Kapitel 2
Zwei Wochen sp�ter hatten
Jo und ich uns zum Fr�hst�ck in einem nahe liegenden Cafe verabredet. Wie
immer kam ich zu sp�t und Jo wartete schon. Die Jungs hatten sich nat�rlich
nicht gemeldet. Ein paar mal waren wir am �berlegen sie anzurufen, was wir
letztendlich doch gelassen hatten.
�Es tut mir leid. Ich
hab�s ein bisschen verplant.� Entschuldigte ich mich und lie� mich auf
einen Stuhl ihr gegen�ber fallen.
�Schon ok, ich hab nichts
anderes erwartet.� Grinste Jo.
Ich zog eine Grimasse und
winkte die Bedienung heran.
W�hrend wir a�en und �ber
Gott und die Welt redeten, gesellte sich eine Horde junger M�dchen in das Cafe
und setzten sich an den Neben Tisch.
Sie waren relativ laut und
wir schnell genervt. Eigentlich wollten wir grade zahlen, als mein Handy
klingelte.
�Ja?�
�Ally?� fragte die
Stimme am anderen Ende.
�Ja?�
�Hey,.. hier ist
Ashley.�
Ich warf Jo einen
erschrockenen Blick zu. Die wiederum sah mich fragend an.
Ich l�chelte:� Es ist der
Engel!�
Sie sah mich einen Moment
ungl�ubig an. Ich zuckte mit den Schultern und widmete mich wieder meinem
Handy.
�Hey Ashley, wie geht�s
dir?� fragte ich unschuldig.
�Danke gut und Dir?�
�Alles gut.. danke der
Nachfrage.�
�Jo geht�s auch gut?�
�Ja, Ihr geht�s gut. Was
kann ich f�r dich tun?�
�Uhm� na ja, wir haben
doch versprochen uns zu melden. Wir sind seid heute wieder in Deutschland und da
ich es die letzten zwei Wochen voll verpennt habe, dachte ich hol das jetzt
nach. Hatte schon ein unheimlich schlechtes Gewissen.�
�Kein Problem, ich h�tte
mich ja auch melden k�nnen. Ihr seid also wieder in Deutschland, ja?�
�Ja. Im Moment sind wir in
Frankfurt und am Wochenende in M�nchen� ich... Uhm... wir� wollten fragen
ob ihr Lust habt hin zu kommen. Es war so nett neulich Abend. Das w�rden wir
gerne wiederholen.�
�Nach M�nchen?� fragte
ich ungl�ubig.
�Ja...!?�
�Darling, wie stellst du
dir das vor? Es gibt Menschen die Normale Jobs haben und arbeiten m�ssen.
Zumindest bis Freitagabend und M�nchen ist ein St�ckchen weg. Da brauchen wir
ein paar Stunden mal davon abgesehen das wir beide kein Auto haben.�
�Hmm� schade, also wollt
ihr nicht kommen?� fragte er und
die Entt�uschung war ihm deutlich anzuh�ren.
�Nat�rlich w�rden wir
gerne, aber da ist ein wenig kurzfristig ich hab keine Ahnung wie wir das
schaffen sollen so kurzfristig.
�Und wenn ihr fliegt?�
�Sicher Ashley. Wenn Du
zahlst! Au�erdem muss ich erstmal mit Jo reden.�
�Ich verstehe� mmh�
kann ich dich in 10 min. noch mal anrufen? Ich muss kurz was kl�ren.�
�Sicher. Mach das.�
Ich legte auf und sah Jo an.
�Was ist?� fragte sie.
�Sie wollen dass wir am
Wochenende nach M�nchen kommen. Sie sind in Deutschland.�
�DIESES Wochenende?�
�Ja. Ashley meint sie
fanden den Abend neulich so nett das sie dachten sie fragen mal ob wir das nicht
wiederholen wollen.� Ich zuckte ein wenig zweifelnd mit den Schultern.
�Wie stellen die sich das
denn vor?� fragte Jo ein wenig genervt.
�Kein Plan, hab ich ihn
auch gefragt Er ruft gleich noch mal zur�ck, dann kl�r ich das mal mit ihm.�
Wir seufzten beide und
bestellten nun doch noch einen Kaffee.
Kurze Zeit sp�ter klingelte
auch wieder mein Handy und diesmal erschien der Name des Anrufers auf dem
Display �Ashley�.
Ich grinste Jo an und ging
ran:� Na Sunshine, alles gekl�rt?� fragte ich fr�hlich.
�Allerdings. Kommt ihr nun
nach M�nchen?�
�Ash, wir w�rden sehr
gern, aber wie�..�
Er unterbrach mich:� Mach
Dir keine Sorgen, ihr k�nnt gar nicht Nein sagen. Am Flughafen in Hamburg sind
2 Tickets Erster Klasse f�r euch hinterlegt. Euer Flug geht Freitagabend 21:47
h, da m�sst ihr wohl beide nicht mehr Arbeiten, oder? Ein Hotelzimmer haben wir
auch gerade reserviert f�r euch. Ich d�rft nicht Nein sagen. Wir laden euch
ein!�
�Ihr seid bekloppt. Das
geht doch nicht!� protestierte ich.
�Doch das geht. Ihr m�sst
kommen. Bitte!� bettelte Ashley am anderen Ende.
Ich holte tief Luft:� Also
gut, warte mal eben.�
Ich hielt den H�rer zu, was
ziemlich albern war, da er mich auf Deutsch eh nicht verstand, aber� Macht der
Gewohnheit.
Ich wandte mich an Jo:�
Sie wollen unbedingt das wir kommen. Sie haben am Flughafen Zwei Erste Klasse
Tickets hinterlegt und ein Hotelzimmer in M�nchen Reserviert. Er bettelt wie
ein Kleines Kind nach einem Lutscher. Was machen wir jetzt?�
�Sie haben WAS?� fragte
Jo entsetzt.
Ich nickte unschuldig:�
Ich kann nichts daf�r. Die haben �nen Knall.�
�Was meinst Du?�
�Haben wir eine andere
Wahl?�
�Wohl eher nicht.�
Ich nahm den H�rer wieder
ans Ohr:� Ash?�
�Ja?�
�Ok, wir kommen, aber wir
reden noch dar�ber.�
�Nat�rlich� ich k�nnte
das strahlen auf seinem Gesicht fast sehen, als er den H�rer ein wenig weg
hielt und rief:� Sie kommen.� Im Hintergrund h�rte ich die anderen Jungs
die sich scheinbar tats�chlich freuten dass wir nun doch zugesagt hatten.
Ich musste unwillk�rlich
ein wenig L�cheln. Sie waren schon verdammt s�� und das sie uns nach einer
netten Nacht in einem Club gleich einladen w�rden zu ihnen auf ein Konzert zu
kommen, war fast so unglaublich wie das sich das �berhaupt erst alles so
ergeben hatte.
�Ok, Sweetie.. ihr braucht
euch auch um nichts k�mmern. Ich wei� noch nicht ob wir bis Freitagabend schon
in M�nchen sind wenn ihr ankommt, aber wir sorgen daf�r dass euch jemand vom
Flughafen abholt und ins Hotel bringt. Ich melde mich dann noch mal wann wir
dort ankommen.� Sprudelte Ash hervor und ich musste lachen. >Kinder<
schoss es mir durch den Kopf.
�Ist gut Ashley, mach dir
mal keine Sorgen. Wir sind ja auch schon gro�. Das kriegen wir alles schon hin.
Wir sehen uns Freitag.�
�Meldet euch falls etwas
ist. Sonst melden wir uns vorm Wochenende noch mal. Liebe Gr�sse an Jo und
passt auf euch auf.�
�Gr�� die anderen� bis
Freitag, Ash� bye�
�Bye Ally!�
Ich legte auf und lachte:�
Gott ist der s�� wenn er aufgeregt ist.�
�Was hat er gesagt?�
fragte Jo.
�Er sagt sie sorgen daf�r
dass uns jemand vom Flughafen abholt und ins Hotel bringt. Au�erdem wollen sie
sich noch mal melden vor Freitag, weil sie noch nicht wissen ob sie schon in M�nchen
sind wenn wir dort ankommen.� berichtete ich und bezahlte zum zweiten Mal.
Jo nickte verstehend, bevor
sich ein breites grinsen auf ihren Gesicht ausbreitete:�
Dann wei� ich ja was wir jetzt machen.�
Ich grinste:� Ich auch.�
�SHOPPEN!� wir fingen
beide laut an zu lachen und das halbe Lokal drehte sich wohl nach uns um, wie
gut das uns so gut wie nie etwas peinlich war.
Als wir stunden sp�ter voll
gepackt und total erledigt nach Hause kamen, lie�en wir uns auf die Couch
fallen und atmeten erstmal durch.
�Sag mal, wof�r haben wir
jetzt eigentlich Unmengen an Geld ausgegeben?� fragte Jo nach einer kurzen
Verschnaufpause und fing an in ihren T�ten zu w�hlen.
�Das hab ich mich auch
schon gefragt. Vielleicht weil wir am Wochenende ein Date mit 5 Kerlen haben die
aussehen wie vom Himmel gefallen?�
Jo kicherte:� So unrecht
hast du da wohl nicht, aber eigentlich haben wir die Schr�nke voll. Und wie war
das mit �nen Flug nach M�nchen k�nnen wir uns nicht so einfach leisten?� W�ren
wir nicht shoppen gewesen h�tten wir uns sogar noch das Hotel dazu leisten k�nnen.�
Kapitel 3
Freitag war ich bei der
Arbeit den halben Tag zu nichts zu gebrauchen. St�ndig schaute ich auf die Uhr
und strahlte wie ein Honigkuchen Pferd. Jo und ich schrieben uns den ganzen Tag
sms. Ihr ging es nicht anders.
Da sie vor mir Feierabend
hatte holte sich mich bei der Arbeit ab. Umziehen wollte ich mich auf dem
Flughafen. Nach Hause und dann wieder zur�ck zum Flughafen w�re knapp
geworden. Deshalb hatten wir beschlossen direkt zum Flughafen zu fahren, uns
dort umzuziehen und frisch zu machen und etwas zu essen bevor wir in den Flieger
stiegen.
Am Flughafen angekommen
wurde die Nervosit�t immer schlimmer. Nur diesmal nicht wegen der Jungs,
sondern wegen dem Flug. Ich hasste das Fliegen.
Schlie�lich hatten wir uns
irgendwann umgezogen, eingecheckt und sa�en nun in der Abflughalle an einer Bar
und g�nnten uns noch einen Drink bevor es losging.
�Sag mal, wollte Ashley
sich nicht noch melden bevor wir abfliegen?� fragte mich Jo nach einiger Zeit.
Ich nickte:� Ja,
eigentlich schon aber der arme Junge scheint so verwirrt. Das hat er bestimmt
schon wieder vergessen.�
�Na, Hauptsache sie
vergessen nicht dass wir heute Abend kommen.� Lachte Jo.
�Das hoffe ich allerdings
auch. Aber ich glaube das vergessen sie schon nicht.�
Just im Moment klingelte ein
Handy. Ich schaute aufs Display:� Ich bin�s nicht.�
�Ich aber.� Grinste Jo
�Es ist Dan.�
�Sie haben uns also doch
nicht vergessen.�
Sie hob ab und sprach kurz
mit ihm. Als Jo wieder auflegte strahlte sie von einem Ohr aufs andere.
�Sie haben uns nicht
vergessen. Dan meint sie kommen wohl erst heute Nacht an. Wir brauchen nicht auf
sie warten, aber wenn w�re es sch�n.� Berichtete sie.
�N�, ist richtig. Ist ja
nicht so das wir schon den ganzen Tag gearbeitet haben und jetzt sollen wir uns
noch die halbe Nacht um die Ohren schlagen?� fragte ich schmunzelnd.
�Olle Zicke, Die Jungs
wollten sich nur vergewissern das wir auch wirklich kommen. Sie hatten so viele
Termine das sie es nicht eher geschafft haben anzurufen.�
�Na ja, das kann ja heiter
werden.� Lachte ich.
Ein paar Minuten sp�ter
wurde unser Flug aufgerufen und noch bevor wir uns versahen hoben wir ab.
Die Erste Klasse war schon
nett. Ich f�hlte mich ziemlich wohl, trotz meiner Flugangst. So lange w�rden
wir ja auch nicht in der Luft sein und mit dem Gedanken an die Jungs und ein
verdammt lustiges Wochenende das vor uns lag lie� sich alles ertragen.
Als wir in M�nchen
angekommen waren und am Gep�ckband standen, fiel mir Ash�s versprechen ein.
�Sag mal Jo, hat Dan eigentlich was gesagt ob uns jetzt jemand abholt? Ash
sagte doch das er sich darum k�mmern w�rde.�
�Nein, er hat nichts
gesagt... aber du hast Recht. Na ja, mal abwarten. Wir werden es ja gleich sehen
und sonst nehmen wir uns halt ein Taxi.�
Ich nickte und fischte meine
Reisetasche vom Band.
Als wir in die Ankunftshalle
traten war nicht viel los. Na ja, es war ja auch schon recht sp�t und unserer
einer der letzten Ankommenden Fl�ge.
Wir sahen uns um, entdeckten
aber niemanden der so aussah als ob er ausgerechnet auf uns warten w�rde.
Unschl�ssig blieben wir
einen Moment stehen.
�Taxi?� fragte ich n ach
einer weile.
�Taxi!� antwortete Jo.
Wir machten uns auf den Weg zum Ausgang als direkt vor uns ein Junger Mann durch
die Dreht�r gest�rzt kam und uns direkt in die Arme lief.
�Nicht so st�rmisch.�
Lachte Jo und hielt ihn grad noch fest bevor er ganz st�rzte.
�Entschuldigung, tut mir
wirklich sehr leid, aber ich stand im Stau. Dabei soll ich hier jemanden
abholen. K�nnt ihr mir sagen ob der Flieger aus Hamburg schon gelandet ist?�
Ich hob eine Augenbraue:�
Ja ist er. Wir sind mit dem Flieger gekommen.�
�Verdammt� ihr seid
nicht zuf�llig Joanna und Alison?� fragte er ver�rgert �ber sich selbst.
Jo und ich tauschten einen
kurzen Blick aus:� Wenn Du von O-Town beauftragt worden bist uns ins Hotel zu
fahren, schon��
��hm.. doch, eigentlich
schon. Oh man, grad noch mal davon gekommen. Die Jungs haben mir angedroht mich
zu killen wenn ich euch nicht sicher ins Hotel bringe.�
Jo und ich fingen wieder
laut an zu lachen. Das war irgendwie klar gewesen.
Fast tat uns der Typ leid,
der sich im Wagen, einem Schwarzen Luxus Bmw, als Tom, vorstellte. Er war
eigentlich M�dchen f�r alles beim Deutschen Ast von BMG und die Jungs hatten
ihn gebeten uns abzuholen und ins Hotel zu begleiten.
Er war sehr nett und erz�hlte
dass er auf der Fahrt zum Flughafen durch einen Stau aufgehalten worden ist. Es
gab einen Unfall und die Strasse war gesperrt worden. Deshalb musste er
Schleichwege fahren die er eigentlich gar nicht kannte. Wir lachten viel und
fragten ihn ob er w�sste wann die Jungs ankommen w�rden und ob er uns sagen k�nnte
was sie denn am Wochenende f�r
Termine hatten. Damit wir uns schon mal darauf einstellen konnten.
Bereitwillig beantwortete er
all unsere Fragen und fragte nach wann und wo wir die Jungs denn kennen gelernt
hatten.
Er lachte als wir ihm erz�hlten
dass wir sie eigentlich nur das eine mal in dem Club getroffen hatten.
�Typisch Ashley.� Lachte
er.
�Wieso typisch?� fragte
Jo nach.
�Ach nur so. Das werdet
ihr schon noch sehen, denke ich.�
Leider kamen wir nicht dazu
weiter nachzufragen da wir in dem Moment am Hotel ankamen. Tom fuhr direkt in
die Tiefgarage. Doch uns entgingen die etlichen Fans nicht die vorm Haupteingang
auf die Jungs warteten.
Tom brachte uns bis zur
Rezeption, damit keiner der Hotelangestellten uns f�r Fans hielt und uns wieder
rauswerfen wollte.
�Simon mein Name. BMG M�nchen.
Wir haben ein Zimmer reserviert f�r die beiden Damen hier. Sie sind pers�nliche
Freundinnen der Band O-Town die heute Nacht ankommt. Ich m�chte sie bitten ein
Auge auf die Damen zu haben, damit sie nicht f�r Fans gehalten werden und
jemand versucht sie vor die T�r zu setzten.� Sprudelte Tom an der Rezeption
hervor. Die Dame hinter dem Tresen l�chelte Freundlich und nickte.
�Aber sicher. Ich werde
mich darum k�mmern das nichts passiert.� Sagte sie Freundlich und machte
unsere Zimmerkarten fertig.
�Wer von ihnen ist Frau
Vinze?� fragte sie Freundlich als sie uns die Zimmerkarten reichte.
�Das bin ich.� Meldete
ich mich.
�Ich habe hier eine
Nachricht f�r sie von Mr. Parker �
Angel.� Sie reichte mir einen Umschlag und l�chelte g�tig. Die war wohl
einiges gewohnt.
�Vielen Dank.� Ich nahm
den Umschlag an mich und machte mich mit Jo und Tom auf dem Weg zum Lift.
�So die Damen ich darf
mich dann verabschieden. Ich w�nsche euch viel Spa� und gr�sst die Jungs von
mir.�
Sagte Tom als der Lift sich
�ffnete.
�Vielen Dank f�rs Fahren
Tom und die Nette Unterhaltung. Vielleicht sehen wir uns ja noch mal.� Sagte
Jo.
�Ich denke schon dass wir
uns jetzt �fter sehen wenn ihr ab und an mal auf einem Konzert seid. Ansonsten
erreicht ihr mich bei BMG falls die Jungs euch auf den Keks gehen.�
Wir lachten:� Wir sagen
dir bescheid wenn es kritisch wird. Sch�nen Feierabend.�
Jo und ich betraten den Lift
und fuhren in den 4ten Stock des Hotels.
�Der war s��.� Grinste
ich.
�Jupp, voll lieb.
Eigentlich h�tte er bleiben k�nnen. Der war doch bestimmt auch erst anfang
zwanzig.� Best�tigte Jo.
Ich nickte:� �lter kann
er nicht gewesen sein. Aber sehr nett.�
Wir verlie�en den Lift und
suchten unser Zimmer. Es lag am Ende eines Langen Flures. Als wir die T�r �ffneten
verschlug es uns fast die Sprache.
3 Zimmer und Bad. 2
Schlafzimmer und ein Wohnzimmer.
�Wow.� Mehr brachten wir
nicht raus.
�Ich dachte wir kriegen
ein Bett zum schlafen. Ein kleines Zimmer f�r uns.. Keine Luxussuite.� Sagte
Jo, w�hrend wir langsam durch die Zimmer gingen.
�Das dachte ich auch. Ich
wusste gar nicht dass sie das schon so dicke haben. Erster Klasse Flug. Suite.
Da k�nnte ich mich glatt dran gew�hnen.�
Schnell hatten wir unsere
Sachen verstaut und uns ein wenig eingerichtet. Es war zwar schon sp�t, doch
wir beschlossen in der Lobby auf die Jungs zu warten und eventuell noch eine
Kleinigkeit im Hotelrestaurant zu essen.
�Ally?� rief Jo aus
ihrem Schlafzimmer, kurz bevor wir uns auf den Weg machen wollten.
�Ja? Was denn?� rief ich
zur�ck.
�Sag mal, was steht
eigentlich in dem Brief von Ashley den dir die Tante an der Rezeption gegeben
hat?� jetzt stand sie in meiner Zimmert�r und sah mich erwartungsvoll an.
�Verdammt gute Frage ich
hab ihn noch gar nicht gelesen.� Hektisch fing ich an zwischen meinen
Klamotten zu w�hlen um den Brief zu suchen.
�Nimm den Hier.� Lachte
Jo und hielt den Brief hoch.
�Wo war er?�
�Er lag auf dem
Schreibtisch.�
Ich l�chelte unschuldig und
nahm den Brief an mich.
Ich �ffnete den Umschlag
und �berflog den Brief. Spontan stieg mir das Blut in den Kopf.
Hey
Ally,
ich
hoffe du liest diese Nachricht jetzt wirklich und bist wirklich in M�nchen.
Trotz der ganzen Arbeit die wir auch in M�nchen haben werden hab ich mich die
ganze Woche auf das Wochenende gefreut. Dich und Jo wieder zu sehen. Der Abend
in Hamburg war sehr sch�n und wenn es nach mir gegangen w�re, h�tte die Nacht
nicht geendet. Wir treffen selten solche Pers�nlichkeiten wie euch auf unseren
Konzerten. Umso mehr haben wir den Abend neulich genossen. Nicht nur ich auch
die anderen Jungs. Dan wahrscheinlich besonders. Ich glaub er steht auf Jo, aber
pssst� J
Ich
kann es kaum erwarten heute Nacht in M�nchen anzukommen. Ich hoffe ihr seid
dann noch wach. Sonst kann ich wahrscheinlich die ganze Nacht nicht schlafen
wenn ich euch noch nicht �Hallo� gesagt habe, aber wei� das ihr im
Nebenzimmer schlaft.
Ich
hoffe wir sehen uns noch.
Love/
kisses
Ashley
�Was steht denn
geheimnisvolles drin da du rot wirst?� fragte Jo neugierig und warf sich
hinter mir aufs Bett.
Wortlos reichte ich ihr den
Brief und versuchte mich wieder ein zu kriegen. Ich hatte das Gef�hl mir
springt das Herz bald aus der Brust.
�Der scheint ja m�chtig
auf dich zu stehen.� Lachte Jo.
�Du scheinst ja auch einen
neuen Verehrer zu haben. Grinste ich angriffslustig.
�Na ja, warum auch nicht.
Wer kann uns Engeln schon wieder stehen?�
Kapitel 4
Mittlerweile war es schon
etwa ein Uhr Nachts und im Hotel absoluter Totentanz angesagt. Jo und ich
versuchten uns mit Kaffee und dem l�stern �ber die Fans, die sich drau�en
immer noch in Scharen dr�ngelten wach zu halten.
Wir lachten viel und der
Nachtportier hatte scheinbar deutlich Spa� daran uns zuzusehen.
�Ich gebe ihnen noch ne
halbe Stunde. Dann geh ich ins Bett. Mir doch egal ob Herr Angel schlafen kann
oder nicht. Solange er nicht auf die Idee kommt an der T�r zu klopfen lass ich
ihn auch leben, daf�r das wir uns die halbe Nacht um die Ohren geschlagen
haben.� G�hnt Jo.
Ich nickte m�de:� Ich
komm mit. Ich bin tot m�de. Er h�tte wenigstens anrufen k�nnen ob sie
unterwegs sind.�
�Stimmt allerdings. Das
die da drau�en das machen, da kann ich nichts f�r, aber ich bin m�de. Die
sollen ihre Sexy Hintern her schwingen. Sonst schwing ich meinen ins Bett.�
Ich wollte grad noch etwas
erwidern als wir von drau�en nerv�ses Gerufe und Gekreische vernahmen.
�Wenn man vom Teufel
spricht. Ich glaub sie kommen.� Sagte ich und lehnte mich zur�ck um mir das
Schauspiel anzusehen.
�Jap, da ist Erik.�
Best�tigte Jo. Jetzt sah ich ihn auch. Dick eingepackt, Kopftuch um und
sichtlich fertig mit der Welt bahnte er sich mit Mike, einem der Manager, den
Weg durch die Menge ins Hotel.
�Tja, schon schei�e wenn
man mit so einem Monstr�sem Bus unterwegs ist. Der passt in keine
Hotelgarage.� Wir fingen an zu kichern, als Erik die Lobby betrat. Er sah uns
sofort und steuerte auch direkt auf uns zu w�hrend Mike sich auf den Weg zur
Rezeption machte.
�Hey Ihr S��en. Ihr seid
wirklich da und habt auch noch auf uns gewartet. Da werden sich zwei von uns
aber ganz besonders freuen.� Rief er und nahm uns abwechselnd in den Arm.
�So sind wir nun mal, aber
wenn ihr jetzt nicht gekommen w�rt, dann w�hren wir auch ins Bett gegangen.
Obwohl.. ihr seht genauso fertig aus wie wir uns f�hlen.� Lachte Jo.
Erik grinste:� Sind wir
auch. Es war die H�lle aus Frankfurt wegzukommen. Wir sind nach dem letzten Gig
noch mal ins Hotel weil wir noch einen Interview Termin hatten und scheinbar
hatten sich alle Fans die auch beim Konzert waren vor dem Hotel versammelt. Wir
haben eine halbe Stunde gebraucht bevor wir alle im Bus waren und noch eine
volle Stunde bevor wir vom Parkplatz runter waren ohne jemanden zu
�berfahren.� Berichtete er.
�Oh weiha� so
schlimm?� fragte ich.
�Schlimmer. Ich bin froh
wenn ich jetzt ins Bett darf.�
�Glaub ich Dir. Dann
S��e Tr�ume.�
�Danke, tut mir Leid...
aber wir sehen uns Morgen.�
�Schon ok. Verschwinde.�
Grinsten wir und schon war Erik auf dem Weg zum Lift.
Jo und ich sahen uns mit
diesem �der-arme-Junge� Blick an und waren uns stumm einig.
Mutter-Teresa-Gen.
Bei den Jungs kamen
eindeutig Muttergef�hle hoch.
Wir wandten uns wieder der
T�r zu durch die Trevor und Jacob grade herein gestolpert kamen.
Auch die beiden kamen direkt
zu uns und zogen uns in eine Umarmung.
Trevor lie� sich neben Jo
auf Sofa fallen w�hrend Jake stehen blieb.
�Sch�n dass ihr da seid.
Wie geht�s euch?� fragte Trevor
�Danke, uns geht�s gut.
Und ihr habt nen verdammt anstrengenden Tag hinter euch, Hmm?� fragte ich an
beide gewandt.
�K�nnte man so sagen. Wo
ist Erik?� fragte Jacob.
�Der ist schon af sein
Zimmer verschwunden. Er sagte er ist tot m�de.� Berichtete ich.
�Das sind wir alle wohl.
Im Bus kann man nicht wirklich schlafen. Au�er Ashley vielleicht. Aber der kann
immer und �berall schlafen.� Lachte Jake.
Wir fielen in das Gel�chter
ein, als Mike kam und den Jungs ihre Zimmerkarten gab.
Die beiden verabschiedeten
sich ebenfalls und machten sich auf den Weg in ihre Zimmer.
Drau�en wurden die Fans
immer lauter und so langsam bekamen Jo und ich ein mulmiges Gef�hl im Magen.
Wenn die Ash und Dan mal blo� am St�ck lie�en.
Gespannt verfolgten wir das
Get�mmel drau�en als mein Handy klingelte.
�Ashley�
�Na Ash.. �berlebt ihr
das?� fragte ich grinsend als ich ran ging.
Gel�chter am anderen
Ende:� Wei� ich noch nicht, Mike sagte ihr seid noch wach. Das hier kann noch
ein wenig dauern so wie es aussieht. Mike und Mike meinen wir k�nnen hier nicht
aus dem Bus raus so wie die Fans drauf sind. Sie rufen jetzt die Polizei. Unsere
Crew ist noch nicht da um zu helfen. Dann m�ssen wir uns halt was anderes
einfallen lassen. Ich wollte nur fragen ob ihr noch warten wollt, oder ob wir
gleich zu euch auf Zimmer kommen sollen� bevor die Fans das Hotel auseinander
nehmen und euch gleich mit.�
�Klingt vern�nftig. Dann
bringen wir uns mal in Sicherheit. Wir haben Zimmer Nummer 4 � 713. Versucht
bitte am St�ck zu bleiben.�
�Wir versuchen�s. Bis
gleich.�
�Bis gleich Ash.�
�Ach Ally..?�
�Ja?�
�Sch�n dass ihr da
seid.�
Ich l�chelte:� Bis gleich
Dear.�
Ich legte auf und wandte
mich an Jo:� Das war Ash, er meint das kann noch dauern. Die Fans lassen sie
nicht aus dem Bus. Mike und Mike rufen grade die Polizei. Ash meint wir sollten
auf dem Zimmer warten bevor die Fans das Hotel und uns auseinander nehmen. Sie
kommen dann gleich zu uns.�
�Na, wenn der Engel das
sagt��
Wir kramten unsere Sachen
zusammen und begaben uns auf unser Zimmer. Eins der Fenster zeigte auf die
Strasse und wir konnten es uns nicht nehmen lassen rauszuschauen als wir
Blaulicht sahen und h�rten.
Erst als wir uns aus dem
Fenster lehnten sahen wir das ausma� der Katastrophe. Die Fans hatten den Bus
komplett eingekreist und es gab f�r die beiden Jungs im Bus wirklich kein
entkommen. Doch die M�nchener Polizei r�ckte gleich mit einem Mannschaftswagen
an. Schnell hatten sie sich Platz verschafft und bildeten eine Gasse zwischen
Bus und Hoteleingang. Zuerst trat ein Mike aus dem Bus, schaute sich kurz um...
dann rief er etwas in den Bus und Dan erschien in der T�r. Er f�hlte sich
sichtlich unwohl. Das konnten wir sogar aus dem vierten Stock erkennen. Sofort
fingen die Fans an Hysterisch zu kreischen und streckten die H�nde aus. Mike
und Dan gaben ihr bestes um der Menge zu entgehen. Doch Dans Klamotten mussten
ganz sch�n leiden. Ich konnte es zwar nicht deutlich erkennen, aber ich h�tte
dennoch drauf wetten k�nnen das sein Shirt nicht ganz Blieb.
Kurz vorm Eingang
strauchelte er und Jo und ich hielten die Luft an. Fast w�re er gefallen, doch
Mike hielt ihn im letzten Moment noch fest und Dan verschwand im Hoteleingang.
�Puh.. das war knapp.�
Seufzte Jo erleichtert.
�Allerdings, mal schauen
ob Ash da heil durch kommt.�
�Ich bezweifele es ehrlich
gesagt.�
�Komikerin, die sollen ihn
blo� am Leben lassen... sonst dreh ich ihnen den Hals um.�
Jo fing an zu lachen und ich
musste selbst ein wenig schmunzeln. Wir wussten beide dass ich das gesagte ernst
meinte.
Das Gedr�nge unten wurde
dichter und ich w�re am liebsten nach unten gerannt und h�tte die G�ren
angeschrieen, doch das h�tte sie wohl weniger interessiert.
Das Gekreische wurde lauter
und die Polizei konnte die Fans kaum noch halten als Ash in der T�r erschien.
Mike und Mike standen beide auf einer Seite neben dem Bus. Ein Mike nickte und
Ash sprang mit einem Satz aus dem Bus und rannte geduckt, den Kopf mit den
H�nden gesch�tzt und Seite an Seite mit Mike und Mike ins Hotel.
Jo und ich schlossen das
Fenster und sahen uns an.
�Eins wei� ich... ich
m�chte niemals ber�hmt werden.� Sagte Jo trocken und lie� sich auf mein
Bett fallen.
Ich legte mich daneben:�
Danke, ich glaub darauf kann ich auch grad noch so verzichten. Zumindest wenn
ich solche Fans habe.� Best�tigte ich ihre Aussage.
Ich stand wieder auf und zog
Jo hoch:� Komm, lass uns ins Wohnzimmer gehen. Sonst h�ren wir die T�r
nicht.�
�Aber dein Bett ist so
sch�n gem�tlich. Kann ich nicht einfach hier schlafen?�
�Sicher S��e,
sp�ter.�
Ich zog Jo hinter mir her
und schubste sie auf eine der Couchen.
�Schokoeis?� fragte ich.
�Erdbeere.� Bekam ich
zur antwort.
Ich nahm das Telefon in die
Hand und w�hlte die �9� f�r den Roomservice.
Ich bestellte unser Eis und etwas zu trinken.
Nachdem ich aufgelegt hatte
klopfte es an der T�r. Ich warf einen kurzen Blick auf Jo, die nicht so aussah
als wolle sie aufstehen.
�Bleib ruhig sitzen, ich
geh schon.� Lachte ich
�Das ist lieb von Dir.�
War die genuschelte antwort und ich musste unwillk�rlich l�cheln. Die Frau war
unm�glich. Da klopften Bekannte Popstars an der T�r und es interessierte sie
noch nicht einmal. Aber genau daf�r liebte ich sie so. Sie war halt so wie sie
war und machte sie damit zur besten Freundin der Welt. Obwohl ich sie weniger
als bester Freundin bezeichnen w�rde. Sie war mehr gro�e Schwester und
Freundin auf Lebenszeit.
Ich �ffnete die T�r. Wie
erwartet standen Dan und Ashley vor der T�r. Dan sah m�de und geschafft aus.
Ashley hingegen hatte einen Hoch roten Kopf.
�Einen wundersch�nen die
Herren. Wie sch�n das ihr noch unter uns weilt.� Grinste ich und nahm Dan in
den Arm.
�H�r blo� auf, wir
dachten die lassen uns entweder nie da raus oder zerfleischen uns.� St�hnte
Dan und betrat das Zimmer.
�Haben wir gesehen.�
Sagte ich mit wink auf das Fenster und schloss die T�r hinter Ashley.
Dan ging r�ber zur Couch um
Jo zu begr��en und ich wandte mich wieder Ashley zu.
�Sch�n dass ihr da
seid.� Fl�sterte er und zog mich in seine Arme. Ich bekam eine G�nsehaut als
ich seine Arme sp�rte die sich um mich legten.
�Sch�n dass ihr noch am
St�ck seid.� Fl�sterte ich zur�ck und l�ste mich wieder von ihm. Ich sah
kurz zu ihm hoch und unsere Blicke trafen sich. Diese Unglaublichen blauen Augen
die mir seid Wochen nicht aus dem Kopf gingen. Der helle Wahnsinn.
Ich brach den Blick Kontakt
ab bevor ich mich v�llig in den Augen verlor.
Ich nahm seine Hand und zog
ihn mit mir mit zu Jo und Dan. Die sich ebenfalls gerade in den Augen lagen. Als
sich mein Blick mit dem von Jo traf, leuchteten ihre Augen und sie schien
schlagartig wieder hellwach.
Ich konnte mir ein L�cheln
nicht verkneifen. Ash und ich lie�en uns auf die gegen�ber liegende Couch
fallen.
�Ist das eigentlich immer
so?� fragte Jo an die beiden Jungs gewandt �Erik sagte ihr habt schon in
Frankfurt anderthalb stunden gebraucht bis ihr da weg kamt.�
�Stimmt. Die waren
ziemlich durchgeknallt in Frankfurt, aber hier scheint es auch nicht besser zu
sein. Keine Ahnung woran es liegt. Sonst ist es nicht ganz so schlimm.�
Erz�hlte Dan.
�Und wie gef�llt euch
euer Zimmer? Wie war der Flug?� fragte Ashley.
Ich hob eine Augenbraue und
sah ihn von der Seite an:� Dar�ber reden wir noch Freundchen. Ihr k�nnt uns
doch keinen Erste Klasse Flug und eine Suite buchen. F�r ein Wochenende. Ihr
seid nicht ganz dicht.�
�Hey, nur das beste. So
weh hat uns das jetzt auch nicht getan.� Grinste Ashley und hob abwehrend die
H�nde.
�Ally hat Recht Ash. Das
geht nicht. Das ist zwar super lieb von euch, aber so geht das nicht. Ihr kennt
uns doch gar nicht. Wir k�nnten auch genau so sein wie die da drau�en.�
Schimpfte Jo.
�Seid ihr aber nicht.�
Sagte Dan �berzeugt.
�Woher willst du das
wissen?� fragte Jo angriffslustig.
�Weil wenn ihr so w�rt
h�tten wir euch nicht eingeladen.� War Dan�s ruhige Antwort.
�Ist richtig Dan... k�nnt
ihr Hellsehen? Oder wieso bist du so davon �berzeugt dass wir anders sind, als
die da drau�en.� Mischte ich mich nun ins Gespr�ch ein.
�Das nicht, aber wenn ihr
mit so vielen Leuten zusammen kommt und so viele Leute jeden Tag seht und trefft
wie wir.. da entwickelt man ein ziemlich gutes Gesp�r daf�r wer wie ist. Ich
halte meine Menschenkenntnis f�r ziemlich gut und bisher hat sie mich auch noch
nicht im Stich gelassen.� Erkl�rte Dan ruhig mit einem L�cheln auf den
Lippen.