Obwohl ein die ganze Region einnehmendes Hochdruckgebiet gemeldet war, plagteuns der nächste Tag mit Hochnebel, der nicht weichen wollte. DieGroßen Seen erzeugen oft ihr eigenes Wetter, wie mir jetzt ein Freunderzählte. Im Winter kann es in einem begrenzten Ufergebiet den ganzenTag lang höllisch schneien, obwohl die Seemitte in schönstemSonnenschein liegt. So wandten wir uns ohne lange Zögern dem BeaverLake Campground im Pictured Rocks Nationalpark zu, der unser nächsterZeltplatz werden sollte. Als wir ihn nach etwa 100 Meilen Fahrt gegen 12Uhr erreichten, war er leider schon bis zum letzten Platz ausgebucht, wasbei einem Gesamtangebot von 12 Campsites nicht schwer ist. Unweit, nur 6Meilen über holprigste Waldwege, fanden wir dann den North Gemini LakeCampround, der vom State Forest betrieben wird. Entschädigt wurden wirdurch einen wunderschönen Zeltplatz mit direktem Zugang zum See undKanuliegeplatz. Schnell war das Zelt aufgebaut und wir konnten an die Erkundungder Umgebung gehen. Zunächst fuhren wir zur Rangerstation in Munising,um uns über die Gegebenheiten des Nationalparkes zu informieren. AmWegesrand sahen wir wieder zahlreiche Namensschilder mit skandinavischenAufschriften wie Magnusson und Olson. Sodann eilten wir zum Strand underrichteten die erste Strandbefestigung deutscher Konstruktion und Fertigungin dieser speziellen Weltecke. Im Hintergrund erkennt man dunkel Grand Island,das etwa einem Dutzend Schiffen zum Verhängnis geworden war, die nunals Wracks zur Besichtigung einluden. Am Nachmittag schauten wir uns einStück der als Pictures Rocks bezeichneten Steilküste an, die ihrenNamen den unterschiedlichen Farbbändern des Buntsandsteins verdankt.Besonders bemerkenswert war das Miner's Castle, das seine Zinnen trotzigLake Superior entgegenstreckte. Neben den anderen Zeltnachbarn bevökertenunseren Zeltplatz auch noch eine Unmenge kleiner Baby-Kröten, die zueinem beliebten Jagdobjekt der Buben avancierten.

HomeNext
[ Previous | Home |Next ]

Hosted by www.Geocities.ws

1