frühstück sind wir nur über die Straße gegangen, da gabs Baguettes, ein
kulinarisches Erbe der Franzosen und Spiegelei. Da man uns am Vorabend den
Ablegetermin unseres Transportbootes nach Pakbeng auf 9 Uhr kundtat, waren wir
wie sich das gehört cirka eine Stunde vor Abfahrt am Hafen. Die Information des
Vorabends stellte sich doch als falsch heraus, Abfahrt sollte jetzt 11 Uhr sein.
Das war ja nicht weiter schlimm, in der Zwischenzeit versammelten sich auch
Dutzende von Farangs, die alle mit dem Boot mitfahren wollten. Die meisten davon
waren Package Tourer von Chiang Mai, die etwas enttäuscht waren über das von
der Hafenmeisterei bereitgestellte Güter-Personen- Massentransportschiff. Wir
nahmen es gelassen, fanden einen Platz am großen Fenster und richteten uns auf
eine gemütliche Reise ein. Das Gepäck der Reisenden wurde zu drei großen
Haufen im Innenraum des Schiffes getürmt. Ein Haufen wurde allein von einem
Rucksack gebildet. Da dieser sich bewegte, ja man kann sagen dass er lebte,
legte man ihn aus Sicherheitsgründen in eine Ecke. Unsere Vorschläge, was die
Unterhaltung an Bord angeht wurden ignoriert, was zur Folge hatte, dass das
Animationsprogramm unter aller Sau war. Die meisten der Mekong Kreuzfahrt
Teilnehmer schliefen. Ich glaube diese Menschen schlafen immer. Andere glotzten
in ihre Bücher, um so zu verheimlichen, dass sie eigentlich auch schlafen. Wer
nicht schlief, nicht laß oder so tat als ob, der aß, Chips, Kekse, Toast, kein
Wunder, dass hier viele so dick waren. Auf unserer Bank, gleich neben uns saßen
noch 4, die nicht so wie die anderen faul rumlagen, 4 Mädels aus Prag. Das war
es wider, der einstige Ostblock anständig und vernünftig die Fahrt und die
Landschaft genießend, ausharrend gegen ständig rumlabernde Angehörige anderer
Landsmannschaften, mal sehen wer am Ende der Reise übrigbleibt. Viel war jedoch
mit den Prager Mädels auch nicht los, ziemlich eingeschüchtert saßen sie auf
ihrer Bank. Das sollte sich aber ändern, ich greife da schon mal vor, da ich
das Tagebuch mit einem Tag Verspätung verfasse, kann ich sagen, dass es kurz
nach dem Start in Pakbeng einen Schluck Slivowitz gab. Super Mädels, so besteht
man die globalen Herausforderungen. Zurück zum Vortag. Erwähnenswert ist auch
, dass Harry Potter mit an Bord war, der laß die ganze Zeit aus seinem Tagebuch
mit dem gleichnamigen Titel. Ansonsten ist nichts außergewöhnliches passiert.
Wir haben keine Rettungsübung gemacht, es ist nichts und niemand über Bord
gefallen, ach ja das Klo war lustig, hinter der Klotür fehlten eigentlich nur
zwei Schiffsplanken und alles wurde dem Mekong übergeben. Frau Otto, die wir
bereits am Vortag bei der Ankunft in Laos begegneten, entpuppte sich als Frau
Dr. Psychater, ihr merkwürdiges Verhalten ist uns ja bereits am Vortag
aufgefallen, die uns über die Suizid beflügelnde Wirkung unserer
Malariaprophylaxe aufklärte. Gegen 17 Uhr legten wir in Pakbeng an, einem
kleinem Dorf, was sich auf den täglichen Nachschub an Farangs eingestellt
hatte. Der Run auf die Guesthouses konnte mit dem Sturm auf die drei, sorry zwei
Rucksackhaufen beginnen. Wir sahen dem Treiben ziemlich gelassen zu und
beschlossen erst einmal durchs gesamte Dorf zu laufen. Unsere Taktik sah vor,
das Guesthouse zu wählen in das die Dicken nicht reingehen. Die Taktik ging
auf, eine nette und hübsche Guesthouse Chefin winkte uns vom Balkon aus zu und
vermietete uns ein Zimmer für 20000 Kip (etwa 2 Euro). Die sanitären
Einrichtungen entsprachen dem Landestypischem, Klo im Boden versenkt und die
Dusche aus der Schöpf-Schüssel. Nach einem Spaziergang zum nahen Dorfende
kehrten wir mit Frau Otto bei Laoten ein. Das Essen war lecker, obwohl sie mich
auf meine Frühlingsrollen ziemlich lange warten ließen. Das Bier ist ja hier
recht preiswert, da kann man auch mal eins mehr trinken. Zwischendurch war der
Reiseleiter duschen. Er kam recht glücklich wieder ins Restaurant. Er hatte das
Glück, mit der Chefin duschen zu dürfen. Das schlug sich auch positiv auf die
Bewertung des Guesthouse nieder, Dieses Guesthouse erhielt wie alle anderen
bisher die Höchstkategorie 3 Sterne. In diesem speziellen Fall, einen dafür
das keine Dicken hier waren, einen dafür, dass ein schönes Restaurant gegenüber
war und einen dafür, dass man mit der Guesthouse Chefin duschen darf (leider
nur ausgewählte Personen). Der Abend war nett, mit dem Tuckern des Generators
ging es auch zu Ende.
11.11. Luang Prabang (R )
Die aus der einzigen Luxusherberge des Ortes wegen Überbuchung in unser
Guesthouse verwiesenen Australier, waren traurig diesen schönen Ort mit seinen
Annehmlichkeiten wieder verlassen zu müssen. Sie waren echt voll begeistert mal
an der Backpacker-Romantik teilnehmen zu können, doch jetzt wurden sie wieder
zu ihrer Reisegruppe verfrachtet. Die Versorgung der Boatpeople mit Fresspaketen
wurde vom Ort Pakbeng hervorragend organisiert. Trotzdem nahmen wir noch zusätzlich
ein Breakfast im Restaurant gegenüber ein. Dies tat auch eine Kölner
Karnevalsrednerin. Wahrscheinlich vom heutigen Datum zusätzlich angestachelt
sorgte sie für unnötiges Gelabere und Zeitverzug. Anscheinend war sie mit
einigen Benimmregeln für Backpacker nicht vertraut, die z.B. auch besagen, dass
man in einem Restaurant isst was es gibt und nicht ewig mit dem Restaurantleiter
herumlabert um eine Extrawurst gebraten zu bekommen. Der Start des Slowbootes
war zwischen 8 und 9 Uhr festgesetzt, je nachdem wie jeder wollte. Es ging auch
pünktlich los und alle waren wieder mit von der Partie, die schweigsamen
Tscheschinnen, die lebende Bruttoregistertonne (von einigen mit einem
Rucksackberg verwechselt), die Gitarre mit Spieler (um nicht Kiel holen zu müssen,
hatte der Spieler die Gitarre nicht angerührt), Harry Potter, sonstige mögliche
Genossen der Zeit und ich Witz des Wahns. Wir passierten auch einige
Stromschnellen. Dies erfordert viel Geschick, sowohl beim Steuern des Schiffes,
als auch beim Steuern des Schiffens, wenn man gerade auf dem Bordklo ist. Da es
auch heute kein offizielles Animationsprogramm an Bord gab, shakerte ich mit
einer hübschen Französin, was mir folgendes Meisterwerk der geversten Gedanken
entgleisen ließ.
Wenn ich Alizee seh
brauch ich kein Meer mehr
Wir fahren den Mekong entlong
Durch Laos, laos uns Liebe tun,
nun
Wie einen Indochina doch zu literarischen Höchstleistungen verleitet. Ja
warum sollte es mir anders ergehen als Andre´ Malraux und Konsorten. Etwa 16.30
erreichten wir Luang Prabang. So stelle ich mir eine französische Provinzstadt
vor, die es in Frankreich wahrscheinlich gar nicht mehr gibt. Es ging auf
Guesthousesuche. Einige Reiseteilnehmer jammerten wieder nach dem Motto nicht so
weit laufen zu wollen und erst mal ein Guesthouse nehmen. Damit kamen sie natürlich
bei der Reiseleitung nicht durch. Schließlich sollte es doch ein 3 Sterne Haus
sein, was dann auch gefunden wurde. Das Abendessen im dazugehörigem Corniche
Cafe´ war gar nicht asiatisch. Naja man gönnt sich ja sonst nichts.
12.11. Luang Prabang (D)
Die Hähne krähten bereits seit dem Vorabend, so kam es mir jedenfalls vor. Ich
schwor heute zum frühstück gibt es Chicken. Der Reiseleiter stand schon in der
Nacht auf, wurde aber nicht rausgelassen. Da wir pleite waren, zumindest was die
Landeswährung betraf und die Reiseleitung schon von der einheimischen Bevölkerung
bespuckt wurde (kann passieren, wenn man beim Morgenspaziergang unachtsam überholt),
war unser erstes Ziel eine Bank. Da bot sich gerade die bei einem kleinem
Restaurant an, die war bequem und Breakfast gab es auch. Danach gings zum
Geldtauschen. Nachdem wir wieder über eine halbe Million in kleinen Scheinen
gebündelt in der Tasche hatten, konnte unsere Luang Prabang Tour losgehn. Als
erstes stand der Königspalast und somit gleichzeitig das Nationalmuseum auf dem
Tagesordnungspunkt. Dort schlossen wir uns heimlich einer Führung einer kleinen
Studiosus Gruppe an. Da diese Führung jedoch unseren Ansprüchen nicht
entsprach machten wir unsere Führung allein. Besonders Augenmerk schenkten wir
der Abteilung mit Geschenken an das Königshaus aus aller Welt. Die Russen
beeindruckten mit Abzeichen, während die Amis mit blödem Mondgestein keine Überzeugungsarbeit
leisten konnten. Das lag sicherlich daran, dass das ausgewählte Mondgestein der
Amis von der dunklen Seite des Mondes stammte. Die Sonne tat sich schwer gegen
den allmorgendlichen Nebel. Das schreckte uns trotzdem nicht ab unseren
Stadtrundgang fortzusetzen und uns Wat für Wat an den Gipfel heranzutasten.
Doch Wat war That? Die Suche nach einem auf unserem Stadtplan abgebildeten That,
der Name soll jetzt mal keine Rolle spielen, verlief erfolglos. Wir liefen
mehrmals ums gesuchte Objekt, bis wir zu der Erkenntnis kamen, dass das That
kein Wat war, sondern dass das That den Bestandteil eines Wat bildete. Das hätte
man wissen sollen. Danach ging es auf den Berg Phousi im Zentrum Luang Prabangs,
wo eine Überraschung auf uns wartete. Kurz vor dem Tempel war eine Flak
aufgebaut, mit der man früher mal schoß. Die Zeiten sind zum Glück vorbei und
das Kanonenrohr ist demontiert. Der Abstieg dauerte nicht lange. Am kleinen
Busbahnhof für Tuk Tuks mussten wir nicht lange verhandeln, um eins zu chartern
und mit dem uns zugeteilten Driver ins Dorf gegenüber der Höhlen von Pak Oh.
Ein geplatzter Reifen stoppte unsere Fahrt auf halbem Weg, so das unser
Reiseleiter sich auch mal nützlich machen konnte. Im Dorf wartete schon eine Fähre
auf uns, die uns über den Mekong zur Höhle der 1000 Buddhas brachte. Die
Kontrolle ob auch alle da wären erbrachte ein negatives Ergebnis, es war einer
zuviel. Da wir daraus jedoch keine große Sache machen wollten, setzten wir über
und hatten Appetit auf einheimischen Whisky. Unser Driver verstand unsere Gesten
und brachte uns zum Whisky-Village. Nach Verkostung der drei hergestellten Sorten
und Vorführung der Destillationstechnik kauften wir eine Flasche des
edelsten Getränks, so was geht hier nicht unter 10000 Kip über den Ladentisch,
ging es wieder heimwärts. Sicherheitshalber wurde ein neuer Reifen aufgezogen.
Im Dunkeln kamen wir in Luang Prabang an. Zum Abend gabs reichlich, dann war er
auch vorbei.
13.11. Vang Vieng (R )
Wenn man Vormittag das Haus verlässt begegnet man drei Sorten von Menschen, Mönche,
Mönchsfütterer und Mönchsfüttererfotographen, alle in einer gewissen Abhängigkeit
zueinander stehend. Unser Charterchauffeur stand leider nicht wie am Vortag gewünscht
zur Verfügung, so dass wir uns nach einer Alternative umsehen mussten und auch
schnell fündig wurden. Am Busbahnhof herrschten endlich mal normale Verhältnisse.
Der 8.30 Bus war ausgebucht, so dass wir bis 10 Uhr warten mussten. Dies eröffnete
mir die Gelegenheit mit dem Frankokanadier zu quatschen, mit dem ich mich schon
paar Mal unterhalten hatte. Ich liebe den Klang des französischen Akzents, er
erinnert mich so an Alizee. Der Kanadier schien ein echter Backpacker zu sein
und setzte Maßstäbe in Sachen mitzuführendes Gepäck. Er hatte fast keins.
Auch schien er come back alive belesen zu sein, denn er setzte sich auf den
Platz hinter der Windschutzscheibe, wo man im Fall der Fälle am wenigsten zu
leiden hat. Der Busfahrer war jedoch Bin Laden Fan und daher behutsam mit seiner
Fracht Farang, man kann ja nie wissen ob man sie später noch mal zum entführen
oder ausbomben gebrauchen kann. Die Vielzahl Farang im Bus ließ erkennen, dass
wir wieder on the beaten track waren. Ach so ich vergaß, der Plan den Mekong
weiter zu befahren wurde verworfen. Es ging richtung Süden nach Vang Vieng. Zunächst
endlose Serpentinen hinauf, aber auch wieder hinab, durch Wirklichkeit gewordene
Postkarten. Stops zum rasten und schauen wurden auch eingelegt. Das Ziel (mal
den Fakt das der Weg das Ziel ist außer acht lassend) entpuppte sich als
riesiges Backpackerfreilaufgehege mit verblasstem Shangri La Touch. Mindestens
30 Guesthouses, Internetcafe´s, etwas von Khaosan auf dem Lande. Wir checkten
ein im Phonsaksit Guesthouse, einem 3 Sterne Haus, wer mehr Sterne wollte,
brauchte nur in den Nachthimmel zu sehen. Nun sitzen wir im gegenüberliegenden
Restaurant, trinken Beerlao und beobachten die Geckos an der Wand. Etwas
entfernt tönt eine Gitarre. Sollten wir wieder einen erwischt haben, der mit so
einem unhandlichem Gegenstand durch die Lande zieht. Da wäre doch eine Harfe
viel nützlicher, denn da kann man die Saiten zu Eierschneiden benutzen. Aber es
war keine Gitarre, gezupft in unserem Guesthouse ! von vergangener
Kolonialglorie hinterhertrauernden Franzosen.
14.11. Vang Vieng (D)
Eigentlich passierte an diesem Tag fast gar nichts. Wenn wir in einem All
Inclusive Clubhotel wären, dann könnte ich bestimmt ne Menge schreiben. Als
All Inclusive Tourist kommt man auf dem Weg vom Bett zur Bar am Frühstücksbuffet
vorbei und muß nicht wie wir erst die Straße überqueren. Auch entfällt beim
All inclusiv Touristen das Bezahlen und er muß nicht auf die Bank zum Geld
wechseln. Nachdem wir das erledigt hatten konnten wir jedoch wieder die Vorteile
des Backpacker Lebens auskosten und so liehen wir uns bei einem hießigen
Fahrradverleiher, der sich über dicke Leute auf Fahrrädern lustig machte, zwei
Räder. Im sicheren Glauben an die Tüv geprüfte Zuverlässigkeit der Räder
(notwendig, da die Straßen hier Mensch und vor allem Material sehr
beanspruchen), machten wir uns auf den Weg. Bei der Überquerung des Flusses
mussten wir an der Bambusbrücke eine Maut von 4000 Kip bezahlen, trotzdem muß
man kurz nach der Mautstation ungefähr in der Mitte des Flusses in die Fluten
steigen, etwa 20 Meter flussabwärts durchs Wasser laufen, um dann wieder auf
eine Brücke zu steigen, die einen dann wieder trockenen Fußes über die zweite
Hälfte des Flusses ans andere Ufer bringt. Die Fahrt ging durch felder und Dörfer,
immer entlang an der faszinierenden Kulisse der Berge Vang Viengs. Die nächste
Brückenmaut war etwas günstiger, die Rückfahrt war im Preis inklusive. Es
ging weiter, die Wege waren zum Teil sehr holprig, wir genossen die Landschaft
und das freundliche Winken und grüßen der Kinder. Sabadie ist wohl ein
freundlicher Gruß, so dass wir dies auch erwidern konnten. Ein Reifenschaden
stoppte noch vor der Hälfte der geplanten Strecke die Fahrt. Doch im nächsten
Dorf erhielten wir Hilfe. Ein Rudel von Kindern versuchte den sich nicht gerade
im besten Zustand befindlichen Schlauch des Hinterrades zu flicken oder schaute
einfach zu. Provisorisch wurde der Mantel mit Gummiresten an der Felge verschnürt.
Die Reparatur kostete 8000 Kip ohne Garantie, die hätte ich dann 2 km weiter
geltend machen können, der Schlauch schien doch irrreparabel. Wir beschlossen
trotzdem die geplante Route fortzusetzen. Abwechselnd wurde das defekte Rad
cirka 2km geschoben, während der andere das Radfahrn genießen konnte. Dies war
nicht nur die schnellste Variante, sondern auch die sozial und solidarisch
gerechteste Lösung. Mit etwas Verspätung, aber was soll das heißen kamen wir
wieder zurück nach Vang Vieng. Wir beobachten die Ankunft eines Busses
Studiosus Reisende. Da sich dies jedoch spektakulärer anhört als es ist,
machten wir uns auf die letzte Etappe zur Fahrradrückgabe. Dort freute man sch,
dass wir versuchten den Defekt zu beschreiben, änderte jedoch nichts an der
Tatsache, dass dies wohl völlig normal wäre, wenn am Rad ein kleiner Schaden
auftritt. Nach dem Duschen war drinking Beerlao and looking sunset angesagt.
Abendessen gabs in einem stark von Israelis frequentierten Lokal. Als Videovorführung
erwarteten wir daher Eis am Stiel. Das war jedoch nicht so und so gingen wir
noch bei uns gegenüber ins End of the world Cafe´ einen Lovelao (Fruchtshake
mit etwas Schnaps) zu uns nehmen.
Vang Vieng 15.11. (R )
Beim morgendlichen Spaziergang, welcher täglich fakultativ angeboten wird und
an dem sich meist 50% der Reisegruppe beteiligten begegnete ich wieder dem
Frankokanadier, wem auch sonst. Er fühlte sich so richtig happy in diesem schönem
Ort, der doch so richtig was für uns junge Leute war, eine Auffassung der ich
nur zustimmen konnte. Nach dem frühstück gings wandern in die Natur, davon
gabs hier in der Gegend reichlich. Uns folgten zwei Franzosen, die unserer
Wegkenntnis vertrauten. Diese sprach sich schnell herum, so dass wir bald einen
immer größer werdenden Schweif Franzosen hinter uns herzogen. Wenn Franzosen
sich treffen ist wahrscheinlich immer Alkohol dabei, oder wie ist es sonst zu
erklären, dass einige von ihnen die Bambusbrücke nur auf allen vieren überqueren
konnten. Die Fortsetzung des Vormittagspazierganges fand ohne Begleitung statt.
Da wir uns auf dem Rückweg verlaufen hatten, waren wir schneller wieder in Vang
Vieng als gedacht. Das Mittagessen fand im mondänen Golfrestaurant statt,
dessen Personal sich von einem wirren Franzosen amüsieren ließ, der weder Lao,
noch Englisch und wohl auch nicht richtig Französisch sprechen konnte. (Blick vom Golfrestaurant auf den Song River)
Am
Nachmittag stand Tubing auf dem Programm. Wem Rafting keinen Nervenkitzel mehr
versetzen kann, der ist beim Tubing gerade richtig. Mit rasender Geschwindigkeit
(für 5km braucht man etwa 2,5 h) jagt man den reißenden Song River hinunter,
immer der Gefahr ausgesetzt gegen einen Brückenpfeiler geschleudert zu werden.
Aber irgendwie haben es doch alle geschafft heil am Ziel anzukommen. Da es der
letzte Abend in vang Vieng war, sollte es zum Dinner etwas besonderes geben. So
orderte ich Lao Nudel Salat. Als meine Schüssel serviert wurde war ich überrascht,
dass zwei Fische mir entgegenschauten. Außer Nudeln befanden sich in der Schüssel
viele andere leckere Zutaten. Also hatte nicht nur der Franzose vom
Golfrestaurant Probleme das richtige Essen zu ordern. Aber im Gegensatz zu ihm
wurde ich doch gesättigt. Nachdem wir nicht in der Lage waren den richtigen Weg
zum Abhängrestaurant auf der anderen Seite des Flusses zu finden, endete der
Tag im End of the world Restaurant, was ja auch nicht so verkehrt ist. Dort
wurde dann auch der Plan für den Rest der Reise festgelegt. Plan A machte das
Rennen, was bedeutete, dass noch ein Zwischenstop auf dem Weg nach Vientiane
Eingelegt wird, welcher am Muong Soum Stausee geplant war.
16.11. Vientiane (D)
Guten Morgen, alle Reiseteilnehmer sind eingestimmt Plan A in die Tat
umzusetzen. Nach dem Frühstück am ende der Welt, was ja gleich über die Straße
war, marschierten wir richtung Busstation, noch einmal zurückschauend, die schöne
Kulisse genießend, über das Rollfeld. Mittels der Karte, auf unser Tagesziel
zeigend, wurde uns ein Minibus zugewiesen, aus dem wir cirka 30 km nach Vang
Vieng rausgeschmissen wurden. Die Versuche mit einem freundlichem Sabaideee und
unserer Karte weiter richtung Stausee zu kommen schlugen jedoch fehl, da keiner
der Locals so richtig mit unserer Karte zurecht kam. Die Locals waren sehr um
unser Wohl bemüht, konnten uns aber auf der Karte nicht zeigen, wo wir uns
befanden. Die Frage nach einem Guesthouse am Stausee konnte auch niemand
beantworten. So standen wir an der Rausschmissstelle bis ein gut gefüllter Bus
anhielt und uns als einzige Farang mit einlud. So gings also wieder richtung
Vientiane, immer noch auf der Suche nach einem Abzweig zum Stausee. Der Bus kam
uns vertraut vor und als der Fahrer die Worte five minutes sagte war uns klar,
dass wir wieder mit dem Bin Laden Fahrer unterwegs waren. Diesmal stoppten wir
jedoch nicht wegen einer Imbisspause, sondern aufgrund eines Reifendefekts. Der
Defekt war schnell behoben, es konnte weitergehen. Nach ca 3,5h dieser meines
Erachtens nach anstrengenden Busfahrt, die Reiseleitung fühlte sich allerdings
sauwohl, immer Ausschau haltend nach dem Abzweig zum Stausee, waren wir in
Vientiane. Die Götter des Budget Traveling hatten ins Geschehen eingegriffen
und befohlen Plan B in Angriff zu nehmen. Gut dass wir gut vorbereitet waren und
so auf den Eingriff reagieren konnten. Plan B war also in Kraft getreten. Die
ersten Guesthäuser, die wir in Vientiane ansteuerten waren überfüllt. Wir
kamen schließlich in einer Absteige unter, der meiner Meinung nach 1 Stern
zustand. Die Reiseleitung plädierte jedoch auf 2 Sterne, das waren
wahrscheinlich die schönen Augen der Guesthouse Chefin. Es folgte der
Stadtrundgang. Nach den obligatorischen Wats und Thats trafen wir den
Frankokanadier, der sich in neuer Garderobe präsentierte. Der Markt zum
Souvenirerhaschen entpuppte sich als Straßencafe´gebiet mit Blick über den
Mekong nach Thailand. Dorthin soll es dann morgen wieder, so Plan B, aber vorher
noch zum Inder. Ich fand den Inder nett und deshalb ging ich noch ins Internet,
das war billig und außerdem fing es an zu regnen, es soll ja nicht heißen, es
bestünde da eine Abhängigkeit. Der Abend endete im Sabaidee gleich um die
Ecke. Es lief Rugby im Fernsehen, was die kleine Farangfangemeinde erfreute.
Zug nach Bangkok 17.11. (R )
Ich begann den Tag wieder mit einem Frühspaziergang. Gute Gelegenheit mich beim
Kanadier zu verabschieden, einem jener Reisegenossen von denen ich hoffe, dass
ich ihnen mal irgendwo wiederbegegne. Der Frühmarkt öffnete erst 8 Uhr, was
Gelegenheit gab noch mal ordentlich zu frühstücken, 40 cm lange belegte
Baguettes, eine Segnung der französischen Kolonialmacht, die es in Thailand
wohl nicht mehr geben wird. Der Frühmarkt wurde von einigen Reiseteilnehmern
zum Souvenirjagen genutzt. Danach gings mit der Stadtlinie zur Frienship Brücke.
Die nette Chefin des Guesthouses, das wegen der über Landesdurchschnitt
liegenden Übernachtungspreise und defekter Wasserleitungen nur 2 Sterne bekam,
hatte uns die richtige Busnummer gewiesen. Die Friendshipbrücke wollten wir
eigentlich zu Fuß überqueren. Das war an diesem tag nicht möglich, da dies
bereits einige Wandervereine taten. So mussten wir mit dem Grenzpendelbus
fahren. Die dafür zu entrichtende Gebühr und weitere verschiedene Gebühren
ließen unseren Restbestand an Kip schnell schmelzen. Die letzten tauschte uns
ein freundlicher Tuk Tuk Fahrer auf thailändischer Seite. Thailand empfing uns
mit regen, weswegen die Zeit bis zur Abfahrt des Bangkokexpresses auf dem
Bahnhof verbracht werden musste. Etwaige Abänderungsmöglichkeiten von Plan B,
wie zum Beispiel Erkundung des Busbahnhofs oder Weiterfahrt vom selbigen nach
Udon Thani, um von dort richtung Chantaburi oder Koh Chang zu kommen, wurden
fallengelassen. Da es in Bangkok eine günstige Umsteigemöglichkeit richtung Süden
gab, trat Plan B2 in Kraft. Die Liegeplätze nach Bangkok waren ausgebucht, so
dass für uns Sitzplatz 2. Klasse übrig blieb. Der Zug sollte 18 Uhr losfahren.
Der Start verzögerte sich jedoch da erst einmal die Nationalhymne gespielt
wurde (wahrscheinlich uns zu Ehren) und auf dem Bahnsteig alles stramm stand.
Der Zug holperte mächtig auf und anscheinend auch neben den Gleisen. Besonders
erstaunlich war das Anfahren des 20 Wagen langen Zuges, welches anscheinend
durch Auffahren des folgenden Zuges beschleunigt wurde.
Prachuab Khirikhan 18.11 (D)
Der Zug wiegte, nein besser schüttelte, nein schleuderte mich in den Schlaf,
der bis ca. 5 Uhr anhielt. Der Morgenkaffee wurde von einer freundlichen
Stewardess gereicht, musste allerdings bezahlt werden. Mit etwa einer halben
Stunde Verspätung erreichten wir den Bangkoker Hauptbahnhof. Wir
besorgten uns Tickets für unser zweites Etappenziel richtung Süden. Für die Hälfte
der zahlten wir etwa 50% mehr als von Norden nach Bangkok. Mit wahnsinniger
Geschwindigkeit fuhren wir über das Bangkoker Schienennetz, man hätte
wahrscheinlich nicht schneller laufen können. Die Geschwindigkeit stieg jedoch
proportional mit der zunehmenden Landschaft und der Anzahl der Palmen. Es wurde
auch ein Essen gereicht, daher der Preisaufschlag! Da der Zug nach Bangkok wie
bereits erwähnt eine halbe Stunde Verspätung hatte und der Zug richtung Süden
eine halbe Stunde später losfuhr, kamen wir auch mit einer reichlichen Stunde
Verspätung in Prachuab Khirikhan an. Hier an der schmalsten Stelle Thailands muß
man aufpassen, wohin man tritt. Auf der einen Seite tritts du ins Meer, auf der
anderen bist du fast schon in Myanmar. Die Suche nach einem Guesthouse überließen
wir einem einheimischen Tuk Tuk Fahrer. Nachdem wir uns an der Kommandostelle
der hießigen Armeedivision vorgestellt hatten und den Flugplatz hin und zurück
überquerten, setzte er uns an einem Hotel mit phantastischem Blich auf die
Bucht ab. Das Guesthouse bekam 3 Sterne. Am Fuß des die Stadt krönenden Berges
konnte man sich paarende Affen beobachten. Den Berg hinauf führten über 300
Stufen, ganz oben befand sich wie selbstverständlich ein Wat. Von oben konnte
man sich einen guten Überblick verschaffen und nach einem Beach suchen. Nach
dem Abstieg, mit nun vermehrter Ortskenntnis charterten wir ein Tuk Tuk. Wir
checkten zum zweiten mal am zu passierenden Armeeposten ein und konnten somit
das Rollfeld des Flugplatzes wieder überqueren. Beim Spaziergang am schönen
Aow Manao Beach mit seinen vielen Freßbuden, Tube Ausleihstationen und einer
phantastischen Kulisse nahm ich an einer Touristen Umfrage teil. Noch ein Bier
im Offiziers Club und wir konnten die Heimreise antreten. Doch war kein Tuk Tuk
mehr da, wahrscheinlich ist man mit unserer zweimaligen Check Point Einreise
ohne offizieller Ausreise zwischendurch durcheinander gekommen. Wir traten also
den Heimweg zu Fuß an, bis eine Jeep Fahrerin anhielt und uns in ihren Laderaum
verfrachtete. Wieder am Guesthouse wollten wir eigentlich gleich Sabaidee um die
Ecke zum Abendessen, doch da musste man sein Essen selbst am Tisch warm machen
und da wir noch keinen Thai Kochkurs belegt hatten, kehrten wir bei einer herkömmlichen
thailändischen Garküche ein. Während sich die eine Hälfte der Reisegruppe
sich dem Seafood widmete, schließlich sind wir ja hier am Meer, mochte die
andere Hälfte eher scharf essen.
19.11. Loi Krathong in Hua Hin (R )
Da ich beim Morgenspaziergang nicht damit rechnen konnte dem Kanadier zu
begegnen, machte ich mich auf die Suche nach der Abfahrtsstelle für Busse nach
Hua Hin. Ich fand einen Bus samt Fahrer und erkundigte mich. Er zeigte mir
bereitwillig den richtigen Weg, hielt jedoch alsbald inne und rief eine
Mopedfahrerin herbei, die mich an den richtigen Ort chauffierte. Der Weg für
diie nächste Etappe war also abgesteckt. Das Frühstück war heute thailändisch
und das nicht nur thailweise, es gab scharfe Gemüsesuppe. Der Bus brachte uns
in die Urlauberstadt Hua Hin. Dort angekommen gings gleich auf Quartiersuche.
Eine Menge Luxushotels buhlen hier um Gäste. Das Hua Hin Hilton erschien uns
als das beste und so machten wir uns nach dorthin auf, um in der Nähe Quartier
zu beziehen. Es dauerte ein wenig, um ein 3 Sterne Haus zu finden. Einige
konnten auf Grund des Preises nicht in die 3 Sterne Kategorie eingestuft werden,
andere deshalb nicht, weil sie keine Zimmer mit 2 Betten hatten. Aber hier half
wieder mal das dumm rumlaufen und blöd aussehen Prinzip. Obwohl ich mir gar
keine Mühe dabei gab, wurde ich von ein paar hilfreichen Mädchen angesackt und
in eine Bar gezerrt. Diese Hilfe höflich abschlagend, fanden wir aber auch noch
ein angemessenes Guesthouse. Nach dem Eichecken im Memory Guesthouse gings an
den Strand, vorbei an Touristen, die unsere Radfahrerbräune bestaunten und
nicht grüßten. Nach den gut besuchten Strandabschnitten von Hilton, Sofitel
und Co kam ein von leeren Hotels gesäumter Geisterstrand. In einem
Strandrestaurant, was wohl auch den Namen End of the world tragen hätte können
orderten wir Lunch. Nach weiteren Meeresschwimmeinheiten hieß es die Stadt zu
erkunden. Mädchen und Frauen in den Cafe´s und Bars und auch außerhalb waren
emsig damit beschäftigt Blumengestecke herzustellen. Was konnte dies bedeuten?
Wir beschlossen der Sache auf den Grund zu gehen. Um dabei effektiv zu arbeiten,
wurde die Reisegruppe geteilt. Der eine teil forschte im Internet nach, der
andere befragte die Blumenbinderinnen direkt. Tatsächlich hatten wir dadurch
Erfolg. Der eine Teil der Reisegruppe, wir wissen nicht mehr welcher, fand die Lösung.
Loi Krathong stand an und die mit Kerzen versehenen Blumengebinde sollten ins
Meer gesetzt werden. Alle Frauen und Mädchen waren also geschickt am basteln.
Einige bastelten auch über den Bedarf, so dass auch noch was für die Touristen
übrig blieb. Wenn man ein Blumengesteck aufs Meer setzt, darf man sich dann was
wünschen. Gute Restaurants verschenkten auch Gestecke an ihre Gäste. Das von
Transvestiten geführte Restaurant in das wir hineingeraten waren versorgte uns
auch tatsächlich mit einem Gesteck und Abendessen. Mit dem Gesteck in Händen
gings zum Festanzug. Wunderschöne Mädchen in feinsten Kleidern zogen die
Straße entlang. Das Auge hatte voll zu tun bei all der Farbenpracht, die ab und
zu durch ein paar bunt gemischte Tanztruppen, die angetrunken schienen
aufgelockert wurde. Höhepunkte des Unzuges warenprächtig geschmückte
Festwagen, welche mit einer Blumenprinzessin gekrönt waren sowie die den
Festwagen folgenden Aggregatschieber, die sich um die Beleuchtung zu kümmern
hatten. Der Fotograf hatte voll zu tun und ich stand blöd da mit dem Gesteck in
den Händen (meines Erachtens als einziger männlicher Blumengesteckträger),
aber niemand kam helfen. So musste Eigeninitiative entwickelt werden. Ich wollte
das Gesteck einem der Mädchen schenken. Dieses noble Vorhaben erwies sich von
daher als schwierig, da ja jedes schon eins hatte. Den Festumzug bestaunend
musste ich recht lange warten, bis eine unglücklich schauende Gestecklose
vorbeikam. Ich übereichte ihr also das Gesteck, was sie gleich glücklich
werden ließ, was man wohl auch am Foto
sieht. Vom Festumzug
gings an den Strand, der schon gut besucht war von Leuten, die ihre Blumen samt
brennenden Kerzen dem Meer übergaben. Die Feier war im vollem Gange, Kleine
Fackelballons wurden steigen gelassen und es herrschte Freude allerseits, dies
besonders wenn einer der Fackelballons nicht sofort die richtige Höhe erreichte
und erst mal knapp über dem Boden dahinschlich. Der Tag endete noch mit einem
Bier in einer der hier zahlreichen Getränkeläden.
20.11. Damnoen Saduak (D)
Während wir uns auf die Suche nach einem vernünftigen Breakfastrestaurant
machten, hier ist früh noch nicht so viel Betriebsamkeit, wurde vom hießigem
Stadtreinigungspersonal mittels schwerer Technik und zusätzlichem Hilfspersonal
der Strand vom Unrat des gestrigen Loi Krathong Festival beräumt. Nach
dem Frühstück ging es an den Hilton Strand. Das Hilton hatte eigenes Personal
für die Reinigung ihres Strandabschnitts beauftragt. Die arbeiten jedoch etwas
langsam, wissend dass irgendwann sowieso die Stadtreinigung kommt und sie sich
dann wieder solch wichtigen Dingen wie Rasen pflegen oder Pool samt
Drumherumliegende säubern. Das machte das Personal des Hilton wirklich gut, den
meine tägliche Kontrolle des Pools ergab ein positives Ergebnis. Über das
Baden im Meer gibt es eigentlich nicht viel zu berichten. Am Vortag hatten sich
einige unserer Reisegruppe schwer misshandelt beim Aufprall auf eine Klippe.
Zum Mittag fanden wir einen guten Thailänder. Zwar gab es kein Blumengesteck,
dafür gab es richtig Hühnerfleisch. Wir machten uns auf zum Busbahnhof. Nach
etwas mühsamen Erfragen, wie wir nach Ratchaburi kommen können, wurden wir in
einen Bus verfrachtet, der die richtige Richtung einschlug. Die Fahrt war nicht
besonders, da das thailändische Bus und Bahnsystem voll auf unsere Reiserouten
und Zeiten eingestellt schien. Der Bus wartet eigentlich nur auf uns, dann fährt
er los.
An einer Kreuzung irgendwo wurden wir dann rausgeschmissen. Der nächste Bus kam
jedoch bald. Angekommen in Ratchaburi, fuhr der nächste Bus gleich vor, als uns
das Buspersonal sah. Die nächsten 5 km wie der Reiseführer beschrieb lagen ca
50 km in östlicher Richtung. Aber alles kein Problem, nur noch ein Umsteigestop
und wir waren am schwererreichbarstem Ort unserer Reise. Unser Guesthouse war
ein Hotel, welches 2 Sterne erhielt. Während der eine Teil der Reisegruppe im
Internet Informationen über den Floating Market einholten, vertrieb sich der
andere Teil die Zeit im Hotel. Übrigens, der Teil der Reisegruppe, der im
Internetcafe´ hart arbeiten musste hatte wenigstens das Vergnügen, zwei Mädels
aus Tschechien kennen zu lernen.
21.11. Bangkok (R )
Der Tag begann mit Aufstehn und gleich danach ging es los richtung Floating
Market Disney Resort. Laut Reiseliteratur dem einzigen noch verbliebenen Markt
seiner Art in Thailand. Das Angebot an offerierten Booten war groß. Noch waren
die Touristenscharen aus Bangkok nicht im Anmarsch. Wir fußten jedoch. Der
Floating Market konzentrierte sich auf ein Karree durch das die Hauptstraße führte.
Von den Brücken hatte man den besten Blick, siehe auch Webcam www.sabuy.com .
Die Boote verkauften hauptsächlich Gemüse und Food, die Buden an den Klongs
Touristenbedarf. Mit der Zeit gewannen die Touristenboote die numerische Überlegenheit
über die Verkaufsboote. Um dem entgegenzuwirken verließen wir das Areal. Der
Bus nach Bangkok wartete schon auf uns. High noon erreichten wir die Metropole,
lärmend, chaotisch wie ich sie noch in Erinnerung hatte. Unser Bangkoker
Zuhause war schnell erreicht. Da war sie also, die Khaosan Road, kein reines
Backpackerrevier mehr, mehr ein Mix aus Chams Elysee, Arenal, Reeeperbahn und
dem was Khaosan mal war. Guesthouses und Restaurants gabs haufenweise, gehandelt
wurde alles, von T-Shirts, Studentenausweisen bis Bin Laden Masken. Alles ist
schrill und bunt wie das Volk was hier verkehrt, Locals, Hilltribewomen,
Backpacker verschiedener Art und Anschauung und Touristen, denen man das hier
als Sehenswürdigkeit verkauft. Wir checkten ein im Grand Guesthouse, 3 Sterne.
Danach ging es in die City. Per Boot bis Orient Hotel, dann Silom Road mit
Abstecher Patpong, der Kultur wegen. Wir waren am Nachmittag dort, da kann man
das noch machen ohne gleich irgendwo hineingezogen zu werden. Zurück zum Chao
Phraya Fluß gings per Sky Train, von dessen Plattformen aus man einen tollen
blick auf die Skyline Bangkoks hatte. Der nächste Besichtigungspunkt führte
uns nach Chinatown, was schon am Abbauen der Stände war, aber trotzdem
noch viel sehenswertes bot. Danach gings nach Little India. Eindrucksvoll hier
der Sikh Tempel, ein modernes Gebäude, welches beim Betreten an ein Bürohaus
erinnerte. Der Schuhe und Socken entledigt, das Haupthaar mit einem Tuch
umschlungen gings per Lift hinauf in den Predigtsaal, wo ein Weißbart zu den Gläubigen
sprach. Abendessen gabs anschließend in einem Gracelandrestaurant. Per Boot
gings zurück nach hause. Khaosanroad hatte sich noch mehr in einen Rummel
verwandelt. Unser Guesthouse warb mit dem Sonderangebot buy 3, get 1 free,
welchem kaum zu widerstehen war. Weil die einzelne Flasche viel teurer war als
anderswo, sparte man also allerhand. Serviert wurde die Bestellung in einem mit
Eiswürfeln gefüllten Sekteimer, Khaosan Road hat halt Stil. Auf dem Großbildschirm
flimmerte irgendein Premier League Spiel. Neueingeflogene Holländer fragten
nach dem Ausgang des Freundschaftsspiels gegen Deutschland, ich wusste es nicht,
was den Frieden an der bar nicht störte. Die Straße entlang zog ein buntes
friedliches Volk, guten Nacht Bangkok
22.11. Bangkok (D)
Guten Morgen Bangkok. Die erste Nacht im Grand Hotel war überstanden, wir
konnten also auch One night in Bangkok singen. Ein Frühstückslokal war schnell
gefunden, übermäßig voll war die Khaosan Road zu dieser Zeit noch nicht,
waren die meisten etwa schon auf dem Weg zu den kulturellen Highlights der
Stadt, sprich Tempel, Museen usw? Wir mussten uns also beeilen, denn wir wollten
nicht die letzen sein. Mit der Fähre ging es ab zum Grand Palace und dem
dazugehörigem wat. Schon weit vor den Palastmauern wurde uns gestikulierend
deutlich gemacht, dass wir so wie wir rumliefen nicht eintreten dürften.
Gleichzeitig wurden uns supergünstige Hosen zum Kauf angeboten. Wir zogen es
jedoch vor den Paß des Reiseleiters am Eingang gegen zwei Hosen in Universalgröße
einzutauschen. So durften wir passieren. Zum Glück mussten wir nur einen Paß
als Pfand hinterlegen. Meinen brauchte ich um neben der Kasse Travelers cheques
in Bath einzutauschen, dies war notwendig, denn der Eintritt für den Grand
Palace sprengte unsere Kulturkasse. Dies war diese einmalige Sehenswürdigkeit
jedoch auch wert. Innerhalb des Grand Palace und des Wat Phra Keo erwarteten uns
neben zahlreichen Touristen, die meisten davon waren wohl japanischer Herkunft,
ein überwältigender Anblick asiatischer Architektur und Kultur. Höhepunkt war
der Smaragdbuddha, eigentlich ein kleines Exemplar und aus Jade und gar nicht so
lustig wie wir schon andere in Thailand gesehen hatten. Wie in jedem Tempel ist
es auch hier Pflicht, die Schuhe auszuziehen. Dies bereichert den Duft der Räucherstäbchen
um natürliche Aromastoffe. Nicht alle Touristenmögen das und machen dies mit
dem Zuhalten der Nase deutlich. Dazu werden auch noch backen aufgeblasen und die
Augen verdreht. Vornweg wieder die Japaner, als ob es in deren Heimat anders
zugehen würde. Auf ging es zum nächsten Tempel. Wat Pho stand als zweiter
Tagesordnungspunkt an. Freundliche Tuk Tuk Fahrer erklärten uns, das Wat
Pho erst 13 Uhr öffnet. Das war sehr hilfsbereit und wir planten Wat Arun
vorzuziehen. Leider wäre Wat Arun wegen Hochwasser geschlossen. Zum Glück
konnte uns ein Tuk Tuk Fahrer aber sofort ein alternatives angebot machen. Da wäre
noch ein Wat irgendwo, natürlich mit Buddha, welches nur heute geöffnet ist,
welch ein Glück. Als Beweis dafür malte der freundliche Tuk Tuk Fahrer einen
Buddha in den Stadtplan des Reiseleiters. Wir lehnten jedoch das Angebot ab, da
der von ihm gemalte buddha aussah wie ein Haribo Goldbär und der Reiseleiter
sehr von der Verunstaltung des Stadtplans enttäuscht war, außerdem kennt man
ja solche Tipps. Wir gingen zum Wat Pho, dies war sperrangelweit geöffnet und
man freute sich, dass auch wir den liegenden Buddha betrachten wollten. Obwohl
man im Wat Pho viel mehr Platz hatte, nicht ganz so viele Japaner den Blick
versperrten, der Buddha viel größer war, kostete der Eintritt nur ein Zehntel
des Preises vom Grand Palace. Unsere Kulturkasse atmete auf, es mussten keine
Umschichtungen im Reisehaushalt gemacht werden, keinem wurde das Essen
gestrichen, im Gegenteil, es gab sogar ein Eis als Imbiß. Das Hochwasser war
auch zurückgegangen, Wat Arun hatte nie geschlossen. Also setzten wir mit der Fähre
über und kamen zu Punkt 3 unsere Kulturliste. Wat Arun oder auch Tempel of dawn
genannt gilt als Wahrzeichen Bangkoks. Auch hier beeindruckten wieder
Architektur und Ornamentik des steil aufragenden Tempels. Nahe Wat Aruns bog ein
Klong richtung Westen. An der Anlegestelle hielten wir Ausschau nach einer
Mitfahrgelegenheit, um ein bisschen durch die Klongs zu schippern. Da das boot
als Verkehrsmittel in Bangkok fast ausgedient hat, machte es etwas Mühe
voranzukommen. Die Passagierboote dienten hauptsächlich für pauschale
Touristentouren. Ausgesetzt an einer ruhigen Ecke, beschlossen wir nach dem
Mittagessen auf gebräuchlichere Verkehrsmittel umzuwechseln. Wir gingen also
zur nächsten Hauptstraße, wo die Ruhe ein jähes Ende fand und fuhren per Bus
durch dichtgedrängte Straßen zurück zum Fluß. Als Alternativkulturpunkt
wurde ein vom Reiseführer vorgeschlagener Weg durchs alte Farangviertel
eingeschlagen. Der in der Karte eingezeichnete weg war jedoch nicht begehbar, da
einige den neuen Farang erbaute Hotels den alten Farangweg blockierten. Als es
dunkelte und keine Sehenswürdigkeiten mehr zu erwarten waren gings per Tuk Tuk
zurück nach hause, ins neue Farangviertel Khaosan Road. Der auch heute wieder
einsetzende Trockenzeitschauer erleichterte die Auswahl der Dinnerlocation. Dort
wo es anfing zu regnen gings hinein, eine gute Möglichkeit zur Wahl eines
Restaurants. Und so endete der Abend wie er wohl für die meisten Gäste der
Khaosan Road endet, essend, trinkend, plaudernd.
23.11. Bangkok (R )
Weil ich zu den Frühaufstehern zähle. Macht es wenig Mühe alle zu zählen,
die auch früh aufstehn. Zumindest trifft man auch früh auf Personal
unseres Guesthouses. Mit diesen freundlichen Wesen lässt sich immer ein
freundliches Wort wechseln. Da ich zu den Jungen gezählt werde (siehe
Kanadiererklärung vom 15.11.) verwundert es nicht, dass eine kleine Freundliche
ein Auge neben mich geworfen hat, wer könnte es ihr verdenken. Der Tagesverlauf
unserer Reisegruppe sah heute ein buntes Programm aus Kultur, Shopping und
Entertainment vor. Zunächst ging es per Bus zum Vimamnek Mansion. Der
Eintrittspreis war im Ticket vom Grand Palace enthalten. Somit wurde der Besuch
zur Pflicht. Der weitläufige Komplex bestand aus mehreren Palästen und
Museumsgebäuden. Hauptattraktion war der weltgrößte Teakholzpalast. Die
Kleiderordnung für Besucher verlangte entweder lange Hosen oder Socken. Wer
keins von beiden vorweisen konnte, wurde bis zur halben Höhe in ein Büßergewand
gewickelt. Nachdem dies geschehen war und wir uns der Schuhe entledigt hatten,
wurde uns der Eintritt zum Hauptgebäude verwehrt, mit der Begründung, dass man
sich vorher die Tanzshow ansehen müsse. Die bis zum Start der Darbietungen
verbleibende halbe Stunde reiche nicht aus, um sich den Teakholzpalast
anzusehen. Nur die Japaner durften den Palast sofort betreten, weil die wohl
schneller im Seightseing sind. Nachdem der Kulturteil abgehakt war gings per Bus
zum Victory Monument, um das sich 5 Fahrbahnen wanden. In jede Richtung war
dichter Verkehr zu entdecken. Sky Train und Skyline bildeten eine imposanten
Hintergrund. Jubelnd kam uns Crocodile Dundee entgegen, ein Australier aus dem
zweiten Touristenbezirk, der neu in Bangkok und noch etwa orientierungslos war.
Wir nahmen ihn mit in den richtigen Zug und los gings zur Konsumtempelanlage
Weekend Market. Der Markt bietet so alles was die Herzen der Locals und der
Farangs höher schlagen lässt, Tiere lebend oder gebraten, Haushaltsartikel,
Textilien und eine breite Palette an Souvenirs. Auch wir erlagen dem Kaufrausch,
der nur durch flucht eingedämmt werden konnte. Zunächst ging es zum Skytrain
Knotenpunkt Siam Center, einem Konsumtempel der anderen art und weiter zum Fluß.
Es regnete mittlerweile stark, so dass die Boote mit einer Plane überdeckt
waren und man sich an den Brücken orientieren musste. Der Abend sah Khaosan
Road vor. Abendessen wurde auf der Straße eingenommen, das heißt an
verschiedenen Grillständen, die abwechslungsreiche Kost anbieten. Das königliche
Kulturverständnis vom Vormittag noch im Kopf und die Khaosan Road vor Augen drängte
sich die Frage auf, weiß eigentlich der König was hier für ein Rummel los
ist. Bestimmt nicht, vielleicht auch gut so. Unser Programm sah vor zuerst im Außenbezirk
ein Shang Beer zu trinken, nicht wegen dem Geschmack, sondern wegen des Etiketts
zum Sammeln. Danach ging es an die Volkbar, wo around the world auf der Getränkeliste
ganz oben stand, ein Cocktail ohne kein Alkohol. Die Volkbar hatte sogar
spezielle eigene Trinkbecher, die sich gut als Souvenir eigneten. Das
Souvenirsammelprogramm sah dann noch Jeo Beer Etiketten vor. Diese gabs samt
daran klebender voller Bierflasche in unserem Guesthouse. Auf den Leinwänden
flimmerte wieder Premier League Fußball. Das letzte Bier des Abends servierte
uns der gelbe Engel an der Eingangsbar, wo man den alltäglichen Khaosan Rummel
vor Augen hat. Zu meinem Verabschiedungstreff mit der kleinen
Guesthousebediensteten haben wir uns irgendwie verfehlt, so was soll öfters
vorkommen. Es war aber erst Samstag und ich hatte noch keine Suizid fördernde
Malariaprophylaxe genommen, so das ich insgesamt ein positives Fazit dieser
Reise ziehen konnte.
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