Die Jungs st�rzten sich f�rmlich darauf und durchw�hlten den Haufen von Teddys, H�schen
und anderen Tieren. Stolz riss Trevor einen pinken Pinguin in die Luft und
erkl�rte, dass es solche Pinguine wirklich gibt in der N�he von Neuseeland auf
Pink Island. �I�m hungry!� st�hnte Dan und zerrte schlie�lich eine
Tupperdose hervor, die mit Fotos von ihnen beklebt war. Er �ffnete sie und jubelte
los. Dann nahm er ein St�ck Schokokuchen und begann loszumampfen auch die
anderen Boys bedienten sich schnell, denn sie hatten sonst nichts zu essen bis auf
die Matsch-Cookies versteht sich, die aber nicht unbedingt ihr Lieblingessen
waren. *lol*
Pl�tzlich legten sich von hinten zwei Arme um mich, ich drehte meinen Kopf
leicht zur Seite und sp�rte Erik�s  Lippen an meinem Ohr.
�Na, wie f�hlt du dich?� fl�sterte er  dabei kitzelte und vibrierte mein
Ohrl�ppchen.
�Bis auf die Tatsachen, das ich vor ein paar Minuten die Liebe meines Lebens
wiedergetroffen habe und dann feststellen musste dass sie in der
erfolgreichsten Boygroup ist, eigentlich ganz gut.�, antwortete ich eben  so leise.
�berrascht blickte er mich an.
�Du wusstest es nicht?�
�Dass du in einer Boygroup bist? Nein, ich hab gedacht du w�rst ein ganz
normaler Boy.�
�Naja, dass war ich damals als wir uns das  erste Mal getroffen hatten
eigentlich auch.�
Verwirrt blickte ich ihn an, erkl�rend f�gte er hinzu, als wir uns im Blue
Kiss getroffen haben, war das Casting noch nicht zu ende.
Dunkel erinnerte ich mich dass O-Town genau wie die No Angels und Bro�Sis
eine gecastete Band waren.
�Und hast du dich ver�ndert?�, fragte ich.
�Wei� nicht, was meinst du?�
Ich blickte ihm tief in die Augen, dann zog ich seinen Kopf nach vorne und
gab ihm einen ziemlich leidenschaftlichen Kuss.
�Mmmh! Nee du hast dich nicht ver�ndert. Ein ganz normaler Kuss, kein Kuss
mit Starall�ren!�
�Meinst du wirklich? Ich glaube du solltest es nochmal nachpr�fen.�
Er grinste mich frech an, nachdem ich es noch einige Male �berpr�ft hatte,
unterbrachen uns die anderen vier Boys die ich v�llig vergessen hatte.
�Hey Erik! Stop!!! Wei�t du nicht mehr was wir ausgemacht hatten? W�hrend
wir zusammen sind keine wilden Knutschereien mit den Girlfriends. Vorhin haben
wir schon eine gro�e Ausnahme gemacht.�
Erik verdrehte die Augen.
�Du hattest die Idee!�
�Aber nur weil ich damals keine hatte!�
�Tja daf�r musst du jetzt b��en, au�erdem habt ihr sp�ter im Hotel immer
noch genug Zeit.�
Nur z�gernd nahm Erik seine Arme von meiner Taille, nachdenklich blickte er
mich an.
�Was ist?� fragend schaute ich ihn an.
�Das mit dem Hotel... Du musst nicht mitkommen! Wir k�nnen dich auch gerne
nach hause fahren.�
�Quatsch! Ich glaube dir ist der Ruhm doch zu Kopf gestiegen! Ich muss nur
schnell meine Eltern anrufen und ihnen sagen dass ich bei einer Freundin
�bernachte. Wieso sollte ich jetzt nach Hause? In mein einsames Bett.� Ups, war
das jetzt ein eindeutiges Angebot? Ach was soll�s!
Es war h�chste Zeit das ich meine Unschuld verlor.
Um ihm zu beweisen das es mir ernst war, nahm ich ihn nochmal z�rtlich in
den Arm, bis mich das unmissverst�ndliche R�uspern der anderen unterbrach.
�Ich wei�! Keinen Kontakt zu den Girlfriends.� Diese Regel musste wirklich
dringend ge�ndert werden. Aber irgendwie verstand ich auch die anderen Boys,
wenn sie w�hrend ihre Freundinnen da waren keusch bleiben mussten, konnte das
den ruhigsten Typen auf die Palme bringen.
�Wo sind eigentlich eure Freundinnen?� wollte ich nun wissen.
�Keine Ahnung! Wahrscheinlich im Tourbus oder sie sind schon zur�ck zum
Hotel gefahren weil sie nicht solange warten wollten. Da bemerkte ich erst das es
schon halb eins war, meine G�te die Zeit war ganz sch�n schnell vergangen.
Kein Wunder, bei der Gesellschaft. Nachdem die Boys ihre Klamotten in ihre
Taschen gepackt hatten, (reingeworfen w�rde besser passen) und den Sack mit den
Geschenken wieder einger�umt hatten, verlie�en wir die Kabine und gingen in
Richtung Hinterausgang.
Drau�en war es f�r eine Sommernacht ziemlich k�hl und ich fr�stelte, als ich
aber sp�rte wie Erik mir den Arm umlegte wurde mir sogleich wieder warm,
naja eigentlich sogar richtig hei�.
Gegen die dunkle Halle hob sich deutlich der wei�e Tourbus ab, in den wir
jetzt stiegen. Der Fahrer startete schon den Motor, drinnen herrschte stickige
Luft und Jacob hatte schon eines der verdunkelten Fenster gekippt. Im Bus
herrschte genauso eine Unordnung wie in der Kabine, auf einem Tisch lagen
Spielkarten verteilt, auf einigen Sitzpolstern, Zettel, Stifte, Klamotten, Kekse .
Da trat ein Mann vor uns mit blondem Haar der mich nett anl�chelte.
�Hi, my name is Mike Cronin. I�m the manager.�
�Hello, I�m Tina, Erik�s girlfriend.�
�Ich wei�, er hat schon viel von dir erz�hlt.�
�Entschuldige das Chaos, aber wir haben so viel Stress, dass wir nicht
aufr�umen k�nnen.�, erkl�rte Trevor jetzt mit einem L�cheln, dass mir als
Entschuldigung schon gen�gte.
Mike lachte auf und sagte dann: �Achja, so viel Stress! Daf�r habt ihr heute
mittag aber erstaunlich viel Zeit f�r eine Kissenschlacht hier im Bus
gehabt.�
�Komm schon Mike, du fandest es auch witzig!�, sagte Jacob, der die
Hifi-Anlage des Busses aufdrehte und ein Gitarrensolo ert�nte.
�Yeah!� schrie Dan sprang mit Trevor auf die Sitzecke und tanzte wild herum.

�Jetzt muss ich mich ja schon wieder entschuldigen!� br�llte Mike gegen die
Anlage an. �Ihr k�nnt euch einfach nicht benehmen. Letztens als wir in
Stuttgart im Maritim Hotel waren, haben die sich vielleicht blamiert. Also...�
�Nein Mike, du hast die Geschichte jetzt schon 1000 mal erz�hlt, und ich
will nicht dass Tina einen noch schlechteren Eindruck von uns bekommt.�,
unterbrach Erik ihn, und f�hrte mich dann eine Treppe hoch, oben waren sechs nicht
gerade breite Betten, und ein Miniaturbadezimmer, aber alles in allem fand ich
den Tourbus wirklich cool. Auf einem der Betten sa� Ashley und spielte leise
auf seiner Gitarre und schrieb immer wieder etwas in ein Heft.
�Unser K�ken Ashley denkt von morgens bis abends nur an die Musik, kaum ist
das Konzert fertig, schreibt er schon wieder an neuen Songs.�
Ashley blickte auf und grinste.
�Hey babyface, du hast aber auch nur eine Sache im Kopf, die hat aber
wirklich h�bsche braune Augen, und unendlich lange Beine und ein megas��es
L�cheln.� Bedeutungsvoll guckte er mich an, ich merkte wie ich rot wurde und mich
rasch zur Seite drehte.
�Ash! Give me 5!�, sagte Erik, schlug bei Ashley ein und umarmte ihn. Dann
kam er zur�ck zu mir und sagte so dass Ashley es nicht h�ren konnte, �Nimm�s
nicht so ernst. Wir machen hier so viele Jokes, du merkst manchmal nicht wenn
es wirklich ernst ist und b�se sind wir so gut wie nie auf einander, so eine
Umarmung bewirkt Wunder!�
Ich nickte halbherzig, wusste aber dass ich mit dieser Tatsache noch lange
k�mpfen w�rde. Tja die Amis sind ganz anderes drauf als wir verstockten
Deutschen. So ganz oberfl�chlich waren sie aber doch nicht, denn Erik umarmte mich
noch einmal ganz fest, ich sp�rte sogar sein Herzklopfen. Sofort f�hlte ich
dieses einmalige Gef�hl, als ob ich nach den Sternen greifen k�nnte, oder in
nur einer Sekunde den Globus umrunden k�nnte.
�Verstehst du jetzt was ich meine?� Wieder nickte ich doch diesmal aus
tiefstem Herzen.
Ich war erst wenige Stunden mit ihm zusammen, doch schon jetzt hatte Erik
mein Leben v�llig ver�ndert, nicht nur mein Leben, sondern auch meine Ansicht
vom Leben, eine wohl typisch deutsche Ansicht.
Erst jetzt merkte ich dass der Bus losgefahren war, nun stoppte er abrupt,
anscheinend eine Ampel, aber die T�ren �ffneten sich und vor uns war der
Haupteingang des Hyatt Hotels.
Wir betraten das Hotel durch die Dreht�r und wurden von einem Lichtermeer
empfangen, im Gegensatz zur ged�mpften Beleuchtung im Bus, blendeten uns die
vielen Lichter fast. Irgendwie waren mir meine Jeans und das rote T-Shirt
peinlich. Kein Wunder, in dieser Atmosph�re. Der �ltere Herr an der Rezeption
nickte uns zu und wir gingen zum Aufzug der sich gerade �ffnete.
Auch der Aufzug war mit dem prunkvollem rotem Samt verkleidet, genau wie die
Eingangshalle, von diesem Glanz & Glitter beeindruckt, konnte ich es kaum
erwarten die Zimmer zu sehen. Im 8. Stock hielt der Fahrstuhl, wir gingen einen
langen Flur entlang, in dem zu beiden Seiten vergoldete Kronleuchter hingen
und von dem immer wieder kleinere G�nge abgingen, Mike verabschiedete sich
vor einer T�r und verschwand gleich darauf darin. Wir gingen noch ein paar
Meter weiter, bis zu einem weiteren Gang der rechts abging, in den bogen wir ein
und Trevor �ffnete mit einer Karte, die als Schl�ssel diente eine gr��ere,
mit Rosenholz vert�felte T�r. Mir blieb die Spucke weg als ich den Raum
dahinter betrat oder sollte ich besser sagen die Halle. Ein riesiger Raum, indem
sich Esszimmer und Wohnzimmer befanden. Die W�nde waren wei�, doch bei n�herer
Betrachtung schimmerten sie Pearlmutt. Die Einrichtung war geschmacksvoll wie
alles hier im Hotel, ein wenig altmodisch aber wundersch�n. Trotz der
Offenheit, die dieser einzige gro�e Wohnraum bot, gab es kleine Einteilungen, denn
der Raum lag nicht auf einer Ebene sondern war durch drei Stufen, die zu einem
etwas h�her gelegenem Wohnzimmer f�hrte, unterteilt, das Esszimmer lag im
unteren Bereich. Immer noch v�llig beeindruckt folgte ich Erik der zu einer
gem�tlichen Sitzecke vor einem Kamin ging. Jacob w�nschte uns allen eine gute
Nacht und verschwand durch eine T�r, die anscheinend zu einem Flur f�hrte. �Er
vermisst seine Janie.�, sagte Trevor und grinste anz�glich, dann warf er sich
in einen Sessel und schaltete den Fernseher ein, obwohl er kein Wort
verstand, interessierte er sich sehr f�r den Krimi der auf ARD lief, eine
Wiederholung von Derrick. Ashley schenkte sich gerade ein Glas Wasser ein und setzte
sich dann zu uns in einen Sessel. Dan trat aus einer T�r die nur wenige Meter
von uns entfernt war, heraus und sagte leise fast fl�sternd �Erin schl�ft
schon. Ich hoffe ich habe sie nicht geweckt. Ich werde auch gleich ins Bett
gehen, wollte nur noch einen Apfel essen!� Mit schnellen Schritten durchquerte er
den Raum, ging zum K�hlschrank und holte einen Schokoriegel heraus(dessen
Namen ich hier nicht nennen m�chte, schlie�lich mache ich keine
Schleichwerbung.) �Und was ist mit euch?� fragte er w�hrend er langsam am Schokoriegel
lutschend zur�ckkam. �Ich guck den Film noch fertig� sagte Trevor. �Du verstehst
das doch gar nicht!�, sagte Dan und zerkn�llte das Papier des Riegels. �Und du
wolltest einen Apfel essen.�, mit diesen Worten drehte sich Trevor zur�ck zum
Fernseher. Ashley trank sein Glas aus und meinte, er wolle jetzt auch
schlafen gehen. Ich blickte Erik an und erwischte ihn wie er herzzerei�end g�hnte.
�Wenn du magst k�nnen wir noch mit Trev den Film gucken�, sagte er, doch ich
sp�rte dass er es nicht ernst meinte. Erst jetzt bemerkte ich wie m�de ich
selbst war. �Nee, ich glaube wir gehen besser ins Bett.� Nachdem wir jeden mit
Umarmung verabschiedet hatten, gingen wir die Stufen herunter zur selben T�r
durch die Jacob vor ungef�hr 10 Minuten gegangen war. Es war tats�chlich ein
Flur, von dem drei T�ren abf�hrten durch die ganz rechts gingen wir. Es war
ein ger�umiges Schlafzimmer mit einem riesigen Himmelbett, rechts stand eine
T�r offen und ich sah dass es anscheinend ein begehbarer Kleiderschrank war,
die linke T�r war geschlossen. Auch dieses Zimmer konnte man nicht unbedingt
ordentlich nennen. Wenigstens war das Bett gemacht, aber wahrscheinlich nur
weil die Putzfrau sich heute morgen darum gek�mmert hatte. �Du kannst zuerst
ins Bad okay?� �In Ordnung, aber �hm... ich hab keinen Schlafanzug dabei.�
(W�re auch ein wenig seltsam zu einem Konzert einen Schlafanzug mitzunehmen au�er
man wollte ihn auf die B�hne werfen oder sowie ich sp�ter mit einem der
Typen zusammen sein okay das wollten glaube ich sehr viele von den Fans.) �Oh
sorry, da hab ich gar nicht dran gedacht� Schnell ging er in den begehbaren
Kleiderschrank und kam mit einem etwas zerknittertem grauem T-Shirt und
dunkelblauen Shorts wieder heraus. �Das Bad ist da.� Er deutete auf die andere T�r.
Auch das Bad war unglaublich, es war ungef�hr so gro� wie unsere Wohnk�che. Ich
zog mich schnell um, schlie�lich war er auch m�de, und es war schon kurz
nach halb zwei, aber morgen war Sonntag da konnten wir wenigstens ausschlafen.
Als ich das T-Shirt �ber den Kopf zog, atmete ich einen angenehm m�nnlichen
Geruch ein. Sein Aftershave! Er hatte das T-Shirt also schon angehabt. Bei dem
Gedanke pochte mein Herz ziemlich laut. Um mich abzulenken schl�pfte ich aus
meiner Hose und in die Shorts, bei dessen Anblick mir ein anderer Gedanke
kam, vielleicht hatte er auch die Shorts schon.... Ich atmete einmal tief durch
und trat dann ins Zimmer. Erik hatte die Deckenbeleuchtung ausgeschaltet und
nur noch die kleinen Lampen auf den Nachttischen brannten. Er warf mir einen
bewunderten Blick zu, und ich sp�rte dass sich mein Gesicht schon wieder
r�tlich f�rbte. Meine G�te, mit einer Boygroup befreundet zu sein, schadet
wirklich dem Teint. Ich legte mich in auf die eine Seite des Bettes, da stellte mit
Schrecken fest dass es nur eine Decke gab, nicht dass ich Angst h�tte einen
Kampf um die Decke zu f�hren, nee ich hatte Angst dass Erik auf die Idee
kommen k�nnte und dann vorhin auch noch dieses eindeutige Angebot, oh mein Gott,
jetzt bekam ich wirklich Muffensausen. Hey, ganz ruhig, Tina! Hier geht es um
Erik-Michael die Liebe deines Lebens nicht um irgendeinen Typen den du gar
nicht kennst. Obwohl es da ziemlich viele Parallelen gab, denn richtig kennen
tat ich Erik eigentlich nicht. Nachdem ich innerhalb 30 Sekunden so weit war
das Zimmer fluchtartig zu verlassen und mit einem Taxi nach Hause zu fahren,
versuchte ich mich wieder zu beruhigen, ich konnte mich immer noch mit etwas
verteidigen, suchend schaute ich mich im Zimmer um, aber sowas wie eine
Pistole oder ein K�chenmesser gab es hier nicht. (Ich wei� nicht, was gewesen
w�re, wenn ich so etwas gefunden h�tte.) Ein h�lzerner Kleiderb�gel war das
einzige was ich fand, naja, immerhin konnte ich noch schreien. Jacob und seine
Freundin w�rden mich h�ren und vor dem Sexmonster retten. HALT!!! STOP!!! Was
schreibe ich denn da? Meine G�te, ich hatte weder etwas getrunken noch gekifft!
Ich liebte Erik, warum also sollte ich Angst vor ihm haben. Da �ffnete sich
die Badezimmert�r und Erik kam in einem roten Adidas-T-Shirt und schwarzen
Shorts heraus. Er l�chelte mich an und kroch dann auf der anderen Seite unter
die Bettdecke, als sich zuf�llig unsere F��e ber�hrten, zuckte ich zusammen.
�Hey, du brauchst doch keine Angst zu haben, jedenfalls nicht vor mir.� Na
prima! Er hatte sofort gemerkt dass ich Angst hatte. �Ich habe keine Angst! Dein
Fu� war nur so kalt.� �Und warum hast du mich dann wie ein verschrecktes
Kaninchen angeguckt, als ich aus dem Bad gekommen bin?� Schuldbewusst blickte
ich ihn an. �Du musst dir wirklich keine Sorgen machen. Ich habe nicht vor
heute mit dir zu schlafen. Das ist ein sehr wichtiger Schritt in einer Beziehung
und ich denke, dass wir uns erst besser kennen lernen sollten damit wir es
beide richtig genie�en k�nnen.� Mir fiel ein Stein vom Herzen und jetzt erst
merkte ich, wie dumm meine �ngste waren, sowas konnte man von anderen M�nnern
erwarten aber nicht von Erik.� Ohne noch weiter nachzudenken kuschelte ich
mich in   seine Arme und gab ihm z�rtlich einen Gute-Nacht-Kuss. �Du wei�t gar
nicht wie froh ich bin, dass du heute bei mir bist.� �Ich glaube doch,
wahrscheinlich genauso oft wie ich mir diese Nacht vorgestellt habe.� Und was war
sch�ner Vorstellung oder Realit�t?� �Nun da ich wei� wieviel besser sich deine
K�sse in Wirklichkeit anf�hlen und wieviel z�rter deine Haut ist..., aber
eigentlich haben mir meine Tr�ume besser gefallen.� �Du!!!� In gespielter Wut
begann er mich durchzukitzeln. �Ist ja schon gut! Ich geb�s ja zu! Die
Wirklichkeit ist besser!�, japste ich. Er hielt inne und blickte mich verliebt an.
�Ich liebe dich, Tina!� �Und ich liebe dich, Erik!� Dann gab er mir noch einen
laaaaaaaaaangen Kuss, und noch einen, und noch einen, und noch einen...
Oh, das wird eine kurze Nacht werden, dachte ich, aber ich hatte in den
letzten anderthalb Jahren genug Zeit zum Schlafen gehabt. Aber auch Autoren haben
eine Privatsph�re und deshalb h�re ich hier auf, den Rest k�nnt ihr euch ja
vorstellen, also lasst eurer Phantasie freien Lauf!
                                                  Gute Nacht!
Wie durch einen Schleier h�rte ich am n�chsten Morgen Erik�s Stimme, die
irgendetwas murmelte von, er m�sse zu einem Interview und ich solle noch ein
wenig schlafen. Verschwommen sah ich, wie er sich �ber mich beugte und mir sanft
einen Kuss auf meine leichtge�ffneten Lippen dr�ckte. Moment mal,
Interview??? Mit weit aufgerissen Augen sa� ich in einer Hunderstelsekunde aufrecht im
Bett. Erik sa� auf dem Bettrand, angezogen und gewaschen, sogar eine
dunkelblaue Jeansjacke und ein gr�ne Kappe trug er schon, gerade so als wolle er
gleich weggehen. �Oh sorry, ich wollte dich nicht wecken. Aber ich wollte mich
noch von dir verabschieden. �Aber wieso?�, fragend blickte ich ihn an. (Okay,
ich geb es zu, ich bin keine Blitzmerkerin, aber zu meiner Verteidigung kann
ich sagen, dass ich gestern nacht erst gegen halb vier eingeschlafen bin und
davor die aufregendsten und tollsten Stunden meines Lebens hatte, au�erdem war
es erst halb sieben und wir hatten Sonntag.) �Wir m�ssen in f�nf Minuten
unten in der Lobby sein.� �Zum Fr�hst�ck?�, fragte ich neugierig und mit nicht
unbedingt leisem Magenknurren. Ein Grinsen flog �ber seine Lippen und
verschwand genauso schnell wie es gekommen war. �Nein, Fr�hst�cken werden wir sp�ter
irgendwann oder vielleicht �berhaupt nicht, kommt auf den Terminplan an. Aber
du kannst gerne runter gehen und dir etwas bestellen, nat�rlich auf die
Rechnung der Band.� �Seit wann muss man sonntags arbeiten?�, langsam sch�lte ich
mich unter der angenehm warmen Decke hervor. �Als Star kennt man keine freien
Tage.� Huh, der Job war eindeutig nichts f�r mich. Fr�haufstehen, keine
Freizeit, blo� nicht! Doch wenn ich mir es so recht �berlege, einen Tag wie ein
Popstar zu leben, w�re schon ganz interessant. �Kann, ... �hm ... darf ich
vielleicht mitkommen zu diesem Interview?� �berrascht schaute er mich an und
sagte dann �Klar, ich freue mich, nur m�sstest du dich etwas beeilen.� Wie ein
Kugelblitz schoss ich ins Bad, warf mir eine Ladung eiskaltes Wasser ins
Gesicht, schl�pfte in eine zerkrumpelte Jeans und ein zerknittertes T-Shirt und
fuhr mir mit den Fingern rasch durchs Haar. Rekordzeit: 2:34
Als wir dann endlich unten in der Lobby waren, warteten vier andere
Boygroupmitglieder, zwei ziemlich wache Manager, und drei verschlafene Securitym�nner
auf uns. Da wir nicht alle in ein Auto passten und der Tourbus nur f�r
l�ngere Fahrten benutzt wurde, verteilten wir uns alle auf zwei Mercedesbusse. Ich
sa� eingequetscht zwischen Dan und einem der Manager, die komischerweise
beide Mike hie�en. Erik sa� vorne auf dem Beifahrersitz und unterhielt sich
lachend mit einem der Securitym�nner, der das Auto fuhr. Doch ich hatte noch
Gl�ck, in der anderen Sardinenb�chse, �h ich meine in dem anderen Auto sa�en auf
einen Platz durchschnittlich 1,2 Personen und das sah nicht unbedingt
gem�tlich aus. Mike neben mir, fluchte lautstark los, nachdem er ein anscheinend
sehr wichtiges Gespr�ch mit einem superwinzigem Handy beendet hatte. Da ich
anscheinend mal wieder ziemlich ratlos und sehr neugierig geguckt hatte, erkl�rt
er mir in Stichpunkten, dass der eigentliche Autobus, in dem alle locker
untergekommen w�ren, kaputt sei und wir stattdessen als Ersatz zwei
Mercedeskleinbusse bekommen hatten, in denen leider nicht genug Platz war, wie wir alle
deutlich sp�rten. Ich sp�rte ein flaues Gef�hl im Magen und traute mich erst
gar nicht die frage zu stellen, schlie�lich �berwand ich meinen inneren
Schweinehund. �Soll ich wieder aussteigen, dann ist ein wenig mehr Platz!� �Quatsch!
Es geht auch so, ist kein Problem. Ich �rgere mich nur �ber die
Autovermietung.� Erleichtert blickte ich aus dem Fenster und beobachte die tr�be
Innenstadt durch die wir gerade fuhren, die um diese Uhrzeit noch ziemlich verlassen
war. An bekannten Pl�tzen wie dem Neumarkt und dem Rudolphplatz fuhren wir
vorbei und auch einige Voorte lie�en wir hinteruns, schlie�lich kamen wir auf
die Autobahn und fuhren in einem gro�en Bogen zum Mediapark. Schon von weitem
erkannte ich das Logo des Fernsehsenders VIVA, schon immer war es einer
meiner gr��ten W�nsche gewesen, dort, nachts heimlich einzubrechen und mir die
ganzen Studios, die ich biher nur aus dem Fernseher kannte einmal n�her
anzusehen. Wer wei�, vielleicht war es ja heute endlich so weit. ��hm, eine Frage!�,
stotterte ich, sofort blickten mich drei Augenpaare fragend an. �F�r was ist
das Interview?� �F�r den Fernsehsender VIVA�, kam die dreistimmige Antwort.
Ich konnte kaum das breite Grinsen verbergen, ein Kindheitstraum w�rde endlich
wahr werden. Nun konnte ich es kaum erwarten, endlich auf einen Parkplatz zu
fahren und die Studios zu betreten, vielleicht w�rde ich sogar einen VJ
treffen. Zum Beispiel Milka, oder meinen pers�nlichen Liebling Olli Pocher, von
dem h�tte ich gerne ein Autogramm. Da f�llt mir ein, ich hatte von O-Town noch
gar keine Autogramme, wer w�rde mir denn diese Geschichte glauben, wenn ich
nicht wenigstens Autogrammkarten zeigen konnte, aber noch besser w�ren
nat�rlich Photos, auf denen ich von den Boys in den Arm genommen werde. Oh mein
Gott, ich begann zu denken, wie ein potenzieller Boygroup-Fan, sowas durfte mir
nicht noch einmal passieren, aber wenn ich mir Dans Oberarme einmal anguckte,
die um meine Schultern zu sp�ren, w�re nicht unbedingt unangenehm.
SCHLUSS!!! STOP! AUS! Ich betr�ge meinen Freund nicht, noch nicht mal in Gedanken und
auf keinen Fall mit einem anderen Bandmitglied, das w�re absoluter Horror!
Schlimmer als �Der Exorzist� oder �Sleepy Hollow� oder �Blair Witch Project�!
�Warst du schon mal in den Studios von VIVA? Du wohnst doch hier in K�ln,
oder?�, l�chelnd blickte mich Dan an als ob er Gedanken lesen k�nnte. Bedauernd
sch�ttelte ich den Kopf. �Nein, bisher hatte ich nie die Gelegenheit, obwohl
ich es mir immer gew�nscht habe.� �Tja, Liebe versetzt Berge!�, sagte er
grinsend. �Verwechselst du da nicht irgendwas, Dannyboy?�, kam es vom Vordersitz.
�Solange ich nicht die Bibel mit dem Telefonbuch verwechsel, ist doch alles
okay.� �Wenn dir das passiert, bist du entweder stockbetrunken oder auf den
Kopf gefallen, ach nee, das bist du ja schon letzte Woche beim Konzert.� Hui,
da flogen aber ganz sch�n die Fetzen! Die Jungs diskutierten wirklich �ber
alles, wann immer sie dem anderen widersprechen konnten, oder veralbern konnten,
waren sie sofort mit von der Partie, ob sie vor der Band genauso gewesen
waren oder das alles erst kam, als sie ber�hmt worden. V�llig in Gedanken
versunken bemerkte ich gar nicht, dass das Auto gebremst hatte und wir endlich da
waren. Als sich die T�ren �ffneten und ein kalter Wind meine nicht vorhandene
Frisur zerst�rte, begann ich wieder nerv�s zu werden. Tausend Fragen hatte
ich im Kopf, die zum Teil v�llig unwichtig und nebens�chlich waren, aber dann
gab es auch wieder welche, die lebensnotwendig ware, wie zum Beispiel �Ob ich
sagen durfte, dass ich Erik�s Freundin war, was ich alles �ber die Band
erz�hlen durfte (nun ja, viel wusste ich bisher nicht, bis auf die Vornamen, �hm,
wie hie� der mit den Dreadlocks nochmal? *g*, wusste ich wirklich nichts. Oh
Gott, ich war zu Wildfremden ins Auto gestiegen! Nee, das ist ein Scherz!
Aber ich musste echt aufpassen, dass ich nix ausplauderte.), oder durfte ich
�berhaupt w�hrend des Interviews dabei sein? Hilfesuchend blickte ich mich um,
aber der Parkplatz war bis auf die beiden Mercedesbusse leer. Einige Meter
entfernt stand ein grauer Siebziger-Jahre-Bau, sollte das etwa das VIVA-Studio
sein? In meinen Kindheitstr�umen hatte ich es mir immer ganz anders
vorgestellt. Langsam n�herte ich mich dem Geb�ude, da entdeckte ich eine T�r. Die
Aufschrift �Zutritt nur f�r Befugte� interessierte mich wenig und ich hatte Gl�ck,
die T�r lie� sich �ffnen. Innen beleuchtete ged�mmtes Licht einen schmalen,
nicht sehr freundlich aussehenden Flur, keine Ikeam�bel *g*, ein dunkelgrauer
Teppich (ich vermutete er war fr�her einmal schneewei� gewesen) bedeckte den
Boden und die Wand war noch nicht einmal tapeziert. Das war garantiert kein
Ort f�r die VJ�s des VIVA-Teams. Eigentlich wollte ich diesen so
ungem�tlichen Ort auf der Stelle wieder verlassen, aber dann entdeckte ich ein Blatt
Papier das mit einem Reisprittstift an die Wand gepinnt war. �Catering� stand in
gro�en schwarzen Lettern darauf und darunter ein Pfeil, der nach rechts
zeigte und da mein Magen beachtlich knurrte, folgte ich dem Schild und wurde von
einem Labyrinth aus G�ngen verschluckt. Meine einzige Hilfe waren die Zettel,
die in unregelm��igen Abst�nden, an der Wand hingen. �Man, bis man das
gefunden hat, ist man entweder verhungert oder die anderen haben alles schon l�ngst
aufgegessen.�, sagte ich ziemlich m�rrisch und wohl auch ein wenig lauter
als ich gedacht hatte. �So ging es mir am Anfang auch!�  Ich zuckte zusammen
und drehte mich im Zeitlumpentempo um, hinter mir stand niemand anderes als
Olli Pocher. Ich sp�rte meine Beine oder eher den Waldmeisterwackelpudding kaum
noch. Soviele Stars in so kurzer Zeit wirkte sich echt nicht gut auf den
Kreislauf aus. �Hi!�, stammelte ich, da fiel mir ein, dass ich verbotenerweise
hier eingedrungen war, ob er mich nun mit einem Tritt nach drau�en bef�rdern
w�rde? Schuldbewusst blickte ich zu Boden und bemerkte, dass er einfache
Hausschlappen aus Birkenstock trug und mich eher von 2-Meter-gro�en-Schr�nken, die
er seine Bodyguards nannte, unsanft aus den Studios br�chte. �Manchmal
verlaufe ich mich auch noch heute.�, sagte er mit einem verschmitzen Grinsen, dass
ich schon sooft im Fernsehen gesehen hatte und bei dem ich immer geifernd
vorm TV gehangen hatte. �Aber das Essen ist ganz gut, naja, nur wenn, man es
findet. Aber wenn du nichts dagegen hast, kann ich dir ein paar Abk�rzungen
zeigen, ich k�nnte n�mlich auch �ne Kleinigkeit vertragen, bevor ich zum n�chsten
Interview gehe.� Wie ein folgsamer Hund lief ich hinter ihm her, als er
durch eine schmale T�r ging, die anscheinend die Garderobe von Milka war,
jedenfalls stand das an der T�r. W�hrend wir durch noch mehr G�nge liefen, die
genauso langweilig aussahen, wie der, am Eingang, plauderte Olli die ganze Zeit
mit mir. Er schien gar nicht zu bemerken, dass ich eigentlich gar nicht hier
sein d�rfte, sondern hielt mich f�r ein Crew-Mitglied, das sich nicht sehr gut
auskannte. Irgendwann (mir war es wie eine Ewigkeit oder wie eine
Geschichtsstunde bei Frau Schneider vorgekommen) kamen wir in einen gro�en,
hallenartigen Raum, in dem sich einige vorwiegend junge Leute aufhielten, die entweder in
Gruppen beieinander standen oder sich um die wenigen Stehtische
herumversammelt hatten. Olli steuerte auf die L�ngswand gegen�ber von uns zu, dort stand
ein langer Tisch. Es gab  Platten mit Sandwiches, belegten Br�tchen,
Kaffeest�ckchen, Kuchen, Muffins, verschiedene Salatsch�sseln, und T�pfe, in denen
Nudeln, Fleisch, Kartoffeln und Reis warmgehaltenen wurden. �Kein schlechtes
Angebot, nicht?�, sagte Olli und schnappte sich einen riesigen Teller, auf den
er sofort boergeweise Kartoffeln und Nudeln h�ufte, au�erdem vier gro�e
Fleischst�cke, drei Sandwiches, zwei St�ck Kuchen und sechs Muffins. Vorsichtig
balancierte er die Kalorienbombe zu einem Tisch, kam zur�ck und holte sich eine
Dose Cola. Fragend blickte er mich an. �Keinen Hunger mehr?� �Doch, ich wei�
nur noch nicht was!�, antwortete ich z�gernd. �Okay, wenn du dich
entschieden hast, kannst du einfach zu mir and den Tisch kommen, ich fang schon mal an
die Vorspeise zu  essen.� Wieder grinste er mich frech an und nahm dann einen
Schluck aus der Dose, dann drehte er sich um und ging zur�ck zu dem Tisch.
Nachdenklich blickte ich das ganze Essen an und bekam sofort ein schlechtes
Gewissen. Eigentlich sollte ich jetzt Erik und die anderen suchen, stattdessen
stand ich im Catering-Raum rum und war im Begriff mich vollzustopfen. Da fiel
mir wieder ein, dass Olli etwas von einem Interview gesagt hatte, zu dem er
gleich m�sste. Vielleicht... okay, die Chance war nicht unbedingt gro�, aber
ich konnte ihn ja mal fragen. Schnell warf ich ein Br�tchen auf einen Teller
und noch einen Schokomuffin dazu, schnappte mir eine Dose Sprite und eilte zu
Olli�s Tisch. Ich bremste ein bi�chen zu sp�t ab, stie� gegen Tisch und
brachte damit den Kartoffel-Nudel-Fleisch-Haufen ins Wanken.Gerade noch
rechtzeitig stoppte Olli ihn mit seiner Hand. Entschuldigend blickte ich ihn an und
fragte ihn dann hastig: �Was ist das f�r ein Interview, zu dem du gleich
musst?� �O-Town, wieso?�, fragte er mich kauend zur�ck. ��hm... kann ich vielleicht
mitkommen?�, bittend blickte ich ihn an. �Musst du nicht arbeiten?�,
misstrauisch blickte er mich an. Oh nein, gleich w�rde ihm auffallen, dass ich gar
nicht zum VIVA-Team geh�rte. �Ich hab jetzt �ne Stunde Pause und bin ein
gro�er Fan von den Boys. Ein Treffen mit denen w�re Wahnsinn!� Ich hoffte, dass
ich nicht rot wurde, aber er nickte nur langsam und schluckte dann sein Essen
herunter. �In Ordnung, aber halte dich im Hintergrund.� �Danke!�, spontan
dr�ckte ich ihm einen Kuss auf die Wange und biss dann in mein Br�tchen. (Langsam
begann ich mich an den Starrummel zu gew�hnen. Oh Mann, das kauft mir ja
keiner ab, ich hab O-Town getroffen, bin mit einem Mitglied zusammen, und
knutsche am n�chsten Tag mit Olli Pocher. Okay, ich �bertreibe mal wieder ein
bi�chen.) W�hrend ich den Bissen mit eiskalter Sprite runtersp�lte, sah ich, dass
sich Olli�s Gesicht schweinchenrosa gef�rbt hatte. (Oha, der Mann war also
auch ein Mensch mit menschlichen Eigenschaften und keine Gottheit, wie ich bis
jetzt angenommen hatte.)
�Wie hei�t du denn �berhaupt?�
�Tina und du bist der Olli!�
�Yep! Und was machst du hier so, Tina?� Rumh�ngen und warten bis ich zu
O-Town kann! Nein, das w�re keine gute Antwort. Ich, �hm, bin Assistentin!� Sehr
gut, Assistentinnen gab es �berall und es war auch nicht besonders schwer.
Einzig erforderliche Eigenschaft: Kaffee kochen! �Und f�r was?� Mist, der
horchte mich ganz sch�n aus. �Aufnahmeleitung!� Bitte, bitte, h�r jetzt auf und
ess weiter. �Cool! Dann richte Krissi mal sch�ne Gr��e von mir aus. Die hab ich
ja auch ewig nicht mehr gesehen.� Wem??? Oh Mann, ich musste echt aufpassen,
dass ich mich nicht verriet, sonst w�re die Kacke wirklich am Dampfen.
�Klar, mache ich!�, sagte ich so cool wie m�glich und tat so, als w�re ein
belegtes Br�tchen ein unglaublich fantastischer und einmaliger Anblick, dabei
bemerkte ich, dass ich in der Eile ein Salamibr�tchen genommen hatte und ICH HASSE
SALAMIBR�TCHEN!!!! Die daumendicke Schicht Margerine darunter machte den
ekligen, �belkeiterregenden Belag auch nicht wieder wett.  
�Wie geht�s ihr denn so? Ist sie immer noch mit diesem, wie hie� er gleich
nochmal... Dieter zusammen?�
�Was?�, v�llig verwirrt und immer noch entsetzt, dass ich fast die H�lfte
des Salamibr�tchens gegessen hatte, blickte ich Olli an. Ich hatte ganz
vergessen, dass er sich mit mir unterhielt.
�Hey, tr�umst du? Das Treffen mit O-Town hat noch Zeit! Ich wollte wissen,
ob Krissi immer noch mit Dieter zusammen ist.�
Ich sch�ttelte den Kopf, eigentlich mehr aus Ekel, wegen des Br�tchens, aber
Olli verstand das als Antwort.
�Schade, die beiden waren echt ein sch�nes Paar.�  
Um nicht antworten zu m�ssen (und mich damit noch tiefer in die Sch... zu
reiten) biss ich in den Schokomuffin, der richtig gut schmeckte.
Ein paar Minuten herrschte Stille am Tisch, denn auch Olli hatte sich wieder
seinem Essen gewidmet und schaufelte, fast ohne zu kauen, alles in sich
rein. Doch dann nahm das Unheil erneut seinen Lauf.  Olli entdeckte jemanden
(offensichtlicht einen Freund oder Bekannten) und winkte ihn zu sich her. Ein
Mann mitte drei�ig, mit Nicklbrille und lockigem Haar kam an unseren Tisch und
stellte einen Teller mit Reis und Salat vor sich ab, dazu ein Glas
Mineralwasser. �Hallo Olli, lange nicht gesehen. Hast du viel Stress im Moment?�,
begr��te er ihn. �Es geht so, Dieter!� Ich verschluckte mich an meinem Muffin, als
ich den Namen h�rte, das durfte nicht wahr sein, wie konnte ich nur soviel
Pech haben??? �Und bei dir, wie ich geh�rt hab, gab�s Probleme mit Krissi.� Ich
wurde immer kleiner, und hoffte, dass sich gleich der Erdboden �ffnen und
mich verschlucken w�rde, aber diesen Gefallen tat mir der graue Teppichboden
nat�rlich nicht. �Ja, die letzten Woche waren echt problematisch! Aber jetzt
geht es wieder.� Meien G�te, ich hatte das Gl�ck heute anscheinend gepachtet,
(bis auf die Sache mit dem Salamibr�tchen) aber es sollte mich sofort wieder
verlassen... �Aber jetzt ist das Kind ja bald da, und wir freuen uns schon
wahnsinnig darauf.�, fuhr Dieter fort und mir drehte sich zum zweiten Mal an
diesem Tag der Magen um. Ich fing einen verwirrten Blick von Olli auf und
blickte ihn nur verschw�risch an, naja, es sollte verschw�risch wirken. �Ist sie
schon in Schwangerschafturlaub?�, fragte Olli und blickte mich weiter an. �Ja,
schon seit zwei Wochen.�, antwortete Dieter brav. �Und wer macht jetzt ihren
Job?� Wenn ich jetzt ganz schnell zur T�r rannte, dann..., aber es w�re
hoffnungslos, weil ich nie und nimmer den Ausgang finden w�rde. Ich war gefangen
und w�rde gleich von einem feuerspeienden Monster aufgefressen werden. �Ihre
Assistentin Carolin!�, sagte Dieter und besiegelte mein Schicksal. �Achso,
naja, ich muss jetzt los, hab noch ein Interview. Bis bald mal, Dieter und sag
mir Bescheid, ob�s ein Junge oder M�dchen ist, ihr k�nnt den Jungen ja dann
Olli nennen.� Dann nahm er den Teller, den er in nur 15 Minuten leergefuttert
hatte, stellte ihn in eine Ablage und ging dann zur T�r. Dort drehte er sich
nochmal um und winkte mich zu sich. Ich murmelte ein kurzes �Bye� in Richtung
des �Verr�ters�, warf meinen Teller achtlos auf die anderen und lief dann mit
einem wirklich schlechten Gef�hl zu Olli, der mich aber immer noch nur
verwirrt anguckte. Er hielt mir die T�r offen und ich schl�pfte schnell durch und
spielte wieder mit meinen Fluchtgedanken. �Also, wer bist du wirklich und was
willst du hier?� Sein Gesicht war ausdruckslos, aber seine Stimme war
eiskalt. Ich schluckte und antwortete dann mit zitternder Stimme: �Ich hei�e
wirklich Tina und auch wenn es sich jetzt unglaublich anh�rt, ich bin mit O-Town
hier, hab sie aber vorhin, verloren und mich dann verlaufen. Bitte glaub mir,
es ist die Wahrheit!� Statt einer Antwort, haute er seinen Kopf nur einmal
fest gegen die Wand und sagte dann: �Wie konnte ich so dumm sein? Ich bin einem
fanatischen Fan auf den Leim gegangen, der unbedingt O-Town treffen will. Am
besten rufe ich einen von der Security!� �Nein, bitte, ich sage die Wahrheit!
Wenn du mir nicht glaubst, dann beweise ich es dir. Los, gehen wir zu
O-Town, die werden dir best�tigen, dass ich zu ihnen geh�re.� �Pah! Ich fall nicht
noch einmal darauf herein. Das ist doch nur ein Trick!�
�Olli! Was soll ich denn tun, damit du mir glaubst?� �Lass mich in Ruhe!�
Damit drehte er sich um und lief mit schnellen Schritten den Gang entlang.
�Warte!�, br�llte ich und eilte hinter ihm her. �Bitte Tina, verlass das Geb�ude,
sonst muss ich wirklich jemanden rufen und das wird echt nicht angenehm.�
�Dann frag sie wenigstens, ob sie mich im Catering-Saal abholen k�nnen. Tu mir
nur diesen Gefallen, du wirst sehen, ich l�ge nicht.� Meine verzweifelten
Augen haben ihn wohl �berzeugt. �Okay, ich richte ihnen das aus, aber versprech
dir nicht zu viel von. Aber vielleicht kann ich ein paar Autogramme f�r dich
abstauben.� Er zwinkerte mir zu und verschwand dann um eine Ecke. Wieder
einmal alleingelassen stand ich in einem ewiglangen Gang der VIVA-Studios und
hoffte, dass Olli sein Versprechen halten w�rde, sonst h�tte ich wirklich wieder
Probleme. Wie sollte ich ohne fremde Hilfe den Ausgang finden? Und wenn ich
Pech hatte, waren O-Town dann schon wieder bei einem anderen Promotion-Termin
und ich  h�tte meinen Erik wieder einmal verloren. Ich f�hlte mich wie in
einer Zeitschleife, in der sich alles wiederholte und es keinen Ausweg gab.
Angsterf�llt betrat ich wieder den Catering-Saal und stellte mich so unauff�llig
wie m�glich an die Wand und tat so, als ob ich unsichtbar w�re. Was
tats�chlich auch funktionierte!
Nach einer Ewigkeit, okay eigentlich waren es nur 10 Minuten, �ffnete sich
die T�r und einer der Mikes guckte herein, als er mich schlie�lich in der Ecke
entdeckte, l�chelte er mich an und kam auf mich zu. �Hey, Darling! Wir haben
dich schon �berall gesucht! Du gehst aber auch wirklich schnell  verloren.
Komm, wenn wir uns beeilen, kriegen wir das Interview noch mit. Erleichtert
folgte ich ihm  den Gang entlang und schwor mir insgeheim, nie mehr, bei einem
PR-Termin zu tr�umen und dann den Anschluss an die anderen zu verlieren,
besonders wenn ich mich dort nicht auskannte.
Nach drei weiteren Interviews, zwei Photoshootings und ein paar
Autogrammstunden und Meet�n�Greet�s gab es Fr�hst�ck, oder sollte ich besser sagen,
Mittagessen? Es konnte auch Abendessen sein, jedenfalls war es gegen 16 Uhr als
wir an einem McDrive anhielten und Pommes und Burger f�r alle bestellten. Mir
lief das Wasser im Munde zusammen, als ich daran dachte, endlich etwas zu
essen zu bekommen, denn normalerweise bin ich voll der Vielfra� und das erste,
was ich morgens nach dem Aufstehen tue, ist eine Sch�ssel Kornflakes in mich
reinzustopfen. Bestimmt nahm ich in den n�chsten Wochen ein paar Kilo ab, wenn
ich weiter so wenig a�. Apropos, wie sollte es eigentlich mit mir und Erik
weitergehen??? Wann w�rde er zur�ck in die USA gehen? K�nnte ich ihn besuchen?
Oder was w�rde mit uns passieren? Ich musste hier schlie�lich die Schule
abschlie�en, dann konnt ich (falls wir noch zusammen w�ren) in die USA ziehen.
Aber im Moment war dies mehr oder weniger unm�glich, da ich in einem halben
Jahr ABI machen w�rde. Ich schaute in Erik�s Richtung. Er biss gerade in einen
riesigen Cheeseburger und griff gleichzeitig nach den Pommes und tunkte sie in
Ketchup. Ich l�chelte, sogar beim Fastfood-Essen war er der s��este Typ, den
ich je gesehen hatte und obwohl ich ihn nicht richtig kannte (oder kommt man
bei ungef�hr 24 Stunden schon von Kennen sprechen? Wohl eher nicht!), hatte
ich das Gef�hl, dass ich ihm v�llig vertrauen und mich immer auf ihn
verlassen konnte. Jeder andere w�re gleich am ersten abend mit mir in die Kiste
gegangen, aber er wollte uns und unserer Beziehung Zeit lassen, so das wir unser
gemeinsames erstes Mal intensiv erleben konnten und dieses Quentchen
Einf�hlsamkeit hatte mir bei meinen bisherigen Freunden gefehlt. Daf�r bewunderte ich
Erik, er war noch sehr jung, hatte aber schon die Einsicht eines reifen
Mannes, eine Einsicht, die viele noch nicht mal mit 80 hatten, oder manche
niemals. Ach, wie alt war mein Spatz nochmal? Wenn ich mir sein niedliches babyface
so anschaute, sch�tzte ich ihn h�chstens auf 20, aber war Ash nicht der
J�ngste? Und er war schon 21, also m�sste er wohl auch schon 21 sein. W�hrend ich
immer noch gr�belte und gen�sslich eine handvoll Pommes in mich stopfte,
h�rte ich auf einmal Gekreische und dann lautes Klopfen an der Fensterscheibe.
Ich drehte mich um und sah drei junge M�dchen, die schreiend vorm Auto standen
und mit ihren F�usten gegen das Fenster trommelten, was ein Gl�ck hatte ich
das Fenster nicht heruntergekurbelt. Ich wollte mir gar nicht ausmalen, was
dann passiert w�re. Hoffentlich war die Scheibe aus Panzerglas, sonst h�tten
wir bald ernsthafte Probleme, aber die anderen schienen das ziemlich gelassen
zu nehmen und winkten den Girls zu. Dan, der sich nun auf den Vordersitz
gesetzt hatte, stieg sogar aus, um ihnen Autogrammkarten, die er in seiner Tasche
hatte, zu geben. Sobald er die T�r �ffnete, wurde das Schreien ohrenbet�ubend
und die drei rannten um das Auto herum und w�ren fast in Dan hineingerannt,
aber der lachte nur, nahm sie der Reihe nach in den Arm, gab der einen sogar
ein K�sschen auf die Wange und quatschte ein wenig mit ihnen. Zum Schluss gab
er jeder eine Autogrammkarte, auf der alle unterschrieben hatten und setzte
sich wieder auf seinen Sitz. Immer noch v�llig ausgeflippt gingen die M�dchen
weiter und quasselten ohne Punkt und Komma aufeinander ein und mir schien
es, als ob niemand den anderen beiden zu h�rte. �Dan, machst du das immer? Ich
meine, die Fans umarmen, K�sschen geben und mit denen quatschen?� �Klar,
immer wenn ich Zeit habe, das geh�rt schlie�lich zu meinem Job und au�erdem macht
es mir Spa� und irgend jemand muss schlie�lich die Ehre der Band retten.�,

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