Der nächste Tag sah uns bereits gegen 9.30 Uhr wieder auf der Straße. Zunächst besichtigten wir Mt. Rushmore, den Schrein Amerika's. Erfolgreich den Touristenmassen am Präsidentenberg entronnen waren, fuhren wir quer durch die Black Hills. Im Norden zeigten sich sehr hohe, kahle Spitzen, die gar nicht zu diesem Mittelgebirge passen wollten.
An einer Wegbiegung sichtete dann Christoph die erste Herde Büffel, die man ohne Benutzung des Fernglases als solche erkennen konnte. Ein energisches "Halt" gefolgt von einem ebensolchen Bremsmanöver brachte unser Fahrzeug zum Stehen. Wir verbrachten eine gute halbe Stunde mit einem Vesper beim Anblick dieser stattlichen Tiere, die den Ureinwohnern der "Paha Sapa", der heiligen Berge der Sioux, Nahrungs- und Lebensgrundlage gewesen sind.
Von den Indianern war hier nichts mehr zu entdecken, dafür waren um so mehr Reste des Goldrausches zu bemerken, der zu ihrer Vertreibung aus diesem Gebiet geführt hatte. Selbst heute haben die Städtchen noch einen rechten Goldgräber-Look, wenn auch das Graben jetzt vornehmlich in den Taschen der Touristen stattfindet.
Das
mit dem Gold mußten wir natürlich auch selbst ausprobieren. Die
"Broken-Boot-Goldmine" in Lead unterhält eine kleine Goldwäscherei,
in der Touristen unter fachkundiger Anleitung und gegen Gebühr Gold
aus einer kleinen Menge Sandes auswaschen können. Nach Angaben des Managers
wird der Sand nach Benutzung mit einer garantierten Menge Goldes angereichert
und wiederverwendet.
"Sanfter Tourismus" durch nahezu 100% Recycling, wer hätte das in den U.S.A. vermutet? Und siehe da, die nächste Überraschung folgte auf dem Fuße! Es fand sich tatsächlich Gold am Grunde der Pfanne. Sogar soviel, daß es, in eine kleine Phiole mit Wasser gefüllt, beim Schütteln leicht klimperte.