Campsite Nachdem der erste Hochnebel des frühen Tages verzogen war, zeigte sich unser Zeltplatz von seiner sonnigsten Seite. Eine gewisse Entschädigung für den gestrigen Tag hatten wir ja verdient, daß dieses Wetter mit ganztägig azurblauem Himmel vier Tage halten würde, hatte dann doch keiner zu hoffen gewagt.

Kanuerkundung des Sees Das kristallklare Wasser des Leigh-Lake eignete sich nicht nur hervorragend zum Kochen, sondern lud natürlich in erster Linie zum Kanufahren ein. Die Cathedral-Group sorgte für einen malerischen Hintergrund und so machten sich die Brüder in aller Morgenfrühe auf ihre erste Erkundungsfahrt. Nachdem Vater brav das Frühstück bereitet hatte, kamen beide atemlos angerauscht und berichteten von Braunbären, die an unserem Gebirgsbach fischten. Leider waren sie schon ausgerissen, als ich schließlich an Ort und Stelle anlangte.

Kraxeltour Eine Kraxeltour im Geröllfeld eines Gletscherbaches unterhalb des Mt. Moran bescherte uns einen schönen Ausblick auf die Bucht, in der unser Zeltplatz lag. Die Schneefelder, die wir uns erst zum Ziel gesetzt hatten, lagen unerreichbar noch viele hundert Meter höher. Nachmittags erkundeten wir die nähere Umgebung unseres Lagers und stiegen zu "unserem" Wildbach auf. Der erst noch mühsam erkennbare Pfad verlor sich nach kurzer Zeit und unpassierbare Wildnis zwang uns zur Umkehr. Schließlich fanden wir auch noch die wunderschöne rote Blume, der unser Zeltplatz seinen Namen verdankte, den "Indian Paintbrush". Wie die Abwesenheit jeglicher Pfade bereits andeutete, waren wir weitab jeder Zivilisation angelangt. Die Stille des Sees wurde nur durch das Rauschen der Wildbäche und das Plätschern eines Kanus pro Tag unterbrochen. Unser abendlicher Fischfang blieb leider unerwartet erfolglos, nur die Mücken kamen auf ihre Kosten.

Home Next
[ Previous | Home |Next ]

Hosted by www.Geocities.ws

1