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Die
maximale Ausdehnung beträgt von Norden nach Süden circa 880 Kilometer und von
Westen nach Osten rund 750 Kilometer.
Hochlagen
des Schwarzwalds Der Schwarzwald zählt zu den bevorzugten Erholungsgebieten in
Süddeutschland. Trotz der klimatisch begünstigten Lage hat die Vegetation des
Mittelgebirges seit einigen Jahrzehnten unter den Auswirkungen der
Luftverschmutzung zu leiden. Schätzungen zufolge weisen 40 bis 50 Prozent der Bäume
Schäden auf.
Watzmann
Das Walzmannmassiv ist überwiegend aus Dachsteinkalk und Ramsaudolomit
aufgebaut. Die 2 713 Meter hohe Mittelspitze ist nach der Zugspitze zweithöchster
Berg Deutschlands.
Deutschland
gliedert sich in drei geographische Großräume – das Norddeutsche Tiefland,
die Mittelgebirgszone und die Alpen mit Alpenvorland. Das Norddeutsche Tiefland
wurde während der Eiszeiten des Pleistozäns überformt und wird von Moränen,
Niederungen und Heidelandschaft (Lüneburger Heide) geprägt. Die Nordseeküste
ist eine ausgesprochene Wattenküste; ihr sind zahlreiche Inseln vorgelagert,
darunter die Ost- und die Nordfriesischen Inseln sowie Helgoland. Die Küste
wird durch die Mündungen mehrerer Flüsse (u. a. Elbe, Weser und Ems)
gegliedert. An das die Nordseeküste säumende Marschland schließt landeinwärts
sandige Geest an. Die Ostseeküste ist im Bereich von Schleswig-Holstein als
typische Fördenküste, weiter nach Osten hin als Boddenküste entwickelt. Rügen
ist mit einer Fläche von 927 Quadratkilometern die größte Insel Deutschlands.
Die Jungmoränenlandschaft im Hinterland der Ostseeküste umfasst im Westen
zahlreiche Moore. Der nach Osten hin anschließende Mecklenburgische Höhenrücken,
eine kuppige Grundmoränenlandschaft, ist überaus seenreich; einen besonders
eindrucksvollen Landschaftsraum bildet die Mecklenburgische Seenplatte. Nach Süden
geht dieser Landrücken in die Märkische Tiefebene über, zu der ausgedehnte
Niederungen wie Spreewald, Oderbruch und Havelland gehören. Eine Altmoränenlandschaft
(u. a. mit Niederlausitz, Fläming und Altmark) schließt an diese Niederungen
nach Süden an. Das Norddeutsche Tiefland endet im Süden in der Bördenzone;
sie umfasst mehrere vor den Mittelgebirgen gelegene lößbedeckte Gebiete (u. a.
Niederrheinische Bucht, Magdeburger Börde und Leipziger Tieflandsbucht).
Die
Mittelgebirgszone reicht vom Rheinischen Schiefergebirge im Westen über das
Hessische Bergland, das Weser- und das Leinebergland, den Harz, das Thüringer
Becken und das Fichtelgebirge bis zu den Sudeten im Osten. Vom dicht bewaldeten
Fichtelgebirge gehen nach Nordwesten der Frankenwald und der Thüringer Wald,
nach Nordosten das Erzgebirge und in südöstlicher Richtung der Böhmerwald mit
Oberpfälzer Wald und Bayerischem Wald aus. Im südwestlichen Deutschland war
der Einbruch des rund 300 Kilometer langen Oberrheingrabens von entscheidender
Bedeutung für die Ausprägung der Landschaftsformen. Im Zuge der Grabenbildung
entstand westlich des Rheins der Pfälzer Wald, auf der Ostseite kam es zur
Bildung von Spessart, Odenwald und Schwarzwald. Das aus Schwäbischer und Fränkischer
Alb bestehende Schwäbisch-Fränkische Schichtstufenland weist aufgrund des
verbreitet auftretenden Kalkgesteins typische Verkarstungserscheinungen auf.
Bundesrepublik
Deutschland
Die
Donau markiert die Grenze zwischen der Schichtstufenlandschaft und dem südlich
anschließenden Alpenvorland. In den Niederungen der nördlichen Bereiche dieses
Naturraums sind stellenweise Moorgebiete wie das Donaumoos und fruchtbare Lößgebiete
(z. B. Hallertau) entwickelt. Nach Süden hin prägen im Zuge der pleistozänen
Eiszeiten entstandene Schotterflächen, Moränen und Seen das Landschaftsbild.
Im äußersten Süden hat Deutschland Anteil an den Nördlichen Kalkalpen. Die
Zugspitze ist mit 2 962 Metern der höchste Berg des Landes.
Seen
im süddeutschen Alpenvorland Die Karte zeigt die größten Seen im süddeutschen
Alpenvorland.© Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.
Mit
Ausnahme des Rheins, dessen Quellgebiet in den Schweizer Alpen liegt,
entspringen die längsten Flüsse Deutschlands in der Mittelgebirgszone. Auf
deutschem Gebiet ist der insgesamt 1 320 Kilometer lange Rhein der längste
Strom; er durchquert das Land im Südwesten und Westen auf einer Länge von 865
Kilometern. Auch die anderen Hauptströme wie Elbe, Donau und Oder sind für die
Schifffahrt von großer Bedeutung. Die Süddeutschland von Westen nach Osten
durchziehende Donau mündet in das Schwarze Meer, während die anderen Hauptflüsse
nach Norden strömen und in die Nordsee bzw. die Ostsee münden. Ems, Weser,
Elbe und Oder werden durch ein stellenweise fein verzweigtes Kanalsystem
miteinander verbunden. Der Nord-Ostsee-Kanal stellt eine Verbindung zwischen
beiden Randmeeren her. Der umstrittene Main-Donau-Kanal ist Teil des
Binnenwasserstraßensystems zwischen dem Schwarzen Meer und der Nordsee.
Weinbau
an der Saar Die Hänge an dieser Schleife der Saar gehören zur Anbauzone
Mosel-Saar-Ruwer. Die Region ist eines der ertragreichsten Weinanbaugebiete in
Deutschland.
Verkehrsader
Rhein Der über nahezu 900 Kilometer schiffbare Rhein ist die wirtschaftlich
bedeutendste Wasserstraße in Westeuropa.J. Ramey/The Image Bank
Viele
Seen in Deutschland sind im Zuge der Tätigkeit von Gletschern und
Inlandeismassen der letzten Eiszeiten entstanden. Seenreich sind vor allem
Holstein, Mecklenburg (Mecklenburgische Seenplatte) und Vorpommern sowie das östliche
Alpenvorland. Die durch vulkanische Aktivität entstandenen Maarseen der Eifel
stellen eine landschaftliche Besonderheit dar. Größter See des Landes ist der
insgesamt 540 Quadratkilometer große Bodensee, der auch auf das Staatsgebiet
von Österreich und der Schweiz übergreift; er erstreckt sich in Deutschland über
305 Quadratkilometer.
Wetterrekorde
in Deutschland
Deutschland
liegt im Übergangsbereich zwischen dem ozeanisch beeinflussten Klima
Westeuropas und dem kontinentalen Klima des östlichen Europa. Die nördlichen
Landesteile sind aufgrund der Nähe zu Nord- und Ostsee maritimer geprägt als
der Süden, in dem die Temperaturunterschiede im Jahresverlauf größer sind.
Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt landesweit bei 9 ºC. Im Januar
beträgt die mittlere Temperatur im Norden um 0 °C, im Süden etwa -2 °C; im
Juli liegen die Werte bei 17 °C bzw. 19 ºC. Am Funtensee im Nationalpark
Berchtesgaden wurde am 25. Dezember 2001 mit -45,9 °C die tiefste Temperatur in
Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen registriert.
Charakteristisch
für das Klima in Deutschland sind das Vorherrschen von Westwetterlagen und die
Unbeständigkeit des Wetters. Aufgrund der relativ geringen Höhenlage und der
Abschirmung durch Mittelgebirge ist das obere Rheintal klimatisch begünstigt.
Niederschläge
fallen zu allen Jahreszeiten, Hauptregenzeit ist jedoch der Sommer. Die
Jahresniederschläge reichen von etwa 500 Millimetern in den Leelagen der
Mittelgebirge bis zu mehr als 2 000 Millimetern in den Hochlagen der Alpen. Im
Norddeutschen Tiefland werden circa 700 Millimeter erreicht, in den
windexponierten Lagen der Mittelgebirge 800 bis 1 400 Millimeter. Eine
Besonderheit im Alpenvorland ist der Föhn, ein warmer Fallwind aus südlichen
Richtungen.
Das
Gebiet des heutigen Deutschland war vor Beginn der Siedlungstätigkeit des
Menschen fast ausschließlich von Wald bedeckt; zu den wenigen unbewaldeten
Lebensräumen gehörten (neben den Gewässern) Moore, Flussauen und
Hochgebirgsregionen. Heute ist die natürliche Vegetation weitgehend zerstört.
Wälder, die hinsichtlich Baumartenzusammensetzung und Altersklassenstruktur der
Bäume mit den ursprünglichen Naturwäldern nur wenig zu tun haben, nehmen rund
31,6 Prozent der Landesfläche ein (2000); die größten Waldanteile gibt es in
Bayern und Baden-Württemberg. Etwa zwei Drittel der Waldfläche sind von
Fichten, Kiefern und anderen Nadelbäumen bedeckt, der Rest von Laubbäumen wie
Buchen, Birken und Eichen.
Großtrappe
Großtrappen sind aufgrund ihrer Größe und Färbung mit keiner anderen
Vogelart zu verwechseln. Die Großtrappe gehört mit einer Flügelspanne von bis
zu 2,4 Metern und einem Gewicht von bis zu 18 Kilogramm zu den größten Flugvögeln.
Früher war sie in weiten Teilen Europas beheimatet, ihre Bestände wurden
jedoch durch Bejagung erheblich dezimiert.Roger Tidman/Corbis
Dem
Waldschadensbericht 2001 zufolge sind 42 Prozent der Bäume leicht und 22
Prozent stark geschädigt. Von den Schäden betroffen sind insbesondere Eichen
und Buchen, von denen nur 21 bzw. 25 Prozent als gesund gelten. Seit 1996 ist
der Zustand der Waldbäume trotz deutlicher Reduktion des Schwefeldioxidausstoßes
praktisch unverändert.
Durch die Zerstörung natürlicher Lebensräume wurde auch die Fauna stark beeinträchtigt. Die großen Raubtiere Braunbär und Wolf wurden bereits vor Jahrhunderten ausgerottet, in neuerer Zeit sind Wölfe allerdings in geringer Zahl wieder nach Ostdeutschland eingewandert. Versuche, Luchse und Biber wieder einzubürgern, waren gebietsweise erfolgreich. Die landbewohnende Säugetierfauna besteht zudem aus den für Mitteleuropa charakteristischen Arten von Paarhufern (Reh, Rothirsch, Wildschwein), Raubtieren (Rotfuchs, Wildkatze, Dachs und andere Marderarten), Nagetieren.