~Kapitel 1~
Dreamed you
�Wie Sie wissen, ist der Krieg ausgebrochen. Hier k�nnen Sie nichts machen, uns hat es noch nicht getroffen. Morgen werden Sie nach Amerika fliegen, dort brauchen Sie ihre Hilfe. Nun arbeiten Sie schon ein paar Jahre bei uns und sind eine hervorragende �rztin. Ihr Ticket, sie werden vom Flughafen abgeholt. Noch irgendwelche Fragen?�, mein Chef sah mich an und ich sch�ttelte den Kopf. Er erhob sich und streckte mir die Hand entgegen.
�Gut. Dann einen guten Flug und auf Wiedersehen.�, ich sch�ttelte ihm die Hand und verlie� das B�ro. Anschlie�end ging ich heim und fing an zu packen. Unschl�ssig stand ich vor meinem Kleiderschrank, bis jetzt hatte ich noch nie einen Krieg miterlebt und ich hoffte immer wieder, dass ich diese Erfahrung nie machen m�sste. Doch nun war es unvermeidlich, vielleicht w�rde es diesmal nicht so schlimm sein, wie in den anderen Kriegen. Welcher Krieg war nicht schlimm? Es war immer sinnlos, unz�hlige unschuldige Menschen sterben, weil die Pr�sidenten und Abgeordneten sich schon vorher in ihre Bunker verkriechen. Dann muss das Volk daran glauben. Ich habe Kriege immer verabscheut und mit diesen mache ich es genauso. Langsam fing ich an zu packen, der Koffer f�llte sich langsam und schlie�lich war ich fertig. Traurig blickte ich aus dem Fenster, es regnete gegen die Scheibe. Hier bin ich aufgewachsen, war nie lange von hier weg und wollte es auch nie. Nat�rlich flog ich auch gerne in den Urlaub und lernte neue Kulturen kennen. Nun musste ich weg und es war nicht sicher, ob ich jemals wieder zur�ckkommen w�rde. Ja, ich hatte Angst, vor der Zukunft, es ist alles so ungewi� und das macht mich fertig. Meine Freundin Julia war schon vor ein paar Monaten nach Amerika ausgewandert. Sie wollte etwas neues sehen, da war noch nicht Krieg. Vor ein paar Tagen rief sie mich an und sagte, dass es ihr gut geht und ich mir keine Sorgen machen m�sste. Vielleicht sollte ich sie anrufen und ihr sagen, dass ich zu ihr komme. Ich holte mir das Telefon und w�hlte ihre Nummer.
�Hallo?�, fragte sie in den H�rer.
�Hi Julia!�, meinte ich gutgelaunt.
�Hi Kim!�, nun klang sie genauso gl�cklich. Sie wusste noch nichts davon, dass ich bald kommen w�rde. Noch nicht.
�Wie geht�s dir?�
�Gut. Und dir?�, fragte sie mich und klang noch immer so fr�hlich.
�Gut. Weshalb ich anrufe, mein Boss hat mir heute gesagt, dass ich nach Amerika versetzt werde.� Stille herrschte am anderen Ende.
�Wirklich? Wegen diesem Krieg, nicht wahr?�, fragte sie unsicher und ich nickte.
�Ja. Oder glaubst du ich w�rde freiwillig weggehen?�, das war f�r mich typisch. F�r nichts in der Welt w�rde ich meine Heimat verlassen.
�Nein. Wo wohnst du denn?�, fragte sie mich und ich wusste, dass wir weiter nicht getrennt sein konnten.
�Nach New York. Du wohnst in Los Angeles, richtig?�, fragte ich und wusste, dass ich recht hatte.
�Ja. Vielleicht k�nnen wir uns einmal treffen?�, das w�re sicher witzig. Es ist schon ein paar Monate her, als ich sie das letzte Mal gesehen habe. Es war am Flughafen, ich vermisse sie.
�Ja. Wenn sich die Lage etwas entspannt hat. Ich rufe dich an, ok?�, fragte sie mich und ich l�chelte. Sie war immer so hilfsbereit und wollte, dass die Menschen gl�cklich sind.
�Ok. Ich freu mich. Bye, Julia.� Schade, dass wir schon wieder Schluss machen m�ssen.
�Ich mich auch. Bye, Kim.� Dann legte sie auf und erschien wieder so weit weg. Bald w�rde ich sie wiedersehen. Es war sch�n, aber was h�tte ich getan, um sie nicht unter diesen Umst�nden zu sehen.
An diesem Tag nahm ich noch ein Bad und ging dann schlafen. Doch richtig einschlafen konnte ich nicht, meine Gedanken kreisten immer wieder um den Krieg, die vielen Kranken und Verwundeten.
~Am n�chsten Morgen~
Mein Wecker klingelte und ich stand verschlafen auf. Der Flieger ging um 11 Uhr. Ich ging ins Bad und duschte. Die Kleidung f�r heute hatte ich mir schon herausgesucht. Ein leichtes Sommerkleid und ein Paar Sandalen. Ich zog es an und fr�hst�ckte. Dann nahm ich meinen Koffer und fuhr zum Flughafen.
Dort angekommen sah ich auf die Anzeigetafel und stellte fest, dass ich noch warten musste. Wie es wohl aussehen w�rde? Bis jetzt war ich noch nie in den USA gewesen, ich wollte Julia einmal besuchen, doch irgendwie kam immer etwas dazwischen. Nun war es soweit, doch dass ich wegen eines Krieges in dieses Land fliegen w�rde, h�tte ich nicht gedacht. Es war traurig, noch bevor ich weiter dar�ber nachdenken konnte, wurde mein Flieger aufgerufen.
Ich nahm mein Ticket und stieg ein. Die Stewardess f�hrte mich zu meinem Sitzplatz und ich fing an mich zu entspannen. Als ich die Wolken sah, vergass ich alles um mich herum. In dieser H�he erscheinen alles so klein. Endlich konnte ich wieder abschalten.
~Mehrere Stunden sp�ter~
Das Flugzeug landete, ich ging zum Kofferband und sah mich um. Dort stand ich schon einen Mann stehen, der ein Schild in der Hand hielt. �Kim Wang� Ein L�cheln huschte �ber meine Lippen, es sah so witzig aus. Langsam ging ich auf ihn zu und begr�sste ihn, wir stiegen in das Auto und er fuhr mich zu meiner Unterkunft.
W�hrend der Fahrt sah ich aus dem Fenster. Es sah aus wie in einer Geisterstadt, die Stra�en v�llig leer, H�user zerst�rt und verbrannte Autos. Ich war geschockt, bei mir zuhause war alles noch in Ordnung. Doch es k�nnte sich bald �ndern...
Ein Hund lag auf dem Gehweg, seine Pfote war verletzt. Insgesamt war er ziemlich schmutzig. �berall diese fehlende Sauberkeit, einfach schrecklich...
Man konnte mehrere Schlagl�cher auf der Fahrbahn erkennen, der Fahrer wich immer so gut es ging aus.
Das Auto hielt und ich war froh dar�ber. Ein Haus erstreckte sich vor mir, es sah noch ganz gut aus. Als ich die T�r �ffnete, quietschte sie schrecklich. Nun stand ich vor einer alten Holztreppe. Sie gab ebenfalls dieses furchtbare Ger�usch von sich. Die Farbe br�selte von der Wand, eine T�r stand offen und ich trat ein. Die Wohnung schien verlassen, der Boden war aus Parkett. Zwischen den einzelnen Brettern war etwas Platz, besonders neu war er nicht. Mein Blick wanderte weiter, die K�che sah ganz gut aus. Abgesehen davon, dass wenn man sie betrat, etwas tiefer stand als sonst. Im Gro�en und ganzen ging die Wohnung eigentlich.
Anschlie�end packte ich etwas aus und fuhr danach zum Krankenhaus.
~Im Krankenhaus~
�Sch�n das Sie gekommen sind!�, meinte der Oberarzt und sah mich mit einem L�cheln an. Er gab mir die Hand und ich erwiderte das L�cheln. Er f�hrte mich ein wenig herum, und es war genau das, was ich bef�rchtet hatte. Sehr viele Verwundete, er gab mir einen Kittel und wir sahen uns einen jungen Mann an. Sein Bein war total zerschossen, es sah sehr schlecht aus. Ermuntert sah er mich an und zog mich ein St�ck von dem Mann weg. Etwas verwirrt folgte ich ihm und er sah noch immer so zuversichtlich an.
�Wir k�nnen ihn vielleicht retten, in Schweden wurde eine neue Methode entwickelt. Ihm k�nnte dass, das Leben retten. Versuchen wir es.� Wir brachten ihn in den OP und er fing an zu operieren. Es klappte und wir freuten uns.
�Leider klappt es nicht immer bei allen. Doch wir versuchen unser Bestes, ok?�, fragte er mich und ich nickte.
~Am Abend~
Ersch�pft lies ich mich auf mein Bett fallen. Bis jetzt hatte ich operiert und Menschen das Leben gerettet. Ich h�tte nicht erwartet, dass es so anstrengend werden w�rde.
In dieser Nacht schlief ich schnell ein und machte mir keine weiteren Gedanken.
Den n�chsten Tag werde ich wohl nie vergessen. Gerade kam ich wieder aus dem OP und eine Schwester kam auf mich zu. Ein Mann hatte eine Fleischwunde, eine Kugel hatte seine Hand getroffen.
Nun betrat ich den Raum und sah eine Schwester, die ihm einen Verband anlegte. Sie verlie� das Zimmer und er l�chelte mich an.
�Ich bin Dr. Wang. Nun Mr. Angel sie m�ssen den Verband jeden Tag wechseln. Sie bekommen noch eine Salbe, die sie auf die Wunde geben werden. Das Rezept k�nnen sie am Empfang abholen. Noch irgendwelche Fragen?�, ich sah ihn an und blickte in diese wundersch�nen Augen.
�Danke f�r alles. Haben Sie am Wochenende schon etwas vor?�, fragte er mich und ich musste l�cheln. Er erwiderte es und ich stellte fest, dass ich mich verliebt hatte.
�Nein.� Jetzt sah er mich mit einem verschw�rerischen Grinsen an und ich konnte dieses Funkeln in seinen Augen erkennen.
�Sch�n. Wollen wir ins Kino gehen?�, erwartungsvoll sah er mich an.
�Ich �berlege es mir noch und ich bin mir sicher, dass wir uns wiedersehen werden!�, sein Grinsen wurde breiter und ich verabschiedete mich.
Nachdem ich das Zimmer verlassen hatte, war mir klar, dass ich ihn wiedersehen musste. Er w�rde sich sicher etwas einfallen lassen, um mich wiederzusehen.
In der Nacht tr�umte ich von ihm...
Wir sa�en in einem kleinem Cafe� in Augsburg. Er lachte und beide waren wir sehr gl�cklich. Pl�tzlich sah ich �berall Soldaten, Verwundete und er war v�llig blut�berstr�mt. Ein Kugel steckte in seiner Brust. Er war ohnm�chtig und ich versuchte ihn wiederzubeleben. Es gelang mir nicht und er starb in meinen Armen. Ich sp�rte, wie mir Tr�nen �ber die Wangen liefen. Als ich mich erhob, merkte ich, dass ich mich in einem Tr�mmerfeld befand...
Schwei�gebadet wachte ich auf. Mein Herz schlug sehr schnell und ich war v�llig au�er Atem. Aufrecht setzte ich mich hin und atmete tief durch. Langsam beruhigte ich mich wieder und schlief wieder ein...
~3 Tage sp�ter~
Die Woche verging ziemlich schnell, mein Blick fiel auf die Uhr und es war bereits 20 Uhr. Es war bereits dunkel und etwas k�hl. Eine Gestalt sah ich unter einem Baum sitzen. Sie kam mir so bekannt vor. Er war es. Langsam ging ich los, ich merkte, wie er sich erhob. Er ging schneller und ber�hrte mich am Arm und lie� kurz darauf wieder los. Nun standen wir uns gegen�ber und keiner sagte ein Wort. Er war schlie�lich der, der anfing.
�Haben Sie es sich �berlegt? Wir haben bereits Freitag!�, erwartungsvoll sah er mich an. Morgen musste ich nur bis Nachmittag arbeiten. Eigentlich sprach nichts dagegen.
�Ja. Warum nicht? Was haben Sie gedacht zu machen?�, fragte ich ihn und er sah mich mit einem Grinsen an.
�Lassen Sie sich einfach �berraschen. Ich hole Sie dann morgen um 20 Uhr ab?�, fragte er mich und ich nickte. Schnell gab ich ihm noch die Adresse und schon war er wieder verschwunden.
In dieser Nacht dachte ich an ihn und war wieder von diesem Gef�hl der Liebe umgeben...
Am n�chsten Morgen wachte ich auf, wie sehr w�nschte ich mir, dass ich woanders w�re...
Ich machte mich fertig und kaufte ein wenig ein. Das Telefon klingelte, und ich musste wieder ins Krankenhaus.
Mr. Smith, der Oberarzt begr�sste mich und brachte mich zu dem Patienten, seine Brust war stark getroffen. Sofort begannen wir mit der Operation, sie hatte ziemlich lange gedauert, doch er hatte es geschafft. Das machte mich etwas gl�cklich. Nun sollte ich einen Freund �ber den Zustand informieren...
Ich sah eine Gestalt auf einem Stuhl sitzen, es war Ashley Angel. Nun setzte ich mich neben ihn und er blickte auf.
�Wie geht es ihm?�, fragte er und er sah ziemlich verwirrt aus.
�Er ist stabil. Ich denke dass er es schaffen wird.�, ein L�cheln bildete sich auf seinem Gesicht und ich erwiderte es.
Bis 17 Uhr war ich im Krankenhaus, dann verlie� ich es. Es war schon etwas k�hl, ich fr�stelte ein wenig und ging nach Hause. Dort machte ich mich frisch und zog ein neues Kleid an. Ich machte mir noch meine Haare. Nun betrachtete ich mich noch im Spiegel, die Haare hatte ich hochgesteckt. Viel M�glichkeiten blieben mir nicht, sie waren schulterlang, schwarz und glatt. Ansonsten hatte ich eine leichte gebr�unte Haut und mandelf�rmige Augen. Ja, ich bin eine Chinesin. Doch meine Eltern sind aus China ausgewandert und fingen in Deutschland ein neues Leben an. Leider trennte uns dieser Krieg wieder und ich fragte mich, ob ich sie je wiedersehen w�rde.
Es l�utete und ich sah auf die T�r, es war 20 Uhr. Etwas �berrascht war ich schon, dass es so sp�t war, es erschien mir so, als w�re es erst einige Minuten her, als ich hier sa�.
Ich �ffnete die T�r und er hielt mir eine gelbe Rose entgegen. Wir l�chelten uns an und wir gingen los.
�Sch�n, dass Sie zugestimmt haben. Ich wollte mich noch bedanken, f�r das, was Sie f�r meinen Freund gemacht haben. Bitte, steigen Sie ein.�, er hielt mir die T�r auf und ich stieg ein. Er lief um das Auto herum und setzte sich neben mich. Der Motor heulte auf und wir fuhren los.
�Danke. Es ist mein Beruf, Menschen zu helfen. Ihnen habe ich auch schon geholfen.�, dankbar l�chelte er mich an und hielt an. Eine riesige Leinwand erstreckte sich vor uns und der Titel erschien. �Tage wie dieser�, las ich und l�chelte ein wenig. Wir sahen den Film und anschlie�end fuhr er mich wieder zur�ck.
�Sehen wir uns wieder?�, hoffnungsvoll sah er mich an. Ich nickte und sah ihm in die Augen.
�Ja. Ich w�rde mich dar�ber freuen.�, ein L�cheln huschte mir �ber die Lippen.
�Super. Wie w�re es wenn ich morgen zum Fr�hst�ck vorbeikomme?�, fragte er mich und sah mir tief in die Augen.
�Sch�n. Dann sehe ich Sie morgen?�, fragte ich und er l�chelte ein wenig.
�K�nnen wir aufh�ren uns zu siezen?�, ich nickte und merkte wie er mich musterte.
�Ich bin Ashley. Und du bist?�
�Kim. Bye Ashley.�, ich drehte mich um und er hielt mich sanft am Arm fest.
�Bye Kim. Ich freue mich schon auf morgen.�, noch bevor ich antworten konnte, war er schon weg.
Ich �ffnete die T�r und machte das Licht an. Anschlie�end ging ich ins Bad. Danach setzte ich mich auf mein Bett und stellte das Radio an. Dort ert�nte ein sehr ruhiges Lied, das mich sofort an ihn erinnerte.
Dreamed You
You walked in the room
and time was standin' still.
Knew you were my destiny
by the way you made me feel;
only you in my life,
forever and to day,
you're everything I ever imagined my love could be
you for me...
Like the stars need the sky,
and the river needs its rain,
like an eagle needs its wings,
and a fire needs it's flame,
like the sun needs the day,
and the night needs the moon,
like the air that I breathe,
that's how I - dreamed of you
- I dreamed you
It's hard to explain,
but when you know you know
I was so amazed by you,
you had me at hello
I need you in my heart,
my body, mind and soul,
it only took a moment to take my breath away,
will you stay...?
Like the stars need the sky,
and the river needs its rain,
like an eagle needs its wings,
and a fire needs it's flame,
like the sun needs the day,
and the night needs the moon,
like the air that I breathe,
that's how I -
I dreamed of you (and I),
our love can't be denied, no no
there's nothing I can do, nothing I can say,
my heart it always knew,
that's how I dreamed of you
- Sun, sky, river, rain,
like an eagle needs its wings,
and a fire needs its flame,
like the sun needs the day,
and the night needs its moon,
like the air that I breathe, that's how I need you.
- Like the stars, sky, river, rain
like an eagle needs its wings,
and a fire needs its flame,
like the sun needs its day,
and the night it needs its moon,
like the air that I breathe, that's how I need you.
Like the air that I breathe, that's how I...
...dreamed of you
I dreamed of you, yeah, yes I do,
oh baby...