Am nächsten Morgen sollte es dann nach dem Frühstück ins Monument Valley gehen. Zunächst schickte uns Petrus einige Schneeschauer, die auf der Fahrt ins Marlboro Tal dann zum Glück immer seltener wurden und größeren Sonnenscheinperioden Raum gewährten. Das Tal selbst gehört zur Reservation der Navajo-Indianer und ist nicht so groß, wie man nach der Darstellung in zahlreichen Western glauben könnte. Wahrscheinlich ist John Wayne auf seinem Gaul hier immer wieder im Kreise geritten.

Left and Right Mitten + 1 Butte Die markantesten Felsen wie Left Mitten (der linke Fausthandschuh) und Right Mitten (dito rechts) werden von einem 17 Meilen langen Feldweg umkreist, den man mit dem Auto befahren kann, sofern dieses entweder ein Allradfahrzeug oder ein Mietwagen ist. Ihre eigenen Autos lassen die Amis hier grundsätzlich stehen, um sich von geschäftstüchtigen Indianern entweder mit Jeeps oder allradgetriebenen Bussen durch die Landschaft kutschieren zu lassen. Der Dreck, den wir hier abgekriegt haben, ist bis zur Abgabe des Mietautos in Albuquerque nicht wieder abgegangen. Das machte zum Glück nichts, da amerikanische Mietwagenfirmen offensichtlich Kummer gewöhnt oder sehr kulant sind. Auf diesem “Dirt Road Circuit” überraschten uns noch mehrmals mit Schnee und Graupeln durchsetzte Schauer.

Einsamer Gaul im Monument Valley Gelegentlich konnten wir Indianerunterkünfte von weitem sehen, zum einen Hogans, die originalen runden Hütten aus erdbedeckten Baumstämmen, welche aber durchweg unbewohnt und nur zu Anschauungszwecken erstellt schienen, zum anderen Bungalows bzw. Trailers, an denen zum Teil auch Pferde weideten. Überhaupt kamen Pferde und Kühe in dieser zaunlosen Wüstenei in erstaunlich großen Mengen daher, zum Glück meist abseits des Weges. Nach der Besichtigung der pittoresken Felsenwelt des Monument Valley begaben wir uns wieder auf die Straße, um nach Maob, dem Startpunkt unserer Paddeltour auf dem Green River, weiterzufahren. Auf dem Weg dahin war ein Abstecher zum Natural Bridges National Monument geplant, welches nur wenige Meilen abseits unserer Route lag. Zum Glück waren keine Angaben über die Beschaffenheit der Landstraße in unserem Atlas zu finden, sonst hätten wir vielleicht auf diesen Teil des Abenteuers noch verzichtet.

Mexican Hat Felsen So ging es zunächst nach Mexican Hat, einem Städtchen, das seinen Namen einem ungewöhnlichen Felsen verdankt, der in seiner Nähe zu finden ist. Mit etwas Fantasie kann man die Ähnlichkeit mit einem umgedrehten mexikanischen Sombrero nachempfinden. Besonders beeindruckend empfanden wir die Bänderung der roten Felsschichten im Hintergrund.

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