Auf dem Heimweg blieben wir dann noch in einem Elch-Stau stecken.
Das war uns sehr lieb, denn bisher hatten wir noch keinen Elch
gesehen. Eine kleine Wegstrecke im Wald war dann auch dieser
Riese ausgiebig zu bestaunen. Als letztes w�re dann noch eine
Bergziege zu bemerken, die, in der Mitte der Stra�e stehend,
jedes der im Schrittempo passierenden Fahrzeuge zur Abgabe eines
Wegzolles zwang, vorzugsweise in Form von S��igkeiten. Nach
jedem Auto drehte sie sich im Halbkreis, um die andere Seite zu
kassieren. Die Verachtung f�r das am Wegesrand wachsende Gras
war ihr deutlich anzusehen.
Schlie�lich war es dann soweit.
Der 30. Juli, Tag unserer Abfahrt aus Wyoming war da. Um 10 Uhr
verlie�en wir unseren Campingplatz in Grant Village in Richtung
Grand Canyon des Yellowstone River. Dieses Naturwunder sollte
den Abschlu� unserer Abenteuer im Nationalpark werden. Eine
erste Ansicht vom Rand des Canyons zeigte den Yellowstone River
tief unten im Tal sch�umen, umgeben von steil aufragenden
Kalksteinkliffen, die durch die vulkanische Aktivit�t der
Region gelb gef�rbt worden waren.
Talaufw�rts war der Lower Fall des Yellowstone River zu sehen,
dessen Wasser hier 100 Meter in die Tiefe st�rzen. Den ersten
Erforschern dieses Gebiet war der Fall von den einheimischen
Indianern als "The Thundering Waters" beschrieben worden. Ein
sehr passender Name, wie wir best�tigen k�nnen. An einer Stelle
f�hrte ein Wanderpfad zur halben Tiefe des Canyons hinab, der
ansonsten v�llig dem Touristenzugang verschlossen war. Von einer
Plattform am Ende des stellenweise durch Holzbr�cken und
Trepppen verst�rkten Pfades konnte man den Fall aus einer neuen
Perspektive bewundern. Den richtigen Eindruck von der Gewalt der
tobenden Wassermassen erhielten wir nach unserem Abstieg zur
Abbruchkante des Wasserfalls. Hierkonnte man f�rmlich die Panik
des Wassers sp�ren, das fr�hlich den Flu� herabgepl�tschert kam
und pl�tzlich vor einem Abgrund stand, in den es von den
nachdr�ngenden Wassermassen unaufhaltsam geschoben wurde.