„Ich gehe heut zu Isa, damit ihr 2 unter euch seit!“ grinst sie mich frech an.
„Wie lieb!“ grinse ich, „Bist ein Schatz!“
“Ich weiß! Also viel Spaß Maus!“
Sie dreht sich um, zwinkert mir zu und öffnet die Türe.
„Huch!“ ertönt es von Elke und ich laufe ein paar Schritte zurück, da ich schon wieder auf dem Weg zur Couch war, um nachzusehen was los ist.
„Mensch, hast du mich jetzt erschrocken!“
“Ich wollte grad zum klingeln ansetzen!“ antwortet er.
„Hey!“ grinse ich Dan an, der immer noch vor der Tür steht.
„Also ich geh jetzt entgültig!“
Elke drückt Dan noch einen Schmatz auf die Wange, schlängelt sich an ihm vorbei und Dan kommt endlich rein.
„Hi mein Schatz!“ begrüßt er mich und kommt auf mich zugelaufen.
„Ich bin krank, das weißt du!“ erinnere ich ihn.
„Das ist mir egal!“ grinst er und im nächsten Moment erhalte ich einen leidenschaftlichen Kuss von ihm.
„Ich mein nur, wenn du dich ansteckst bin ich nämlich schuld!“ antworte ich nachdem wir unseren Kuss gelöst haben.
„Nein, es ist dann meine Schuld!“ erwidert er, „Ich hätte dich ja nicht küssen müssen und das werde ich auch Mike & Mike sagen!“
„Ok!“ gebe ich mich geschlagen.
„Und du gehst jetzt wieder auf die Couch und legst dich hin!“ lässt Dan wieder mal den Papa raushängen.
„Nö, ich will nicht auf der Couch rumliegen, wenn du da bist! Magst du nicht was unternehmen!“ antworte ich trotzig.
„Klar und dann hast du ne Lungenentzündung. Nicht mit mir!“ erwidert er und läuft mit mir zur Couch.
Widerwillig setze ich mich hin.
„Hast du schon was gegessen?“ will er wissen und ich schüttle den Kopf.
„Gut, dann koch ich dir was!“ grinst er und begibt sich in die Küche.
„Magst du was trinken? Hast du überhaupt deine Medikamente schon genommen?“ ruft er mir zu und ich muss lachen.
„Ja Daddy, die Medikamente habe ich schon eingenommen und was zu trinken steht direkt vor meiner Nase!“ antworte ich.
„Ich mach mir doch nur Sorgen um dich!“
Er steckt seinen Kopf durch den Türspalt und schmollt mich an.
Ich lächle ihn an, sein schmollendes Gesicht verschwindet und er kommt auf mich zu gelaufen.
„Was kochst du mir denn?“ frage ich ihn und sehe ihn dabei mit großen Augen an.
„Das wirst du schon noch sehen!“ antwortet er mir und setzt sich zu mir auf die Couch.
Ich nicke.
„Jen?“
Dan nimmt meine Hand und ich schaue auf.
„Du weißt, dass du viel trinken musst wenn du krank bist!“ bringt er grinsend heraus.
„Jaaaa doch!“ erwidere ich und setze mich auf seinen Schoß, so dass unsere Gesichter nah beieinander sind.
Er lacht nur.
„Du bist blöd! Weißt du das!“ meine ich trotzig und verschränke meine Arme.
Er umarmt mich und unsere Gesichter kommen sich immer näher.
„Ich bin nicht blöd!“ flüstert er leise und will mich küssen.
Ich drehe meinen Kopf leicht zur Seite! Ich will das letzte Wort haben!
„Doch das bist du!“ grinse ich und drücke ihm einen fetten Schmatz auf den Mund.
Er verstärkt die Umarmung.
Vorsichtig fährt er mit seiner Hand unter mein Shirt...und was passiert!? Ich bekomme plötzlich einen Mörderhustanfall. Abrupt löse ich den Kuss, robbe mich von seinem Schoß runter, um ihm nicht meine ganzen Bakterien ins Gesicht zu schleudern und lasse mich neben ihm aufs Sofa plumpsen.
„Hey, alles ok?“ fragt er mich besorgt und ich nicke leicht.
„Alles bestens!“ meine ich ironisch und greife nach meiner Wasserflasche.
Nachdem Dan und ich fertig gegessen und die Küche zusammen aufgeräumt haben, ich habe ihm geholfen obwohl er es nicht wollte, haben wir uns wieder ins Wohnzimmer verkrümelt und schauen fern.
Ich will gerade Luft holen um Dan etwas zu erzählen, als sein Handy klingelt. Er sieht mich entschuldigend an, greift nach seinem Telefon und nimmt ein wenig genervt ab.
„Oh, hi Mum!“ hört man ihn, mit einem breiten Grinsen auf den Lippen, sagen.
Dans Mummy ist am Telefon!
“Ich bin grad bei Jen....ja.....ja, wir haben uns wieder versöhnt....sie ist
krank....Bronchitis....nee, wir haben nur heute frei....klar, warte kurz!“
“Meine Mum würde gern mit dir reden!“ grinst er und streckt mir sein Handy
entgegen.
„Hallo Miss Miller!“ gehe ich ran.
„Hallo Liebes, schön, dass bei euch alles wieder in
Ordnung ist! Dan meinte du bist krank?“
“Ja, eine üble Bronchitis, aber Dan ist ja jetzt da um mich gesund zu
pflegen!“
“Sag mir Bescheid, wenn er sich nicht gut dabei anstellt!“ lacht sie.
„Natürlich, ich werde ihnen dann sofort Bericht
erstatten!“
“Kommst du uns bald wieder besuchen?“ will Dans Mum von mir wissen.
„Ich hoffe es inständig. Aber ich weiß noch nicht
wann!“
“Schade, informier uns aber rechtzeitig, ok Jen?“
“Natürlich Miss Miller! Ein Abstecher bei ihnen ist einfach Pflicht!“
erwidere ich und sie lacht auf.
Ich mag seine Mum wirklich, denke ich mir.
„Schön mal wieder mit dir zu reden!“
„Ich hoffe wir sehen uns bald wieder!“ antworte ich.
„Das wäre wirklich schön. Ich lass euch dann mal wieder
in Ruhe.“
“Möchten sie noch mal mit Dan reden?“
“Ähm, nee. Passt auf euch auf! Bye Jen!“
“Bye!“ erwidere ich und lege auf.
Dan sieht auf sein Handy.
„Sie wollte nicht mehr mit dir reden!“ grinse ich ihn an.
„Ah, ok!“
“Wir sollen auf uns aufpassen!“ wiederhole ich die Wörter von seiner Mum
und schaue ihm dabei tief in die Augen.
„Das werden wir, glaube ich, schon schaffen! Du wolltest vorhin irgendetwas sagen!?“
„Hab ich vergessen...war nicht so wichtig!“ zucke ich mit den Schultern.
„Meine Familie mag dich unheimlich Jen!“ wirft Dan plötzlich in den Raum.
„Ich mag sie auch! Meine Sippe ist auch von dir angetan, aber das weißt du ja!“ antworte ich ihm grinsend, „Genau wie ich von dir!“
Als Antwort bekomme ich einen leidenschaftlichen Kuss von ihm.
Ich muss den Kuss unterbrechen, da ich lachen muss.
Dan sieht mich fragend an.
„Du bist so süß!“ grinse ich und ziehe ihn wieder zu mir.
Ich streichle ihm zärtlich seinen Nacken, während er sich zu meinem Hals vorarbeitet.
Seine Hand wandert unter mein Shirt und ich genieße seine Berührungen.
Ohne langes Zögern fliegen unsere Oberteile im hohen Bogen durchs Wohnzimmer.
Unsere Küsse werden fordernder.
Schließlich haben wir ja beide eine etwas längere Auszeit in punkto Sex gehabt...
Nach unserer kleinen, mehr oder weniger, sportlichen Betätigung liegen wir immer noch engumschlungen auf der Couch.
„Ich freue mich das du da bist, Dan!“ unterbreche ich die Stille und kuschle mich näher an ihn ran.
Geht das überhaupt noch bei der kleinen Couch!?
„Schade nur, dass ich heute Nacht wieder zurück muss!“
„Mmh!“ antworte ich, „Habt ihr noch mal ein paar Tage
frei oder...?
“Nee, wir müssen ab morgen durcharbeiten!“
“Echt, shit, ich habe mich ja gar nicht von den Anderen richtig
verabschiedet!“ bemerke ich.
„Da hieß es ja auch noch, dass wir 2 Tage am Ende der
Tour frei hätten und da wollten wir ja zu euch kommen!“
“Manno!“ meine ich trotzig.
„Aber Jen?“
Ich schaue ihn an.
„Hast du Lust in deinen Semesterferien zu mir nach
Orlando kommen?“
“Du meinst die Ferien die jetzt kommen?“
Er nickt leicht.
„Auf jeden!“ antworte ich ihm, „Habt ihr da frei
oder?“
“Nein, nicht direkt...also...aber dort stehen nur Proben für die Tour an und
zwischendrin haben wir auch mal ein paar Tage frei, denke ich!“ stottert er
herum.
„Klar, ich kann ja noch Elke fragen ob sie mit will! Wir
haben doch beide Geld zur Seite gelegt für die Semesterferien! Und ich denke
sie hat auch nichts dagegen, euch mal wieder in Orlando zu besuchen!“
“Cool!“ gibt er happy von sich.
„Meinst du wir können dann einen Abstecher bei deiner Familie machen?“ will ich von ihm wissen.
„Das lässt sich bestimmt einrichten!“ grinst er und umarmt mich fest.
Der Tag ging für meine Verhältnisse viel zu schnell rum.
Gerade wurde Dan von seinem Taxi abgeholt und ist schon wieder auf dem Weg zum Flughafen! Trotz allem habe ich unsere gemeinsamen Stunden unheimlich genossen!
Ihn wieder zu haben...zu wissen, dass er wieder ein großer Teil in meinem Leben ist macht mich sehr glücklich...
4 Wochen später, die Jungs und Janie sind schon seit einiger Zeit wieder in den Staaten. Und Elke und ich haben endlich unsere langersehnten Semesterferien.
„Mach die Tür auf, Elke!“ hämmere ich gegen die Badezimmertür.
„Bin gleich fertig, warte kurz!“
Schon wieder ein Morgen an dem mir übel ist.
“Elke, bitte! Du kannst auch gern den Boden wischen!“
Keine Sekunde später ist die Tür offen, ich stürme rein und beuge mich über
die Kloschüssel. Gerade noch rechtzeitig.
„Das ist schon das dritte Mal in der Woche!“ bemerkt
Elke klug als ich die Spülung drücke.
“Ich glaub ich hab mir so ein Scheißvirus eingefangen!“ stöhne ich und
gehe zum Waschbecken.
„Kann sein, warst du schon beim Arzt...vielleicht bist du
ja...!“
“Nein, bin ich nicht, Elke. Seitdem wir mit Isa und den Anderen indisch essen
waren, habe ich diese Übelattacken. Ich hab mir bestimmt ne Magenverstimmung
von dem Essen eingefangen!“ erkläre ich ihr.
„Geh trotzdem lieber zum Arzt!“
“Brauch ich nicht, ich hab meine Tage, ok. Also nichts mit schwanger sein!“
Elke gibt sich geschlagen und ich laufe wieder in mein Zimmer, schließlich muss
ich heute noch für 3 Stunden arbeiten gehen.
Ich schiebe den Einkaufswagen vor mir her und versuche mich krampfhaft an die Einkaufsliste zu erinnern, die mutterseelenallein auf dem Küchentisch liegt.
„Da liegt sie gut!“ brumme ich in meinen nicht vorhandenen Bart und bleibe vor den Joghurts stehen.
Stand auf dem Zettel irgendetwas von Joghurts?
Mein Gehirn ist nachdem Arbeiten heute so gut wie hinüber und jetzt soll ich mich auch noch an diesen Zettel erinnern!?
Das Klingeln meines Handys holt mich aus meinen Gedanken.
„Hey Dan!“ gehe ich ran.
„Na sweetie, geht es dir wieder besser?“ will er von mir wissen.
Woher weiß er jetzt schon wieder, dass ich mich momentan nicht bester Gesundheit erfreue, frage ich mich selber.
„Hä, woher weißt du...?“
“...Ich hab grad mit Elke telefoniert. Sie hat mir erzählt, dass es dir nicht
so gut geht!“
Typisch, konnte sie wieder nicht ihr loses Mundwerk halten.
„Es geht, so schlimm ist es nicht, Dan!“
“Geh trotzdem mal zum Arzt, vielleicht ist es was ernsteres!“ belehrt er
mich.
„So schnell wies gekommen ist, wird es auch wieder gehen!
Mach dir keine Sorgen!“
“Mmh!“ erhalte ich nur als Antwort, „Aber du hattest erst eine Bronchitis
und die fing auch nur mit ein paar Niesern an!“ belehrt er mich.
„Ja, mach dir kein Kopf! Und was macht ihr gerade?“
„Wir sind momentan bei den Proben und haben gerade eine
Pause, deswegen hab ich gedacht ich meld mich mal kurz bei dir!“
“Ist ja lieb!“ grinse ich.
„So bin ich nun mal!“ erwidert er.
„Jetzt nicht überheblich werden...“
“Ja, ich komme!“ schreit er in den Hörer.
„Sorry Jen, ich muss aufhören. Hast es ja gehört!“
“Ja, ich hab dich gehört!“ erwidere ich, worauf er ein wenig lacht.
„Ich meld mich. I
love u!“
”Ich dich auch, Bye!” antworte ich und lege auf.
Elke scheint also zu Hause zu sein, denke ich mir und wähle die Nummer.
„Ja?“ nimmt sie ab.
„Ich bin es. Sag mal könntest du mir mal die Einkaufsliste vorlesen, ich hab sie vergessen mit zunehmen und jetzt stehe ich völlig verwirrt im Supermarkt und weiß nicht was ich einkaufen soll!“ erkläre ich ihr mein kleines Problem.
„Klar und wo liegt sie?“ will sie wissen.
„Auf dem Küchentisch!“ antworte ich ihr.
„Ja, da liegt die Liste gut!“ meint sie ironisch,
„Hat dich Dan erreicht?“
“Jop, hab grad mit ihm telefoniert. Musstest ihm ja wieder erzählen, dass es
mir nicht so gut geht, hä?“
„Nanana...“ singt Elke mir einen vor und ich muss lachen.
„Komm egal jetzt. Hast du den Zettel?“
“Ja, also wir brauchen Käse, Milch, Äpfel, Coke....“
Eine halbe Stunde später sitze ich im Wagen und fahre nach Hause. In 1 ½ Wochen fliege ich zu den Jungs nach Orlando, denke ich mir vergnügt. Und Elke wird auch am Start sein.
Ich bin froh, dass Dan und ich unsere Beziehung wieder in den Griff bekommen haben. Man merkt uns beiden an, dass es uns jetzt besser geht...ok, wenn ich mir meine Übelattacken wegdenke. Aber sonst geht es mir blendend, ich habe Semesterferien, über das Wetter kann man sich auch nicht beklagen, mein Süßer hat mich heute schon angerufen...
„Bin wieder da!“ schreie ich in einer schrillen Lautstärke, als ich die Wohnung betrete.
„Kaum zu überhören!“ höre ich von ein paar Leuten aus dem Wohnzimmer.
Verdutzt laufe ich herein und sehe Jay, Elke, Isa, Marc, Thomas, Marie, Laura und ihren Süßen im Wohnzimmer sitzen.
„Hey!“ begrüße ich sie lachend.
„Tag Jen!“
Ich laufe in die Küche und räume das ganze Zeug erst mal in die Schränke. Mit meinen Schokokeksen bepackt, laufe ich zurück ins Wohnzimmer und setze mich zu den Anderen.
„Warst du einkaufen?“ will Jay sofort wissen, ich nicke und er sprintet zum Kühlschrank.
„Lass uns aber was übrig!“ ruft Elke ihm hinterher.
„Wollt ihr einen?“ frage ich meine Leuts und strecke ihnen die XXL-Kekspackung hin.
„Klar!“ grinst mich Marie an und nimmt sich 2 Kekse.
„Sonst keiner!“
Kopfschütteln.
„Ok, dann bleibt mehr für mich!“ grinse ich und beiße von meinem ersten Keks ab.
„Seit ihr dabei?!“ will Marc von uns wissen.
„Klar auf jeden, ich muss mich aber noch umziehen! So gehe ich bestimmt nirgendwo hin!“ antworte ich ihm und greife nach einem Keks.
Hallo? Meine Hand verschwindet in der Packung. Keine mehr
da...ich schnappe mir die Packung und schaue verwundert rein!
“Was machst du denn?“ fragt mich Elke irritiert.
„Die Keks sind alle!“ bemerke ich.
„Alles leer?“
Ich nicke.
„Was ist denn mit dir los? Du hast jetzt innerhalb von einer halben Stunde die große Schachtel allein verputzt?“ fragt mich Jay.
„Ja, ich hatte halt Lust auf Kekse!“ rechtfertige ich mich.
„Ich will nie wieder von euch hören, dass ich verfressen bin! Ok?“ wirft er grinsenderweise in die Runde.
„Bin im Zimmer und zieh mich um!“ verkündige ich, stehe auf und strecke Jay demonstrativ die Zunge raus.
„Och, jetzt ist sie beleidigt!“ ruft er mir hinterher.
„Ok, können los!“ rufe ich 15 Minuten später und komme rausspaziert.
„Wunderbar!“ alle stehen auf und schnappen sich ihre Jacken.
„Gehen wir vorher noch was essen?“ frage ich, worauf mich 8 entsetzte Gesichter anschauen.
„Du hast noch Hunger?“
“Ja, ich hab doch nur Kekse gegessen!“ antworte ich.
„Ok, hab nichts dagegen!“ grinst Laura.
„Jen, geh bitte mal zum Arzt!“ fängt Elke wieder mit dem Thema an.
„Warum denn? Mir geht es schon besser!“ ich tänzel vor ihren Augen herum um meine Aussage zu unterstützen.
„Wenn man aber eine Magenverstimmung hat, ist der Appetit normalerweise nicht so groß!“ erklärt sie mir.
„Vielleicht habe ich dann einen hungrigen Virus!“ ziehe ich sie auf, worauf sie mich mit ihrem Du-mich-auch-Blick ansieht..
„Hör auf damit, ich mach dir morgen einen Termin beim
Frauenarzt!“
“Nein, ist ok. Lass das mal meine Sorge sein!“
“Und was ist wenn du schwanger bist?“
Das Gespräch der Anderen verstummt.
„Jen?“
“Keine Sorge, ich bin nicht schwanger!“ werfe ich in den Raum.
„Ich mein nur!“ erwidert Elke.
„Hör jetzt auf damit, bitte!“ meine ich und sehe sie dabei eindringlich an.
Seit gut einer Woche hatte ich keine Übelattacke mehr und Elke hat endlich wieder aufgehört mich mit einem Arzttermin zu jagen. Wir genießen unsere Ferien und der Tag des Abfluges rückt immer näher. Ich freue mich schon so wahnsinnig drauf.
„Wollen wir heute in einen Club gehen?“ fragt mich Elke
und ich sehe von meinem Buch auf.
“Heute?“
Sie nickt.
„Okaaay!“ grinse ich sie an.
„Ich freue mich schon auf Orlando!“ wirft Elke plötzlich in den Raum.
„Frag mich mal, ich kann es kaum erwarten ihn endlich
wieder im Arm zu haben!“
“Ich muss sagen, ich bin froh, dass du dich mit der Pfeife wieder versöhnt
hast!“ grinst sie.
„Ja, ich auch!“ antworte ich ihr und stehe auf, um mich für den Abend fertig zumachen.
„In welchen Club wolln wir denn gehen?“ höre ich Elke von der Küche schreien.
„Keine Ahnung, wie wär’s mit dem Cuba!?“
„Ähm...ok!“ schreit sie mir als Antwort zurück.
Um 5 Uhr morgens kommen Elke und ich erschöpft wieder nach Hause.
„Ich bin so am Arsch!“ jammere ich ihr einen vor und laufe zum Kühlschrank.
Elke schaut zu mir rüber.
„Bin nur durstig!“
Ich wedle mit der Milchpackung und Elke scheint zufrieden zu sein.
„Willst du auch was?“
“Nee, danke!“ ruft sie mir zu.
Ich nehme einen großen Schluck und...mein Magen dreht sich um...nicht schon wieder.
Schnell stelle ich mein Glas ab, renne ins Bad und knalle die Türe hinter mir zu.
„Jen, alles ok?“ höre ich Elke aus ihrem Zimmer rufen.
Ich kann ihr nicht antworten, da ich mit einer anderen Sache beschäftigt bin.
„Jen?“ ich höre Schritte von draußen und keine Sekunde später öffnet sich die Badezimmertüre.
„Shit!“
Elke kommt auf mich zugelaufen, schnappt sich einen Haargummi und bindet mir meine Haare zusammen.
„Geht es wieder?“ fragt sie mich besorgt, ich nicke und drücke die Klospülung.
„Fuck...verdammte Scheiße!“ fluche ich.
„Was war denn jetzt?“
“Keine Ahnung, mir ging es den ganzen Abend gut und als ich ein Schluck von
der Milch genommen habe, hat sich plötzlich mein Magen umgedreht und dann...ja,
hast mich ja gesehn!“ erzähle ich ihr.
„Tue es mir zuliebe...bitte geh mal zum Doktor!“ fängt Elke erneut an.
„Ja, ich mache mir morgen einen Termin beim Hausarzt!“ gebe ich endlich nach.
„Nein, ich meine bei deiner Frauenärztin!“
„Ich kann gar nicht schwanger sein...ich hatte meine Tage, habe nie die Pille vergessen und ja, es kann einfach nicht sein!“
„Trotzdem!“ meint sie trotzig, „Warst du nicht
krank...“
Wir beide schauen uns mit großen Augen an.
„Antibiotika!“ rufen wir beide gleichzeitig.
Elke setzt sich zu mir auf den kalten Boden und nimmt mich vorsichtig in den Arm.
„Frau Schwarz, bitte!“
2 Tage später sitze ich erneut im Wartezimmer eines
Arztes, nur diesmal bei meiner Frauenärztin. Morgen geht endlich unser Flug
nach Orlando.
Ich schaue von meinem tollen Frauenmagazin auf, man gerade jetzt wo es spannend
wurde, denke ich mir trotzig und stehe langsam auf.
„Raum 2, bitte!“ meine die Arzthelferin und zeigt mir wo ich lang gehen soll.
„Danke ihnen!“ antworte ich und laufe herein.
Wie sollte es auch anders sein, ist von der Ärztin keine Spur, also setz ich
mich hin und warte.
Aus Nervosität spiele ich wie immer mit meinen Haaren.
Was wenn ich wirklich schwanger bin? Wie wird Dan reagieren? Wie werde ich reagieren?
Was werden meine Eltern sagen? Sollte ich das Kind dann behalten?
„Guten Tag Frau Schwarz!“
Die Ärztin holt mich aus meinen Gedanken.
„Hallo Frau Dr. Oswald!“ ich strecke ihr meine Hand hin.
„Es scheint ein Notfall zu sein, wie es mir scheint, sonst wären sie nicht so schnell dran gekommen!“ fängt Frau Dr. Oswald an und setzt sich auf ihren Stuhl.
„Ja so in der Art, ich habe seit einiger Zeit Übelattacken und...zuerst dachte ich es wäre nur eine Magenverstimmung, na ja das hoffe ich eigentlich immer noch, da ich meine Tage und die Pille nicht vergessen habe. Aber auf jeden Fall, musste ich durch eine Bronchitis bedingt, Antibiotika nehmen und jetzt wollte ich doch lieber mal zum Arzt...um sicher zu gehen!“ erzähle ich der Ärztin.
Sie nickt.
„Sie hatten also Geschlechtsverkehr, als sie ihre
Medikamente nehmen mussten?“
“Ähm...ja!“ antworte ich.
„Bei Einnahme von manchen Medikamenten, vor allem bei
Antibiotika, verliert die Pille ihre Wirkung und demnach auch ihren Schutz vor
einer Schwangerschaft!“
“Ja, deswegen bin ich hier! Aber da ich meine Tage bekomme...“
“Das sie ihre Periode weiterhin haben, ist nichts Neues. Einige meiner
Patientinnen haben bis zum 7. Monat ihre Tage bekommen!“ erwidert sie und ich
schaue auf den Boden.
„Oh Gott!“ flüstere ich leise.
„Am besten wir untersuchen sie mal, bevor wir
irgendwelche Vermutungen aufstellen. Würden sie bitte ihr Oberteil
hochziehen?“
Ich befolge die Anweisungen der Frauenärztin und lege mich geistesabwesend auf
die Liege und ziehe mir mein Oberteil hoch.
Frau Dr. Oswald setzt sich auf den Hocker und schiebt das Ultra-Schall-Gerät zu sich.
„Jetzt könnte es ein bisschen kalt werden!“ grinst sie
und verteilt das Gel auf meinen Bauch.
Ok, ruhig, bleib ganz ruhig, du wirst schon nicht schwanger sein, versuche ich
mich selber zu beruhigen.
„Dann wollen wir mal sehen!“
Sie drückt dieses Gerät auf meinen Bauch, starrt gebannt auf den kleinen Monitor und bewegt das Ultra-Schall-Gerät hin und her.
Minuten voller Stille füllen den Raum.
„Also, ich würde sagen...“ sie stockt und ich muss schlucken.
Bitte nicht...was soll ich bloß machen, wenn ich schwanger
bin?
Wird Dan bei mir bleiben?
Ich kneife ängstlich meine Augen zusammen.
„...es sieht ganz so aus...“
„Wir beginnen in den nächsten Minuten mit unserem Landeanflug auf Orlando, setzen sie sich bitte wieder auf ihre Plätze und schnallen sich an!“ ertönt es aus dem Lautsprecher des Flugzeuges.
Endlich sind wir gleich da, denke ich mir und lege mir den Gurt um.
Ich weiß gar nicht wie ich das Dan jetzt sagen soll? Dan du wirst Papa? Oder lieber erst mal vorsichtig herantasten, was er denn von einem Baby hält? Vielleicht sollte ich es auch abtreiben? Aber ich habe dieses kleines Geschöpf auf dem Ultra-Schall gesehen...ich kann es doch nicht einfach umbringen!
„Jen alles ok?“ holt mich Elke aus meinen Überlegungen.
Ich nicke.
„Ich denke nur gerade wieder an das Baby und wie ich es Dan am besten sagen könnte!“ antworte ich ihr.
Sie nimmt meine Hand und drückt sie.
„Sag es ihm so schnell wie möglich, er hat ein Recht zu erfahren, dass du von ihm schwanger bist und er Papa wird!“
„Ja, du hast gut reden!“ raune ich Elke an, entschuldige mich aber sofort wieder bei ihr.
Ob ich es zugeben will oder nicht, aber sie hat indem Punkt
einfach Recht.
Währenddessen stehen die 5 in der Empfangshalle und warten darauf, dass unser Flieger aus Deutschland endlich landet.
„Ich freu mich, dass Elke und Jen für 2 Wochen zu uns kommen, schade das Janie mitten in den Proben steckt und nicht auch kommen kann!“ bemerkt Jake und zieht sich seine Mütze zurecht.
„Ja, darüber hat sich Jen auch schon einige Male beschwert!“ erwidert Dan und sieht erneut auf seine Uhr, „Langsam müsste der Flieger aber mal landen!“
„Sie werden gleich da sein Dan!“ grinst Erik, „Kein Stress!“
„Ok!“ ich atme langsam aus, gleich wird es soweit sein!
Elke knufft mich in die Seite und hievt ihren Koffer vom Band.
„Mach dir keinen Kopf!“
Ich nicke und schnappe mir ebenfalls meinen Koffer.
„Evtl. werde ich es ihm heute schon sagen!“ bemerke ich als wir auf den Weg zur Empfangshalle sind.
„Würde ich auch sagen, Jen!“
“Ok, ich werde es ihm also heute erzählen!“ wiederhole ich meine Worte und
versuche mir gleichzeitig selber ein bisschen Mut zu machen.
„Sind sie das nicht?“
Trevor zeigt in unsere Richtung.
Dan streckt sich.
„Jop, da kommen sie endlich!“
“Elke...Jen!“ ruft Ash und fängt an zu winken.
Wir beide schauen auf und sehen die 5 einige Meter entfernt stehen.
„Schau, da steht dein Dan ja schon!“ meint Elke zu mir und nickt mit dem Kopf in seine Richtung.
„Fragt sich, wie lange er noch mein Dan ist!“ erwidere
ich, worauf ich von Elke einen bösen Blick erhalte.
“Hör auf so einen Müll von dir zu geben!“ raunt sie mich an.
„Sorry!“ meine ich kleinlaut, schaue nach vorne und sehe auch schon Dan schnellen Schrittes auf mich zulaufen.
„Hi cutie, ich dachte schon ihr kommt gar nicht mehr!“ grinst er mich an und im nächsten Moment bin ich in seinen Armen versunken.
„Hi!“ antworte ich und grinse ihn an.
Wie habe ich ihn doch vermisst.
Er streichelt mir über die Wange und im nächsten Augenblick spüre ich auch schon seine Lippen auf meinen.
Elke wird erst mal von dem Rest der Meute in Beschlag genommen und mit Küsschen und Umarmungen stürmisch empfangen.
„Ich hab dich vermisst!“ bemerke ich, als Dan und ich zu den Anderen laufen.
„Ich dich auch!“ antwortet er mir und gibt mir einen vorsichtigen Kuss auf die Stirn.
„Und was ist bitteschön mit uns!“ kommt es von Trevor der mit verschränkten Armen vor uns steht.
„Euch habe ich doch auch vermisst ihr Knalltüten!“ lache ich und nehme ihn, genauso wie die anderen Jungs, ebenfalls in den Arm.
„Das hoffen wir auch!“ grinst Erik und drückt mich eine Runde.
Jetzt hätten wir alle begrüßt!
Ich grinse ihn breit an und plötzlich muss ich wieder daran denken, dass ich schwanger bin. Für einen kurzen Augenblick hatte ich diese Tatsache vergessen...oder vielleicht doch verdrängt!?
Ashley und Dan haben sich unsere Koffer geschnappt und gemeinsam laufen wir jetzt nach draußen. Die Jungs sehen mit ihren Mützen und den Sonnebrillen unheimlich knuffig aus. Bis jetzt wurden sich noch von keiner Person erkannt, ein Glück auch, Elke und ich sind nämlich ziemlich fertig. Kein Wunder wenn man den ganzen Flug nur 2 Stunden geschlafen hat.
Ohne Traffic sind wir jetzt bei den Jungs daheim angekommen. Dan hat meinen Koffer sofort in sein Zimmer gebracht und sitzt nun grinsend auf seinem Bett.
„Was?“ frage ich ihn.
„Nichts!“ antwortet er mir mit einem schelmischen Lächeln.
Ich öffne meinen Koffer und fange an meine Sachen auszupacken, schließlich muss ich mich hier für die nächsten 2 Wochen heimisch fühlen. Obwohl das wirklich kein Problem ist!
„Warte ich helfe dir!“ ertönt es plötzlich von Dan,
er steht auf und kommt auf mich zu gelaufen, „Aber nur wenn ich ein Kuss
bekomme!“
“Das ist Bestechung Dan!“
„Nein, nur ein kleiner Lohnvorschuss!“ grinst er frech.
„Ähm...na gut!“ antworte ich und ziehe ihn zu mir.
Bekommt der gute Dan also einen Kuss.
„Hmm!“ kommt es von Dan als ich mich von ihm löse.
„Blödel!“ lache ich und schlage ihn auf seinen Arm.
„Was, warum bin ich jetzt ein Blödel!?“ fragt er mich.
„So halt!“ antwortet ich trotzig und drücke ihm meine
Schuhe in die Hand, „Stelle keine Fragen, sondern arbeite!“
“Ok, Sir!“ grinst er, öffnet seine Zimmertüre und bringt die Schuhe runter
in den Flur.
Sollte ich es ihm vielleicht jetzt schon sagen, überlege ich mir. Wir sind gerade alleine und...
„Jen, die Anderen lassen fragen ob wir mit ihnen einen Film schauen wollen?“ holt mich Dan aus meinen Überlegungen.
„Klar, warum nicht!“ antworte ich.
Ok, dann verschiebe ich das Ganze auf später!
Ich räume meine Shirts, Jacken, Unterwäsche und die Hosen usw. in den Schrank und klappe meinen Koffer zu.
„Fertig!“ meine ich und schiebe das Teil unter sein Bett.
Zahnbürste, Schminke etc. stehen noch auf seinem Tisch, aber das kann ich auch noch später verräumen.
„Ok, dann komm!“ grinst Dan und streckt mir seine Hand entgegen.
Das lasse ich mir natürlich nicht 2mal sagen und so trotten wir gemeinsam zu den Anderen ins Wohnzimmer.
„Dan, Jen was wollt ihr sehen?“ wirft uns Erik sofort an Kopf, als er uns beide entdeckt.
„Was habt ihr denn da?“
„Also
Austin Powers, Matrix, Rush Hour 2...“
”Wie wär’s mit dem?” ich schaue fragend in die Runde.
„Bin dabei!“ unterstützt mich Trev und auch Jake, Elke und Dan sind dafür.
Also schnell auf die Couch, bevor sich die Jungs wieder richtig breit machen, den Film schaun und den Gedanken an das bevorstehende Gespräch verdrängen.
Mitten im Film fällt mir auf, dass Elke des öfteren ernst in meine Richtung sieht.
Als wir kurz Blickkontakt haben, zieht sie ihre Augebraue hoch um mich wohl an mein Vorhaben zu erinnern. Sie hat schon wieder Recht, ich sollte es ihm endlich sagen...
„Dan, kann ich mal mit dir reden?“ frage ich ihn
vorsichtig.
„Was ist Jen? Du hörst dich so ernst an! Ist was passiert?“ überhäuft er
mich mit Fragen.
„Es gibt etwas was du wissen solltest!“ antworte ich und sehe das die Jungs uns bzw. mich verwirrt anschaun.
Elke, da sie weiß worum es geht, wirft mir einen aufmunternden Blick zu.
„Klar, gehen wir in mein Zimmer?“ will er leise von mir wissen und ich nicke, stehe auf, nehme seine Hand und ziehe ihn in Richtung Zimmer.
Dan dreht sich noch mal unsicher zu den Jungs und Elke um.
„Was ist mir ihr?“ will Ash von Elke wissen.
“Das erfahrt ihr schon noch!“ wimmelt sie ihn ab.
„Jen, was ist denn los? Du machst mir irgendwie Angst!“ kommt es von Dan, als wir die Treppe zu seinem Zimmer hoch laufen.
„Gleich Dan!“
Ich öffne die Tür seines Zimmers und setze mich im Schneidersitz auf sein Bett. Dan schließt die Türe und bleibt dann vor mir stehen.
„Sag bitte was los ist?“
Ich lege meine Hand auf den Platz nehmen mir und hoffe er versteht, dass ich
darauf hinaus will, dass er sich zu mir setzt.
„Dan...ich weiß gar nicht, wie ich dir das jetzt am
besten sagen soll!“ fange ich langsam und stockend an, nachdem er sich zu mir
gesetzt hat.
“Willst du dich von mir trennen? Ist es das?“
Ich schaue auf und sehe in seine ängstlichen und traurigen blauen Augen.
„Nein!“ antworte ich ihm verwirrt, „Natürlich
nicht!“
Sein Gesichtszüge entspannen sich.
„Es ist so....“ ich hole tief Luft, „ich hatte doch
die Bronchitis und musste doch Antibiotika einnehmen!“
Er nickt und sieht mir immer noch fragend in die Augen.
„Ich...ich!“
Wie soll ich es ihm jetzt bloß sagen, frage ich mich selber?
“Ich war doch beim Arzt wegen
diesen Übelattacken von denen dir Elke am Telefon erzählt hat!“
Erneutes Nicken.
„Ich dachte es wäre eine Magenverstimmung, aber die Ärztin hat mich eines besseren belehrt. Ähm... Dan... ich bin schwanger!“ bringe ich kleinlaut heraus und senke meinen Blick, da ich Angst vor seiner Reaktion habe.
„Du bist was?“ kommt es von ihm, „Wirklich jetzt?“
“Ja! Ich bin schwanger Dan!“ wiederhole ich meine Worte und schaue auf.
Er sieht mich mit großen Augen an und steht im nächsten Moment ohne ein weiteres Wort zu sagen von seinem Bett auf und öffnet die Türe von seinem Zimmer.
„Dan, warte bitte!“ meine ich zu ihm und stehe ebenfalls auf.
Er läuft weiter ohne auf mich Rücksicht zu nehmen.
„Dan!“ rufe ich ihm verzweifelt hinterher.
Ich hätte mich doch erst mal an das Thema herantasten sollen ,werfe ich mir selber vor. Scheiße!
Er bleibt im Wohnzimmer vor den Jungs stehen, die ihn fragend anschaun.
„Dan, bitte!“ meine ich den Tränen nahe.
„Jungs, wisst ihr was?“ er macht eine kleine Pause.
Ich bleibe abrupt hinter Dan stehen.
„Ich werde Papa!“
„Wie jetzt?“ meinen Erik und Ash gleichzeitig.
„Ich werde bald ein Daddy sein!“ grinst er, dreht sich zu mir um und nimmt mich in den Arm.
Soll ich das jetzt verstehen? Ich sehe ihn verwirrt an.
Sein Gesicht kommt immer näher...aber kurz bevor sich unsere Lippen treffen hält er inne.
„I love u so much!“ flüstert er mir zu und im nächsten Moment erhalte ich einen leidenschaftlichen Kuss von ihm.
„Unser Dannyboy wird Vater!“ höre ich von der Couch her und löse grinsend den Kuss.
Die Jungs stehen auf, kommen auf uns Beide zu und nehmen uns in den Arm.
„Da hast du ja wortwörtlich einen Volltreffer gelandet!“ grinst Trev und klopft Dan freundschaftlich auf die Schulter.
Dan nickt nur stolz.
Elke ist jetzt ebenfalls aufgestanden, hat Dan kurz umarmt
und steht jetzt bei mir.
“Schau, es lief doch bestens. Dan ist stolz wie sonst was!“ flüstert sie
und ich sehe sie erleichtert an.
Ich dachte wirklich, dass es jetzt alles vorbei wäre, als Dan ohne ein Wort zu sagen aus seinem Zimmer rausgelaufen ist und selbst auf meine Rufe nicht reagiert hat.
„In welchem Monat bist du? Erkennt man schon was? Tritt das Baby schon? Wird es ein Mädchen oder ein Junge? Habt ihr schon einen Namen? Hast du schon ein Ultraschall?“ bombardieren mich die Jungs, allen voran Dan, plötzlich mit Fragen, nachdem sie den anfänglichen Schock überwinden haben.
Ich muss lachen.
„Also, ich bin noch nicht ganz im 2. Monat, also noch
recht am Anfang. Das Baby tritt noch nicht und ob es ein Mädchen oder ein Junge
wird, weiß ich, sorry wissen wir noch nicht. Die Ärztin konnte es bei der
Untersuchung nicht genau erkennen. Namen sind noch keine vorhanden, für Vorschläge
sind wir jederzeit offen und ähm...was war noch?“
“Hast du ein Bild von unserem Kind?“
Unser Kind, Dan sagte gerade ein Bild von unserem Kind!
Ich gehe ohne ein Wort zu sagen, auf ihn zu und küsse ihn.
„Ich hatte so Angst vor deiner Reaktion!“ flüstere ich ihm zu, worauf er mich in den Arm nimmt.
„Warum? Hast du gedacht ich wäre gegen das Kind?“
Ich nicke leicht.
„Ich weiß es nicht! Wir haben doch immer davon geredet, dass wir uns mit dem Kinderkriegen Zeit lassen und ich erst mein Studium beende und du dich auf deine Karriere konzentrierst. Und dann, dass mit unserer Trennung...ich wusste einfach nicht wie du reagieren würdest....“ bringe ich kleinlaut heraus, „Es ist doch so plötzlich!“
„Eigentlich ja schon, aber Jen wir werden Eltern, verstehst du? Du wirst eine Mum und ich ein Dad!“ strahlt er mich an, „Wir lieben uns und...oh man ich kann es noch gar nicht glauben!“
„Und hast du jetzt ein Bild von dem Knirps!“ bohrt Trev hibbelig nach.
„Jop, ich geh es kurz holen!“
Ich laufe hoch in Dans Zimmer und komme kurz darauf mit meinem Mutterschaftspass und dem ersten Ultraschallbild runter.
Dan kommt sofort auf mich zu, umarmt mich von hinten und stützt seinen Kopf auf meine Schulter.
„Also das ist das Bild!“ meine ich und zeige den Jungs das Ultraschallbild.
„Das ist ja schwarz-weiß!?“ bemerkt Ash, „Ich
erkenne ja gar nichts!“
“Wo ist denn da der Kopf, Jen?“ schaut mich jetzt auch Erik fragend an.
Ich muss lachen.
„Also, seht ihr das hier?“ ich schaue auf und die Jungs nicken.
„Das ist der Kopf und hier ist der kleine Körper mit den Händen!“ erkläre ich, zeige aber gleichzeitig auf das Ultraschallbild, damit die Jungs die Körperteile auch erkennen.
„Wo war der Kopf noch mal?“ kommt es jetzt von Dan.
„Hier!“ antwortet Jake für mich und zeigt auf das
Photo, „Right?“
Ich nicke und er lächelt Dan stolz an.
„Was meint ihr was es wird...Junge oder Mädchen!?“ grinst Ash und denkt angestrengt nach.
„Keine Ahnung, ich muss nach dem Urlaub wieder zur Frauenärztin und dann wird sie es mir sagen!“ erzähle ich.
Elke steht immer noch mit einem breiten Grinsen neben mir und hört sich amüsiert die Fragen der Jungs an.
„Und was ist das kleine Büchlein da?“
Dan zeigt auf den Mutterschaftspass.
„Das ist....“
Nachdem ich ihm erklärt habe, was es mit diesem Pass auf sich hat, nickt er
zufrieden.
Sind noch irgendwelche Fragen offen!?
„Ich glaube ich rufe jetzt mal Mike & Mike an!“ wirft Dan in die Runde, löst die Umarmung und läuft zum nächsten Telefon.
„Was die wohl dazu sagen werden!“ denke ich laut.
„Nichts, was sollen die Beiden denn groß sagen!?“ schaut mich Jake mit großen Augen an.
„Ich weiß auch nicht...kann ja sein!“ erwidere ich und lege meinen Pass inkl. Bild auf das Regal, dass gerade neben mir steht.
„Jop, du hast richtig verstanden Mike, ich werde Vater!“ hören wir keine Minute später Dan aus der Küche sagen.
„Sie hat es mir bzw. uns gerade gesagt....sie ist noch nicht ganz im 2. Monat....ja, wir werden es natürlich behalten, was denkst du denn...ok, dann sehen wir uns morgen. Bye!“
Am nächsten Morgen stehen Dan und ich früh auf. Ihre beiden Manager wollen mit uns ein Gespräch bezüglich der Schwangerschaft führen und kommen so recht früh am Morgen in das Haus der Jungs.
„Irgendwie bin ich ein bisschen nervös!“ meine ich zu Dan und schiebe mir einen weiteren Löffel Flakes in den Mund.
„Wegen Mike & Mike?“ schmatzt er.
Ich nicke.
„Brauchst du nicht!“
“Hör auf zu schmatzen Dan!“ ermahne ich ihn grinsend, er weiß genau wie
sehr mich dieses Geräusch nervt.
“Hä?“ grinst er und schmatzt weiter, wie so ein Bauer.
„Bäh!“ meine ich schmollend.
Dan steht mit seinen Flakes auf und kommt auf mich zu.
„Und jetzt auch noch für das Baby!“
Ich schaue ihn verwirrt an.
Er steckt sich einen weiteren Löffel Flakes in den Mund, stellt die Schüssel auf den Tisch, beugt sich zu mir runter, umklammert meine Taille und fängt an schmatzend seine Flakes zu essen.
„Dan!?“ fange ich an zu lachen.
„So, jetzt hat das Baby auch mal gehört, wie ich schmatzen kann! Ich bin ja schließlich jetzt ein Daddy!“ grinst er süß und ich ziehe ihn zu mir.
„Obwohl du manchmal schmatzt wie so sonst was, liebe ich dich!“
„Uff, da habe ich ja noch mal Glück gehabt!“ grinst er und küsst mich zärtlich.
„Würde ich auch sagen!“ erwidere ich, als wir den Kuss gelöst haben.
„Weißt du, auf was ich jetzt Lust hätte!?“
Dan sieht mich mit einem breiten Grinsen an und zieht mich im nächsten Augenblick wieder zu sich.
Die Türklingel unterbricht uns und Dan und ich fahren auseinander.
„Wird wohl nichts draus! Das werden Mike & Mike sein!“ bemerke ich.
„Oh man!“ meint er und läuft zur Tür.
„Ihr seit
euch im Klaren was das bedeutet oder?“
Dan und ich nicken.
„Das sind wir Mike, wir haben uns beide, gestern Abend lang darüber unterhalten!“ antworte ich ihm, „Über unsere Zukunft, das Kind, wie wir das den Fans beibringen...“
„Gutes Stichwort, wie habt ihr euch das vorgestellt?“
Ich schaue zu Dan.
„Entweder so, dass die Fans von selber drauf kommen oder das die Jungs und ich eine Pressekonferenz geben!“
„Anders wird es auch nicht gehen, wenn du nichts davon erzählst, werden sich eure Fans hintergangen fühlen!“
„Ok, dann die Pressekonferenz!“ erwidert Dan.
“Ich hoffe, ihr könnt euch noch daran erinnern, dass ihr vor ein paar Wochen
getrennt wart oder?“
“Mike, was soll denn jetzt der Scheiß!?“ will Dan gereizt von ihm wissen.
„Ich mein nur, du weißt wir wollen nur eure Bestes! Ihr
sollt bloß nicht überstürzt handeln!“
“Wir sind beide Erwachsen und auch in einem Alter, wo wir uns über unsere
Entscheidungen im Klaren sind und mit den Folgen bzw. mit dem was auf uns
zukommt umgehen können!“ erklärt ihm Dan.
„Ok, das wollte ich eigentlich von euch hören!“ grinst einer dieser Mikes.
„Wir bekommen das schon hin! Wir werden die Termine einfach ein wenig reduzieren und so verlegen, dass ihr euch am Ende der Schwangerschaft und nach der Geburt öfters sehen könnt, ok?“ grinsen uns beide an.
„Wirklich?“ frage ich nach.
„Was denkt ihr denn und jetzt lasst euch endlich mal drücken.
Ich hab genug davon, den bösen Manager zu spielen, ich will euch endlich
gratulieren!“
Mike steht auf und keine Sekunde später habe ich ihn auch schon im Arm.
„Wie jetzt?“ frage ich verwirrt nach.
„Jen, denkst du wir sind solche Typen!? Wir werden natürlich probieren euch soviel Zeit wie möglich zur Verfügung zu stellen! Euch scheint die Sache schon sehr ernst zu sein, also probieren wir das Beste Dans Karriere und das Kind unter einen Hut zu kriegen!“
Ich blicke immer noch verwirrt zu Dan, der ebenfalls stürmisch von Mike beglückwünscht wird. Ihm scheint es genauso zu gehen wie mir...immerhin!
„Wir setzen die Pressekonferenz für übermorgen an, ok?“
Dan nickt.
„Morgen zusammen!“ ertönt es plötzlich von einem total verpennten Ashley.
„Na!?“ grinse ich ihn an.
„Störe ich grad oder...?“
“Wir haben alles geklärt Ash, in 2 Tagen ist die Pressekonferenz und dann
werden wir sehen, wies weitergeht!“ erklärt ihm Mike.
Aber an dem Gesichtsausdruck von Ash kann ich erkennen,
dass er gar nicht verstanden hat, worum es geht!
“Pressekonferenz?“ kommt es zwischen einem Gähner von ihm.
Wusste ich es doch!?
„Ja, wegen der Schwangerschaft von Jen!? Dan wird Vater! Ashley?“
„Ah ja!“ grinst er und schlägt sich gegen die Stirn.
Mike & Mike grinsen, packen ihre Sachen zusammen und verabschieden sich keine 5 Minuten später von uns.
„Genießt euren letzten freien Tag noch!“ rufen sie Dan und Ash noch zu, die Anderen liegen ja immer noch in ihren Betten.
„Wollt ihr auch was essen?“ will Ash von uns wissen.
„Nee, wir haben schon gefrühstückt Ash!“ antworte ich ihm.
Er nickt und verzieht sich mit seinen Flakes ins Wohnzimmer.
„Das Gespräch mit denen war ja jetzt seltsam!“
„Total!? Ich hab gar nicht so recht verstanden, worauf sie eigentlich hinaus wollten!“ erwidert mir Dan.
„Egal jetzt, sie haben versprochen eure Termine ein wenig zu reduzieren und dafür bin ich ihnen schon recht dankbar!“
„Wie sollen wir unser Kind eigentlich nennen?“ fängt
Dan plötzlich aus heiterem Himmel davon an.
Wir 2 sitzen gerade im Garten.
„Keine Ahnung, welche Namen findest du denn toll?“
“Ähm...also bei Jungs mag ich den Namen....Daniel!“ grinst er mich
schelmisch an.
„Wir werden unser Kind, falls es ein Junge wird, nicht Daniel nennen!“ wiederspreche ich ihm.
„Warum? Gefällt dir der Name etwa nicht?“ will er entsetzt von mir wissen.
„Doch, er gefällt mir, aber ich finde es albern Kinder nach den Elternteilen zu benennen! Dann hätten wir dann Daniel, den Vater und Daniel Junior!? Hört sich doch blöd an!“