Teil 6

 

Als der Film eine Zeit lief, sah Ash zu den Beiden, und sie k�ssten sich. Da fing er an zu grinsen. Das hatten Carmen und ich auch gemacht. Doch an den Film konnte er sich nicht erinnern, dachte er. Nun erging es ihm wie Trev, dessen Freundin auch nicht da war. Seine Aufmerksamkeit widmete er wieder der Leinwand.

Als der Film zu Ende war, gingen Erik und Julia noch in ein Eiscaf�, aber Ash wollte nicht mit.

 

Statt dessen ging er zum Strand. Vor ein paar Tagen war ich mit meinem Girlfriend hier gewesen. Der Sonnenuntergang war mit ihr noch etwas sch�ner, so wie der Rest der Welt. Bis es Abend sein w�rde, dauerte es noch eine Weile. Eine Tr�ne lief ihm �ber die Wange. Warum musste sie in Deutschland wohnen? Wieso habe ich mich nicht in ein Girl von hier, aus Orlando verliebt? Er wischte sich die Tr�nen weg, und machte sich langsam auf den R�ckweg.

Im Haus angekommen, verschwand er in seinem Zimmer.

 

Hat unsere Beziehung denn noch eine Zukunft? So oft wie wir uns in letzter Zeit gesehen haben. Ob das Carmen noch lange aush�lt? Ist unsere Liebe stark genug?

Oft hatte er sich schon diese oder �hnliche Fragen gestellt. Wahrscheinlich ergeht es ihr genauso, dachte er. Da verlie� er sein Zimmer und sah sich ein paar Serien an. Jetzt kommt gleich �Friends�, freute er sich und konnte endlich abschalten.

 

Er legte sich in sein Bett und sein Blick viel auf den Wecker. Es war 0 Uhr. Carmen w�rde schon wach sein. Wie sch�n sie immer aussah. Oft habe ich sie beobachtet, wenn sie schlief. Sie hatte es nicht leicht, musste auch hart arbeiten. F�r ein Gehalt, dass ziemlich wenig war, fand ich. Sie konnte sich �ber Kleinigkeiten freuen, dass war einer von vielen Gr�nden, warum ich sie so liebe. Nun war sie meine Freundin. Noch vor einem Jahr h�tte er nicht gedacht, dass er bald mit diesem Girl zusammen sein w�rde. Zeit mit ihr zu verbringen, war wundervoll. Sie gl�cklich zu sehen, war super. Dann f�hlte ich mich, als w�re ich in einer anderen Welt, dachte er.

Seine letzten Gedanken galten mir, bevor er einschlief.

 

~Am n�chsten Morgen~

 

Sein Handy klingelte. Der Tanzlehrer rollte mit den Augen und holte es.

 

�Wessen ist das?�, fragte er und Ash meldete sich. Er hob ab.

 

�Hallo?�, fragte er und wartete auf eine Antwort.

 

�Ist Ashley da?�, fragte ich und der Mann lachte.

 

�Mit wem spreche ich denn?�, fragte er mich.

 

�Carmen. Ashley`s Freundin.�, meinte ich und glaubte nicht mehr daran, dass ich mit ihm reden konnte.

 

�Ja, er ist da. Aber Sie k�nnen jetzt nicht mit ihm reden. Rufen Sie doch sp�ter, so in 1 Stunde nochmal an, ok?�, fragte er und ich nickte.

 

�Ja. Dankesch�n.� Schon hatte er aufgelegt.

 

�Wer war dran?�, fragte Ash ihn.

 

�Deine Freundin. So eine freundliche, junge Frau h�tte ich dir gar nicht zugetraut.� Er zwinkerte ihm zu und fragte nach:

 

�Woher kommt sie denn? Aus Amerika sicher nicht, oder?�

 

�Nein aus Deutschland.� Jetzt grinste Ash ihn an.

 

�Oh, das ist ziemlich weit weg. Nun lasst uns weitermachen.�

 

Sie beendeten so ihr Gespr�ch und fuhren mit dem Training fort.

 

~Derweil~

 

Ich lie� mich auf das Sofa fallen und dachte nach. So viele Kilometer trennen uns, ich fliege Stunden zu ihm. Doch wenn ich seine Stimme h�re, ihn sehe erscheinen sie mir diese Gr�nde so nichtig.

 

*Sp�ter*

 

Die Stunde war um, und ich w�hlte erneut seine Nummer.

 

�Yeah!�, meldete er sich.

 

�Hi! Wie geht es dir?�, fragte ich ihn und fand es sch�n, wieder mit ihm zu reden.

 

�Hi, S��e. Super. Wie lief die Pr�fung?�, fragte er mich und ich h�tte vor Gl�ck fast zerspringen k�nnen.

 

�Super! Ich habe bestanden!� Ich h�rte ihn im Hintergrund jubeln. Er sagte immer wieder: �Das ist meine Freundin!� Nach wenigen Minuten hatte er sich wieder beruhigt und sprach weiter.

 

�Das ist gro�artig. Jenn sagt, dass es geil ist. Morgen kommt sie wieder.�, meinte er und ich nickte.

 

�Ja, ich weiss. Kannst du nicht f�r sie kommen?�, fragte ich h�rte ihn lachen.

 

�Wenn sie so gut singen und tanzen kann, dann schon. Aber das bezweifle ich ein wenig. Meine Pause ist gleich um. Ich ruf dich wieder an.�, h�rte ich ihn sagen.

 

�Ok. Bye, Ashley. I love you.� Ich vermisste ihn.

 

�Bye, Carmen. I love you, too.� Dann hatte er schon aufgelegt.

 

~6 Monate sp�ter~

 

Gleich w�rde ich landen. Gl�cklich sah ich zu Jenn r�ber. 3 Wochen w�rde ich meinen Freund f�r mich haben.

 

Das Flugzeug setzte zur Landung an, und ich blickte mich nach ihm um. Ein junger Mann, kam auf uns zu.

 

�Seid ihr Carmen und Jenn?�, fragte er uns und jetzt wusste ich wieder, woher ich ihn kannte. Er ist der Manager von O-Town. Mike Cronin.

 

Beide nickten wir und er nahm unser Gep�ck, und brachte uns zum Van. Schneller als ich gedacht hatte, waren wir schon beim Haus.

 

Er erkl�rte uns, dass die Jungs noch bis Abends Training h�tten. Alles weitere k�nnten sie uns sagen. Nachdem es erst Vormittag war, beschlossen Jenn und ich zum Strand zu gehen. Dort verbrachten wir 2 Stunden und gingen wieder zum Haus zur�ck. Danach machten wir noch einen Stadtbummel.

 

Am Abend, als wir wieder zur�ckkamen, waren die Jungs schon da. Ashley umarmte mich und wir k�ssten uns. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch gl�cklich.

 

Sp�ter telefonierte er und besprach etwas mit den Jungs. Ernst sah er mich an und zog mich in sein Zimmer.

 

�Carmen, ich habe eine schlechte Nachricht.� Meine Stimmung wurde schlecht und ich sah ihn besorgt an.

 

�Mike hat gerade angerufen. Er meinte, dass wir die n�chsten 3 Wochen noch Tanz- und Gesangstraining haben werden.� V�llig fassungslos sah ich ihn an und sch�ttelte den Kopf.

 

�Aber, gestern sagtest du noch, dass ihr die n�chsten 3 Wochen Urlaub h�ttet.�

 

�Ja, aber die Pl�ne haben sich ge�ndert. Verstehst du?�, fragte er mich und fasste nach einer Hand von mir. Verwirrt zog ich sie zur�ck.

 

�Nein, ich verstehe nicht. Die n�chsten Wochen h�tten uns zugestanden, und jetzt erz�hlst du mir, dass ihr �ben m�sst. Das ist nicht fair. Glaubst du, ich nehme meinen Urlaub, damit ich kaum Zeit mit dir verbringen kann? Dann h�tte ich mir den Weg sparen k�nnen.�

 

�Ich verstehe dich. Es muss schwer f�r dich sein.�

 

�Nein, du verstehst nicht. Wei�t du, wie es ist, wenn du ein Foto von deinem Freund in einer Zeitschrift siehst und du denkst, warum muss er nur so weit weg sein. Wie es ist, ihn im Radio zu h�ren, und zu wissen, dass es noch sehr lange dauern wird, bis man ihn wieder sehen wird.� Tr�nen stiegen mir in die Augen.

 

�Glaubst du es geht mir besser? Wie kannst du nur so denken? Du hast doch keine Ahnung, wie ich mich f�hle. Du kannst es dir nicht vorstellen, einen Job zu haben, bei dem dir kreischende Fans rufen, dass sie noch mehr Musik von dir h�ren wollen. Bei deinem Beruf hast du immer geregelte Arbeitszeiten. Der ist wahrscheinlich ziemlich langweilig. Du bist egoistisch.�

 

�Ich egoistisch? Meinen Urlaub habe ich bis jetzt nach dir gerichtet. Wenn ich dich anrufe, mache ich es abends, warum wohl? Wenn ich egoistisch w�re, dann w�rde ich dich mitten in der Nacht anrufen, weil bei mir Nachmittags ist. Dann w�rde ich auch meinen Urlaub nehmen, wenn ich will und dich nicht vorher fragen.�

 

�Wie konnte ich mich nur in dich verlieben? Sie dich doch mal an. Regst dich auf, weil ich leider keinen Job wie jeder andere habe!� W�tend sah er mich an.

 

�Ja, du hast recht wie konnte ich mich nur in so einen ignoranten Idioten verlieben?�, schrie ich ihn an.

 

Schnell verlie� ich das Zimmer. Holte mein Handy raus und fragte nach dem n�chsten Flug zur�ck nach Deutschland. Morgen Nachmittag ging der N�chste. Diese Nacht w�rde ich wohl noch im Haus verbringen. W�tend verlie� ich das Haus.

 

~Derweil~

 

Wieso habe ich das nur gemacht? Warum mussten wir uns streiten? Wieso haben wir uns gegenseitig so verletzt? Sie hat das sicher nicht ernst gemeint, was sie gesagt hat, genauso wie ich. Zumindest den letzten Teil. Warum muss dass passieren, ob sie abreisen wird? Nein, denke jetzt nicht an so etwas, sie ist stark, sie l�sst dich nicht h�ngen. Das Training w�rde ich ohne sie nicht aushalten! Was soll ich nur ohne sie machen? Sie ist wie die Luft zum Atmen f�r mich...., dachte Ash nach und merkte wie sich einzelne Tr�nen �ber seine Wangen liefen.

 

~Am Strand~

 

Ich lie� mich in den Sand fallen. Gerade war ich ziemlich w�tend. Auf Ashley, aber er konnte nichts daf�r, dass sein Manager ihren Plan so durcheinander brachte. Ich h�tte die folgenden Wochen so gerne bei ihm verbracht. Es war schon etwas l�nger her gewesen, als wir uns das letzte Mal getroffen haben.

 

Pl�tzlich setzte sich jemand neben mich. Ich nahm an, es w�re Ashley.

 

�Was willst du? Es gibt nichts mehr, wor�ber wir reden sollten!� Mein Blick fiel auf die Person neben mir und Erik sah mich erstaunt an.

 

�Entschuldige. Ich dachte es w�re...�

 

�Ashley.�, beendete er den Satz. Verstehend sah er mich an.

 

�Was ist passiert?�, fragte er mich und ich konnte mir kaum vorstellen, dass man unseren Streit h�tte �berh�ren k�nnen.

 

�Wir haben uns gestritten. Er sagte mir, dass ihr die n�chsten 2 Wochen Gesangstraining h�ttet. Ich war sauer. Wir hatten uns schon 6 Monate lang nicht gesehen und ich hatte mich sehr auf diesen Urlaub mit ihm gefreut.� Betr�bt sah ich zu Boden. So hatte ich mir den heutigen Tag nicht vorgestellt.�

 

�Ich glaube, du siehst das zu einseitig. Heute morgen h�ttest du ihn sehen sollen, er war ganz gl�cklich, dich endlich wiederzusehen. Ich habe es auch meiner Freundin gesagt, sie kommt noch heute. Streit gibt es in jeder Beziehung. Rede mit ihm, sprecht dar�ber.� Er legte seine Hand auf meine Schulter und ging anschlie�end.

 

Da sa� ich nun alleine. Meinen Freund w�rde ich in der n�chsten Zeit nicht sehr oft sehen. Entweder er w�re von dem Training so geschafft, oder er w�rde an seinem freien Tag so kaputt sein, dass er nicht viel mit mir unternehmen will. Ich fragte mich, ob ich die folgenden Wochen so verbringen wollte.

 

Meine Gedanken schweiften ab, wie oft waren Ash und ich hier gewesen. Den Sonnenuntergang hatten wir oft beobachtet. Ich vermisste seine Umarmung, seine N�he, seine K�sse. Die liebevollen Gesten, die den Tag sch�ner machten. Er war nicht weit weg, aber ich konnte dort nicht reingehen. Noch nicht.

 

~Derweil~

 

�Jungs, kommt ihr?�, rief Erik die Treppe hoch und wenige Minuten sp�ter liefen sie ihm entgegen. Sie stiegen in den Van und fuhren zum Flughafen, dort w�rden sie ihre Freundinnen abholen. Sie freuten sich alle darauf, sie endlich wiederzusehen.

Jake war mit Jenn in seinem Zimmer, sie redeten �ber die jetzige Situation.

 

Es fing an leicht zu regnen.

 

Kurz darauf kam mein Freund und setzte sich neben mich. Ich stand auf und ging weiter, ohne ein Wort zu sagen. So schnell konnte ich ihm nicht verzeihen.

 

Meine Schritte wurden schneller, ich lief. Nach kurzer Zeit hatte er mich eingeholt, und hielt mich am Arm fest.

 

�Carmen, warte. Bitte!�, hatte er gesagt. Eiskalt hatte ich ihn angesehen. Er lie� los und ich lief auf die Strasse und er schrie noch,

 

�S��e, warte! Nein....�, dass war das letzte was ich von ihm h�rte, dann sah ich nur noch das Auto. Wenige Minuten sp�ter merkte ich, wie sich jemand �ber mich beugte und immer wieder meinen Namen rief. Ich �ffnete meine Augen ein letztes Mal, sah in seine v�llig verzweifelten.

 

Es sch�ttete mittlerweile in Str�men. Der Regen lief �ber sein Gesicht, seine Sachen waren v�llig durchn�sst.

 

�Ashley,.... ich, ich woll.... wollte dir noch sagen,................. Ich liebe dich.............� Dann wurde alles dunkel und ich bekam nichts mehr mit, was um mich herum geschah.

 

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