Diese ließen nicht lange auf sich warten. Zunächst passierten wir die Olmpiaschanzen von Lake Placid, die wir auf unserer Rückfahrt noch einmal näher in Augenschein nehmen wollten. Ein ausgiebiger Einkauf von Nahrungsmitteln in einem nahegelegenen Supermarkt beschloß unsere Vorbereitungen für unsere zehntägige Expedition in die St.Regis Canoe Area, die nun in ihre aktive Phase eintrat. Um 14 Uhr hatten wir alle notwendigen Utensilien in beiden Booten verstaut, uns in das Backcountry-Logbuch eingetragen und das Auto auf dem naheliegenden Parkplatz abgestellt. Nach kurzer Stärkung und abschließendem Check ging es los. Zunächst überquerten wir Little Clear Pond, der gar nicht so "little" war. Die Portage zu finden, war auch so einfach, wie ich es mir vorgestellt hatte. Erste Zweifel an der Genauigkeit der Karte wurden laut, die sich im Laufe der Zeit verstärkten. Doch zunächst mußten wir die Portage von etwa eine dreiviertel Meile zum St. Regis Pond überwinden. Ein vorsorglicher Anruf beim zuständigen Forest Ranger hatte uns beruhigt, daß wir unseren selbstgebauten Kanukarren hier benutzen konnten. Eine Familie aus Vermont, der wir begegneten, bestätigte die Auskunft des Rangers zunächst. Nachdem wir unter großen Mühen den ersten steilen Hang überwunden hatten, kamen sie zurück und berichteten, es wäre doch schlimmer, als sie sich erinnert hätten. Damit nicht genug, Vater und Mutter griffen zu und halfen uns, unsere Klamotten über hohe Wurzeln, Steine und einen querliegenden Baumstamm zu tragen. Wir waren sehr dankbar für ihre Hilfe, denn am Ende unserer Schlepperei stand die Sonne schon bedenklich tief. Ein großes Lob galt auch Christoph und Michael, die sich ohne Murren mit dem Kayak abschleppten.

Die auf die Portage folgende Suche nach einem Zeltplatz war lange Zeit erfolglos. Den ersten am Seeeingang hatten wir zunächst verschmäht und in Richtung der Inseln in der Seemitte weitergesucht. Alle sichtbaren Plätze waren jedoch schon vergeben, so daß wir nahezu am Ende unserer Kräfte zum Anfang des Sees zurückpaddelten und zu unserer Freude den verbliebenen Platz immer noch frei vorfanden. Nach uns kamen in der einbrechenden Dunkelheit noch zwei weitere Kanupartien, denen wir Asyl auf unserem Platz anboten. Drei Männer mit einem 160 Pfund schweren Kanu sowie Isaak aus Pennsylvania legten zunächst bei uns an, paddelten später jedoch weiter, als die Zeltler von der Insel noch den See verließen und beim Vorbeifahren riefen, daß ihr schöner Platz jetzt frei wäre. Wir blieben an Ort und Stelle, um im Licht des nächsten Tages feststellen zu können, daß auch dieser Zeltplatz sehr schön war. Vor allem kamen längst nicht viele Paddler vorbei, wie wir befürchtet hatten.

KanuerkundungUm die Strapazen des letzten Tages zu überwinden, ließen wir am nächsten Morgen die Schnüre sehr locker hängen. Der Vormittag verging mit der Erkundung der Umgebung per Boot...

Badestein ... und mit der Erforschung der schönsten Badestellen des Sees.

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