“Will ich auch schwer hoffen!“
Er stützt sich auf sein Ellenbogen und sieht mich an.

„Was?“ will ich von ihm wissen.

„Ach nichts, ich liebe dich nur!“ grinst er und legt sich vorsichtig auf meinen Bauch, „Und das Baby natürlich auch!“

Ich streiche ihm über sein Kopf.

„Wie wäre es denn mit Laney oder mit Liz wenn es ein Mädchen wird?“
“Laney ist schön, aber Liz nicht, Jen!“
“Und Sebastian bei einem Jungen?“ frage ich.

„Dann lieber nur Bastian!“ schlägt er vor.

„Hört sich auch gut an. Lass uns nachher mal die Anderen fragen, was ihnen für Namen einfallen, ok?“
Er nickt leicht und schließt dann seine Augen.

„Willst du nicht auch mal deine Eltern anrufen!?“ frage ich Dan.

„Ich wollte sie nachher anrufen!“ antwortet er mir, „Ich bin gespannt wie sie reagieren werden!“
“Nicht nur du Dan! Meinst du, sie werden sich freuen?“

„Auf jeden Fall!“ versichert er mir und hebt seinen Kopf um mich anzugrinsen.

„Na ihr 2!?“ kommt es plötzlich.

Dan und ich drehen uns in die Richtung, aus der die Stimmen kommen und sehen Trev, Ash, Erik, Jake und Elke auf uns zulaufen.

„Stören wir grad eure traute Zweisamkeit?“ will Elke wissen und ich schüttle den Kopf.

„Wisst ihr vielleicht einen schönen Namen?“ kommt es sofort von Dan, „Jen findet Sebastian toll, aber ich mag den Namen nicht so!“

Die Anderen setzen sich zu uns.

„Wie wäre es denn mit...Jamie?“ will Ash von uns wissen.

Dan sieht mich an.

„Ich weiß nicht...habt ihr noch was anderes auf Lager?“
“Also Michael, Matthew, Andrew, Thomas, Jordan...“
”Ihh Trevor, was sind das denn für Namen?” verzieht Elke das Gesicht.

„Ok und was ist mit irgendeinem ausgefallenen Namen wie zum Beispiel Orlando?“
Dan und ich schauen Jake entgeistert an.

„Oder nennt euer Kind nach dem Ort wo ihr es gezeugt habt!“
“Oh ja, wir nennen das Baby Stuttgart!“ lache ich und schneide eine Grimasse.

„Hört sich nicht so toll an!“ lacht jetzt auch Erik, „Und wie wäre es mit Tobey?“

Mein Rädchen dreht sich. Der Name ist wirklich nicht übel.

„Den Namen finde ich schön, Dan was meinst du?“
“Könnte man lassen. Und jetzt einen Mädchennamen?!“

„Ich bin immer noch für Laney oder Liz!“ vertrete ich weiter meine Meinung.

„Laney ist doch cool!“ unterstützen mich Jake und Trev, worauf ich ihnen einen dankbaren Blick zuwerfe.

„Und wie wäre es mit....Amanda oder....“ überlegt Ashley wieder angestrengt.

Dan legt sich mit einem lauten Seufzer wieder auf meinen Bauch.

 

„Mum? Hi, ich bin es Dan!“ begrüßt Danny seine Mum.

„Ja uns geht’s gut....Jen ist seit knapp 2 Tagen da....ja, wir besuchen euch auf jeden Fall...ja!“

Dan sieht grinsend zu mir rüber, seine Mum scheint wohl wieder sehr viel zu reden.

Ich beiße ihm in die Backe und lege meinen Kopf auf seine Schulter um evtl. irgendetwas verstehen zu können.

„Mum, hör mal kurz zu...ich bzw. Jen und ich müssen euch was sagen!“ unterbricht Dan seine Mum.
Sie ist augenblicklich ruhig.

„Also, wie sage ich dir das jetzt am besten....Mum, du und Dad werdet bald Großeltern!“

Schweigen an der anderen Leitung und dann ein lauter Jubelschrei.

„Ich werde wirklich eine Grandma? Das ist jetzt kein Witz? Gib mir mal Jen!“
Dan reicht mir mit einem Grinsen den Hörer.

„Ja?“
“Du bist schwanger Liebes? Und wir werden wirklich Großeltern?“ schreit seine Mum halber in den Telefonhörer.

„Vollkommen richtig!“ grinse ich in den Hörer.

„Ist das schön! In welchem Monat bist du denn?“
“Noch nicht ganz im zweiten Miss Miller, aber...“
“Jen, wie oft habe ich dir jetzt schon gesagt, dass du mich Angela nennen sollst!“ unterbricht mich seine Mum.

„Ja, ich weiß!“ erwidere ich lachend.

„Also, und jetzt darfst du weitererzählen!“ meint sie grinsend.

Nachdem wir noch knapp eine halbe Stunde mit seiner Mum, und später auch mit seinem Dad telefoniert haben, legen wir auf. Dan nimmt mich erst mal, ohne irgendetwas zu sagen, in den Arm.

„Was ist?“ frage ich ihn ein wenig verdattert.

„Weißt du, das wir bald eine kleine Familie sein werden!?“ grinst er mich an und ich nicke.

 

Heute ist der große Tag, an dem die Jungs ihre Pressekonferenz abhalten müssen.

Mike & Mike kamen gestern Abend noch vorbei, um mit den Jungs noch einige Dinge abzuklären. Ich bin, wie sollte es auch anders sein, ein wenig nervös aber ok, wird schon schief gehen!

Dan und Co. sind vor einer Stunde losgefahren. Mir wurde es zum Glück selbst überlassen, ob ich mit dabei sein möchte oder nicht. Nach langem Hin und Her habe ich mich dann dagegen entschieden. Dan wollte mich von Anfang nicht dabei haben, sonst hätten sich die Photographen nicht mehr halten können. Und erst recht, nachdem sie heute erfahren, dass Dan Vater wird.
Und so sitze ich also mit Elke im Garten und frühstücke. Die Pressenkonferenz wird nicht übertragen, also bleibt uns nichts anderes übrig als auf die Rückkehr der Jungs und ihre Berichterstattung zu warten.

 

„Elke, Jen?“ hören wir Trevor lauthals brüllen.

„Die Jungs sind da!“ meine ich aufgeregt zu Elke.

Sofort springe ich auf und laufe ins Haus.

„Und?“ empfange ich die Jungs, allen voran Dan, stürmisch.

„Alles bestens!“ grinst er mich an und gibt mir einen zärtlichen Kuss.

„Wie alles bestens?“ frage ich ihn verwundert.

Elke hat sich zu uns gesellt und wartet ebenfalls gespannt auf seine Antwort.

„Wir haben ein bisschen über das Album und die bevorstehende Tour geredet und dann kamen die Reporter von selber auf euch beide zu sprechen!“ erzählt uns Erik.

Mein Blick wandert wieder zu Dan.

„Und was wollten sie da von euch wissen?“

„Ob wir jetzt getrennt wären oder ob sich alles nur um ein Gerücht gehandelt hätte...so was in der Drehe! Ich hab ihnen dann gesagt, dass wir nur eine kleine Krise hatten, die aber jetzt vorbei sei und dann ließ ich die Bombe platzen!“

Dan grinst mich breit an.

„Als ich ihnen sagte, dass ich Vater werde, herrschte im Saal ein paar Sekunden vollkommene Stille!“
“Man hätte eine Stecknadel fallen hören!“ unterstützt Ashley die Aussage von Dan.

„Und dann klickten die Kameras was das Zeug hält!“ beendet Dan seinen Satz.

„Und das war’s?“

„Jop, die Reporter wissen Bescheid, in ein paar Tagen steht das in allen Zeitungen und wird im Fernsehen gezeigt und dann wissen es die Fans auch!“ erklärt mir Jake und ich nicke.

 

Und tatsächlich keine 2 Tage später können wir in fast allen Zeitungen und Zeitschriften Photos von der Pressekonferenz oder von Dan und mir entdecken.

„Schau mal den Artikel hier!“ meint Elke amüsiert und streckt ihn mir entgegen.

Die Jungs sind gerade mitten bei den Proben für ihre USA-Tour, also sind Elke und ich allein zu Hause.

...Dan Miller, Mitglied von O-Town, wird Vater!

Mutter des Kindes ist seine langjährige Freundin Jen Schwarz aus Germany.

Diese überraschende Nachricht teilte Dan Miller vor ein paar Tagen der Öffentlichkeit mit.

Von einer angeblichen Trennung (Anmerkung der Redaktion: Wir berichten in den vergangenen Wochen darüber), ist nichts zu erkennen. Beide sehen glücklicher aus denn je!...

„Ich hab gar nicht gemerkt, dass Photos von uns gemacht wurden?“
Ich zeige Elke das Photo.

„Da waren Dan und ich zusammen shoppen!“

Ich lese weiter:

...Müssen sich die Fans jetzt auf eine Hochzeit der Beiden vorbereiten? Oder wird Dan die band sogar verlassen? Schließlich kann er, als Mitglied einer Boyband, seine Vaterrolle nicht gerecht werden!

Wir werden weiter für sie berichten! L.B. ...

„Die übertreiben ja mal wieder gar nicht!“ grinse ich ironisch in Elkes Richtung.

„Kennst die Reporterfutzie doch!“ erwidert sie und schnappt sich eine weitere Zeitung.

 

Dan, Erik, Trev, Jake und Ash haben jetzt alle Hände voll zu tun. 3 Wochen nachdem Elke und ich abreisen werden, beginnt ihre große USA-Tour. Und schon jetzt müssen sie proben was das Zeug hält, schließlich muss jeder Tanzschritt etc. perfekt sitzen.

Sie haben Dan, ausnahmsweise, 3 Tage frei gegeben, damit wir zusammen zu seinen Eltern fahren können. Aber das erst kurz bevor wir wieder zurückfliegen.

Elke und ich unternehmen dafür recht viel, wenn die Jungs Proben haben oder unterwegs sind. Abends haben Dan und ich dann endlich Zeit füreinander. Er freut sich unheimlich auf das Baby. Seit neustem singt er mir, bessergesagt dem Baby, immer etwas vor, bevor wir schlafen gehen. Er streichelt dann immer ganz behutsam meinen Bauch und trällert los!
Ich bin wirklich dankbar, dass Dan sich über das Kind freut!

 

„Meinst wir bekommen das hin Dan?“ frage ich ihn, als wir in seinem Bett liegen und fern sehen.

„Wie kommst du jetzt darauf?“

Er sieht mich fragend von der Seite an.

„Keine Ahnung! Ist mir nur gerade in den Kopf gekommen!“
“Ich denke schon, warum sollten wir es nicht schaffen?“ fragt er mich entgeistert.

„Weil du vielleicht ständig on the road sein wirst, während ich daheim bin! Ich kann nicht sofort mit einem Neugeborenen durch die Welt fliegen!“
“Dann komm ich halt zu euch! Mike & Mike haben uns doch versprochen, die Termine ein wenig zu reduzieren!“
Ich nicke.

„Hast du Angst Jen?“ will er plötzlich von mir wissen.

„Nein eigentlich nicht...ich...ich hab nur wieder an unsere Trennung denken müssen. Was...“
“Jen, ich hab da einfach einen Fehler gemacht!“
Er rückt näher an mich heran und streichelt meine Wange.

„Es wird nie wieder soweit kommen! Mach dir darüber keine Gedanken, ich liebe dich mehr als alles andere und das wird auch so bleiben!“

„Wir bekommen das schon hin!“ versuche ich ihn anzugrinsen. Ich weiß auch nicht, warum ich gerade Zweifel an unserer Entscheidung habe.

 

„Ich werde bald ein Daddy sein...Daddy...Daddy!“ hören wir Dan aus dem Proberaum singen.

„Hör ihn dir mal an!?“ lacht Elke neben mir.

Vorsichtig öffnen wir die Türe zum Raum und stecken unsere Köpfe durch einen kleinen Türspalt.

„Elke, Jen ihr könnt ruhig reinkommen! Wir sind fertig mit den Proben, besprechen  nur noch was!“ grinst uns TyJuan an.

„Ok!“

Wir begrüßen die Jungs mit einer schnellen Umarmung und setzen uns dann ebenfalls zu ihnen auf den Boden.

„Hi Schatz!“ flüstert mir Dan zu.

Ich drehe mich zu ihm und küsse ihn kurz. Er soll schließlich nicht zu lange abgelenkt sein!

„Also hab ich das jetzt richtig verstanden, dass Dan ab morgen für drei Tage nicht am Start sein wird!“
“Jop, Jen und ich fahren zu meiner Familie!“ antwortet er TyJuan.

„Ok, dann leg dich, wenn ihr wieder da seit aber ins Zeug!“

Mir wird jetzt erst bewusst, dass ich nur noch 5 Tage in Orlando bin. Danach geht es wieder ab nach Hause und zur Uni. Welch Freude!?

Dan rückt ein wenig näher, umarmt mich von hinten und legt seine Hände auf meinen Bauch, wie so oft in letzter Zeit.

Morgen geht es also zu seiner Familie, Elke wird die nächsten Nachmittage allein verbringen müssen, solange bis die Jungs fertig mit den Proben sind.

„Magst du wirklich nicht mit?“ frage ich sie leise.

Irgendwie habe ich ein schlechtes Gewissen, ihr gegenüber, dass ich einfach für drei Tage verschwinde.

„Quatsch, was soll ich denn da?“ grinst sie mich an.

Ich zucke mit den Schultern.

„Ich hab ein paar Bücher dabei, also werde ich mich Stunden in der Sonne aalen, lesen, shoppen und einfach mal die Zeit für mich genießen, ok? Mach dir keinen Kopf Jen!“

Ich gebe mich geschlagen.

 

Ok, heute ist der große Tag, an dem Dan und ich zu seiner Familie fliegen.

Ich würde am liebsten noch im Bett liegen bleiben, aber nein der gute Dan musste sein Hintern schon um kurz nach 6 aus dem Bett heben. Und er war doch so galant und hat mich eine ganze Viertel Stunde länger schlafen lassen! Er musste mich regelrecht wachrütteln, damit ich meine Äuglein endlich offen hatte!

Gutgelaunt werkelt er in der Küche herum.

„Sssscht...mach doch nicht so einen Lärm, du weckst die Anderen ja noch!“ raune ich ihn an.

„Oh, was hat Madame denn heute für eine Laune!?“

Kerlchen, verarschen kann ich mich alleine!

Ich grinse ihn mit meinem Hehe-du-mich-auch-Lächeln an und verschwinde ins Bad.

Was hilft am besten gegen Müdigkeit? Genau eine eiskalte Dusche!

Und es hat einigermaßen geklappt, hätte mich auch schwer gewundert wenn nicht!
Fertig angezogen begebe ich mich erneut in die Küche.

„Na bessere Laune?“ fragt mich Dan.

„Geht so!“ antworte ich ihm.

„Hast du Hunger?“
“Ein wenig...!“

„Ich hab extra Frühstück gemacht, Jen! Jetzt sei doch gutgelaunt, du bist doch sonst nicht ein Morgenmuffel!“

„Sorry!“ entschuldige ich mich, er kann ja nichts dafür, „Ich glaube das sind die Stimmungsschwankungen die Schwangere nun mal haben!“

„Verstehe!“

Er beugt sich mir runter und küsst mich.

Die Anderen wollen uns nicht zum Flughafen begleiten, da unser Flug morgens um halb 9 geht.

Verständlich, ich hätte auch keine Lust noch früher aufzustehen, außerdem sehen sie uns ja in 3 Tagen wieder.

Dan sitzt neben mir und grinst mich alle 5 Minuten an. Seine Laune hätte ich heute auch gerne, aber egal was ich mache, sie will einfach nicht besser werden! Wenigstens ist mir nicht noch schlecht! Dan bekommt immer einen halben Anfall, wenn ich über der Kloschüssel hänge, denke ich mir amüsiert! Obwohl das bei den meisten Schwangerschaften dazu gehört!
Er hat auch schon seine Mum ganz entgeistert gefragt, ob sie, als sie von ihm schwanger war, auch so stark an Übelkeit litt!

„An was denkst du grad?“ fragt er mich, als ich mit einem breiten Grinsen zu ihm rüber schaue.

„Hm, nur an deine Aktion mit deiner Mum! Als du sie angerufen hast und gefragt hast ob sie auch immer so oft über der Kloschüssel hing als sie schwanger war!“ antworte ich ihm, „Ich glaube du wirst ein guter Daddy werden!“

Ich lege meinen Kopf auf seine Schulter.

„Und du wirst eine gute Mum werden, honey!“ flüstert er und nimmt meine Hand.

„Danny, Jen hier sind wir!“
Seine Mum und sein Dad winken uns stürmisch zu.

Dan grinst erst mich breit an und winkt dann seine Eltern zu.

Er ist so süß, denke ich mir, als ich ihn von der Seite beobachte.

„Wo sind Adam, Kevin und Allison?“ will er sofort von seinem Dad wissen, als die große Begrüßung rum ist.

„In der Schule Dan!“ antwortet er ihm.

„Schön euch wieder zu sehen!“ meine ich grinsend zu seiner Mum.

„Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie aufgeregt deine Mum ist! Jedem erzählt sie, dass sie Großmutter wird. Ich sag es euch!“ grinst sein Vater und nimmt Dan und mich erneut in den Arm.

„Jetzt hör aber mal auf Mark, du bist kein Stück besser!“ verteidigt sich seine Mum.

„Deine Tante kommt heute auch noch mit Anhang und morgen bekommen wir wieder Besuch!“ erzählt sein Dad und verdreht nur für mich sichtbar die Augen.

Ich weiß genau, wie er solche Familienfeiern mag!?

Grinsend zwinkere ich ihm zu.

„Und zeig mal deinen Bauch Jen!“

Seine Mum kommt auf mich zu und zieht mir vorsichtig das Shirt hoch.

„Ich bin doch erst im 2. Monat Angela!“
“Aber einen kleinen Ansatz sieht man aber schon!“ mischt sich Dan mit ein und fährt über meinen Bauch.

Das hatte ich bis jetzt auch nicht, Dan, seine Mum und sein Dad stehen vor mir und begutachten meinen Bauch.

„Stimmt, da oder?“ meint sein Vater und zeigt auf eine kleine Wölbung.

„Genau Dad!“ stimmt ihm Dan grinsend zu.

So Shirt wieder runter und auf zum Auto.

 

Kaum zu Hause verfrachten Dan und ich unsere Taschen in sein altes Zimmer.

„Ich freu mich das wir bei deinen Eltern sind!“ meine ich zu ihm und küsse ihn zärtlich.

Als Antwort erhalte ich nur Lächeln.

„Deine Laune hat sich auch wieder gebessert!“ freut er sich und drückt mir einen kurzen Schmatz auf die Stirn.

„Kommt ihr Essen!“ brüllt seine Mum aus der Küche nach oben.

„War mir klar, dass sie wieder fleißig gekocht hat!“ lacht er, nimmt meine Hand und zieht mich nach unten.

 

„Unser Danny wird tatsächlich Vater!“ grinst sein Vater und schielt zu uns Beiden herüber.

„Ich kann es manchmal auch gar nicht glauben! Wir haben uns vor kurzem die Bilder von dir, in deinem He-Man Kostüm, wieder angesehen!“ meint seine Mum mit einem Lächeln auf den Lippen.

Wie immer, wenn wir auf das Thema zusprechen kommen, breche ich in schallendes Gelächter aus.

„Mum!“ kommt es von Dan.

„Was denn? Jen kennt die Bilder doch bereits!“
Sie zwinkert mir zu.

„Ja, ich weiß! Als Jen das letzte Mal da war, habt ihr euch ja beide ständig über mich und die Photos lustig gemacht!“

„Dannylein!“ grinse ich ihn mit meinem Dackelblick an.

„Ich find das gar nicht lustig! Wenn es ein Junge wird, kaufe ich ihm auch so ein Kostüm! So jetzt habt ihrs!“

Ich knuffe ihm in die Seite.

 

Nachdem auch seine Geschwister endlich von der Schule nach Hause gekommen sind und seine Tante mit Anhang auch da ist, geht die erste Runde der Familienfeier los.

Ihr könnt euch sicherlich denken, welches Thema aktuell ist!?

Die 3 Tage gingen meiner Meinung nach viel zu schnell rum. Dan und ich hatten endlich wieder Zeit nur für uns. Und ihn glücklich zu sehen, da er endlich wieder bei seiner Familie war, tat auch unheimlich gut! Seine ganze Familie freut sich für uns und das beruhigt mich wirklich sehr!

Wir haben auch ein ausführliches Gespräch über uns geführt!

Schließlich wird die ganze Situation wirklich nicht einfach werden! Ich muss mein Studium unterbrechen, Dan wird logischerweise weiter bei der Band bleiben, die Erziehung von dem Knirps, ein evtl. Zusammenziehen etc.

Als Dan plötzlich von Heirat anfing schrillten bei mir erst mal lautstark die Alarmglocken. Nicht das ich ihn nicht heiraten möchte, ich liebe ihn wahnsinnig aber es kam trotzdem recht überraschend. Sicherlich haben wir schon darüber geredet, aber mehr aus Witz, da wir uns beide noch zu jung für die Ehe finden!

Aber gut, wir wollen uns damit noch ein wenig Zeit lassen! Immerhin...

 

Unser Aufenthalt ist vorbei und die Jungs stehen mit Elke und mir leider am Flughafen.

Kaum waren wir von unserem Kurztrip zurück, konnte ich gleich meinen Koffer für die Heimreise packen. Und das obwohl ich gar nicht wieder nach Hause möchte.

„Ich ruf an, sobald ich wieder in Deutschland bin!“ meine ich zu Dan, der mich fest in seinen Armen hält.

„Ok! Ich will gar nicht das ihr geht!“ erwidert er und sieht mich mit seinem Dackelblick an.

„Ich doch auch nicht, Dan! Aber die Uni ruft und ihr habt bald eure US-Tour!“
Er nickt und verpasst mir einen fetten Schmatz.

Unser Flug wird erneut aufgerufen.

„Wir müssen! Ich liebe dich!“

„Ich dich auch Jen!“
Elke und ich verabschieden uns noch mal von den Anderen, schnappen unser Handgepäck, noch einen letzten Kuss von Dan und dann geht es ab zu unserem Gate.

Er wird mir fehlen! Noch ein einziges Mal drehe ich mich um, um ihm und den Jungs zuwinken. Ich könnte auf der Stelle losheulen, wie jedes Mal wenn ich weiß, dass ich ihn eine ganze Weile nicht mehr sehen werde.

Ich versuche zu lächeln, was mir nicht wirklich gelingen mag. Auch Dan sieht nicht gerade glücklich aus! Ich wäre zu gern noch länger hier geblieben!

 

Nach endlosen Stunden, verbunden mit den größten Augenringen, Kopfschmerzen etc. sind Elke und ich endlich wieder in unseren eigenen vier Wänden. Trotz allem hechte ich erst mal zum Telefon um mich bei Dan zu melden.

Es war diesmal ein kurzes Gespräch, da die Jungs bei den Proben waren! Aber ok, so kann ich wenigstens ins Bett! Schließlich muss ich morgen früh wieder zur Uni und danach zur Frauenärztin!

 

„Wie war ihr Urlaub?“ empfängt mich die Frauenärztin mit einem Lächeln.

So brav Hände schütteln.

„Schön, danke der Nachfrage!“
“Sehen auch recht erholt aus! Und wie geht es ihnen und dem Kind?“
“Also ich würde sagen gut!“ grinse ich und lege mich auf die Liege.

Das letzte Mal als ich hier war, hatte ich Angst und ein mulmiges Gefühl und jetzt freue ich mich wahnsinnig endlich das Baby auf dem Ultraschallgerät wiederzusehen!
“Vielleicht können wir heute ja erkennen, was es wird!“ grinst mich Frau Dr. Oswald lieb an.

Wieder wird das kalte Gel auf meinen Bauch verteilt.

„Das Herz schlägt auch fleißig, wunderbar! Das Baby scheint sich bei ihnen wohl zufühlen! Und da...wollen sie wissen, was es wird?“ fragt mich die Ärztin.

„Ähm, ja bitte!“ grinse ich.

„Ein Mädchen, ein kleines süßes Mädchen!“

 

„Daaannnn!“ nehme ich hibbelig das Handy ab.

„Alles ok!?“ will er sofort von mir wissen.

„Will der Herr Papa erfahren ob es ein Mädchen oder Junge ist?“ frage ich ihn.

„Du weißt es jetzt?“
“Jop!“
“Ok, warte ich muss mich jetzt kurz setzen! Jungs, ich werde jetzt gleich erfahren was es wird!“ ruft er den Anderen zu.

„Was, was wird?“ höre ich Erik im Hintergrund.

„Ja das Baby! Ob Mädchen oder Junge!“ antwortet er ihm.

„Cool!“ ertönt es als Antwort.

Stimmenwirrwarr, ein paar wehleidige Rufe von Trev und dann hört man die Jungs lachen.

„Was?“ will ich grinsend wissen.

„Ash ist Trevor gerade mitten auf den Bauch gesprungen, als alle zur Couch gehechtet sind!“ erzählt er mir, „Also schieß los!“
“Ok, Dan wir bekommen ein...“ ich räuspere mich, „...Mädchen!“
“Wirklich, oh man wie toll!“
“Was Mädchen oder Junge?“
“Sag schon Dan!“ höre ich die Jungs im Hintergrund nachfragen.

„Ein Mädchen!“ kommt es keine Sekunde später von Dan.

Dann erneutes Stimmenwirrwarr und irgendwelche Rufe, die wohl an mich gerichtet sind...

 

Die letzten Wochen sind wie im Flug vergangen, mittlerweile bin ich im 6. Monat und habe schon einen richtigen Bauch bekommen. Alle anderen finden das natürlich toll.

„Darf ich mal anfassen?“ und „Tritt das Baby oft?“, nur um einige Fragen zu nennen, die mir jeden Tag aufs neue gestellt werden.

Elke, Isa, Mark etc. nennen mich jetzt liebevoll wie sie sind, Ballon! Aber gut, dafür wächst in mir ein Baby heran und das ist auch ein wahnsinnig schönes Gefühl.

Ein kleines Persönchen, dass ich bereits jetzt abgöttisch liebe!

 

Den ganzen Tag über fühle ich mich nicht gut. Schon als ich aufgestanden bin, hatte ich ein übles Gefühl in der Magengegend. Aber vielleicht habe ich bzw. das Kind etwas falsches gegessen oder mal wieder zuviel! Ich will nicht wissen, wie viel ich schon seit Beginn der Schwangerschaft zugenommen habe!

Ich bin einfach in meinem Bett geblieben und habe auf Elke gewartet, die am späten Mittag wieder daheim sein wollte. Wir wollten heute, zusammen mit Isa,  einige Babysachen kaufen gehen, schließlich bin ich schon im 6. Monat und ehe man sich versieht, hat man plötzlich einen kleinen Knirps zu Hause um den man sich kümmern muss und da darf es natürlich an nichts mangeln.


“Du alte Schlafmütze, bist du immer noch nicht aufgestanden!“ höre ich plötzlich eine Stimme.

Verschlafen schaue ich auf und sehe Elke mit einem breiten Grinsen in meinem Zimmer stehen.

„Oh shit, ich bin wieder eingepennt! Sorry!“
Ich stehe langsam auf, bessergesagt hieve ich mich mit größter Mühe aus meinem Bett.

„Mach dir kein Stress, ich koch uns drein erst mal was, ok?“
Ich nicke ihr dankbar zu, da ich mal wieder merke wie hungrig ich eigentlich bin.

Mit langsamen Schrittes watschle ich ins Bad um mich fertig zu machen und keine 20 Minuten später leiste ich Elke in der Küche Gesellschaft.

Da soll doch mal einer sagen, Schwangere werden lahmarschig, ha!

„Geht’s dir nicht gut? Du siehst ein bisserl blass um die Nase aus!“ bemerkt Elke, als sie die Nudeln in den Sieb schüttelt.

„Es geht, keine Ahnung, ich fühl mich ein wenig bäh!“ antworte ich ihr.

„Wir können das shoppen gern verschieben, wenn du magst!“ schlägt sie vor.

„Nein, nein!“ erwidere ich schnell, „Du müsstest doch meine Stimmungsschwankungen langsam kennen!“ grinse ich.

„Stimmt eigentlich!“ lacht Elke und stellt uns beiden die Teller hin.

„Danke dir!“

 

„Wie wäre es denn da mit?“

Elke sieht unsicher in meine Richtung und hält mir ein roten Strampler vor die Nase.

„Der ist schön...pack ihn mit drauf!“ grinse ich und Elke schmeißt keine Sekunde später ihre Entdeckung in den Einkaufswagen.

„Schau mal die kleinen Socken!“ quickt Isa begeistert und zeigt uns diese Mini-Socken.

„Göttchen, sind die süß!“ verzieht Elke ebenfalls das Gesicht, „Nimm die mit, Jen unbedingt!“
Gesagt, getan!

„Könnt ihr euch vorstellen, dass wir auch mal in so was reingepasst haben?“ fragt uns Elke fassungslos, als sie gerade ein kleines Shirt in XXXXXS hochhält.

Heute haben wir uns nur vorgenommen Kleidung und gaaaanz viel Spielzeug zu kaufen.

Ein Bettchen und ein Wickeltisch haben wir bereits. Dan hat mir die Sachen vor knapp 3 Wochen schicken lassen. Ich war ganz aus dem Häuschen, als die 2 großen Kartons eines Tages im Wohnzimmer standen. Ich vermisse ihn...aber zur Zeit kann er nicht nach Deutschland kommen, da die Jungs mitten in ihrer Amerika-Tour stecken. Aber auch die wird bald rum sein und dann werden wir uns endlich, nach fast 4 Monaten, wiedersehen.

Warum ich nicht zu ihm geflogen bin, wollt ihr wissen? Ganz einfach, die Ärztin war strikt dagegen, dass ich mir und dem Kind so einen langen Flug und dann noch den Stress mit der Tour zumute. Das Kind sei sowieso ein wenig zu klein, für sein Alter. Kann man hier überhaupt schon von Alter sprechen? Na ja auf jeden Fall, war für Dan und mich sofort klar, dass ich mich die nächsten Monate in kein Flugzeug setzen werde, schließlich wollen wir beide das beste für unser Kind.

Es gibt Tage an denen ich immer noch nicht glauben kann, dass ich wirklich schwanger bin!
Mittlerweile bin ich unglaublich glücklich und genieße jeden einzelnen Tag, jede Stunde mit unserem Baby. Abends liege ich oft in meinem Zimmer, stülpe Kopfhörer über meinem Bauch und lasse leise die Musik von den Jungs laufen. Dan hat damals in Orlando immer getan bzw. hat er für unser Baby immer gesungen. Und da er nicht bei uns sein kann, kommt sein Gesang eben von einer CD! Schließlich hat unser Baby einen berühmten Daddy!
Ich hoffe wirklich, dass Dan und ich das mit der Erziehung hinkriegen. Mike & Mike haben uns schon ihr Wort gegeben, dass sie die Termine in der ersten Zeit so richten werden, dass Dan regelmäßig zu mir nach Deutschland kommen kann.

„Autsch!“ entweicht es meiner Kehle und Isa sieht sofort in meine Richtung.

„Was ist?“ will sie sofort wissen.

„Nichts, ich glaub das Baby hat nur grad ein wenig zu fest getreten!“ winke ich ab und richte mich langsam wieder auf. Normalerweise fühlt sich das aber anders an, denke ich mir.

Noch einen kleinen Stich in der Magengegend und die Schmerzen lassen nach.

Ok, ruhig ein- und ausatmen, erinnere ich mich an die Worte von der Schwangerschaftsgymnastik. Ich wünschte Dan könnte wenigstens ein einziges Mal mit mir dahin gehen, aber nein bis jetzt musste jeder von meinen Freunden daran glauben. Jedes Mal wenn ich die Pärchen um mich herum sehe, die stolzen Daddys, die den Bauch ihrer Frauen/ Freundinnen vorsichtig festhalten, bemerke ich wie sehr mir Dan in diesen Tagen und Wochen wirklich fehlt. Sicherlich wir telefonieren jeden Tag mindestens zweimal, aber trotzdem ist es nicht das selbe. Ich hätte ihn zu gerne bei mir und dem Baby!

 

Unser Einkauf ist vorbei! Wir setzen Isa an der Uni ab und fahren dann weiter Richtung zu Hause. Endlich, ich bin von diesem bisschen Shopping schon wieder völlig im Eimer.

„Da haben wir ja einiges gefunden!“ bemerkt Elke und sieht in meine Richtung.

Ich nicke begeistert.

„Oh ja, ich kann es kaum erwarten mir daheim alles noch mal anzuschauen!“ grinse ich.

„Aber der rote Strampler ist echt toll, ich hab schon überlegt ob ich mir auch einen holen soll...also, damit ich ihn an die Wand hängen kann, meine ich!“ erzählt Elke und schielt zu mir herüber.

„Jen was ist?“
“Nichts, das Baby tritt nur gerade ein wenig fest!“ erkläre ich ihr mein schmerzverzerrtes Gesicht, „Kein Stress!“
Schon wieder diese Schmerzen in der Magengegend!
Elkes Gesichtszüge entspannen sich.

„Sollen wir bei Frau Dr. Oswald vorbeifahren?“ will sie wissen.

„Nee, nee lass mal!“ antworte ich, “Ich will nach Hause!”
Sie nickt.

 

Bepackt wie sonst was laufen wir die Treppen zu unserer Wohnung hoch. Seitdem ich schwanger bin, bin ich wirklich dankbar das wir nur im 2. Stock wohnen. Insgesamt 48 Stufen muss ich jeden Tag mehrere Male hinter mich bringen.

Aber wenigstens betreibe ich dann ein wenig Sport!

Elke schließt die Türe auf und zusammen stolpern wir mit den Tüten in die Wohnung.

„Willst du auch einen Tee?“

Elke räumt ihre Taschen ins Wohnzimmer und dreht sich nach mir um, da ich ihr auf ihre Frage keine Antwort gebe.

„Jen alles ok? Jen!?“
Elke sieht mich mit besorgten Augen an.

Ich fasse mir ängstlich an meinen Bauch.

„Elke, irgendetwas stimmt nicht!“ meine ich mit zittriger Stimme und stütze mich an der Wand ab.

Dann erinnere ich mich an gar nichts mehr bis zu dem Zeitpunkt, als ich auf dem Boden sitze, mich krampfhaft an der Klobrille festhalte und verzweifelt versuche, das kreisende Badezimmer zum Stehen zu bringen. Wie in einem Karussell, das sich wild dreht, sitze ich da und habe keine Möglichkeit abzuspringen, sondern muss mich in einem hämmernden, rasenden Höllentempo im Kreis drehen.

Ich übergebe mich, dann nimmt das Tempo etwas ab. Ich spüre, dass das Hämmern von meinem eigenen Herzen kommt.

Dann sehe ich, dass es mitten in diesem Chaos eine Art Mittelpunkt gibt, um den sich alles dreht: Es ist die Frage: „Was ist mit dem Baby?“

„Jen!? Jen...sage bitte etwas?“ höre ich eine Stimme neben mir.

Ich drehe meinen Kopf vorsichtig in diese Richtung.

Elke sitzt neben mir auf dem kalten Boden und sieht mich mit ängstlichen Augen an.

„Was ist mit unserem Kind? Irgendetwas stimmt nicht mit dem Baby!“ schreie ich verzweifelt.

„Der Krankenwagen ist unterwegs...! Er müsste gleich da sein! Reg dich bitte nicht auf, versuch ruhig zu bleiben, Jen!“ versucht sie auf mich einzureden.

„Das Baby...das Baby!“ bringe ich schluchzend heraus.

Was ist nur los?

Sie nimmt mich vorsichtig in den Arm.

 

Von dem Moment an kann ich mich nur noch vage an alles erinnern. Plötzlich standen 2 fremde Leute im Bad, die mich untersuchten und irgendetwas von medizinischer Ausstoßung nuschelten. Meine Gedanken kreisen ständig um das Baby! Was ist los? Ich habe solche Angst! Meine Hand will sich immer wieder auf den Bauch niederlassen...aber sie wird von diesem Rettungsassistenten immer wieder beiseite geschoben. Ich will mein Baby irgendwie spüren! Was ist nur los? Was ist mit ihr, mit unserem Mädchen?

Wie in Trance stelle ich mir in meinem Kopf immer wieder dieselben Fragen!

Tränen laufen mir über mein Gesicht...

Elke ist nicht mit mir im Krankenwagen.

„Sie kommt sofort nach!“ redet der Arzt mitfühlend auf mich ein, als er meinen suchenden Blick sieht.

„Ich gebe ihnen jetzt ein Mittel gegen die Schmerzen!“ höre ich von der anderen Seite und keine Sekunde später spüre ich einen Stich.

Aber ich darf doch keine starken Medikamente nehmen, die sind nicht gut für das Kind!

Meine Augen werden kleiner, ich beruhige mich innerlich...das letzte Bild das ich sehe, ist die Ankunft am Krankenhaus und wie plötzlich etliche Menschen in weißen Kitteln um mich herum stehen...

 

„Scheiße, scheiße, scheiße!“ flucht Elke lauthals in der Wohnung herum, „Wo ist die Scheißnummer von Dan!“

Als der Krankenwagen losgefahren ist, ist Elke sofort wieder in die Wohnung gerannt um meine Tasche zu packen und um Dan anzurufen.
Völlig verwirrt und besorgt über meinen Zustand durchwühlt sie jede einzelne Schublade, in der Hoffnung endlich die Nummer von ihm zu finden.

„Da!“ sie hält einen Zettel in die Höhe und sprintet zum Telefon.

„001714591....“
Es klingelt...und klingelt.

„Bitte geh ran!“ denkt sich Elke laut.

„Hi...“
“Dan, ich bin es...“ sie hört abrupt auf.

„... wie ihr sicher merken könnt, kann ich euren Anruf grad nicht entgegen nehmen, aber hinterlasst doch einfach eine Nachricht!“

„Scheiße....Dan ich bin es Elke, ruf mich sofort an wenn du die Nachricht hörst. Irgendetwas stimmt mit Jen und dem Kind nicht, sie wurde gerade ins Krankenhaus eingeliefert!“

Elke wirft das Telefon auf die Couch, schnappt sich die Tasche, die sie vor dem Anruf schnell zusammengepackt hat und rennt aus der Haustür.

 

„Ich bin so froh, dass wir heute Abend frei haben!“ freut sich Ash und steigt müde in den Van ein.

„Keine Interviews mehr, kein Konzert, einfach mal Zeit zum schlafen!“ unterstützt Trev die Aussage von Ashley und macht es sich in seinem Sitz bequem.

„Und ich werde nachher in aller Ruhe Jen anrufen!“ grinst Dan.

„Ah ja, Handys anschalten Jungs, wir haben ja heute nichts mehr zu tun!“ fällt Jake plötzlich ein und alle 5 kramen in ihren Taschen nach den Telefonen.

 

„Können sie mich hören?“

Eine Krankenschwester streicht mir vorsichtig über meine Wange und ich drehe meinen Kopf langsam in ihre Richtung.

„Wir werden sie jetzt operieren müssen, sie müssen tief einatmen!“ redet sie einfühlsam auf mich ein.

„Was...ist mit dem...Baby?“ bringe ich leise heraus.

„Ich...es ist...“ sie sieht mich mit traurigen Augen an.

Was ist bloß los? Verdammt, kann mir denn keiner beantworten was hier gerade passiert?

„Atmen sie tief ein!“
Mir wird dieses Narkosegerät vors Gesicht gehalten und ich kann gar nicht anders als dieses Zeug einzuatmen. Meine Augen werden immer schwerer...ich erkenne die Menschen um mich rum nur noch verschwommen...

 

„Fuck! Sag mal habt ihr Netz?“ will Jake gestresst wissen, „Ich wollt Janie anrufen!“

„Hey, ich hab 2 Nachrichten auf meiner Mailbox!“ freut sich Dan und wählt keine Sekunde später die Nummer, um seine Nachrichten abzuhören.

„Hi Danny, ich bin es Mum. Wollte dich nur fragen wie es dir geht! Gibt es was neues von Jen und dem Baby? Du weißt doch, dass du mir alles erzählen sollst, schließlich werde ich zum ersten Mal Großmutter! Also ich vermisse dich Daniel. Bye“

„Und?“ will Trev wissen.

„Meine Mum!“ grinst Dan und widmet sich wieder dem Telefon zu.

„Next message!“ ertönt es von der Computerstimme.

„Scheiße....Dan ich bin es Elke, ruf mich sofort an wenn du die Nachricht hörst. Irgendetwas stimmt mit Jen und dem Kind nicht, sie wurde gerade ins Krankenhaus eingeliefert!“

Dans Gesicht verliert augenblicklich an Farbe.

„Alles klar?“ will Erik besorgt wissen, da er Dans plötzlich wechselnden Zustand bemerkt hat.

„Jen wurde ins Krankenhaus eingeliefert....irgendetwas ist mit ihr und dem Baby!“ hört man ihn leise und den Tränen nahe sagen.

„What?“

„Aber es ist doch noch gar nicht soweit, oder?“
“Nein, Jen ist noch nicht mal im 6. Monat!“ redet er leise weiter.

Ash und Trev haben ihre Telefongespräche sofort eingestellt.

„Elke hat mir eine Nachricht hinterlassen...!“ meint er mit tränenerstickender Stimme, „Ich muss anrufen und fragen was los ist!“

 

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