Den nächsten Tag nutzten wir für einen ersten Abstecher zum Strand von Ormond Beach. Eines unserer Boote hatte ja noch keine Atlantiktaufe erhalten (vgl. "To the rocky shores of Maine and New York 1996").
Für eine erste angenehme Überraschung sorgte die Tatsache, dass wir unser Auto mit an den Strand nehmen konnte, was das Transportproblem im Hinblick auf unsere schwimmfähigen Untersätze sehr vereinfachte.
So entrichteten wir denn an der Strandzufahrt unseren Obulus und suchten uns ein noch nicht allzu besiedeltes Fleckchen Sand. Die Boote abschnallen und rein in die Brandung war eins.
Die Geschwindigkeiten, die man beim Surfen in richtigen Ozeanwellen erreichen kann, sind schon beachtlich. Gelegentlich übernimmt dann auch die Welle die Steuerung des Gefährtes, Badegäste sind dabei glücklicherweise nicht zu Schaden gekommen.
In regelmäßigen Abständen musste jedoch das Boot von eingedrungenen Wassermassen befreit werden, die es dann manchmal zum Surf-U-Boot werden ließen.
Als wir auf den Strand gefahren waren, herrschte gerade Ebbe. Gegen Abend konnte man ein deutliches Abnehmen der Badegäste sowie des verbliebenen Sandstrandes feststellen. Als wir uns müde gespielt hatten, mussten wir erleben, die Wellen begannen, bedrohlich an der Standfläche unserer Hinterreifen zu nagen.
Eilig von den Jungs aufgeschüttete Dämme versprachen auch keine durchgreifende Verbesserung des Parkplatzproblems, so dass wir schließlich die Heimfahrt über einen nun recht verlassenen Strand antraten.
An dieser Stelle war ich das erste Mal richtig froh über unseren Allradantrieb.