Ich muss ihm das sofort sagen, denke ich mir und wähle seine Nummer.

„Ja?“ geht eine etwas gestresste Stimme dran.

„Ich bin es. Ash, ich war gerade auf der Bank!“
“Und? Wie sieht es aus?“ will er wissen.

„...Ash?“
“Ja, es klappt nicht, stimmts?“ meint er traurig.

Lass mich doch erst mal ausreden!

„Ash, ich kann kommen!“

„Was, wirklich jetzt!?“ überschlägt er sich fast.

„Jop, du hast richtig gehört!“ meine ich grinsend und gleichzeitig kommen mir erste Zweifel, ob ich wirklich fahren soll. Wie wird es sein, ihn nach so langer Zeit wieder zu sehen? Ihn wieder im Arm zu halten? Ihn zu küssen? Wir haben uns die letzten Monate, meistens nur am Telefon gestritten...

 

 

Isa und ich sitzen im Flieger Richtung New York. Die Jungs haben dort ein paar Shows und haben gefragt, ob wir nicht kommen wollen. Nach dem ich Ash mehr als 2 Monate nicht mehr gesehen hab, und ich sogar genügend Geld habe, um es zu finanzieren kann ich mir diese Chance nicht entgehen lassen, ihn 3 Tage zu sehn. Isa freut sich auch schon total Erik wieder zu sehn. Verständlich, da die beiden sehr glücklich zusammen scheinen. Elke ist zu Hause geblieben, sie wäre gern mitgekommen, konnte aber nicht. Das nächste Mal wieder hat sie mir noch beim Abschied gesagt. Ich war mir unsicher ob ich sie allein lassen konnte, aber sie hat mich dann regelrecht ins Flugzeug gescheucht.

 

In der Empfangshalle schaue ich mich verzweifelt nach den Jungs um, aber ich sehe niemanden!
“Isa kannst du sie sehen?“ frage ich sie leicht angepisst von der ganzen Situation.

„Nein, keine Ahnung wo die stecken!“
“Isa, Jen hier!“
Wir drehen uns in die Richtung aus der wir den Schrei vernommen haben und sehen Mike dastehen.

Toll, einer ihrer Manager holt uns ab, schießt es durch den Kopf.

„Hi Mike!“ begrüße ich ihn trotzdem nett, er kann ja nichts dafür.

Er umarmt mich und Isa und lässt die Jungs entschuldigen.

„Sie haben noch kurzfristig einen Termin bei einer Radiostation absolvieren müssen!“ erklärt er uns, als wir ihn fragen wo die Jungs denn stecken.

Er nimmt unsere Reisetaschen, für nur 3 Tage braucht man ja nicht viel Gepäck, und geht mit uns Richtung Ausgang. Er ladet alles in den Van, wir steigen ein und fahren auch sofort los. Er fährt uns zu diesem Radio, damit wir die 5 so schnell wie möglich wieder sehen.

Ich bin ein wenig angespannt, da Ash und ich die letzten Male als wir telefoniert haben nur gestritten haben. Immerhin waren es ganze 2 Monate, in denen ich ihn nicht gesehen habe.

Ich komme einfach nicht mit der Situation klar, dass er einfach mal für ein paar Monate unterwegs ist. Sicher, ich freue mich 100% über den Erfolg der Jungs und gönne es ihnen auch, aber ich habe einfach nicht gedacht, dass unsere Beziehung so darunter leiden muss, wie sie es tut. Ich hoffe, dass wir uns in den 3 Tagen endlich richtig aussprechen werden.

 

„Alles ok, Jen?“ fragt mich Isa besorgt.

„Denk schon, bin nur ein wenig unruhig!“ antworte ich ihr.

Sie nimmt meine Hand und drückt sie kurz.

Ich lächle sie an und schaue wieder aus dem Fenster.

„Wir sind da!“ meint Mike plötzlich.

Wir fahren gerade in eine Tiefgarage und ich sehe hinter mir grad noch wie ein paar Mädels versuchen in die Tiefgarage rein zukommen. Der Parkhausheini kann sie aber zurück halten. Ich schaue zu Isa, die diese Szene auch mitbekommen hat. Sie scheint sich genauso unwohl zu fühlen.

Mike nimmt uns in den Arm und läuft mit uns zum Aufzug.

„Macht euch da drüber keine Gedanken!“ grinst er uns ein wenig an.

„Sind die Fans eigentlich überall wo O-Town auch sind?“ erkundigt sich Isa.

„Ja, so gut wie fast überall!“

Der Aufzug macht dieses Pling-Geräusch und Mike läuft als erster aus dem Aufzug. Wir folgen ihm brav, und ich merke wie ich immer nervöser werde, da ich schon anfange mit meinen Händen zu spielen. Warum bin ich denn nervös? Ich besuche doch meinen Freund! Ja meinen Freund der in einer zur Zeit angesagten Boy-Band ist! rede ich mit mir selber.

Mike bleibt vor einer Tür stehen und klopft vorsichtig an.

„Ja?“ ertönt es von drinnen und Mike öffnet die Tür.

„Ich bringe euch euren Besuch!“ grinst er und ich sehe wie Ash und Erik aufspringen.

„Isa!“ ruft Erik und nimmt seine Freundin stürmisch in die Arme.

„Hallo Teddy!“ grinst sie an.

Als Antwort küsst Erik sie ganz zärtlich.

„Ich hab dich so vermisst!“

Ash umarmt mich und ich schaue ihm in die Augen.

„Du hast mir auch gefehlt, Ash!“ bringe ich angespannt heraus.

Er nimmt mein Gesicht in seine Hände und küsst mich. Wie habe ich ihn und seine Berührungen vermisst.

Ich umarme ihn noch mal richtig und lehne meinen Kopf auf seine Schulter. Er streicht mir behutsam über meinen Kopf. Er scheint zu spüren, dass ich gerade ein wenig durcheinander bin.

Ich löse seine Umarmung und er grinst mich an.

Nachdem wir uns voneinander gelöst haben, begrüßen Isa und ich erst mal die Anderen, wir haben sie schließlich auch schon seit 2 Monaten nicht mehr gesehen.

„Ich soll euch von Elke ganz lieb grüßen!“

„Danke, warum ist sie denn nicht mitbekommen?“ fragt Dan nach, „Ich habe das gar nicht so richtig mitbekommen!“
“Es geht ihr nicht so gut!“ lüge ich ein bisschen und schaue dabei auf Trevor, der mit gesenktem Kopf auf der Couch sitzt.

„Oh, ok!“ Dan und die anderen scheinen es verstanden zu haben.

„Habt ihr jetzt den restlichen Tag frei?“ will jetzt Isa wissen.

„Nein, wir haben in 2 Stunden noch einen kleinen Auftritt in so ner Show!“ antwortet Jake.

„Der dauert aber nicht lange!“ fügt Ash noch hinzu und schaut mich von der Seite an.

Ich schaue ein wenig zu ihm hoch und nicke.

„Wollen wir was zusammen essen gehen, bevor wir zur Show gehen?“ fragt uns Erik und wir stimmen alle zu.

Er läuft mit Isa vor und wir trotten ihnen hinterher.

Ich laufe gerade neben Trev als er mich traurig anschaut.
“Sie ist wegen mir nicht mit gekommen, stimmts?“
“Nein, sag doch nicht so was.“
“Warum dann?“ fragt er mich bedrückt. 

„Sie muss dieses Wochenende sowieso arbeiten Trev!“ erkläre ich ihm und nehme ihn dabei in den Arm.

Es stimmt doch auch, Elke muss dieses Wochenende durch arbeiten.

Er nickt und ich grinse ihn mitfühlend an.

„Oh man, ich bin echt froh euch wieder zu sehn!“ grinst Dan Isa und mich an.

„Habt ihr eigentlich was von Janie gehört?“ erkundigt sich Jake.

„Ja, sie war letzte Woche für ein paar Tage bei uns! Warum fragst du Jake?“ frage ich ihn verwundert, während Ash mich gerade von hinten umarmt und mir die ganze Zeit meinen Nacken zärtlich küsst.

„Wir haben uns vor 3 Tagen gestritten und ich habe seitdem nichts mehr von ihr gehört!“
“Keine Ahnung, wir haben seit dem nichts mehr von ihr gehört. Sie wollte sich jetzt mal melden. Vielleicht hat Elke ja schon mit ihr telefoniert!“ meint Isa.

Jake nickt leicht geknickt mit dem Kopf.

„Sie wäre aber so gern mitgekommen!“ füge ich noch hinzu.

„Echt?“ fragt mich Jake unschlüssig.

„Natürlich, sie hat uns allen die Ohren voll gejammert, dass sie nicht genug Geld für den Flug hat, da ihr Auto doch kaputt gegangen ist!“ erkläre ich ihm.

„Stimmt, das hat sie mir ja auch beim letzten Telefongespräch gesagt!“ grinst er.

„Also! Die Sache klärt sich schon wieder!“ grinse ich ihm aufmunternd zu.

Wieso kann ich bei allen anderen, außer bei mir, immer alles positiv sehen?

 

Wir steigen in den Van ein und fahren in ein nahegelegenes Restaurant und essen erst mal etwas. Mir fällt jetzt erst auf was ich für einen Hunger habe! Ich habe den ganzen Tag noch nichts gegessen.

Ich schaue mir gerade jeden einzelnen von den Jungs genau an, sie sehen irgendwie müde aus, fällt mir auf. Besonders Jake. Ash scheint auch ein wenig am Arsch zu sein. Ich streiche ihm über den Rücken, da er neben mir sitzt. Er schaut mich an und flüstert ein, nur für mich hörbares, i love u. Ich grinse und widme mich wieder meinem Essen zu.

 

Die 2 Stunden sind meiner Meinung nach viel zu schnell vergangen, und so sitzen wir wieder im Van und fahren jetzt zum Hotel, wo sie uns beide abladen. Die Jungs haben nur einen kurzen Auftritt und müssen dem Moderator nur ein paar Fragen beantworten, da lohnt es sich nicht mitzugehen, denken Isa und ich. Und deswegen fahren wir jetzt zum Hotel und die Jungs dann weiter zu ihrem Auftritt.

„Viel Spaß!“ wünschen wir ihnen und steigen aus dem Van.

Dan hilft uns mit den Taschen und umarmt uns noch mal zum Abschied.

Ash und Erik schauen noch mal aus dem Fenster und winken.

„Ihr könnt die Show im Fernsehen anschauen, ist eine Live-Sendung!“ brüllen uns die Beiden noch zu, als Mike den Motor startet und sich wieder in den Verkehr einordnet.

Isa und ich schleppen unser Gepäck zur Rezeption und verlangen nach den Zimmerschlüsseln von Ashley und Erik. Sie schaut in ihre Unterlagen und fragt uns nach unseren vollständigen Namen. Als wir sie ihr gesagt haben, gibt sie uns die Schlüssel.

„Ich musste das fragen, entschuldigen sie, aber sonst könnte ja jeder nach den Schlüssel fragen!“ entschuldigt sie sich.

„Kein Problem, das verstehen wir!“ erwidert Isa freundlich.

Wir trotten zum Aufzug und fahren in den 5.Stock.

„Wollen wir die Show bei euch oder bei uns im Zimmer anschaun?“ fragt mich Isa.

„Mir egal, bei uns?“
Sie nickt und wir verlassen den Aufzug.

Jede von uns beiden geht erst mal in das eigene Zimmer um das Zeug ein wenig auszupacken. Wie immer herrscht das totale Chaos in Ash’s Zimmer. Hätte mich auch schwer gewundert, wenn er plötzlich ordentlich geworden wäre.

Ich stelle meine Tasche in die Ecke und lege mich aufs Bett.

Keine halbe Stunde später, klopft es.

Ich mache die Tür auf und Isa steht mit einem breiten Grinsen vor mir.

„Na Kleine?“
Sie spaziert rein und sieht den Saustall.

„Gut, das beruhigt mich, dass es bei Ash genauso chaotisch aussieht wie bei Erik!“
Ich lache und mache die Tür hinter ihr zu.

Wir setzen uns aufs Sofa und schalten den Fernseher ein.

„Weißt du wann die Show losgehen soll?“ frage ich Isa.

„Erik meinte, so um 8!“
Isa schaut auf ihre Uhr.

„Also in ner viertel Stunde!“
Ich schalte den Kanal ein und setze mich bequem hin.

„Jen, was ist denn heut los? Machst du dir wieder Gedanken wegen dir und Ash?“ fragt mich Isa.

„Ja, ich werde mit ihm heute Abend oder Morgen reden!“
“Ist es so schlimm?“

„Ja...nein eigentlich nicht. Aber du hast mitbekommen, dass wir in letzter Zeit am Telefon nur gestritten haben. Ich weiß einfach nicht wie das mit uns weiter gehen soll. Heute als wir uns gesehen haben, war alles irgendwie wie früher.“

Sie nimmt mich den Arm und meint:
“Du wirst schon wissen, was zu tun ist Jen!“

„Ich glaub diesmal nicht, Isa!“

 

Ich liege jetzt im Bett und schaue noch fern. Die Show ist seit über zwei Stunden rum und die Jungs sind immer noch nicht da. Ihr Auftritt verlief sehr gut, sie haben ihren neuen Song All or nothing gesungen, der beim Publikum gut angekommen ist. Und ein paar Fragen, wurden ihnen auch gestellt. Isa und ich haben dann noch knapp 1 ½ Stunden zusammen auf die Jungs gewartet, und da sie nicht kamen, sind wir beide jetzt ins Bett gegangen. Ich schaue auf die Uhr, wir haben Mitternacht.

Toll, wo stecken die denn? Ich schalte den Fernseher leiser und stopfe mein Kissen zurecht.

 

„Jen, ich bin....!“ mitten in seinem Satz stoppt Ash.

Er geht auf das Bett zu und sieht mich schlafen.

„Schlaf gut mein Schatz!“ flüstert er und streichelt mir über mein Gesicht.

Ich öffne widerwillig meine Augen um zu schaun wer mich denn da weckt. Es ist Ash.

„Sorry, ich wollt dich nicht wecken. Schlaf ruhig weiter!“
Er läuft ins Bad und ich schaue ihm hinterher.

Mein Blick fällt wieder auf die Uhr, wir haben jetzt 1a.m.

Ich drehe mich wieder in meine Einschlafposition und schlafe weiter.

Ash kommt aus dem Badezimmer raus und kramt in seinem Koffer nach einer Boxer.

„Schläfst du?“

Als er von mir keine Antwort bekommt, merkt er wohl von allein, dass ich schon wieder eingeschlafen bin.

Er zieht sich seine Boxer an, schaltet das Licht im Bad und im Zimmer aus und kommt zu mir ins Bett.

Ashley richtet seine 3 Kissen zurecht und rückt näher an mich heran.

 

Oh, was ist das denn? Ich schaue mich verschlafen um und blinzle verschlafen durch das Zimmer.

„Bleib ruhig liegen, es ist mein Wecker, Jen!“ meint Ash von der Seite.

Ich schaue ihn total verpennt an und lasse mich wieder ins Bett plumpsen.

„Sorry, wollt dich damit nicht wecken!“ meint er und kommt zu mir runter um mich zu küssen.

„Ist schon ok!“ murmle ich und drehe mich um.

Ash steht auf und trottet verschlafen ins Bad um sich zu duschen.

 

Nachdem er fertig angezogen ist, kommt er noch einmal gähnend zu mir ans Bett.

„Hab einen schönen Tag, honey!“ flüstert er und geht aus dem Zimmer.

Ich weiß nicht wie lang ich noch geschlafen habe, aber ich werde von einem lauten Klopfen plötzlich geweckt.

Verschlafen trotte ich zur Tür und mache sie langsam auf.

„Mensch du Schlafmütze, mach dich mal fertig!“ kommt es von einer gut gelaunten Isa.

„Wie spät haben wir es?“
“Kurz vor 11!“ antwortet sie mir und ich lasse sie in das Zimmer.

„Was hast du denn vor?“ frage ich und gähne danach.

„“Wir wollten doch ein wenig bummeln gehen!?“ schaut sie mich verwundert an.

„Ach so! Stimmt. Hat ich vergessen!“
Ich laufe ins Bad, nehme schnell eine Dusche und komme dann nur mit einem Handtuch bekleidet raus.
“Gib mir noch 20 Minuten!“ meine ich jetzt muntern.

„Ok! Ich warte hier!“ grinst sie.

Ich nicke, suche meine Sachen aus der Tasche und verkrümle mich wieder ins Bad.

„Bin fertig!“ schreie ich ein Weilchen später.

„Wunderbar!“

Isa schnappt sich ihre Jacke, hackt sich bei mir ein und wir marschieren aus dem Hotelzimmer.

 

 

Das Handy von Isa klingelt.

“Hey Erik!“ grinst sie vergnügt.

Wir haben uns gerade in so ein komisches Restaurant gehockt um was zu essen. Ich brauchte eine Pause. Mit uns einkaufen zu gehen, ist die Hölle. Möglichst viele Läden in möglichst kurzer Zeit, lautet unsere Devise. Wir sind jetzt schon fast 4 Stunden durch New York gelatscht und meine Füße haben nach einer Pause geschrieen. Und jetzt sind wir in diesem Schuppen hier gelandet.

„Wir essen gerade was. Und ihr?“
“Ah, habt ein Photoshooting! Ok!“

„Wollen wir heute Abend was unternehmen?“
“Ihr habt einen Auftritt. Ob wir kommen wollen?“
“Warte ich frag mal!“
“Jen, die Jungs haben heute Abend einen Auftritt und lassen fragen ob wir kommen wollen!?“
Ich nicke und Isa leitet meine Antwort weiter.

„Ok, bis später dann!“
Sie legt auf und berichtet mir von dem Gespräch.

„Also wir sollen so um 7p.m. am Hotel stehen. Mike kommt uns dann holen!“
“Ok!“ antworte ich ihr und widme mich wieder meinem Essen zu.

„Was für ne Show haben die denn heute?“ frage ich Isa.

„Keine Ahnung, hab jetzt schon wieder den Namen vergessen!“ grinst sie mich süß an.

Wir essen zu Ende, bezahlen und machen uns dann wieder ans einkaufen!

 

Völlig fertig kommen wir gegen 6p.m. wieder am Hotel an und machen uns für die Show fertig. Ich springe unter die Dusche, ziehe mir etwas neues an und gehe dann schließlich zu dem Zimmer von Isa und Erik.

„Komm rein Maus!“ schreit mir Isa entgegen, nachdem ich angeklopft habe.

Ich öffne die Tür und mir kommt eine strahlende Isa entgegen.

„Bei euch sieht’s ja auch lustig aus!“
Ich zeige ihr die Boxers von Erik die verteilt auf dem Boden liegen.

Sie schüttelt angewidert den Kopf, nimmt ihre Jacke und zieht mich mit nach draußen.

„Ich räume ihm die Dinger auch nicht hinterher! Wer bin ich denn?“

„Ich hab’s mittlerweile auch aufgegeben, ihm alles hinterher zuräumen!“ antworte ich ihr.

Mike wartet bereits schon in der Empfangshalle auf uns.

Er kommt mit einem breiten Grinsen auf uns zu.

„Da seit ihr ja! Können wir los!?“
“Jop!“ antworte ich ihm grinsend.

 

„Ashley und Erik freuen sich das ihr heute Abend kommt!“ lächelt uns Mike an.

„Echt?“

„Ja!“ antwortet Mike.

Nach 40 Minuten Fahrt kommen wir an diesem Gebäude an.
“Geht einfach durch den Vordereingang! Sie wollten dort auf euch warten! Ich park in der Zwischenzeit das Auto!“ erklärt er uns.

Isa und ich laufen durch den Eingang und sehen Erik und Ash schon von weitem.

„Erik! Ash!“ ruft ihnen Isa entgegen.

Als sie ihren Ruf gehört haben, kommen sie mit einem breiten Grinsen auf uns zu.

Ash gibt mir sofort einen zärtlichen Kuss und umarmt mich stürmisch.

„Ich freu mich das du heute Abend da bist!“ strahlt er mich an.

Ich laufe Hand in Hand mit ihm zu ihrer Garderobe, wo die anderen sich gerade mit ein paar Stimmübungen einsingen.

„Schaut sie euch an, unsere Profis!“ meine ich grinsend als wir ins Zimmer reingehen.

„Hi Jen!“ grinsen mich die anderen 3 an.

„Hallo!“ grinst jetzt Isa die mit Erik kurz nach uns das Zimmer betritt.

„Na du!?“

Ash und Erik stellen sich zu ihren Bandkollegen und steigen bei diesen, doch etwas albernen, Übungen mit ein.

„Isa hör mal auf!“ meine ich lachend.

Sie versucht bei diesen Übungen mit zu machen, natürlich nur so leise, dass ich es verstehen kann.

Sie grinst mich schelmisch an.

„Jungs, in 10 Minuten habt ihr euren Auftritt!“ kommt irgend so ein Regiefutzie in die Garderobe.

„Ok!“ ertönt es von ihnen als Antwort.

„Von wo können wir den Auftritt eigentlich verfolgen?“ will jetzt Isa wissen.

„Ihr könnt euch ins Publikum hocken, die Show fängt nämlich mit unserer Performance an. Wenn wir fertig sind, könnt ihr ja dann wieder hinter kommen, wenn ihr wollt!“ erklärt uns Erik.

Wir nicken ganz aufmerksam.

 

So, der Auftritt ist vorbei und wir sind alle auf dem Weg Richtung Hotel. Ash hat heute Abend zum Glück frei.

Als wir an dem Hotel ankommen, gehen wir direkt ins unser Zimmer.

„Boah, endlich haben wir mal Zeit für uns allein!“ bemerkt Ash als er die Tür von unserem Zimmer schließt.

„Ja.“ antworte ich ihm.

„Wie gefällt es dir bis jetzt?“ fragt er mich.

„Bis auf, das ich dich so gut wie nie sehe, finde ich es toll!“ antworte ich ihm ein wenig gereizt.

Er schaut mich verwundert an.

„Ich hab dir doch am Telefon schon gesagt, dass wir hier sind um Shows und so Sachen zu machen! Du wusstest das ich nicht viel Zeit habe!“

„Mag sein!“ antworte ich ihm leicht sauer.

„Du hättest ja nicht kommen müssen!“
Ok, danke Ash. Da hätten wir also eine unserer berühmten Diskussionen.

„Wäre dir das lieber gewesen oder was?“

Ich schaue ihm fordernd in sein Gesicht.

„Nein, und das weißt du auch! Warum, fangen wir immer an zu streiten, sobald wir alleine sind!?“ fragt er mich.

„Keine Ahnung, vielleicht weil wir nicht mehr anders miteinander reden können!“
“Jen, sag mir bitte einfach was dein Problem ist!“
“Soll ich Ash?“
“Bitte, schieß los!“
“Zum Ersten kotzt es mich wahnsinnig an, dass ich meinen Freund nur alle 2 bis 3 Monate sehen kann. Dann das du mich permanent am Telefon abwimmelst, da du immer irgendwie beschäftigt bist und auch sonst immer sehr talentiert darin bist mich zu versetzen. Was war mit dem Konzert? Seit Monaten hatten wir die Karten und dann ein Tag vorher dein Anruf, das du nicht kannst, ihr hättet eine Probe! Wenn du ein paar Tage in L.A. bist,  dann sehe ich dich mal ein bisschen länger, aber wow, wie oft bist du denn schon dort?“ werfe ich ihm an den Kopf.

Er schaut mich geschockt an.

„Jen, du wusstest das wir uns weniger sehen würden! Mach es mir doch jetzt nicht zum Vorwurf. Meinst du nicht, ich würde dich auch viel lieber jeden Tag sehen! Aber es geht nun mal nicht!“ schreit er mich an.
“Ich weiß es, dein Terminplan lässt es nicht zu! Wahrscheinlich wäre es für dich besser wenn ich einfach gehen würde!“ schreie ich zurück.

Er packt mich am Arm.

„Hör auf so einen Scheiß von dir zu geben!“ wirft er mir an den Kopf, „du weißt genau wie wichtig du mir bist!“
“Davon merke ich aber nicht gerade viel!“

„Was ist nur los mit dir, Jen?“ fragt er mich ernst.

„Ich habe keine Ahnung, Ash.“ meine ich gestresst, „Mir wird das alles zuviel. Jeden Tag sehe ich dich im Fernsehen und wünsche mir einfach du wärst wieder bei mir. Du fehlst mir so! Aber ich weiß  das du gerade deinen Traum lebst und deswegen probiere ich dir so wenig wie möglich in die Quere zu kommen. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie scheiße ich mich einfach fühle, wenn ich diese ganzen Fans sehe, die dich und die anderen anhimmeln.“

„Warum denn?“

Er setzt sich zu mir aufs Sofa.

„Ich habe einfach Angst dich zu verlieren, dass du vielleicht mit einem Fan etwas anfängst oder sonst irgendwas. Ich bekomme doch nicht mehr viel mit was in deinem Leben so vorgeht, außer halt das, was ich aus dem Fernseher mitbekomme und aus unseren Telefonaten!“ meine ich traurig.

„Es tut mir leid...“ er schaut mich von der Seite an.

Ich merke wie sich meine Tränen langsam ihren Weg bahnen.

„Zum Beispiel jetzt, wir sehen uns ganze 2 Monate nicht, haben gestern 2 Stunden miteinander verbracht und heute sitzen wir hier und streiten. Ich weiß nicht ob das alles noch einen Sinn macht!?“

Er schaut mich ängstlich an.

„Willst du die Beziehung beenden?“ fragt er mich.

Ich schaue ihm in seine blauen Augen.

„Ich weiß einfach gar nichts mehr, Ash. Ich gönne dir deinen Erfolg so sehr, gleichzeitig wünsche ich mir aber auch, dass es nie so weit gekommen wäre!“

„Jen, beantworte bitte meine Frage!“
“Ich weiß es nicht, Ash! Du weißt wie sehr ich dich liebe!“

Ich schaue ihn traurig an

„Aber es ist alles so kompliziert!“

„Jen, du musst mir glauben, dass ich dir treu bin. Was soll ich denn mit so einem Fan anfangen, wenn ich weiß das ich dich habe? Du bedeutest mir einfach alles und ich will dich nicht verlieren, ok?“
Ich nicke leicht und stehe auf.

„Wo gehst du hin?“ fragt er mich.

„Ich wollte eine Runde spazieren gehen, um einen klaren Kopf zu bekommen!“

„Kann ich mitkommen?“ fragt er mich.

„Lieber nicht, Ash!“

Ich sehe in sein trauriges Gesicht.

„Ich muss jetzt einfach allein sein!“

Er nickt und ich mache die Tür von seinem Hotelzimmer auf.

Jake steht vor der Tür und ich zucke erschreckt zusammen.

„Hey Kleine! Ich wollt grad fragen, ob ihr Lust habt mit an die Bar zu kommen?“ grinst er mich an.

„Frag mal Ash, vielleicht hat er Lust dazu!“ antworte ich ihm.

„Und du?“

„Ich gehe ne Runde spazieren!“ erwidere ich und laufe an ihm vorbei.

Jake geht in unser Zimmer und findet einen geknickten Ash vor.

„Hey, was ist los Ash!“ meint er beunruhigt und setzt sich zu ihm auf die Couch.

„Wir haben uns mal wieder gestritten!“ stöhnt er und fährt sich durch die Haare.

„Schon wieder?“
Ashley nickt.

„Das wird schon wieder, ihr liebt euch doch!“ meint er tröstend zu ihm.

„Sie ist sich nicht mehr sicher, ob sie mit mir zusammen bleiben möchte, Jake!“ erzählt Ashley und reibt sich seine Augen.

„Was?“ antwortet ihm Jake leicht geschockt.

„Ich weiß nicht was ich machen soll!“ erwidert er mit erstickender Stimme und eine Träne läuft ihm über die Wange.

„Warte kurz, Ash, ich sage schnell den anderen Bescheid, das wir 2 nicht mitkommen!“
Er steht auf.

„Jake du kannst ruhig gehen, ich wollte sowieso lieber ein bisschen allein sein!“ meint Ash.

„Sicher?“
Ashley nickt.

„Falls was sein sollte, dann ruf an!“
“Danke!“ grinst Ashley Jake an, der auch sofort zu ihm kommt.

„Kein Stress!“

Er gibt Ash diesen freundschaftlichen Handschlag und geht dann aus dem Zimmer.

 

Ich laufe währenddessen ein bisschen durch NY und versuche meine Gedanken wieder zu sortieren. Es ist kalt, hier, fällt mir auf und ich verschränke meine Arme.

Das war also dieses klärende Gespräch, kommt es mir den Sinn! Lief ja wirklich hervorragend...

Ich weiß nicht wie lange ich schon durch die Gegend laufe aber mein Handy klingelt gerade, bestimmt schon zum 10.ten Mal, aber ich habe keine Lust ranzugehen. Es wird sowieso Ash, Isa oder einer von den anderen sein! Meine Neugierde siegt diesmal doch und ich schaue auf das Display.

„Oh, es ist Elke!“ meine ich leise.

Ich nehme ab.

„Na endlich, ich dacht schon ich stör euch bei irgendwas!“ lacht meine Maus.

„Hi Maus!“ antworte ich ihr.

„Alles ok bei dir, Jen? Du hörst dich komisch an!“
“Es geht, hab grad wieder mit Ash gestritten!“ erzähle ich ihr bedrückt.

„Oh...“ ist ihre knappe Antwort.

„Du sagst es. Ich soll dich von den anderen lieb grüßen!“ berichte ich ihr.

„Danke. Wo bist du gerade? Es ist so laut im Hintergrund!“
“Ich bin grad ein wenig spazieren!“

„Alleine?“
“Ja! Ich wollte mir in Ruhe ein paar Gedanken machen!“
“Sieht es so schlimm aus?“
“Ich weiß es nicht Elke. Ich weiß gar nichts mehr!“ seufze ich.

„Ich wünscht ich könnte dich jetzt mal so richtig durch knuddeln!“

Ich muss grinsen.

„Du bist so süß!“
“Jetzt hör aber mal auf!“ antwortet sie mir.

„Elke, ich meld mich morgen bei dir, ok?“
“Ist gut, lass den Kopf nicht hängen!“
Ich lege auf und mache mich auf den Rückweg zum Hotel.

 

„Hey, du bist doch die Freundin von Ashley der von O-Town, oder?“ fragt mich ein ca. 15jähriges Mädchen.

Ich bleibe abrupt stehen und schaue sie an.

„Oder?“
Was soll ich ihr antworten, dass ich es nicht weiß?
“Ja...die bin ich!“ antworte ich langsam.

„Ich finde ihr seit das total süße Pärchen!“ grinst sie mich an und bittet mich um ein Autogramm.

„Danke, ist lieb von dir!“ antworte ich ihr.

Das kann doch jetzt nur ein Witz sein! Warum muss mir das gerade in der Situation jemand sagen!?

„Wie heißt du denn?“ frage ich sie.

„Tanja!“ grinst sie mich an.

Ich unterschreibe mit einem –Alles Liebe- und mit meinem Namen.

„Hier Tanja!“ ich strecke ihr das Papier entgegen.

„Danke dir Jen!“ antwortet sie mir vorsichtig.

„Du kannst mich ruhig so nennen!“ meine ich grinsend und sie lacht mich an.

„Es war schön dich mal kennen zulernen!“ meint sie und umarmt mich.

„Danke, hat mich auch gefreut Tanja!“ antworte ich ihr und drücke sie kurz.

Sie läuft weiter und ich schaue ihr noch ein wenig nach.

Ich bin überrascht wie nett sie war. Normalerweise darf ich mir immer andere Sache von Fans anhören, denke ich mir.

Ich laufe weiter und komme nach ungefähr 40 Minuten wieder am Hotel an.

Der Portier nickt mit dem Kopf, als ich vorbei gehe und ich laufe weiter Richtung Aufzug.

„Jen!“ ertönt es plötzlich von der Seite.

Isa kommt auf mich zu gestürmt.

„Wo warst du so lange? Ich war krank vor Sorge!“

„Ich war spazieren!“ antworte ich ihr.

„Wieso bist du nicht ans Handy gegangen?“
“Ich hatte keine Lust mit einem von euch zu reden!“ antworte ich ihr ehrlich.

Sie nickt und nimmt mich in den Arm.

„Jake hat mir erzählt, was los war!“ meint sie leise, „Willst du drüber reden?“
Ich schüttle den Kopf.

„Ich würde jetzt nur gerne schlafen!“ erwidere ich.

„Ok!“ sie gibt mir einen Schmatz und ich laufe zum Aufzug um hoch in unsere Etage zu fahren. Ich habe eigentlich keine Lust, Ash jetzt zu sehen, aber das lässt sich wohl oder übel nicht vermeiden, da wir ein Zimmer zusammen haben, denke ich mir.

 

Ich öffne leise die Tür und sehe ihn auf der Couch sitzen.

Er steht auf und schaut mich an.

„Du warst aber lang weg!“ bemerkt er.

„Ja!“ antworte ich ihm und gehe ins Bad.

Er hinter mir her.

„Jen, bitte, rede doch mit mir!“
Ich schaue ihn an, schließe die Tür und mache mich fertig fürs Bett.

Nach ungefähr 10 Minuten komme ich wieder raus.

Ash steht angelehnt neben der Badezimmertür. Er hat wohl auf mich gewartet, denke ich mir.

„Jen, ich...!“
“Ash, ich möchte einfach jetzt schlafen, ok? Ich bin müde!“ meine ich zu ihm, laufe an ihm vorbei in Richtung Bett.

Ich lege mich hin und decke mich zu.

Er steht immer noch an der Wand und schaut zu mir rüber.

„Nacht!“ meine ich und drehe ihm den Rücken zu.

Ich höre wie er kurz seufzt, das Licht im Bad anmacht und die Tür hinter sich schließt.

 

Am nächsten Morgen wache ich durch das Klingeln des Telefons auf. Oh man, Ashley warum gehst du denn nicht ran? Das Ding steht auf deiner Seite, denke ich mir.

Verschlafen schaue ich auf seine Seite. Er ist nicht da. Verpennt gehe ich ran.

„Miss Schwarz?“ kommt es von der anderen Leitung.

„Ja!“ antworte ich müde.

„Ich wollte fragen, ob sie etwas zum Frühstück möchten?“
Hä, deswegen ruft mich diese Hoteltussi an!?

„Nein, danke!“ meine ich und lege auf.

Toll, dankschön für den Weckdienst!

Ich blicke mich im Zimmer um, ein Blick auf die Uhr und ich sehe das wir schon um 10 haben...

Ich drehe mich noch mal um und bemerke einen Zettel auf Ash’s Kopfkissen.

„ Morgen Jen, wir mussten wieder einige Termine erledigen, sorry! Ich liebe dich, Ash!“

lese ich leise vor und lasse mich zurück in mein Kissen fallen.

Mal schaun was Isa grad macht, kommt es mir in den Sinn und ich rufe sie an.

„Yeah?“ meldet sie sich.

„Hi Isa, ich bin’s! Ich hab dich jetzt aber nicht geweckt?“ frage ich sie.

„Nee, ich bin mit den Jungs mitgegangen!“ meint sie.

„Ah, ok!“ antworte ich ihr.

„Sorry, aber ich wollte den letzten Tag noch ein bisschen mit Erik verbringen. Ich wollte aber sowieso in 2 Stunden wieder ins Hotel kommen, um mit dir was zu starten!“ redet sie weiter.

„Du kannst ruhig, den ganzen Tag bei ihnen bleiben!“ meine ich ehrlich.

„Ja sicher, und lass dich da alleine, nichts gibt’s! Bis später!“ ruft sie noch und ich lege auf.

Ich trotte ins Bad und mache mich fertig für meinen letzten Tag hier in NY. Morgen geht es ja wieder nach Hause, da wir in die Schule und arbeiten müssen.


Isa und ich haben den restlichen Tag gemeinsam verbracht, wir waren spazieren, was Essen und haben die ganze Zeit über alles mögliche geredet, auch über Ash und mich.

Die Jungs kommen heute erst spät nach Hause, da sie an diesem Abend wieder eine Show machen müssen und danach noch ein Meet &Greet mit ein paar Fans haben.

 

Der nächste Tag verläuft auch nicht viel anders ab, morgens müssen die Jungs zu einem Interview mit einem Teen-Magazin und am Mittag fahren sie mit uns zum Flughafen.

Ich habe Ashley seit dem Abend an dem wir uns gestritten haben nicht mehr gesehen. Gestern Nacht als er nach Hause kam, habe ich schon wieder geschlafen.

Ich packe gerade meine Tasche als die Zimmertür aufgeht und Ash reinkommt.

„Hi!“ meint er und schaut mir tief in die Augen.

„Na?“ antworte ich ihm und widme mich wieder meiner Tasche zu.

Er kratzt sich am Hinterkopf.

„Jen, ich...ich...“
Ich schaue ihn an.

„Ich will nicht das du wieder gehst!“ meint er leise.

„Ich muss. Die Schule und Arbeit wartet wieder!“ antworte ich ihm.

Er kommt auf mich zu, umarmt mich von hinten und legt seinen Kopf auf meine Schulter.

„Du fehlst mir jetzt schon!“ sagt er traurig.

Stille.

„Wann kommt ihr denn wieder nach L.A.?“ frage ich ihn.

„Erst wieder in 3 oder 4 Wochen!“ antwortet er mir, „Wir geben einige kleinere Konzerte, in Amerika und Kanada und müssen dann noch nach Australien für eine Woche!“
“Ok!“ gebe ich von mir und löse mich aus seiner Umarmung.

 

Wir stehen jetzt am Flughafen und die Jungs müssen Autogramme geben. Sie sind umzingelt von ca. 30 Mädels. Ich schaue enttäuscht zu Isa, die neben mir steht.

„Da müssen wir durch, Jen!“
Ich nicke und spiele mit dem Ring den mir Ash mal geschenkt hat.

Nachdem die Mädels versorgt sind, kommen die Jungs mit einem entschuldigen Lächeln auf uns zu.

„Sorry!“ meint Dan zu uns.

„Ist schon ok!“ antworte ich und grinse ein wenig.

„Trevor, I love u!“ schreit ein Mädchen im hinterher.

Isa fängt an zu lachen, während Trev uns nur ein wenig beschämt anschaut.

Ich kann mir ein Grinsen nicht verkneifen.

Dan, Trev und Jake umarmen mich während Erik seine Isa drückt.

„Bis Bald!“ meine ich und drücke jeden einzelnen ganz fest.

„Es war schön dich mal wieder zu sehen!“ meint Jake und gibt mir einen Schmatz.

Während die anderen mit Ash jetzt zu Isa wandern, kommt Erik auf mich zu. Auch bei ihm dieselbe Prozedur, eine fette Umarmung und einen Abschiedsbussi.

„Pass auf sie auf, ja?“ meint er ganz süß zu mir und ich nicke.

So, jetzt kommt die Verabschiedung von Ashley, nach diesem beschissenen Wochenende.

Ich höre von Rechts Gekreische und sehe wie ein paar Mädels auf die Jungs zugerannt kommen.

Ash schaut mich an.

„Erik! Ash!“ schreien einige von ihnen.

Erik steht bei Isa und schaut sie schuldig an.
“Sorry, Jen!“ kommt es leise von ihm.

Die Jungs sind wieder belagert...

Nach einigen Autogrammen meint Ashley plötzlich.

„Sorry, girls, aber ich würde mich noch gerne von meiner Freundin verabschieden!“

Er bahnt sich einen Weg und kommt auf mich.

Dasselbe bei Erik.

„Tschuldige, Jen...“ meint er.

„Ich kenne es doch mittlerweile!“ antworte ich ihm.

Er nimmt mich in den Arm und ich erwidere seine Umarmung.

Es ist komisch, ich weiß nicht wie lange das schon her ist, als wir das letzte da standen und uns nur umarmt haben.

Unser Flieger wird wieder aufgerufen und ich löse die Umarmung.

„Ich liebe dich, Jen!“
Ich schaue in seine blauen Augen, versuche zu grinsen und drehe mich um.

Er hebt mich am Arm fest.

„Jen...“ er schaut mich traurig an.

Ich gehe weiter und seine Hand streicht über meinen Arm.

 

„Ich liebe dich, Teddy!“ meint Isa ein letztes Mal.

Er küsst sie und umarmt sie ein letztes Mal.

„Ich dich auch, Honey! Ich meld mich!“
Sie nickt und läuft mir hinterher.

 

 

2 Wochen sind seit diesem Wochenende schon vergangen und Isa, Elke und ich sitzen gerade am Frühstücken.

„Wie läuft es denn jetzt mit dir und Ash?“ fragt mich Elke besorgt, „Ich hab gestern mitbekommen, dass er angerufen hat!“
“Es geht...!“ antworte ich leise und rühre in meinem Kaffee, „Nicht wirklich besser!“

Isa streicht mir über den Arm, als plötzlich unser Telefon klingelt.

Es ist Erik, Isa grinst und verzieht sich in ihr Zimmer.

Beide scheinen immer noch genauso glücklich und verliebt zu sein wie am Anfang, denke ich mir.

„Komm lass uns später aufräumen!“ meint Elke und zieht mich ins Wohnzimmer.

„Was willst du denn machen?“ frage ich sie.

„Wir schaun jetzt fern, solange Isa mit Erik telefoniert und danach machen wir uns fertig und gehen an den Strand!“ meint sie vergnügt und ich nicke.

„Haben wir heute alle frei?“
“Jop, und deswegen starten wir was zusammen!“

Sie schaltet den Fernseher ein und zappt durch alle Kanäle bis sie bei TRL plötzlich stehen bleibt.

„Hey, schau mal ne Pressekonferenz von den Jungs!“ meint sie.

Ich schaue auf und tatsächlich, eine Pressekonferenz von O-Town.

Die Jungs sitzen hinter so einem komischen Tisch, mit Mikros und vor ihnen sind jede Menge Photographen und Journalisten die sich gerade ihre Ärsche in den Stühlen breit sitzen.

„Jakob!“ meint eine Frau plötzlich.

Er schaut in ihre Richtung.

„Stimmt es, dass sie O-Town verlassen wollen?“

Er schaut sie mit großen Augen an.

„Nein, bestimmt nicht. Ich weiß zwar nicht, woher sie diesen Quatsch haben, aber es stimmt absolut nicht. Ich bleibe bei O-Town.“ antwortet er ihr.

Isa kommt gerade strahlend aus ihrem Zimmer und legt sich zu uns auf die Couch.

„Was grinst du denn so?“ frage ich sie.

„Ich muss euch nachher noch was sagen! Hey, das ist ja ne Pressekonferenz mit den Jungs!“ bemerkt sie vergnügt und geht nicht weiter auf das Thema ein.

Wir beide nicken.

„Wie sieht es bei euch mit Freundinnen aus?“ fragt ein etwas dicklicher Typ mit Glatze.

„Also ich bin momentan Single!“ antwortet Dan.

Ein Grinsen auf einige Frauengesichter. Wir fangen zu lachen.

„Und sie Jakob?“
“Ich bin seit einigen Jahren schon vergeben und sehr glücklich!“ antwortet er.

„Meine Wenigkeit“ meint Erik, „ist auch nicht mehr zu haben. Ich bin glücklich verliebt!“

Isa neben uns grinst gerade ganz süß.

„Ich bin Single!“ antwortet Trevor ein wenig geknickt. Ich schaue zu Elke.

„Aber sie waren doch mal mit der Schwester von Ashley zusammen, oder nicht?“ fragt ihn eine Reporterin.

Er nickt.

„Ja das war ich.“ antwortet er traurig.

„Ihren Blick zu urteilen, hängen sie noch an Elke, oder?“

Jetzt wird die aber langsam mal unverschämt denke ich mir.

„Ich wüsste nicht was sie das angeht!“ antwortet Trevor leicht gereizt, „Aber falls sie es wirklich wissen wollen, ja ich hänge immer noch sehr an ihr!“
Elke schnappt neben mir nach Luft.

Isa und ich schauen uns an.

„Oh!“ meint Elke.

Trevor schaut bedrückt auf den Tisch und spielt mit seinen Händen.

„Und sie Ashley, sie als Mädchenliebling, müssten sich ja vor Angeboten kaum retten können!“ meint eine zierliche ältere Frau.

„Wollen wir es mal nicht übertreiben. Aber ich bin in festen Händen!“
Ich verschlucke mich an meiner Coke und Elke muss mir auf den Rücken klopfen.

Warum ich mich verschlucke, keine Ahnung!
 „Sind sie also immer noch mit Jen zusammen?“ fragt sie ihn höflich.

Er schweigt zuerst und meint dann:
“Ja, das bin ich!“
Ich muss schlucken.

Wir schaun uns die Pressekonferenz zu Ende an und gehen dann in die Küche um aufzuräumen.

„Du wolltest uns doch noch was sagen, Isa!“ meine ich zu ihr.

„Oh, ja!“ sie schlägt sich an den Kopf, „Erik hat ja angerufen und ja, ähm...die Jungs haben 2 Tage frei bevor sie nach Australien fliegen, und sie kommen zu uns!“ meint sie plötzlich hysterisch und springt in der Küche rum.

„Was die Jungs kommen heute? Heute Abend und bleiben 2 Tage hier?“ frage ich sie verwundert.

Sie nickt.

„Hat Erik dir das grad erzählt?“ fragt Elke sie.

„Jop! Eigentlich sollte ich euch nichts davon sagen, aber ihr kennt mich ja!“ meint sie grinsend.

„Das tun wir!“ antwortet Elke mit einem Lächeln.

 

Wir sind gerade auf dem Weg zum Flughafen um die Jungs abzuholen. Ich bin wieder ein wenig nervös.

Nachdem Elke und ich da Auto geparkt haben, Isa fährt extra, laufen wir in den Flughafen.

„Die Maschine ist grad gelandet!“ meint Isa die jetzt hinter uns steht.

Keine 20 Minuten vergehen, als wir sie rauslaufen sehen.

Sie sehen müde aus und gestresst.

„Hallo ihr Süßen!“ grinst Elke und begrüßt die Jungs.

„Wo ist denn Jake?“ fragt sie plötzlich.

Stimmt, der ist ja gar nicht da.

„Er fliegt weiter nach St. Diego zu Janie!“ antwortet ihr Dan.

„Ok!“ meint sie grinsend und drückt Erik.

„Hi, Jen!“ meint Ash zu mir und küsst mich.

„Hey!“ antworte ich ihm und schaue in seine Augen.

„Isa hat bestimmt nicht dicht gehalten, oder?“ fragt er mich.

Ich schüttle den Kopf und muss grinsen.

„Hab ich mir schon gedacht! Du siehst nicht gerade glücklich aus mich wieder zu sehen!“ bemerkt er.

„Doch, doch...ich bin es aber!“ meine ich und küsse ihn.

„Also wir machen wir das jetzt mit dem Fahren?“ fragt Isa die gerade von Erik geknuddelt wird.

„Also ich dachte ich nehme Ash, Trev und Jen mit. Und Dan wenn er will!“ meint Elke.

„Nee, Dan fährt bei uns mit. Liegt doch näher, ich übernachte sowieso bei Erik!“

„Ok, oder so!“ antwortet Elke.

Wir laufen mit den Jungs zum Parkhaus und laden ihr Gepäck in den Kofferraum.

 

„Ist es ok, wenn ich euch daheim ablade?“ meint Elke plötzlich bei der Fahrt.

„Ja und du?“ frage ich sie verwundert.

„Ähm, Trev und ich machen heute noch was zusammen!“ antwortet sie mir.

„Oh, klar!“

„Darf man auch fragen was?“ bohrt Ash nach.

„Nichts, was dich angeht!“ antwortet ihm Trev mit einem Grinsen.

Bahnt sich da etwa wieder was an, frage ich mich.


“Also viel Spaß!“ rufen Ash und ich den Beiden noch zu als wir aussteigen.

„Euch auch!“ und schon fährt Elke wieder los.

„So haben wir die Wohnung wenigstens für uns alleine!“ grinst Ash.

Ich nicke abwesend.

„Jen?“
Ich schaue ihn an.

„Ja?“ frage ich.

„Ist alles ok?“
“Klar!“ versuche ich zu grinsen, „Wollen wir noch an den Strand, Ash?“
“Nur wir 2?“
“Jop!“
“Natürlich!“ antwortet er mir und nimmt meine Hand.

Wir gehen in die Wohnung, er lässt sein Gepäck fallen und nimmt mich in den Arm.

„Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie sehr du mir immer fehlst!“ meint er.

Ich löse mich aus seiner Umarmung und suche meinen Autoschlüssel.

„Komm lass uns gehen!“

Er nickt und folgt mir nach draußen.

 

Wir laufen gerade Hand in Hand am Strand entlang.

„Darf ich dich mal was fragen?“
“Klar!“
“Wir haben heute eine Pressekonferenz von euch gesehen. Warum hast du gezögert, als sie dich gefragt haben, ob wir noch zusammen wären?“ frage ich.

Er schaut mich an und bleibt stehen.

„Weil ich nicht wusste, was ich sagen sollte!“ antwortet er mir ernst.

Ich nicke.

„Jen...“
Ich schaue ihn an.

„...wir sind doch noch zusammen, oder?“
Stille.

„Sag bitte was!“ meint er leise.

„Ash, ich...ich weiß nicht wie ich dir das jetzt sagen soll, aber ich glaube...“ ich stocke und streichle ihm zärtlich über sein Gesicht.

„Du musst wissen, dass ich dich so sehr liebe, aber ich glaube es ist besser wenn wir uns trennen!“ meine ich leise mit Tränen in den Augen.

„Was sagst du da?“ fragt er mich geschockt.

„Du hast mich schon verstanden, Ash!“

Ich laufe langsam weiter.

„Jen, tu mir das nicht an, bitte!“

„Es ist besser so!“ antworte ich leise.

„Woher willst du das wissen? Woher?“ fragt er mich und fängt an zu weinen.

„Ash, du weißt wie sehr ich dich liebe, aber ich kann einfach nicht mehr. Ich komme mit der Situation nicht mehr klar.“
“Wir können doch daran arbeiten. Ich werde mir mehr frei nehmen und...“
“Du weißt das, dass nicht geht. Also hör auf mir leere Versprechungen zu machen!“ unterbreche ich ihn traurig.

„Jen, bitte.“ Er hebt mich am Arm fest.

„Ash, hör auf. Du weißt gar nicht wie schwer das für mich ist, dir das alles zu sagen, aber es ist vorbei!“

„Nein! Hör auf damit, Jen!“ er schüttelt den Kopf, „Wir können es schaffen, lass es uns doch probieren!“

„Was haben wir dann die letzten Monate gemacht?“
“Aber, bitte, wir bekommen das hin!“
Ich schüttle den Kopf.

„Es hat keinen Sinn!“

 

Ich liege gerade in meinem Bett und muss über den Abend nachdenken. Ich habe mich jetzt von Ash getrennt, und es war die schwerste Entscheidung meines Lebens. Ich liebe ihn so sehr, aber es ist für uns beide besser.

Ich bin alleine nach Hause gefahren, Ash wollte noch am Strand bleiben.

Sein Gepäck steht auch noch bei uns im Wohnzimmer.

Mein Handy holt mich aus meinen Gedanken.

„Ja?“ gehe ich bedrückt dran.

„Jen, ich bin es? Ash hat mich gerade angerufen. Ist alles ok bei dir?“ fragt mich Elke aufgewühlt.

„Es geht...“
“Er hat geweint am Telefon. Warum hast du mir nichts von deinem Vorhaben erzählt?“ fragt sie mich.

„Ich wollte euch mit meinem Kram nicht schon wieder auf die Nerven gehen!“ antworte ich ehrlich.

„Was erzählst du denn da!? Du weißt genau das du immer zu uns kommen kannst..“
“Mmh...“
“Ich bin in einer halben Stunden bei dir!“ meint sie.

„Nein, Elke hab einen schönen Abend mit Trev, ok?“
“Nein.“ Antwortet sie bestimmt.

„Dan kommt wahrscheinlich gleich bei uns vorbei, um das Gepäck von Ash abzuholen. Du rührst dich nicht von der Stelle!“
Sie legt auf und ich lege mein Handy auf die Seite.

 

„Hi Dan!“ meine ich leise zu ihm.

„Hey Jen! Komm mal her!“

Er kommt auf mich zu und nimmt mich in den Arm. Ich fange wieder an zu weinen.

„Shhh..“

Ich löse mich aus der Umarmung und wische meine Tränen weg.

„Du kommst das Gepäck holen, stimmts?“
Er nickt und läuft an mir vorbei.

„Ich komme grad wieder!“ meint er, bepackt mit dem Gepäck und läuft zum Auto.

Ich schaue ihm hinterher.

„Ash ist am Boden!“

Ich schaue auf meine Schuhe.

„Wie geht es dir denn?“ fragt er.
“Wie soll es mir schon gehen, beschissen!“ antworte ich.

„Falls du jemanden zum reden brauchst, du weißt ich bin immer für dich da!“
Ich nicke und umarme ihn.

„Dan?“
“Ja!“
“Behalte Ash im Auge, ok?“
“Mach ich! Meldest du dich?“
Ich nicke.

„Bye!“

„Bye!“ antworte ich ihm und schließe die Tür.

 

Ich will mich grad wieder auf mein Bett legen, als ich höre wie die Tür aufgeschlossen wird.

„Jen?“

Es ist Elke.

„Jen?“ höre ich sie wieder schreien.

„Ich bin im Zimmer!“ rufe ich ihr zu und keine Sekunde später, steht sie in meinem Zimmer.

„Was machst du denn für Sachen?“ fragt sie mich und kommt auf mich zu.

Ich zucke mit den Schultern und sie umarmt mich.

 

„Hallo, ist jemand da?“ kommt Isa mit Erik am nächsten Morgen nach Hause.

„Ja, in der Küche!“ antwortet Elke.

Beide kommen mit einem Grinsen in die Küche. Als sie mich heulend am Küchentisch sitzen

sehen, verschwindet ihr Lächeln.

„Jen, was ist?“ kommt Isa sofort auf mich zu.

Sie schaut besorgt  zwischen Elke und mir.

„Sie haben sich getrennt!“ meint Elke leise.

„Oh fuck!“ ertönt es von Erik.

Isa schaut ihn böse an.

„Wann?“
“Gestern habe ich ihm gesagt, dass es besser für uns beide wäre, wenn wir uns trennen würden!“ erzähle ich Isa die Kurzfassung.

„Maus...“
Ich schaue wieder auf meine Hände.

„Ähm...Isa...?“ fragt Erik leise, „Ich gehe dann mal wieder. Ich lass euch lieber mal alleine!“
Isa nickt.

„Jen?“
Ich schaue Erik an.

„Darf ich dich umarmen?“
Ich muss ein wenig grinsen, er kommt auf mich zu und drückt mich.

Isa begleitet ihren Süßen noch zur Tür und kommt dann wieder zu uns.

„Wollen wir heute irgendwas tolles unternehmen?“ fragt Elke Isa und mich, „Was, das wir schon ewig lang nicht mehr gemacht haben!“
“Mir egal!“ antworte ich.

„Ich hab’s, wir schauen uns unsere Videos aus Deutschland an, die von unserer Abifete, von Amsterdam und so und bestellen uns ganz viel Essen! Wie wär’s?“
“Also ich bin dafür, Jen?“
“Ok, gerne!“ antworte ich und Isa greift sofort zum Telefon um uns was zu Essen zu bestellen.

Ich wüsste nicht, was ich ohne meine beiden Mädels machen würde, aber ich bin einfach nur dankbar das sie da sind!

 

„Schau mal, da ist Max am kotzen!“ lacht Elke los.

„Oh, man.  Ich weiß noch wie zu er, an diesem Abend war!“ werfe ich in den Raum.

Wir lachen.

„Habt ihr eigentlich mal wieder was von ihm gehört?“ fragt Isa.

„Ja, es war letztens eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter. Wir haben aber immer noch nicht zurück gerufen!“ bemerkt Elke grad.

„Müssten wir mal machen!“ meint Isa und wir nicken.

 

„Ich habe so einen Hunger!“ grinst Elke und watschelt in die Küche.

„Du hast jeden Morgen Hunger, Elke!“ bemerkt Isa und ich laufe ihr hinterher.

Fragt nicht, wie ich heute Nacht geschlafen habe...einfach nur beschissen.

„Ich gehe schon!“ meint Isa und nimmt das Telefon ab.

„Hi, Ash!“
Sie schaut in meine Richtung.

„Ja, sie ist da, kleinen Moment!“

Sie reicht mir den Hörer weiter und versucht mich ein wenig anzugrinsen.

„Ja?“ gehe ich ran.

„Hi, ich bin es!“ meint er mit einer trauriger Stimme.

„Ja?“ frage ich wieder.

„Ich wollte dich fragen, ob wir uns noch mal treffen können, bevor wir wieder weg müssen?“
Was soll ich denn sagen? Ja, bitte ich will dich unbedingt noch mal sehen, da du mir jetzt schon so fehlst und ich meine Entscheidung so bereue. Oder nein es geht nicht?
“Ich...ich weiß nicht ob das gut ist!“
“Jen...bitte!“
Ich schlucke.

„Wann fliegt ihr denn?“ frage ich ihn jetzt.

„Heute Abend um 9!“
“...von mir aus, ok!“ meine ich nach langem zögern.

 

zurück      vor

1
Hosted by www.Geocities.ws