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Mit großen, weit geöffneten Augen sehe ich ihn an. Er starrt zurück in Meine. Das Blau in seinen Augen scheint mich zu umfangen, mich einzuschließen und mich zu wärmen. Seine Hände umfassen meine Hüfte und ziehen mich an seinen Körper. Die Nässe seines T-Shirts brennt wie Feuer auf meinem nackten Bauchnabel. Ich blicke wie verloren auf sein wunderbares Gesicht. Alles an ihm scheint perfekt zu sein. Er kommt mir vor wie eine Marmorstatue, gemeißelt von den größten Künstlern die je auf Erden gelebt haben. Ich lege meine Hand an seine Wange und berühre mit meinen Lippen sein Gesicht. Erst die Wange, dann die Nase und dann sein Mund. Flüsse mit heißer Lava pulsieren durch meine Venen. Seine Lippen sind so weich wie Federn. Meine Zunge zeichnet die Konturen seines Mundes nach und gleitet dann in das warme Innere seiner Mundhöhle. Ashleys Zunge spielt sanft, aber fordernd mit Meiner. Es ist ein so zaghafter Zungenkuss. Ich habe wirklich das Gefühl ich möchte ihn. Es ist keine Lüge. Ich möchte den Kuss wirklich. Ich möchte seine Hände fühlen, wie sie an meiner Hüfte entlang fahren. Seine Haut fühlt sich so heiß an. Ich ziehe mir gekonnt schnell mein Spaghettitop aus. Darunter trage ich wie gewöhnlich nichts. Er sieht auf meinen Oberkörper, als kenne er ihn schon seit Jahren. Als sei es nichts Besonderes. Nun gut. Er WAR ja auch nichts Besonderes, aber in seinen Augen sehe ich kein Verlangen aufwallen, kein jungenhaftes Lächeln umspielt seine wahnsinnig sinnlichen Lippen. Er riecht so angenehm. Sein Oberkörper unter dem T-Shirt fühlt sich fest und muskulös an. Bevor er mich berührt ziehe ich ihm das Shirt aus und sehe zum ersten Mal nach Monaten wieder eine überaus attraktive und anziehende Männerbrust. Seine Bauchmuskeln bewegen sich, wenn er den Oberkörper bewegt. Fasziniert verfolge ich das Schauspiel. Seine Hände streicheln über meine Brust, über meinen Bauch, an meinem Rücken hoch und an meine Wangen. Er sieht so gut aus, dass mir die Luft wegbleibt. Ich muss mich kneifen, damit ich mir sicher bin, dass ich nicht träume. Ich schlafe für 300 Dollar mit einem Freier, der so geil aussieht, dass ich nichtmal weiß, ob ich träume oder wache. Kann das wahr sein? Kann Gott mir einmal in einem halben Jahr jemanden geschickt haben, der mir kurzzeitig die Freude am Sex wiedergibt?

Mein Mund wandert über seine samtene Haut. Ich drehe mich mit ihm um und drücke ihn auf das Bett herunter. Wie er da liegt... Wie er mich ansieht. Wartend. Ruhig. Irgendwie liebevoll. Mein Gott. Ich will ihn. Wirklich. Ich will ihn. Ich will ihn für mich. Jetzt und hier und ich mache mir nicht weiter vor, es sei ein zu schöner Traum. Ich genieße von jetzt an jede Sekunde. Sauge sie auf wie ein Schwamm das Wasser. Dieser Ashley gehört für sechs Stunden mir!

Mein Mund küsst jeden Zentimeter seiner Brust. Ich knabbere zärtlich an seinen Brustwarzen. Ein kurzer Blick nach oben. Ashley lächelt. Er hat das schönste Lächeln überhaupt. Es gibt mir Kraft. Ich sauge sie auf. Meine Hände öffnen seinen Nietengürtel, seine Hose. Ich rupfe sie ein Stückchen herunter. Es geht leicht, wenn man den Dreh raus hat. Das erste Mal sehe ich, dass Ashley meine Berührungen gefallen. Ich ziehe mir meinen Rock aus, streife meine Stiefel ab und krieche wieder hoch zu ihm. Er küsst mich. Seine Hände streicheln meinen Rücken. Ich würde schnurren wie eine Katze, wenn ich könnte. Ich würde. An meinem Oberschenkel spüre ich seine Männlichkeit gegen meine Haut pochen. Ich freue mich. Ich freue mich auf ihn. Weiß der Teufel warum. Ich will ihn nunmal und ich werde ihm zeigen, dass er etwas Besonderes für mich ist.

Seine Finger gleiten durch meine Haare. Er küsst meine Schulter, meine Halsbeuge. Ich muss durch den Mund atmen. Ich bin aufgeregt. Ich. Ich, Jayda bin aufgeregt. Ich kann es nicht leugnen. Es ist mir nicht peinlich. Ich wundere mich nur über mich selbst. Wiedermal heute.

Ashleys Hand umfasst meine Brust und streichelt mich. Seine süßen Küsse vernebeln meinen Sinn. Ich weiß nicht mehr was ich tue. Ich habe meine Prinzipien. Ich weiß, ich werde heute Abend gegen sie verstoßen. Ich schlafe mit den Freiern. Ich schlafe mit ihnen. Mehr nicht. Ich mache nichts, was darüber hinausgeht. Fast alle Freier bitten mich darum. Ich tue es aber nicht. Für kein Geld. Ich will es ja nicht. Bis heute. Heute Abend möchte ich gegen diese Regel verstoßen. Er zwingt mich nicht dazu. Ich fahre von selbst mit meinem Mund herunter zu seinem Bauchnabel. Mein Mund küsst um ihn herum. Ich ziehe seine dunkelblauen Boxershorts herunter und berühre ihn vorsichtig mit den Lippen. Ich weiß, dass ich so etwas noch nie gemacht habe. Er weiß es nicht. Es ist typisch für Mädchen wie mich, dass wir es dauernd machen. Ich weiß wie es geht. Ich weiß nur nicht wie. Ich weiß, der Satz macht keinen Sinn, aber ihr werdet den Satz noch verstehen.

Er stöhnt leise. Ich lächele, weil es das erste Mal ist, dass er einen Ton von sich gibt. Es ist das erste Mal, dass er mir akustisch zu verstehen gibt, dass es gut ist, was ich mache. Ich versuche mich daran zu erinnern, was eine Bekannte mir erzählte. Doch die Worte verzerren sich. Ich kann nichts mehr verstehen. Ich kann an nichts mehr denken. Mein Mund hat seinen eigenen Willen entwickelt. Er tut das, was Ashley gefällt, ohne dass er wirklich weiß, was er tut. Ich schalte meinen Verstand aus. Er verwirrt mich nur noch mehr. Ashley's bebender Atem erreicht mich nicht, aber ich höre ihn stöhnen. Es gefällt mir. Wiedermal heute. Ich weiß, es ist besser jetzt aufzuhören. Ashley schaut nicht enttäuscht. Er hat einen verklärten Blick, doch er sieht mich genauso vertrauensvoll an, wie draußen im Regen. Die Tropfen peitschen immernoch gegen das Fenster. Mein Inneres sieht im Moment ungefähr genauso aus. Aufgewühlt, wie der Erdboden. Überschwemmt von Gefühlen. Gefühlen, die ich nicht einordnen kann. Ich will sie auch nirgendwo hin stecken. Ich lasse sie frei im Raum schweben. So kann ich alles gleichzeitig spüren.

Seine Hand umfässt die Seiten meines String Tanga und zieht ihn herunter. Ein eisiger Schauer jagt meinen Rücken herunter. Ashley fasst meine Hüften und küsst mich. Ich küsse ihn zurück. Verzweifelt. Ich versuche alle meine Emotionen loszulassen, versuche ihm meine gesamte Lebensgeschichte mit jedem Kuss mehr zu offenbaren und bete zwischendurch er möge verstehen. Ich schnappe nach Luft. Mir wird schwindelig, doch ich fange mich wieder. Bevor ich mich gar nicht mehr besinnen kann lasse ich ihn kurz allein um einen Schutz zu holen, der mich vor dem beschützt, das Lucy umgebracht hat. Unter anderem. Es ist wichtig. Es ist meine Lebensversicherung und ich kann nicht darauf verzichten. Ashley versteht. Er wartet. Ich komme wieder und lächele ihm entgegen. Er lächelt zurück. Diesmal ist es ein warmes, jungenhaftes Lächeln. Es passt so gut zu ihm, wie sein fantastischer Körperbau zu seinem attraktiven Gesicht passt. Er nimmt mich in den Arm und dreht mich auf den Rücken. Ashley ist über mir. Ein Schatten fällt auf sein Gesicht, doch seine Augen strahlen unentwegt das Blau der Ozeane aus. Ich merke, dass er in mich eindringt. Ich schließe meine Augen. Es ist ein besonderer Augenblick. Wiedermal heute. Ich genieße das Gefühl. Genieße seinen Atem auf meinem Gesicht. Genieße die Wärme die mich sogleich erfüllt. Es fühlt sich wunderbar an. So sollte es immer sein. Doch so ist es jetzt das erste Mal und ich habe leider das ungute Gefühl es war auch das Letzte. Ich öffnete die Augen. Er sieht mich an. Wir verschmelzen in jeder Hinsicht miteinander. Körperlich und seelisch. Er scheint wie für mich gemacht. Als wäre er das fehlende Puzzleteil. Als würde nur er wirklich passen. Er bewegt sich langsam und bedächtig. Ich seufze laut und küsse ihn wieder und wieder. Mit jedem Kuss -habe ich das Gefühl- dringt er tiefer und tiefer in mich und meine Seele ein. Meine Fingernägel krallen sich in seinen Rücken. Ich will ihm nicht wehtun, aber ich will mich krampfhaft an ihm festhalten. Ich habe das Gefühl, ich könnte ihn sonst zu schnell wieder verlieren. Viel zu schön sind die süßen Empfindungen, die mich aufstöhnen lassen. Seine Wange presst sich an Meine. Mein keuchender Atem bläst an sein Ohr. Er hat mal Ohrringe getragen. Das fällt mir auf. Ich schließe meine Augen wieder. Unsere Bewegungen fließen ineinander. Einen Gang schneller. Unser Atem tut dasselbe. Ich bäume mich ihm entgegen. Ich möchte ihm gerne noch näher sein. Meine Arme schlingen sich um seinen Nacken und ziehen seinen Kopf zu meinem Gesicht. Mein Kuss steckt voller Verlangen. Leidenschaft. Ich vergesse für kurze Zeit, was und wer ich bin. Ich bin nichts, doch für diesen Augenblick komme ich mir vor, als wäre ich jemand anderes. Vielleicht ein ganz normales Mädchen, das mit ihrem Freund schläft? Nein. Ich kann so etwas nicht sein. Zu spät. Es ist einfach zu spät. Dafür.

Ashleys Haare riechen betörend gut. Sein fester, muskulöser Körper ist unwiderstehlich. Simply the best. Er bereitet mir ein Vergnügen. Ich dachte nicht, dass ich das jemals wieder über Sex denken würde. Ein Vergnügen. Eine Lust. Eine Qual. Eine süße Versuchung. Eine himmlische Freude. Seine Zunge erkundet meinen Mund. Er atmet heftiger. Ich weiß, was in ihm vorgeht. Ich denke, ich weiß es. Er ist der erste Freier bei dem ich denke, ich kann mich irren. Doch ich liege richtig. Sein Unterleib zuckt. Seine Stöße gehen in weiche Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen über. Seine Augen sind geschlossen. Zusammengekniffen. Er atmet nicht. Er genießt. Eine wohlige Wärme. Ich spüre sie ganz deutlich. Ich lächele. Sein Rücken ist ein wenig verschwitzt. Das Zimmer ist sehr gut beheizt. Daran liegt es nicht. Seine Gesichtszüge entspannen sich wieder. Er öffnet die Augen. Sein Körper steht still. Wir sind noch nicht getrennt. Ich möchte nicht, dass es so früh geschieht. Ich möchte ihn noch spüren. Ich möchte mich ihm noch nahe fühlen. Wenigstens den Rest der Zeit. Die Zeit für die er bezahlt hat. Ich möchte nicht daran denken. Ich schüttelte den Gedanken einfach ab. Seine Lippen streichen über meine Wange zu meinem Mund. Seine Zunge gleitet in meinen Mund. Ich heiße sie willkommen, wie ich ihn willkommen geheißen habe. Es war schön. Ich kann es nicht leugnen. Ich will es auch nicht. Es war schön. Es war wunderbar. Er ist wunderbar. Sein Körper ist atemberaubend. Ich finde ihn anziehend. Er wirkt auf mich so. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren. Warum auch? Ashley will sich von mir herunterrollen. Ich lasse seinen Mund nicht gehen. Ich lasse ihn nicht gehen. "Nicht!", bitte ich. Es klingt komisch. Habe ich das eben gesagt? Meine Stimme klingt so heiser. Seine blauen Augen strahlen. Wie das Meer. Wie das Meer. Das ist alles an das ich denken kann, wenn ich ihn anschaue. Seine Blicke gehen unter die Haut. Er hält mich an den Hüften und dreht sich mit mir um. Ich liege auf ihm. Auf seiner warmen Haut. Mein Herz pocht schnell. Rasch greife ich nach der Decke. Ich lege sie über mich. Über ihn. Er ist immernoch in mir. Ich spüre ihn nicht. Ich weiß, dass es so ist. Mein Kopf liegt auf seiner Brust. Sein Herz schlägt symmetrisch zu Meinem. Seine Arme liegen auf meinem Rücken und halten mich.

Fest. Er atmet ruhig. Ich warte. Ich lausche. Lauernd. Nein. Nicht lauernd. Geduldig. Er wird mir sagen, wenn er wieder bereit ist. Mir ist klar, es bleibt nicht bei diesem, einen Mal. Es macht mir nichts aus. Ich freue mich. Heute wieder.

"Wie spät ist es?", fragt Ashley. Ich frage mich, wie er gerade jetzt darauf kommt. "Ich habe keine Uhr.", antworte ich. Ich hab wirklich keine. Er nickt nur. "Ist nicht so wichtig." Sein Flüsterton hört sich anders an. Ich sehe mich anders. Nicht als Jayda Houston. Nicht als Mädchen von Chef. Vor meinem geistigen Auge taucht das Bild eines Mädchens auf. Es sieht mir ähnlich. Nein, es sieht genauso aus wie ich. ICH bin das. Ich bin 17. Ich bin kein Mädchen von Chef. Ich war es nie. Ich sehe gesund aus. Nicht hungernd. Ich bin fröhlich. Nicht gleichgültig. Ich fasse einen Entschluss. Es ist aus. Ich gehe nicht mehr zu Chef. Auf Ashley's Bauch liegend fasse ich den Entschluss. Ich höre auf. Ich werde es versuchen. Wahrscheinlich schaffe ich es nicht. Meine einstige Hoffnung schwindet. Hoffnung? Hatte ich je Hoffnung in mir? Nein. Doch ab jetzt habe ich sie. Ich habe sie erhalten. Nicht von Ashley, von mir selbst. Ashley war der Auslöser. Das weiß er nicht. Ich werde es ihm zeigen. Irgendwie. Vielleicht danke ich ihm irgendwann dafür? Wenn ich es schaffe. Doch Chef wird die 300 Dollar von Ashley nicht bekommen. Er wird nie wieder etwas von mir bekommen!

Ashley's Hände streicheln meinen Kopf. Ich schaue ihn an. Fragend. "Komm her!", sagt er sanft. Ich lasse es zu, dass er mich zu sich auf Kopfhöhe zieht. Meine Augen starren ihn an. Forschend. Suchend. Fragend. Ich weiß ja was er will. Ich weiß auch, dass ich keine Hemmungen habe seinen Wunsch zu erfüllen. Mein Ich ist so ziemlich im Eimer. In diesem Moment. Ich habe vorhin schon gegen eine meiner letzten Regeln verstoßen. Ich muss damit aufhören. Ich brauche auch ein paar Regeln in meinem Leben, damit es nicht noch mehr aus den Fugen gerät. Na ja. Es wird sich ja etwas ändern. Nach Ashley. Ich habe noch Zeit. Ich werde mein altes Leben nicht vermissen. Ich werde versuchen so schnell wie möglich zu schaffen. Das wird schwer. Ich muss es Schritt für Schritt tun. Erstmal gebe ich aber Chef nicht mehr mein Geld. Das wird schwer. Ich bekomme dann keinen Schutz mehr. Das wird gefährlich. Er sagt wenn ich ihm das Geld nicht gebe werde ich die nächsten Tage nicht überleben. Ich habe ihm geglaubt. Nicht mehr. Ich glaube nur noch mir selbst. Don't give up. Das war ein altes Lied, das ich mit Mom immer gesungen habe. Don't give up your dreams. They could 'come true. Ich habe keine Träume. Keine, die sich erfüllen können. Das habe ich schon allein mit meinem früheren Leben verhindert. Doch dazu später. Jetzt bin ich erstmal bei Ashley. Ich liege ruhig auf ihm und schaue herunter in sein breit lächelndes Gesicht. Er ist bestimmt das genaue Gegenteil von meiner Perönlichkeit. Er lächelt soviel. Ich glaube nicht, dass ich jemals so viel lächeln könnte wie er. Obwohl ich meinen Rekord schon allein jetzt getoppt habe. Seitdem ich ihn gesehen habe. Ich finde es aber nicht schlimm. Es freut mich. Life will never be the same again. Nein. Wird's auch nicht. Nicht mehr. Nicht mehr. Meine Gedanken drehen sich irgendwie im Kreis. Das kann ich mir auch nicht erklären. Ich finde es aber nicht schlimm.

Ashley's Gesicht nähert sich Meinem. Er küsst mich auf die Nase. Auf die Wange. Auf die Stirn. Auf den Mund. Seine Zunge spüre ich nicht. Es sind zärtliche Küsse. Schmuseküsse. Ich kenne sie von meinem ersten Freund. Steven. Steven Patrickson. Ich weiß seinen Namen, weil er ein Arschloch war und leider kann ich mich von meinem gesamten Lebensrest nur noch an die Arschlöcher erinnern, die ich kannte. Oder immernoch kenne. Er hat mich zu vielen Dingen gezwungen. Dingen, die ich nicht wollte. Erst wollte er küssen. Dann sollte ich seinen Freund küssen. Dann schlief er mit mir. Dann sollte ich mit seinem Freund schlafen. Alles hab ich gemacht. Ich dumme Nuss. Steven gab mich weiter an Chef. Ich war gerade 15 geworden. Den ganz genauen Zeitpunkt weiß ich nicht mehr. An genaue Details mag ich mich nicht erinnern. Diese Erinnerungen vergrabe ich ganz einfach in meiner hintersten Ecke. In meinem Kopf. Es passierte einfach und heute bin ich sein Mädchen. Na ja. Bis heute. Ab heute nicht mehr. Ich bin frei. Denke ich. Natürlich lüge ich mich selbst an. Allein der Gedanke daran frei zu sein gibt mir den nötigen Anschub. Also bilde ich mir das Ganze einfach ein.

Steven lebt heute in Thailand. Sagt Wendy. Wendy wohnt bei mir. Im Nebenzimmer. Wendy ist 24. Wendy hat AIDS aber Wendy ist Chef's Mädchen. Sie ist eine treue Seele. Ich vetraue ihr nicht. Ich würde es aber gerne. Manchmal. Ich höre, wenn sie Blut spuckt. Ich rieche es und könnte mich gleich daneben legen. Diesen Geruch finde ich zum Kotzen. Einfach zum Kotzen. Hm, er passt zu meinem Leben. Ich habe viele Synonyme für mein Leben, doch der passt ganz besonders gut.

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