Danach befuhren wir einen Naturlehrpfad, der ein nach 'guter' amerikanischer Sitte autogerecht hergerichteter Schotterweg war. Aufgrund der fortgeschrittenen Tageszeit gerieten wir wenigstens nicht mehr in große Gefahr, von anderen Naturfreunden auf "Exkursion" versehentlich überrollt zu werden. Wir blieben nämlich nicht im Auto, sondern versuchten, uns den Tieren so weit wie irgend möglich zu nähern, um sie gut betrachten zu können.
Das hiesige Marschland bietet einer Vielzahl von Vögeln Beute, so dass wir uns über mangelnde Gelegenheiten zum Schauen und Staunen nicht beklagen konnten. Nachdem wir uns sattgesehen hatten, kehrten wir dann endgültig dem Kennedy Spaceflight Center den Rücken und fuhren zurück nach Ormond Beach.
Am nächsten Morgen brachen wir hier unser Zelt ab, um den letzten Teil unserer Floridareise in Angriff zu nehmen. Was ist schon ein Floridabesuch ohne eine Stipvisite in Orlando? Einen Raumschiffstart muss man nicht unbedingt sehen, aber Donald Duck und seine gefiederten und pelzbesetzten Freunde darf man ganz einfach nicht verpassen, oder? Nun, ganz so weit wollten wir dann doch nicht sinken, einen Besuch des EPCOT-Center hatten mir meine Kollegen jedoch wärmstens empfohlen. Also packten wir unsere Ausrüstung zusammen und machten uns auf den Weg in die Disney Stadt des Ostens, Orlando. Zunächst jedoch besuchten wir noch die Cape Canaveral National Seashore, einen nahezu unberührten Streifen Atlantikstrand, der gegenwärtig hauptsächlich von Schildkröten zur Eiablage benutzt wird.
Sehr vorteilhaft machte sich die Abwesenheit jeglicher Menschenmassen bemerkbar, ein Unterschied, der besonders im Kontrast zu unserem darauf folgenden Aufenthalt im EPCOT-Center auffiel. Nur Möwen und ein Schar Pelikane teilten sich den Strand mit uns. Die Pelikane machten einen beeindruckenden Vorbeiflug in Dreizehnerformation.