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! ! ! ! Borth, klein aber fein ! ! ! !
Ich wohne jetzt schon seit ca. neun Jahren in Borth, einem kleinem Ortsteil von Rheinberg in der Nähe vom Rhein!
Damals als wir nach Borth zogen, bestand Borth aus ein paar Häusern und einer Kirche in der Mitte! Wir hatten einen praktischen Arzt und einen Zahnarzt, eine Apotheke und einen Metzger. Inzwischen ist Borth um einige große Neubaugebiete gewachsen. Wir haben sogar einen großen Edeka-Markt, Schlecker und 4 Bäckereien. Es ist sehr schön hier. Ich lebe hier sehr gerne!!!

Die Borther Solvay
Kaum zu Glauben, dass genau unter der Straße B58, in 800m Tiefe die Borther Solvay jährlich ca. 1,5 Millionen Tonnen Salz abbaut.
Geschichte von Borth:
Borth war ein Dorf mit eigenen bestimmten Grenzen, mit Landwehren und Schlagbäumen; Borth war ein dörfliches Gemeinwesen an der ehemaligen Landesgrenze von Kleve, ein Dorf mit Rechtssprechung und Verwaltung, fähig zur Selbstverteidigung auch durch eigene "Schützen". Wann genau dieser Zustand erreicht war, läßt sich nicht genau sagen. Urkunden ab 1176, Borther und Borth betreffend, sind erhalten in den Akten der Abtei Kamp, die sich im Hauptstaatsarchiv NRW in Düsseldorf befinden. Sie vermitteln den Eindruck, dass um die aus dem 12. Jahrhundert stammende Saalkirche auf dem Borther "Kirchenhügel" (21,7 m über NN) langsam ein Streudorf entstand mit einer Rechtsordnung und mit dem Versuch, die Sicherheit der Bewohner für Leib und Leben zu schaffen, die außerhalb einer Stadt mit Wall und Graben eben mögleich war. Stadtluft macht "frei", Landluft blieb gefährlich.
Graf Dietrich der 9. (1310 - 1347) schickte Riquinus (Schreiber, Archiv- und Verwaltungsbeamter) nach Borth an die umstrittene klevische Grenze zu damals feindlichen Kurköln, um in Borth eine verfasste Dorfgemeinschaft zu schaffen zur Sicherung der heiklen Grenze. Man kann Riquinus als den Gründer des Dorfes Borth und als dessen ersten Bürgermeister bezeichnen.
Sein wirken hinterließ Spuren. 1342 sind die bisherigen Gerichtsleute von Borth erstmalig als Schöffen urkundlich belegt, haben aber in Riquinus-Zeit kein Siegel. Aber 1408 ist ein eigenes Schöffensiegel bezeugt. Jetzt ist das Dorf vollständig vorhanden.
Vor Riquinus Anwesenheit in Borth ist in Urkunden von der Kirche in Borth die Rede; 1349 und 1388 kommt der Zusatz "sancti Evermari" hinzu; ab 1490 herrscht er vor; ab 1590 ist er obligatorisch. Der Wachtendonker Pfarrer Mooren hat im vorigen Jahrhundert die Frage aufgeworfen: "Wie gelangte das Patrozinium des heiligen Evermarus nach Borth?". Bis heute ist diese Frage nicht vollständig beantwortet:
Die Erinnerung an einen römischen Krieger namens Evermarus war mit Xantener Stiftsuntertanen, die in Borth siedelten und den Kern der frühen Borther Bevölkerung bildeten, nach Borth und in das linke Seitenschiff der Kirche des 12. Jahrhunderts gelangt. Dort unter dem heutigen Evermarus-Altar, vermutete man das Grab des Soldaten der thebaischen Legion Evermarus. Suchgrabungen kann man nachweisen. An der Suchstelle stand und steht der Evermarus-Altar, dessen geistlichen Altardiener die Gemeinde bestellte.
Die "Borther aus Xanten" stellten sich ihren Evermarus so vor wie man sich in Xanten den heiligen Victor, den berühmtesten Märtyrer aus der thebaischen Legion, vorstellte. Diese Erinnerung lebte, stets schwächer werdend, weiter bis hin zu den Schöffensiegel von 1413, dessen Überbleibsel einen gepanzerten Ritter mit dem Kreuz auf dem Schild erkennen lassen. Anschaulich vorstellen konnte man sich Borth unter veränderten Zeitzeichen diesen Heiligen aber nicht. Die Geschichte römischer Christenverfolgung war weit entfernt. Näher waren die Geschehnisse, die sich im Rhein-Maas-Gebiet abspielten. Irgendwie gelangte die Geschichte von dem friesischen Adeligen, Pilger und Märtyrer Evermarus mit ihren Anklägern an die in Xanten lokalisierte Siegfried-Sage nach Borth. Das war ein langer Vorgang. Er war sicher schon im Gange, als der "dominus Riquinus" den Plan fasste, an die Stelle der Saalkirche des 12. Jahrhunderts angesichts der "Bevölkerungexplosion" am Niederrhein in seiner Zeit eine neue Kirche von Borth zu setzen; dieser Plan war 1452 verwirklicht. Der "Patronentausch" wurde endgültig gemacht durch den Pfarrer Johann Adolf Witthoff von Borth (1758-1791). Der begann 1758 ein neues Kirchbuch. Mit sorgfältiger Handschrift trug er darin die "Geschichte des hl. Evermarus, des Märtyrers und des Patrons der Kirche in Borth, dessen Fest am 1. Mai gefeiert wird" ein.
Damit und mit einer Reliquien-Übertagung, mit Gebeten und mit einer zeitweiligen Bittfahrt zum hl. Evermarus von Rutten in Borth war abschließend gesichert, was aber längst in Borther Pfarrkirche war ein friedlicher Pilger mit Pilgerstab, ein heiliger Mann, der von bösen Menschen heimtückisch getötet worden war.

Totengedenken der verstorbenen Mitglieder der St. Evermarus-Schützenbruderschaft und der Toten die im Krieg gefallen sind.
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Öffentliche Bücherei St. Evermarus
Pastor -Wilden-Str.2
47495 Rheinberg
Öffnungszeiten:
Di.: 18.00 - 19.00 Uhr
Mi.: 15.00 - 17.00 Uhr
So.: 10.30 - 12.00 Uhr
Barbara Apotheke
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Rheinberg-Borth
Tel.: 02802/1515
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