Udo Jürgens

Ein ehrenwertes Haus (Video) (Audio)

In diesen Mietshaus wohnen wir seit einem Jahr und sind hier wohlbekannt
Doch stell Dir vor, was ich soeben unter unserer Haustür fand
Es ist ein Brief von unseren Nachbarn, darin steht: Wir müssen 'raus
Sie meinen, Du und ich, wir passen nicht in dieses ehrenwerte Haus.

Weil wir als Paar zusammenleben und noch immer ohne Trauschein sind
Hat man sich gestern hier getroffen, und dann hat man abgestimmt
Und die Gemeinschaft aller Mieter schreibt uns nun: Zieh'n Sie hier aus
Denn eine wilde Ehe, das paßt nicht in dieses ehrenwerte Haus.

Es haben alle unterschrieben, schau Dir mal die lange Liste an
Die Frau von nebenan, die ihre Lügen nie für sich behalten kann
Und die vom Erdgeschoß, tagtäglich spioniert sie jeden aus
Auch dieser Kerl, der seine Tochter schlägt, spricht für dieses ehrenwerte Haus.

Und dann die Dicke, die ihren Hund verwöhnt, jedoch ihr eig'nes Kind vergißt
Der Alte, der uns stets erklärt, was hier im Haus verboten ist
Und der vom ersten Stock, er schaut die ganze Zeit zum Fenster raus
Und er zeigt jeden an, der mal falsch parkt vor diesem ehrenwerten Haus.

Der graue Don Juan, der starrt Dich jedesmal im Aufzug schamlos an
Die Witwe, die verhindert hat, daß hier ein Schwarzer einzieh'n kann
Auch die von oben, wenn der Gasmann kommt, zieht sie den Schlafrock aus
Sie alle schämen sich für uns, denn dies ist ja ein ehrenwertes Haus.

Wenn Du mich fragst, diese Heuchelei halt ich nicht länger aus
Wir packen unsere Siebensachen und zieh'n fort aus diesem ehrenwerten Haus.


Ja, das arme Pärchen im Mietshaus... Dazu kann man eine Menge schreiben. Ich will zunächst das vorausschicken, was ich viele Jahre im Haupttext stehen hatte: "Tatsächlich hatte der ehrenwerte Professor Bockelmann alias U.J. nie in einem solchen gewohnt, sondern war schon in einem Schloß geboren und sammelte seither Luxusvillen in ganz Europa. Übrigens vermietete er keine davon an unverheiratete Paare, Witwen mit Hunden, Schwarze oder Schwule; lieber ließ er sie leerstehen."
Das entsprach und entspricht meinem Kenntnisstand, und daran halte ich weiterhin fest. Bei nochmaliger Lektüre (ja, bisweilen lese ich meine eigenen Seiten Korrektur ;-) ist mir jedoch aufgefallen, daß das zu kurz greift, weil man es mißverstehen könnte - und vielleicht wollte ich diesen falschen Unterton sogar unterbewußt erzeugen. Ich war nämlich mal der Meinung, daß der gute U.J. seine Solidarität mit den angesprochenen angesungenen Kreisen bloß heuchelte, um sich bei den sogenannten politisch korrekten Gutmenschen Liebkind zu machen. Er hängte sein Mäntelchen ja gerne nach dem Wind: In den frühen 1970ern begann er den 68'ern nachzulaufen. In den 1980ern, als es "chic" wurde, statt gelbe Massenmörder wie Mao und Ho zu vergöttern, sich mit gewissen Schwarzen zu "solidarisieren", wie dem südafrikanischen Massenmörder "Nelson" Mandela, oder Michael alias "Martin Luther" King, dem geistigen Großvater all derer, die sich ihren Doktorgrad durch eine abgekupferte Dissertation erschlichen haben, schrieb er eine Autobiographie, in der er behauptete, es in den USA immer nur mit Negerinnen getrieben zu haben. Und was die Schwulen anbelangte: Hatte er nicht, bevor man "Conchita Wurst" zum Eurovisionswettbewerb schickte, lauthals dagegen gewettert, daß es eine Schande sei, wenn Österreich von "so einer bärtigen Tunte" repräsentiert werde?

[Conchita Wurst - Udos Lieblingstranse]

Als er nach deren Sieg ebenso lauthals jubilierte, welch ein Triumph der Weltoffenheit und Toleranz es doch sei, daß C.W. gewonnen habe, da gewann mir das bloß ein müdes Arschrunzeln Lächeln ab: Hängte der alte Heuchler sein Mäntelchen doch wieder mal andersherum... aber was bleibt einem heutzutage übrig, wenn man im Showgeschäft bleiben will?! Und das blieb U.J. ja bis zuletzt. Während viele andere Musiker bei ihrem Tode fast vergessen sind, weil sie schon lange nicht mehr aktiv waren, sondern in irgendwelchen Pflegeheimen vor sich hindämmerten, traf sein Tod die Fangemeinde wie ein Blitz aus heiterem Himmel, kurz nach einem großen Konzert, und ähnlich kurz vor Beginn einer bereits festgeplanten großen Tournee. Immerhin konnte man sich mit dem Gedanken trösten, daß er einen schönen, leichten Tod hatte: Plötzliches Herzversagen beim Joggen im Wald - wer würde sich das nicht wünschen? In meinem Verwandten- und Bekanntenkreis herrschte jedenfalls Einigkeit, daß der große Frauenheld - das Idol mehr als einer weiblichen Generation - im wirklichen Leben genauso gehandelt hätte wie die von ihm so bekrittelte Mietergemeinschaft in dem "ehrenwerten Haus".
Dann geschah etwas, das einige nicht mehr als "Blitz" bezeichneten, sondern als "Bombe": Ein gewisser "Billy" trat auf und behauptete, es sei Alles ganz anders gewesen: Udo sei kein "Weiberheld" gewesen - vielmehr seien seine zahlreichen Frauenbekanntschaften deshalb durchweg zu Bruch gegangen, weil er in Wahrheit schwul war und überdies tatsächlich nur mit Schwarzen konnte. Er sei viele Jahre lang sein Lebensgefährte und "Assistent" gewesen, und Udo sei nicht beim Joggen im Wald, sondern im Bett, in seinen Armen gestorben; seine letzten Worte seien "Billy! Billy!" gewesen. Testament mit Vermächtnis zu seinen Gunsten anbei.

[Udo und Billy beim gemeinsamen Konzert]

Uff... Wir waren wie vor den Kopf geschlagen, aber glaubten natürlich kein Wort.* Ich kannte den Typen doch vom Sehen: Er spielte, wenn U.J. ein Konzert gab, gelegentlich die Bongotrommel, meist farbenfroh gewandet. Richtig hieß er Kudjo Todzo und kam aus Ghana. Schwul sah er eigentlich nicht aus. [Aber da kann ich nicht wirklich mitreden, denn ich zähle keine Schwulen zu meinem Bekannten- oder gar Freundeskreis, kann also dort nicht nachfragen.] Offiziell war er als Udos Fahrer angestellt. Hm... Wie war das doch mit Rex Gildo gewesen? Hatte nicht auch der seine kleine Schwuchtel, den 15-jährigen Detlev - oder hieß er David? - pro forma erst als "Fahrer", dann als "Manager" angestellt, um ihn von der Steuer abzusetzen, wie Hildegard Knef das einst besang? Hatte nicht auch der, nachdem er mit dem alternden Rex Schluß gemacht und ihn so mutmaßlich in den Selbstmord getrieben hatte, die Chuzpe, ein "Testament" zu seinen Gunsten vorzulegen, nebst Echtheitsgutachten einer obskuren "Schriftsachverständigen"? (Freilich unterlag er damit vor Gericht gegen Gildos Ehefrau. Der hatte irgendwann seine Cousine geheiratet und sich nie scheiden lassen, um aufkommenden Gerüchten um seine Homosexualität entgegenzuwirken.) Aber konnte man U.J. wirklich mit R.G. auf eine Stufe stellen? "Völlig ausgeschlossen," meinte K., eine alte Bekannte der Trauzeugin meiner Frau, "unser Udo ein schwuler Niggerlover? Nie und nimmer - der Kerl lügt doch!"**** Sie selber - 10 Jahre jünger als U.J., der ihr übrigens mal ein sehr schönes Lied widmete, das aber entgegen später verbreiteten Gerüchten nicht autobiographisch war und sich auch nicht besonders gut verkaufte - war einst eine leidlich erfolgreiche Schauspielerin, vor allem in italienischen Filmen, für deren Rollen man frau nicht viel mehr können mußte als jung und schön zu sein, und das war sie zweifellos - oder will das jemand im Ernst bestreiten?

[K. 1971, auf dem Höhepunkt ihrer 1. Karriere]

Aber eines Tages war sie Mitte 30; und plötzlich bekam sie keine "ordentlichen" Angebote mehr, d.h. ordentlich bezahlt hätte man sie schon, aber... 5 Jahre lang widerstand sie den Verlockungen, dann ging ihr Geld zur Neige (sie hatte nie sehr sparsam gelebt), und so willigte sie ein, in Pornofilmen mitzuwirken - was man damals so als "Porno" bezeichnete: normalen Sex zwischen Männern und Frauen. ("Nichts, was Ihr nicht auch miteinander tätet," sagte sie mal, "bloß halt vor der Kamera." - "Und vor Millionen Zuschauern," wie meine Frau darauf erwiderte. Angesehen hat sie sich die Filme aber trotzdem - zusammen mit mir. Zugegeben, das Meiste davon war ziemlicher Schrott; aber sooo anspruchsvoll waren die Komödchen, in denen sie früher mitgespielt hatte, ja auch nicht; und es war tatsächlich nichts dabei, weshalb sich K. in sexueller Hinsicht hätte schämen müssen.) Nach weiteren 5 Jahren kam der Mauerfall - er bedeutete das abrupte Ende ihrer 2. Karriere. Die Mainzelmännchen Das ZDF zahlte der gebürtigen Hamburgerin ihre letzte Heuer, für ein Interview am späten Abend. Der berüchtigte "Hinrichtungsjournalist" J.B.K. war zwar noch nicht dabei, aber seine Vorgänger waren auch nicht viel besser. Man wollte K. bloßstellen, fertigmachen und nochmal so richtig schön nachtreten. Inzwischen war sie Mitte 40, und die Konkurrentinnen aus dem Ostblock, die plötzlich in Scharen herbeiströmten, um die 20. "Nein, daran liegt es nicht," sagte sie nicht ohne Würde, "ich sehe immer noch gut aus und habe eine vorzeigbare Figur. Aber diese jungen Mädchen haben überhaupt kein Schamgefühl, sind bereit, Sachen zu machen, für die ich mich nicht hergebe, und das zu Dumpingpreisen." Und auf die salbungsvolle Frage, was sie denn z.B. meine, sagte sie wörtlich: "Ich treibe es nicht anal und nicht mit Schwarzen - ich bin doch nicht pervers!" Für diesen Satz würde sie heute gesteinigt; aber uns hat ihre Zivilcourage bei jenem Auftritt mächtig imponiert. (Kaufen konnte sie sich dafür freilich nichts. Weiter 5 Jahre später war das Geld erneut alle, und diesmal wollte ihr selbst die Journaille der Klabautermann nichts mehr für ein Interview zahlen. Sie unternahm zwei Selbstmordversuche, aber sie hatte noch ein paar Freunde, die ihr in letzter Minute das Leben retteten, so daß sie den Udo nun doch überlebt hat. Und im Gegensatz zu dem wird sie wohl arm, aber ehrlich sterben.) Obwohl dazu damals noch nicht ganz soviel Mut gehörte. Schließlich waren Schwulitäten in fast allen zivilisierten Ländern der Welt noch strafbar, in vielen - z.B. den USA - auch der heterosexuelle Analverkehr. Und selbst als die Strafbarkeit aufgehoben wurde, konnten Schwule in den USA z.B. nicht in die Streitkräfte aufgenommen oder in höhere Staatsämter berufen werden. Das änderte sich erst mit der Machtergreifung des schwulen Kenyaners Barack Hussein Obama 2008. Seitdem gilt es dort - dto in BRDigen u.a. Satellitenstaaten - fast schon als schlimmer, ein heterosexueller Weißenlover zu sein als das, was K. einen "schwulen Niggerlover" nannte und Andere einen "Ar...ficker". (Ich persönlich spreche, bibelfest wie ich bin, lieber vornehm von einem "Sodomiten" - aber ich meine das Gleiche ;-) Denn inzwischen wird die Welt ja, wie es der Brite Paul Joseph Watson mal ausdrückte und in einer eindrucksvollen Dokumentation belegte, von schwulen Päderasten regiert. (In den USA müssen sich z.B. Kandidaten für ein Ministeramt stundenlang hochnotpeinlich vom Tunten-Parlament Congress vor laufender Fernsehkamera darüber befragen lassen, ob sie mit Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transen [LGBT] solidarisch seien; und sie winden und winden sich zwischen Skylla und Charybdäs; denn wenn sie mit "nein" antworten, dann können sie nicht Minister werden; und wenn sie mit "ja" antworten, dann können sie sicher sein, bei den nächsten Wahlen ihr Mandat zu verlieren, so ihr Wahlkreis denn nicht gerade in Frisco liegt.) Also ist es doch eigentlich egal, ob auch U.J. einer war oder nicht oder doch.
Aber weil ich halt so viele Fans von U.J. kenne, die das immer noch ganz anders sehen, habe ich mich zu dem ungewohnten Schritt durchgerungen, mal aktiv nachzuforschen. Was ich hier wiedergebe, beruht auf Gesprächen mit den besten Zeugen, die sich zu diesem Thema auftreiben lassen; allerdings habe ich versprochen, ihre Identität einstweilen zu verschweigen, da sie in ein schwebendes Verfahren verwickelt sind, das sich wahrscheinlich noch über viele Jahre und durch alle Instanzen hinziehen wird, denn es geht um sehr viel Geld. (U.J. verdiente zwar nach eigenen Aussagen als Musiker nicht annähernd soviel, wie Manche - vor allem Mitarbeiter des Finanzamts - glaubten; aber er war ja überdies Sohn und [Mit-]Erbe eines Banksters und Milliardärs - wenngleich "nur" in Ösi-Schillingen.) Das Folgende also unter Vorbehalt - aber ich darf hinzufügen, daß ich fast alle Beteiligten des Verfahrens separat gesprochen habe, und daß ich hier nur das wiedergebe, worin alle Aussagen übereingestimmt haben.** Um es kurz zu machen: Jawohl, Kudjo "Billy" Todzo war seit vielen Jahren der Lebensgefährte von Professor h.c. Jürgen Udo Schwuchtelmann Bockelmann, er teilte mit ihm nicht nur das Auto, sondern auch Tisch und Bett.

[Bitte zu Tisch! Udo und Billy in Küchenschürzen beim gemeinsamen Kochen]

Und wer glaubt, daß die Prozeßgegner aus durchsichtigem Grunde allesamt lügen - und die Photos aus unerfindlichen Gründen auch - sei daran erinnert, daß die alte Rechtsprechung zur Sittenwidrigkeit - und damit verbundenen Nichtigkeit - des "Geliebtentestaments" schon vor Jahren aufgegeben wurde; und ein Wiederaufleben ausgerechnet zulasten eines schwulen Schwarzen wäre aus Gründen der politischen Korrektheit undenkbar. Es gibt also tatsächlich für niemanden einen Grund, in diesem Punkt zu lügen; und falls mich jemand fragen sollte, wie ich die Aussichten von "Billy" einschätze, am Ende "seinen" Anteil aus Udos Nachlaß zu bekommen, dann kann ich nur sagen: "glatte 100%!"

[Bitte zu Bett! Udo und Billy im Pyjama, in inniger Umarmung]


*Halt, eine Ausnahme gab es doch, allerdings eine sehr weit entfernte: einen Schwager der 2. Frau des Bruders meiner Schwiegermutter. Der ist bzw. war Arzt - er ist längst im Ruhestand - und meinte: "Das kann man nicht ohne weiteres von der Hand weisen. Nach meiner Schätzung gehen rund 90% der Todesfälle von Männern über 75, bei denen "plötzliches Herzversagen" auf dem Totenschein steht, auf physische Überanstrengung nach Einnahme von Viagra o.a. Potenzmitteln zurück. Das mag man zwar juristisch als "natürlichen Tod" bezeichnen, aber medizinisch gesehen grenzt das hart an Selbstmord durch Medikamentenmißbrauch." Nun, ich kenne die Grundlagen für die Schätzung meines Schwippschwiegeronkels nicht, geschweige denn, daß ich sie nachprüfen könnte. (Es gibt darüber keine Statistiken - und wenn es sie gäbe, dann würden sie nie veröffentlicht, da sind die Pharmakonzerne vor ;-) Also muß ich das unkommentiert lassen.
**Auf Rückfragen: Ich werde mich hier insbesondere nicht zu zwei vereinzelten - und von den Betroffenen mit Nachdruck bestrittenen - Aussagen einlassen:
1. F.B. sei lediglich pro forma Udos langjähriger Manager gewesen, in Wirklichkeit jedoch sein Liebhaber.***
2. M.M., Udos langjährige Lektorin und angebliche "letzte Geliebte", sei eine Transe.
(Da ich die beiden auf eigenen Wunsch nicht abbilde, weise ich lediglich der guten Ordnung halber darauf hin, daß sie weißer Hautfarbe sind ;-)


***Ob der Streit um das Schriftstück, das Einige als "eine Art Erbschaftsvertrag zwischen U.J. und F.B." bezeichnen, Andere als "einen in betrügerischer Absicht geschlossenen Kaufvertrag", im selben Prozeß anhängig ist wie der um den übrigen Nachlaß oder separat geführt wird, ist mir unklar geblieben; vielleicht ist er abgetrennt worden - über den mutmaßlichen Wert künftiger Tantiemen kann man ja noch länger spekulieren und streiten als über alle anderen Punkte. (Bisherige Schätzungen bewegen sich zwischen 2,4 und 240 Millionen SFr., differieren also um sage und schreibe zehntausend Prozent! Wenn es noch lange so weitergeht, dann könnte sich der gute F.B. eines Tages gezwungen sehen, einen faulen Vergleich zu schließen, um das Prozeßende zu erleben; sonst könnte er sich für ein obsiegendes Urteil womöglich nur noch einen schönen Grabstein kaufen - es wäre ja nicht der erste Fall dieser Art im bisweilen doch recht schäbigen Musikgeschäft.)


****Ich habe inzwischen mehrere Mails erhalten, die sich in genau demselben Sinne äußerten und insbesondere darauf verwiesen, daß U.J. doch der Frauenheld schlechthin gewesen sei, der sich rühmte, mit über 2.000 Frauen Sex gehabt zu haben. Tja, das dachte ich auch mal. Aber nun überlegt doch mal nüchtern: Was ist daran heldenhaft, sein Leben lang jede Woche mit einer anderen Frau in die Kiste zu hüpfen? Ist das wirklich ein Beweis für Männlichkeit? Oder nicht vielmehr ein Beweis für mangelnde Bindungsfähigkeit? Man[n] muß ja nicht gleich die erste beste Frau heiraten; aber wenn es offenbar mit keiner einzigen zu einer längeren festen Beziehung reicht - und das bei der Riesenauswahl, die ein erfolgreicher Entertainer wie U.J. unzweifelhaft hatte -, dann ist etwas faul im Staate Dänemark! Ich habe das mal mit jemandem diskutiert, der ein Buch über den wohl bekanntesten "Frauenheld" der Geschichte lektoriert hat, und der meinte: "Viele Psychologen glauben heute, daß Casanova nicht so sehr bindungsunfähig, als vielmehr latent schwul war. Der konnte einfach nicht mit Frauen, wollte das aber nicht wahr haben, sondern hat immer wieder andere ausprobiert - jedoch immer ohne Erfolg." Tja, und das Argument mit der völligen Bindungsunfähigkeit fällt natürlich flach, wenn man weiß, daß U.J. jahrzehntelang mit seinem "Billy" zuammengelebt hat. So gesehen hat der es auch "moralisch" verdient, ein Stück vom Kuchen abzubekommen!

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