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Die richtigen Worte finde ich so gut wie nur beim Schreiben im Sinne von Dichten. Seien's Gedichte, Geschichten, sonstige Werke... Hier ein kleiner Einblick.
Ich m�chte diese Lasten von mir werfen, mich befreien von all dem Schmerz.
Ich will nicht vergessen, nein... ich m�chte... nur zur�ck...

Es grenzte an ein Wunder, nach langem wieder gl�cklich zu sein,
Von dir gehalten zu werden und sich so sicher und frei zu f�hlen.
Dass ich so etwas empfinden durfte, lie� mich erneut zweifeln an dieser grausamen Welt,
Die schrecklich erscheint, und doch so liebliche Z�ge tr�gt.

Liebliche Z�ge, wie auch du sie hast - nur bist du sch�n, durchweg so sch�n...

Alles wird wieder gut sein - irgendwann.
Doch... Warum ist dieses Irgendwann nicht heute?
Erneut eine schlaflose Nacht verbracht; die Kraft l�sst nach, die Sehnsucht nicht.
Und Tag f�r Tag nimmt sie ab, die Freude an den kleinen Dingen.
Meine Gedanken ersticken mich... sei es ein Wort, sei es ein Blick...
Erinnerungen werden geweckt, wo immer ich auch bin.
Wobei... sie st�ndig in mir weilen, erbarmungslos.
Als w�de sie jemand steuern, der mich zerst�ren will.
Geht diese Leere so weiter, gelingt es ihm sogar.

Versprachst du nicht, du w�rdest mich nie alleine lassen?
Ich dachte...







Maske meines Ichs
Diese Gef�hle lassen nicht von mir ab.
Dieses Befinden �ndert sich keineswegs.
Ich sehe in den Spiegel und erkenne nicht mich -
Erkenne nicht den Menschen, der ich einst war.
Selbst die Leere meiner Augen ber�hrt kaum,
Sp�re weder Liebe noch Hass
Keine W�rme - keine K�lte -
Nichts. Rein gar nichts.
Was, verdammt, wurde aus mir?
Meine wei�en H�nde ber�hren den Spiegel,
Zitternd streichen sie �ber die Wangen des Bildes,
�ber die Lippen, die Stirn, und wieder die Wangen.
Erfolglos versuchen sie mir Geborgenheit zu geben.
Auch die Tr�ne l�sst sich nicht entfernen,
Sie rinnt weiter das schmale, blasse Gesicht hinunter,
Bis sie schlie�lich das Kinn erreicht und auf den kalten Boden tropft.
Es ist nun mal nur ein Abbild meiner selbst,
Ein leicht ver�nderbares, so dass niemand jemals erkennt, was wirklich geschieht.
Keiner k�nnte diese Tr�ne trocknen -
Ebenso wenig wie die Hand auf dem Spiegelbild.
Keiner wird je wissen, wer ich bin,
Was mein Sinn ist,
Wof�r und wozu ich lebe.
Jeder sieht mein Abbild, die Maske meines Ichs.
Doch wen interessiert es wirklich�
Die Wahrheit, all das?
Wer braucht diese verlogenen Kreaturen?
Menschen - wie unperfekt doch jeder einzelne von ihnen ist,
Dumm, naiv, unbrauchbar - genau wie ich.
Mein K�rper beginnt zu beben.
Nach einem kurzen, durchdringenden Schrei erfassen meine H�nde den Spiegel.
Das bin nicht ich!, Das bin nicht ich!
Verlockend, wie die Scherben nun auf dem Boden liegen.
Und noch immer sehe ich dieses M�dchen, welches ich sein soll,
V�llig zertr�mmert und zerschmettert liegt sie dort unten -
Mein Abbild, die Maske meines Ichs.
Doch dieses Gef�hl l�sst mich zweifeln, ob dieses Zerst�rte auch nur ein Abbild ist�
� eine Maske meines Ichs.







Unser Abschied
Nun knie ich hier im Regen, eine einsame Blume in der Hand.
Einsam wie ich.
Schaue traurig auf deinen Namen,
Der jetzt so matt auf dem glatten Marmorstein steht
Und frage mich, wieso du?
Ich merke, wie mir Tr�nen �ber die Wangen rinnen,
So rein, wie einst das Blau deiner Augen
Erinnerungen, die mich nicht loslassen
Warum du?
Warum der Mensch, f�r den ich alles gegeben habe,
Mit dem ich so gl�cklich war?
Nun bin ich v�llig alleine, habe keinen mehr, f�r den es sich lohnt zu leben.
Fr�her lebte ich nur f�r dich, aber jetzt?
Jetzt sehe ich dein kaltes Grab. Es ist mit Blumen bedeckt,
mit Briefen von Menschen, die behaupten, dich zu lieben
Nein! Das sind alles nur leere Worte,
Keiner dieser Menschen f�hlte das geringste f�r dich
Aber wir wussten das
Wir wussten, dass wir uns nur gegenseitig vertrauen konnten,
Der Rest der Welt war uns egal
Aber jetzt?
Jetzt knie ich hier alleine mit der Blume im Regen,
Meine Gedanken sind nur bei dir
Wie soll es nur weitergehen ohne dich?
Ich kann und will nicht l�nger so leben
Das Gef�hl, dass du nicht bei mir bist, bringt mich um den Verstand
Aber nun ist es so weit:
Wir werden uns im Himmel wieder sehen.
Warte auf mich, mein kleiner Engel







Just one look into you eyes
Me, myself and I were damaged forever
You're so pretty, so perfect, so worthless
Just try to remember how it feels

You cannot lose what's deep inside of you
You'll see, it will never stop
Day by day only the same...
... only the same world of shit...

Everything seemed to be much better than before
Whatever you said, whatever you did, I used to love you
Try to forget you
Try to be hole again
...but nothing's gonna be alright

Like a breath of passing clouds
My thoughts are fading away
It's clear in my head what I want
But nobody cares
Nobody's out there who really cares...

Is there no other way to stop these feelings?
All I can see is you
..you don't know...
... and nothing's what it seems...
... I just don't care anymore...

Everything seemed to be much better than before
Whatever you said, whatever you did, I used to love you
Try to forget you
Try to be hole again
...but nothing's gonna be alright

Red tears...
Too many red tears
They don't stop crying
Finally it was too deep
... and too late ...
Never as one again







Ich sehe die Wahrheit,
Denke ich �ber den Sinn nach
Sinn...
Sinn!
... Sinn ..?
Welcher Sinn?
Komm, geben wir der Hoffnung einen Sinn
Aber sie hat doch schon einen!
Welchen?
Von einen Tag auf den anderen zerst�rt zu werden
Hoffen wir, dass der n�chste Tag etwas Gutes bringt,
Wachen wir auf...
...Und nichts ver�ndert sich
Wozu also hoffen?
Komm, geben wir der Liebe einen Sinn
Aber sie hat doch auch schon einen!
Welchen?
Zu entt�uschen, zu verletzen, einen zu Boden zu schmettern
Lieben wir jemanden und halten ihn f�r perfekt,
Werden uns die Augen ge�ffnet...
...Und wir erkennen, er ist wie der sch�big Rest
Wozu also lieben?
Komm, geben wir den Tr�umen einen Sinn
Aber auch diese haben schon einen!
Welchen?
Unerf�llt zu bleiben
Wir streben einen Traum an, leben und arbeiten nur f�r diesen,
Begreifen wir viel zu sp�t...
...Dass man ihn nie erreichen wird
Wozu also tr�umen?
Komm, geben wir dem Leben einen Sinn
Aber das hat auch schon einen!
Welchen?
Entt�uschte Hoffnungen, gescheiterte Lieben, unerf�llte Tr�ume
Was stellt sich uns da also...?
...Genau...
Wozu also leben?







Wo ist es hin, was einst gewesen?
Das Gl�ck?
Die Lust?
Die Leidenschaft zu leben?
Umgeben von verst�ndnislosem Verstehen, konfusen Gedanken,
Sind wir doch zu schwach, auch nur das geringste zu wagen

Das einzig Wahre dieser Welt - vernarrt sein in das eigene Ich.

Gedanken verschwenden an ein sp�ter...?
Erwartungsvolles Hoffen auf einen Lichtblick...?
Erbarmungslose Gef�hle und dem Abgrund so nah...
Wir dumm sind wir, freiwillig so zu leiden?
�dabei k�nnten wir alles so schnell beenden�







Verlockend, wie es dort so liegt,
Schimmernd und mit b�ser Seel'
Einfach packen und schon ist's aus;
Wen w�rd's k�mmern? Wen interessier'n?
Beachtlich kreist der Blick umher
"Tritt n�her, komm nur her!
Willst du denn nicht gl�cklich werden?
Ungeliebt und missachtet lebst du hier,
Komm zu uns, wir helfen dir!"
Halten's in den H�nden nun,
Mustern alles Schritt f�r Schritt
Sauber scheint es noch zu sein,
Doch wo w�re der Unterschied?
Setzen an und zucken schon beim kleinsten Schnitt zur�ck
Doch frei ist nun der Weg in die and're Welt
Tiefer und l�nger, nur keine Scheu,
Getrieben von anstehender Erf�llung.
Fast lieblich, wie sie runter rinnen,
Rote Tr�nen �berall.
Und l�chelnd wurd' die Tat vollbracht
Zufrieden auf unser Werke schau'n,
Das geht leider nicht







In unregelm��igen Abst�nden schlagen sie auf,
Fast lautlos und nicht wahrnehmbar.
Kannst sie nicht h�ren, kannst sie nicht sehen,
Vielleicht aber f�hlst du sie?

Sprachst du einst von Schicksal, gro�er Liebe hier und dort,
Frag' ich mich nun, wo ist es hin, was uns einst hat so verbunden?
Denk nur an die sch�nen Stunden die wir doch verbrachten zu zweit -
Abgestempelt als wertlose Geschehnisse der Vergangenheit.
Und die Worte, die wir sprachen, erscheinen wie nie gewesen.
Verdammte K�lte zwischen uns� nicht mal das, nur Leere.

Stummes Leiden irgendwo dort, was bislang stets verborgen,
In mir drin an einem Ort, der nur meiner ist und deiner war.

Du kanntest meine �ngste nicht, wusstest nie, was mir macht Sorgen
Sprech' ich nicht von den einfachen, kleinen; nur von den tiefen, den gro�en.
So hatte ich Angst, einst sagst du zu mir, du liebst mich nicht mehr, nur noch sie.
So hatte ich Angst, du w�rdest dein Vertrau'n einer and'ren schenken, mich v�llig vergessen neben ihr.
Bewahrheitete �ngste und zerst�rte Tr�ume, Depressionen und Traurigkeit;
So wunder dich nicht, wenn mich verlassen rote Tr�nen in Massen vereint.

Oft noch ber�hr'n mich Gedanken an dich, gefolgt von Trauer und Schmerz -
Hass? Oh nein, wozu, wenn noch Funken der Liebe in meinem Herz?
Selbst die Zukunft, die uns steht, keine gering're ist als keine;
Ob Realist, ob Pessimist - die Antwort bleibt die gleiche.

In unregelm��igen Abst�nden schlagen sie auf,
Fast lautlos und nicht wahrnehmbar.
Kannst sie nicht h�ren, kannst sie nicht sehen,
Vielleicht aber f�hlst du sie?


"Die Zeit heilt keine Wunden - sie gew�hnt dich nur an den Schmerz"







Can't even breath
Can't even sleep
The only thing I want to do
Say "I love you and I need you"
But everyday I've to learn how it feels�
How it feels to be without you
I feel this fucking emptiness in my heart, in my head - everywhere
All I want is to save you,
To be close to you
To be somewhere else with you
Far away from this world of shit

You make me believe there isn't only this darkness
That there's something you have to trust in
But there's no word that could say how special you are

I swear I will never leave you
Try to believe that you are the one�
You're the one I wanted to find







Verstehen einander,
Finden dennoch nicht zusammen
Unterdr�cken,
Lieben,
Leiden,
Akzeptieren.
Nichts...







Die Schatten dieser Welt blicken mich grausig an
Durch eine H�lle der Verborgenheit
Lange schon die selben Fragen,
Doch die Antworten bleiben aus.
Versagen k�nnen wir nicht mehr,
Verloren war alles von Anfang an.
Auch Bitten und Flehen werden missachtet,
Vertrieben werden sie dennoch nicht.
Alles lebt weiter, auch die Angst und die Versuchung,
Selbst der Schleier aus L�gen und Hass
Bleibt nebelgleich undurchbrochen.
Eine "Perfekte" Welt verzerrt die Bilder der Wirklichkeit.







Fading
'Cause you know it's easy
Standing here and knowing nothing
Behind a wall of darkness in the rain
I'm so afraid to see the light
But now we know:
This moment words will fade away

When you go down the streets like always,
Looking forward to tomorrow
You can't ignore yourself again
'Cause nothing changes that way

In formal times no one could save us
But in the end we realized:
Nobody really tried
It was pain,
Every single day sorrow grows
Like a gaping wound it hurts�
More and more.
No, it's a gaping wound, we know�
Give me a reason to live,
Give me a reason to laugh
I can't, I can't!
Nothing survives, I'm sure - we're sure
Watch my fall, watch my death
The whole world is displaces, we know�
But now there's nothing but silence






Ungewollt vergeht die Zeit
Und man w�nscht sich doch so sehr,
Sie w�rde es nie tun,
Dass Momente der Erf�llung f�r immer verweilen.
Oft ist es nur eine Kleinigkeit
Und alles liegt in Scherben.
Und oft ist es nur eine Kleinigkeit,
Welche alles wieder perfektioniert:
Das Blut gerinnt, die Tr�nen trocknen.
och folgen wird der innere Tod,
Seelisches Verderben,
Auf ein neues wird man leiden.
Denn nur all zu bald wird an merken,
Dass die Vergangenheit weiterlebt;
Und man w�nscht sich, wie so oft,
Dass die Zeit nie vergangen w�re.







Gebrochenes Eis unter dem wei�en Schnee -
Eine H�lle, die besch�tzen soll.
Totes Leben, unantastbare Weiten, geschwollene Geister -
Alles, und doch nichts.
Verborgen bleiben die Risse im Eis
Und auch die H�lle will keiner bek�mpfen
Aus Angst vor eigenem Schaden
Zu viel K�lte und zu wenig Mut.
Doch werden Tage kommen,
Und die H�lle verschwindet von selbst
Neue W�rme, aber kein neuer Mut.
Zu schwach, die Risse zu verbergen
Beginnt der vollst�ndige Zerfall.
Alles, und doch nichts.







I'm dancing with a memory,
Remember the days we spent together
Can still smell your skin, see your face, hear your voice
So far� the days are gone..
So far� my life is wrong�

My aspiration wants to kill me,
So I run outside to lose my pain.
The words I wrote down just seem so empty
Like everything I do, everything I try, everything I am
Without you

I only want to reach you
And tell you that I love you
But where is the place we need to be?
Is there a place where we both can be free?
Monoton
Er konnte nie wirklich beschreiben, was er f�hlte. Ob das der Grund war, weshalb er nun alleine diesen Weg entlang ging? Kalter Wind l�sst die Fahne zu seiner Linken und seiner Rechten lustig tanzen, aber ihn auch seinen bis dahin offenen Mantel schlie�en.
Es war der 21. Dezeber, Winteranfang, und nur wenige Tage vor Weihnachten. Das Fest der Liebe. Der Toleranz. Des gl�cklichen Beisammenseins. Angetan war er von diesem Fest noch nie gewesen, aber dieses Jahr fiel es ihm besonders schwer, sich der Harmonie , die �berall herrscht, anzuschlie�en.
Aus dem anf�nglichen Wind war nun Schnee geworden, wie es sich f�r so einen Winteranfang nun einmal geh�rt. Schnell holt er Handschuhe aus den Taschen seines schwarzen Mantels hervor. Als der Schnee auf dem Boden aufkam, war nichts mehr von ihm zu sehen. Schade. Aber die Freude, die einzelnen Flocken vom Himmel herab schweben zu sehen, reichte f�r den Anfang dann doch aus.
Sein schwarzgelocktes, schulterlanges Haar wurde stetig feuchter, was ihn aber nicht st�rte. Seine unbek�mmerte Art - ob sie der Grund war, dass er nun alleine diesen Weg entlang ging?
Eine Bank. Aha. Mitten am Rand dieses Grenzstreifens steht also eine Bank? Keine besonders komfortable Bank, im Endeffekt war es ein einfaches Brett, das auf zwei Holzpfl�cken lag. Dennoch war es wohl der Schatten einer Bank. Dieser ausladende Zustand hinderte ihn auch nicht daran, sich im n�chsten Moment niederzulassen. Die Harmonie der Natur war ihm um einiges lieber als die allj�hrliche weihnachtliche. Die Natur gab ihm stetig das, was er den Menschen nur teilweise bekam. Er atmete tief ein, schloss die Augen und musste l�cheln. H�bsch sah er aus, wie er dort sa�, nach Au�en hin ausgeglichen und unbeschwert. Die zarten Z�ge in seinem blassen Gesicht bildeten mit der umherliegenden, ruhigen Natur fast so etwas wie eine Einheit. Selbst jemand, der ihn nicht kannte, w�rde erkennen, dass er sich hier wohl f�hlt.
"Ist mit Ihnen alles in Ordnung?" Als w�rde man ihn aus einer Trance erwecken, riss Andr� die Augen auf und glitzerte die vor ihm stehende �ltere Dame mit seinen gr�nen Augen fragend an. "Sprechen Sie kein Deutsch?" Noch immer sah er wie gebannt zu ihr hoch. Ja, es machte wirklich den Eindruck, als w�rde sie eine v�llig andere Sprache sprechen, oder besser: Er in einer v�llig anderen Welt leben. Mit beleidigtem Blick und wahllos etwas vor sich hin murmelnd verschwand sie. Seine Verschlossenheit - ob diese der Grund war, dass er alleine auf dieser Bank in der D�mmerung sa�?
"Warum�", fl�sterte er leise vor sich hin, als er sich erhob. Was bis eben noch D�mmerung gewesen, wurde nun schlagartig zu Dunkelheit. �Das hat der Winter so an sich', dachte er sich, w�hrend er den endlos scheinenden Weg zur�ck ging. Die Wolken, die vor gar nicht all zu langer Zeit noch den Schnee brachten, waren nun vollst�ndig verschwunden und �berall am Himmel leuchteten Sterne; unergr�ndliche Weiten, die ihn immer wieder auf ein Neues verzauberten und die er doch so liebte. Seine Liebe zum Allt�glichen - ob das der Grund war, dass er alleine durch die Dunkelheit ging?
Zu Hause w�rde er sich wieder einen Tee kochen, das wusste er.
Vergleicht man die Realit�t mit seinen n�chtlichen Tr�umen oder seinen allt�glichen Gedanken wird man leicht feststellen, dass es weder Unterschiede, noch einen Sinn gibt, beides von einander trennen zu wollen. Wer garantiert uns, dass wir nach jedem morgigen Erwachen in die Realit�t zur�ckkehren? In welche Realit�t �berhaupt? Zur�ck in die echte Welt - k�nnte das nicht ebenfalls alles nur eine traum�hnliche Illusion sein, mit dem Unterschied, dass dieser Traum l�nger anh�lt und die mitwirkenden Personen passend reagieren und eigene Individuen bilden? Geistesabwesende Momente kennen wir alle, starren auf einen und den selben Punkt, gedankenm��ig besch�ftigt oder aber nicht. Falls doch, sind es meist Gedanken an vergangene, bessere Zeiten, L�sungen von Problemen oder aber die Vorstellung der perfekten Welt (was dicht in Beziehung zu den L�sungen der Probleme steht), sprich ein Traum. Oder eben Realit�t, je nach dem. Die Gedankenwelt k�nnte ebenso gut diese so genannte "Realit�t" sein. Auch wenn sie nur ein Vorgang w�hrend des "Wachzustands" ist, der sich in unseren K�pfen abspielt.
Denkt man �ber das Leben so wie das Existieren an sich nach, kann man nie wissen, ob man im Endeffekt v�llig alleine ist als ganzes �Ich', alle anderen Erscheinungen, 80 Mio. Menschen in Deutschland, Milliarden Menschen auf der ganzen Welt. W�hrend seiner ganz eigenen "Realit�t" spielt man auf unbewusste Weise im allt�glichen Film dieser mit, die in seinem eigenen eine Person darstellen und dort versuchen, einem mit den hinterh�ltigsten Mitteln klarzumachen, dass alles wirklich sei, sonst w�rde man nicht f�hlen, denken, leiden etc. etc. Ihr Wach-Sein w�hrend unserem Tag ist pure Einbildung; ebenso unseres in deren. Begeben wir uns in unsere "n�chtliche Traumwelt", spielen wir dennoch eine Rolle in deren "Realit�t", schlie�lich w�re es naiv zu glauben, dass 1. jeder dann zu Bett geht und mit seinem "Tag" abschlie�t, wenn man es selber tut, und 2. zu denken, auch nur irgendein Geschehnis, irgendein Mensch, Gegenstand, man selber sei real und wirklich "vorhanden". W�ren wir das nicht, k�nnten wir uns keine Gedanken �ber solche Dinge wie diese machen, uns Gedanken derer annehmen, die uns st�ndig wahllose Sachen einreden, dabei aber nicht existieren; nur kann uns keiner beweisen, dass diese Gedanken wirklich existieren; wenn alles, einschlie�lich der Gedanken, eine furchtbare L�ge w�re, ist es nur eine Einbildung, dass wir sie besitzen.

        Be�ngstigend, nicht?

Wenn alles nur irreal w�re, woher stammen dann diese Gedanken? Das alles, was wir uns anscheinend nur einbilden? Die bunten Farben, die T�ne von Musik, die wir h�ren - all das muss irgendwo entstanden sein, damit wir es uns einbilden k�nnen. "Ich wei�, dass ich nichts wei�" w�re die passende Antwort nach Aristoteles. Man k�nnte stundenlang dar�ber "nachdenken" und kommt immer wieder auf's selbe hinaus, begegnet Widerspr�chen ("Hallo Mr. Widerspruch"), erkennt keine Logik in allem, nicht in einer eigenen Theorie, noch in dem, was einem einzutrichtern versucht wird.
Schien doch alles wie immer an diesem Morgen: Aufstehen zu fr�her Stunde, seine Zeit in der Schule absitzen und sich nachmittags mit Freunden treffen. Wieder einmal ein ganz normaler Tag in ihrem Leben. Normal, was ist schon normal? Normal ist relativ, von einer auf die andere Sekunde ver�nderbar und dann� Dann ist nichts mehr normal, geschweige denn so, wie es einst gewesen. Diese Verg�nglichkeit sollte auch sie bald kennen lernen.
"Tja, das war's dann wohl�". Und das aus ihrem Munde? Und das zu dem Menschen, den sie liebte? Danach sagte sie sich oft, es liege wohl in der Veranlagung des Menschen, un�berlegt Dinge zu tun, die man so oder so auf l�ngeren Zeitraum bereuen w�rde. War das denn bei ihr auch der Fall? Bereute sie auch nur das geringste Wort, das geringste Tun ihrerseits?
Vertieft in ihre Musik sa� sie an diesem Abend an ihrem Fenster - Dunkelheit, ein paar leuchtende Sterne, einige Wolken, sonst nur Dunkelheit. Man merkte, dass der Sommer in seine finale Zeit ging, nachts waren es nie mehr als 12�C. Mit leicht zitternder Hand versuchte sie ihre Gedanken niederzuschreiben, was sich aber als relativ schwierig erwies, da es viel zu viele waren, um aufgeschrieben werden zu k�nnen. Also hob sie ihre Blicke wieder und schaute in die Dunkelheit� Wie lange war es nun her? All zu viel Zeit lag noch gar nicht zur�ck, als sie sich das letzte mal sahen. Und dennoch warf sie alles regelrecht einfach so weg? Alles so unber�hrt und kalt? War sie es nicht gewesen, welche alles daf�r gegeben h�tte, auch nur einmal diese Gef�hle mit ihm durchzuleben? Und schon dachte sie an die wundersch�nen Stunden zu zweit. Im Endeffekt ist es viel zu wenig Zeit gewesen, um ihn auch nur einen Teil ihrer Liebe sp�ren zu lassen. Wusste er �berhaupt, wie unheimlich gl�cklich sie in seinen Armen gewesen ist, wie vollkommen ihr alles schien? Wozu eigentlich diese ganzen Fragen, die eh nie beantwortet werden?
Mittlerweile waren schon einige Stunden vergangen. �Und morgen wieder der gleiche Kram wie immer�'. Das war nun wirklich nicht die Erf�llung. Wie viel lieber w�re sie woanders, ganz woanders, weit weg von allem und jedem. Traurig schloss sie das Fenster und legte sich auf ihr Bett mit starrem Blick an die Decke. Ein kleines L�cheln huschte �ber ihr Gesicht, als sie das Foto an der Wand erblickte. Es war aber auch viel zu sch�n, an die gemeinsame Zeit zur�ckzudenken. Wie unbegrenzt und frei doch alles war. Eigentlich hatte sie das Geschehen am gestrigen Abend doch nie gewollt� �Wollen ist so wie so ein vielseitiges Wort', �berlegte sie sich�
Als sie am Morgen mal wieder aufwachte, waren die Gedanken der letzten Nacht wie weggeblasen, ihre Laune von der feinsten Sorte und so wie so machte alles den Eindruck, als sei nie etwas gewesen. So gesehen war das doch auch richtig, schlie�lich war alles wie vorher, abgesehen von dem Fakt, dass sie in ihnen keine Zukunft sah und ihm das sagte. Sehen w�rden sie sich eh nicht an diesem Tag, genauso wenig wie am Tag zuvor und am n�chsten. Nie mehr w�rden sie sich sehen. W�nschte sie sich doch so sehnlichst, st�ndig bei ihm sein zu k�nnen, sah sie es nun als relativ gleichg�ltig an� Sie war doch nicht von ihm abh�ngig, wieso sollte sie dann so viele Gedanken an ihn verschwenden und ihm eine nach der anderen Tr�ne nachweinen? Nun, vielleicht machte sie sich alles etwas leicht, als w�rde sie von einen auf den anderen Moment ihre Gef�hle abstellen k�nnen. Aber mit der Zeit w�rde das schon werden, da war sie sich sicher. Es gab doch so viele Dinge und Menschen, die durchaus mehr von ihr forderten und die sie durchaus mehr brauchten. Vielleicht war er es nie wert, �berhaupt �ber ihn nachzudenken. Aber sie liebte das Denken doch so sehr und zerbrach sich zu gern den Kopf �ber die kleinsten Lappalien. Kleinste Lappalien� Ihn damit gleichzusetzen, das fand sie wirklich nicht fair. Schlie�lich war er mehr oder weniger ein Teil von ihr.
Hie� es denn nicht immer, Liebe k�nnte alles bek�mpfen? Liebe� Wenn das so stimmte, war es wohl nie Liebe gewesen.
� und die Phase des Vergessens und der Besserung begann�
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