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Wladimir Tagirov: Aikido - das Modell der Welt
(das Interview von Julia Kim)

Wann haben Sie begonnen, Aikido zu lernen?

Ich begann Aikido Ende der 70. Jahre zu �ben. Warum? Die Leute kommen aus verschiedenen Gr�nden zu den Kampfk�nsten. Die Mehrheit - aus dem Grund, seinen Mann zu stehen und um sich wehren zu k�nnen. Sp�ter, wenn sie beginnen ernsthaft zu lernen, verstehen sie, der Anwendungsaspekt - ist nur einer der Aspekte, die es in dem Prozess des Trainings weitergegeben werden k�nnen. Ich bin zum Aikido gekommen, aus dem gro�en Interesse f�r die �stliche Philosophie. Ich begeisterte mich f�r einige Praktiken - zum Beispiel - Atmungsmethodiken. Damals boxte ich, aber es war der Sport. F�r mich waren die Kampfk�nste so exotisch, dass sie mich nicht interessierten.

Sp�ter traf ich einen Menschen, der mein Freund wurde - er war Arzt, war K�nstler und er studierte die Milit�rk�nste, der mir erkl�rte, dass die Milit�rkunst eine Realit�tsform von den Haupttrieben des Menschen ist - der unbedingte Trieb zur Selbsterhaltung. Geschlechts- und N�hrungstrieb - befriedigen alles, und sind sogar im �berfluss vorhanden, so sehr, dass aber der Selbsterhaltungstrieb des Menschen gleichsam unterdr�ckt wurde. Als ich dar�ber nachgedacht habe, dass eine solche Verbindung wirklich existiert k�nnte, habe ich Interesse bekommen, Aikido zu lernen.

Aber in jener Zeit durfte man es noch nicht in der Praxis als Aikido bezeichnen, wie es - in Wei�russland, in Russland heute geschieht, weil wir damals in einem unterdr�cktem Land lebten und Informationen dar�ber gab es fast keine, es war eher die Suche, als der vollwertige Unterricht. Seit Anfang der 80iger Jahre haben wir regelm��ig trainiert, aber es gab auch noch genug offene Fragen, die blieben bis Kontakte mit Ausl�ndern (Franzosen, Jugoslawen, D�nen oder Amerikanern) entstanden sind! In Europa und Amerika haben die Leute schon mehr als f�nfunddrei�ig Jahre Aikido trainiert.

Dann war ich das erste Mal im Ausland und dort habe ich meinen Lehrer gefunden. Mein Meister ist der Vertreter des weltweiten Zentrums Aikikai dem Hombu Dojo in Spanien- Meister Kitaura. Er ist einer der letzten Japaner, die der Gr�nder des Aikido ?-Sensei Morihei Ueshiba nach Europa und Amerika schickte, die neue Kampfkunst zu verbreiten. Als Lehrer hat er meine Aufmerksamkeit zuerst nur �u�erlich angezogen, weil er zwei "Dinge" verbunden hat, die im Aikido f�r mich bisher nie vereinigt werden konnten. Bis zu diesem Zeitpunkt sah ich eher jenes sehr grobe Aikido - mit der Betonung ausschlie�lich auf dem wie es das Milit�r anwendet - und schon gar nicht dem, wie ich es �ber diese Kunst - �ber seine Sch�nheit, �ber seine vielseitige Anwendbarkeit las. Es waren die sehr groben Bewegungen, bei denen es je st�rker der Mensch war, es ihm umso leichter fiel. Andere Meister demonstrierten - aus meiner Sicht - abseits vom Leben stehend einige "T�nze", wo nichts von Kampf zu sehen war. Meister Kitaura hat diese zwei Momente verbunden und von diesem Standpunkt aus gesehen, erschien es mir sehr �berzeugend! Es war gerade das milit�rische in Verbindung mit dem kunstvollem damit es sichtbar wurde, dass der Mensch sehr effektiv arbeitet.

Und es war sch�n - und nicht nur funktional, und auch �u�erlich, der Form nach sch�n. Deshalb habe ich mich eben von seinem Aikido angezogen gef�hlt. Und erst sp�ter, nach einem Jahr des Umganges mit dem Meister, habe ich mich mit der Bitte an ihn gewandt, mein Lehrer zu sein. Nun es gab bei ihm nicht nur ein Sch�ler, aber aus Russland war ich bei ihm als Erster, ich lud ihn hierher ein(es war Sowjet Union), beteiligte mich an der Organisation seiner Seminare.

Halten Sie nun nur diesen einen Menschen f�r Ihren Lehrer?

Ja. Nat�rlich besuche ich auch die Seminare von verschiedenen anderen Meistern, aber... in meinem Verst�ndnis ist nur der der Lehrer, welcher auf meine wichtigsten Fragen geantwortet hat. Diesen Lehrer findet jeder f�r sich. Und dieser Mensch soll all den Kriterien entsprechen, und die Vorstellungen von dem vermitteln, was f�r Sie interessant ist, was Sie gelehrt haben wollen, sollte mit Ihren �bereinstimmen. Nur so kann er Ihnen dann seine Erfahrung, sein Wissen �bergeben. Sie k�nnen nicht bei einem Menschen lernen, dem Sie misstrauen.

Der Lehrer sollte Sie zu einem bestimmten Niveau f�hren, zu dem anderen Leute in der �hnlichen Situationen Sie nicht gef�hrt h�tten. Wenn Sie sich neben einem Meister wie Kitaura befinden, dann befinden Sie sich auf einer sehr hohen Welle, leben Sie auf einem hohen Niveau...als w�rden Sie sich als Frontmann, als Entdecker f�hlen. Und Sie k�nnen sein Handeln und seine Worte in Beziehung zum Leben stellen, deshalb sagt man, dass man bei einem Meister nicht nur auf der Tatami lernt.

Sehr viele Aikidoka, die bei einem Sensei eine Pr�fung abgelegt haben, sagen: "Das ist mein Lehrer". Aber es ist nicht ganz so, weil der Meister einfach nur die Pr�fung abgenommen hat und er ist so zu sagen mal vorbeigekommen. Der Lehrer ist ein Mensch, von dessen Pers�nlichkeit du abh�ngig bist, dessen Meinung f�r dich sehr wichtig ist. Ein falscher Schritt - und du wirst ihn verlieren, wie Du einen Freund, eine Geliebte oder einen Geliebten (von einer Frau aus gesehen) verlieren w�rdest.

F�r mich ist der Umgang mit dem Meister, vor allem, den Umgang mit dem Menschen. Meister Kitaura ist nicht nur ein Aikidomeister, er geh�rt auch zu den gro�en Wissenschaftlern, den K�nstlern, der das beste Buch �ber die chinesische Kultur auf spanischer Sprache schrieb, und ist als Begr�nder einer eigenen Methode der vergleichenden Ikonegrafie (klassische Portr�tkunde der Antike- der �bersetzer) bekannt. Er ist im Norden Japans bei einer sehr traditionellen Familie aufgewachsen. Sein Vater war ein Judomeister des Landes. In allgemeinen, ist er ein sehr interessanter Mensch, und ich bem�he mich nach ganzen Kr�ften, diesem Lehrer zu entsprechen, obwohl er kein einfacher Mensch ist und manchmal sehr harten Forderungen stellt. Wir haben uns alle an Kompromisse gew�hnt, aber diese Meister leben nach anderen - f�r uns ungew�hnlichen - Regeln, die wir manchmal einfach nicht kennen. Nun ist bei uns diese Regeln bei uns zu schaffen oder nicht zu schaffen, abh�ngig von uns und der Gesellschaft, in der wir leben.

Ich sch�tze gerade solche Pers�nlichkeiten. Ich hatte viele M�glichkeiten, bei den verschiedensten Meistern gepr�ft zu werden, aber wenn ich nicht mit jemandem befreundet bin, kann er nicht mein Lehrer werden. Nat�rlich, muss man dabei verstehen, dass jeder Mensch seine Unzul�nglichkeiten und seine Besonderheiten hat. Aber ungeachtet dessen eint mich mit meinem Lehrer vor allem Aikido.

Also ist der geistige Kontakt zwischen dem Sch�ler und dem Lehrer nicht nur ein theoretischer Begriff, sondern er existiert real und muss auch existieren.

Er soll existieren, aber das, was wir jetzt haben, entspricht nicht dem, was man unter einer "Alten" Schule versteht: der Meister und sein Sch�ler. Zurzeit ist es mehr die Form, in der sich gew�hnlich die Milit�rk�nste entwickelten - sie stellt sich nicht dem Geist, dem Inhalt, das Aikido weltweit erf�hrt.

Wenn ich mein Meister um eine Fotografie des Aikidogr�nders gebeten habe, hat er mir gesagt, dass sogar seine Sch�ler in Spanien diese Fotografie nicht sahen, aber er sie mir gibt, weil ich aus Russland gekommen bin. Dabei erg�nzte er, dass es solche Fotografien sehr selten sind, und l�chelte als er mir erkl�rte, wenn sie damals in Japan gewusst h�tten, dass Aikido so popul�r wird, so h�tten sie nur Fotos gemacht.

Noch lange vor dem Erscheinen der Filme von Steven Seagal, hat sich Aikido auf der ganzen Welt verbreitet. Es wurde nicht besonders Geworben. Sowohl Judo, als auch Karate wurden gezwungen, ihr Wesen zu �ndern, Sport zu werden (es wurden Beschr�nkungen auferlegt, es wurden Wettbewerbe erdacht), und nur dadurch haben sie sich in einer solch verzerrten Art verbreitet. Und Aikido - entwickelte sich wie eine Milit�rkunst. Und nicht desto Trotz, hat es in dieser Form geschafft, die ganze Welt zu erobern.

Womit ist die Popularit�t von Aikido in der Welt verbunden?

Der Mensch schuf ein neues Budo, ein neues System, das dem des zwanzigsten Jahrhundert entspricht. Diese Idee entsprach mehr der Gegenwart - der Idee, einen Konfliktes durch einen dritten Weg zu l�sen, nicht durch Konfrontation, nicht durch Vermeiden des Konfliktes, aber eben auf paradoxer Weise.

Was ist das Schwerste im Aikido?

Im Aikido gibt es keine Geheimnise. Die Schwierigkeit liegt in der Notwendigkeit der sch�pferischen Zusammenarbeit von zwei Leuten. Sie k�nnen die Aufgabe der Vereinigung und der Entwicklung dieser Vereinigung l�sen oder aber Sie k�nnen diese Aufgabe nicht l�sen, d.h. es ist nicht bei Ihnen, auch nur in unver�nderlichen Art etwas Vorzubereiten und es ohne �nderung immer zu wiederholen. Sie sollten dieser Aufgabe jedes Mal neu gewachsen sein, so wie einem Schauspieler zum Beispiel, der die Rolle auf der B�hne jedes Mal von neuem erleben soll, anders wird nur seine Falschheit sichtbar. Deshalb sagen die Meister, dass es keine Technik gibt, es gibt die Prinzipien, auf deren Grundlage man verschiedene Techniken verwirklichen kann. Diesen Prinzipien zu entsprechen, ist sehr kompliziert, weil es ein inneres System ist und nicht irgendeine Technikkombination, die gelernt werden kann, sagen wir so, so wie es keinen schlechten Menschen im Leben gibt der gleichzeitig ein guter K�mpfer im Ring ist oder sonst irgendwo sein wird ...

Das ist das System, das die Umgestaltung fordert. Man kann nicht st�ndig auf Arbeit oder in der Familie den anderen Stress machen und weich, empfindlich auf der Tatami zu sein. Man kann sich nicht gleichzeitig in zwei verschiedenen Richtungen entwickeln. Wenn der Mensch anf�ngt, sein Aikido zu vervollkommnen, bedeutet das, dass er es auch im Leben zeigen wird, indem er beginnt, sich anders zu benehmen. Solche Systeme nennt man den Inneren Stil. Nicht deswegen, weil sie R�tsel oder Geheimnise beinhalten, obwohl es sie auch in der Musik, und in allem Anderem gibt...

Jeder, der Aikido lernt, soll verstehen, dass er sich mit Kunst - der Milit�rkunst besch�ftigt, und nicht k�nstlichem, d.h. es existiert eine bestimmte "Basis" (mit Worten sehr einfachausgedr�ckt: in der Musik gibt es sieben Grundnoten, in der Malerei gibt es vier Grundfarben, und im Aikido - " siebeneinhalb " Grundbewegungen), und nun f�ngt der Bereich des Erschaffens an. Zum Beispiel, die Stufen h�her als vierter Dan, vergibt nur das Weltweite Zentrum des Aikidos - f�r die Entwicklung des Aikido. Nicht ethisch w�re es, das Schaffen der Anderen von einem K�nstler bewerten zu lassen, aber eine Wettbewerbskommission kann einen K�nstler seinen Preistr�ger nennen. Meiner Meinung nach, es ist eine normale Weise.

Wof�r sind die R�nge, die G�rtel, die Pr�fungen n�tig?

Wir wissen aus der Milit�rkunst, dass jede Abstufungen, jeder Rang seine volle Bedeutung besitzt, mein Lehrer zum Beispiel meint, dass die Pr�fungen in Aikido �berhaupt nicht n�tig sind. Wenn es die Leute aber einfach wollen - bedeutet es auch, dass es f�r sie noch notwendig ist. Im Prinzip, braucht man die R�nge nicht wirklich, weil Budo ein System ist, das die Menschen f�r einen realen Kampf vorbereitet. Der Sch�ler soll sich auf solche Weise benehmen, um Konfliktsituationen nicht zu erzeugen, aber wenn die Situation doch entstehen w�rde, wenn sein Leben oder das Leben anderer in der Gefahr k�me, so soll er f�r das Treffen bereit sein. Genau f�r diese Situation bereitet ihn das System vor, und nicht dazu, sich einen G�rtel anzuh�ngen... Aber die rein menschliche Schw�che sollen auch befriedigt werden. Man muss nur verstehen, dass es Schw�che ist. Wenn die Menschen kommen statt sich anzuschauen, wie sich der Instrukteur bewegt, wie er diese Kunst versteht, fragt sie sofort: " Und welchen Dan haben Sie? ", Diese Herangehensweise ist falsch. Noch nichts verstanden, will dieser Mensch schon bei einem "gro�en" Meister lernen. Bruce Lee (Er war ein US-amerikanischer Schauspieler und Kampfk�nstler. Er gilt als Ikone des Martial-Arts-Films und wird von vielen als der gr��te Kampfk�nstler des 20. Jahrhunderts angesehen.) Hatte einst gesagt, wof�r der G�rtel dient - f�r das richtige Sitzen der Hosen, dies ist seine wahre Funktion. Alle �brigen Funktionen werden ihm zugeschrieben.

Die Pr�fungen sind f�r etwas ganz anderen n�tig. Sie sind vor allem f�r die psychologische Pr�fung der Menschen notwendig, denn f�r die, die die Pr�fung abgeben, ist es wichtig, weil im Ergebnis der realen Situation, alles von diesem psychologischen Zustand des Menschen in den gegebenen Moment abh�ngen wird. Wenn er ins Wanken ger�t, ger�t zusammen mit ihm alles ins Wanken, auch seine Kampfkunst. Wenn er erschrickt, wird seine Kunst nicht mehr da sein, und es ist ohne Bedeutung, welche Kampfkunst er je ge�bt hat.

Dies eben ist auch das Kriterium der Meisterschaft?

Den Zustand des Geistes - ja.

Was ist f�r Sie Aikido?

Aikido ist f�r mich eine Weise der Existenz. Aber es bedeutet nicht, dass ich den Gipfel zu diesem Verstehen erreicht habe. F�r mich w�re es w�nschenswert, dass es zu einer Weise meiner Existenz w�rde. Als der Meister - zwei Jahre zur�ck - um das Wachstum meiner technischen Bewegung, der Verbesserung meiner Technik besorgt war, war er offenbar beunruhigt, dass ich dabei stehen geblieben w�re, weil er mir mehrmals gesagt hat, dass die Technik nicht alles ist, Hauptsache ist es, Aikido als entsprechend Weise der Existenz zu erkennen, als Lebensweise anzuerkennen. Dies suche ich eben immer noch. Dies ist f�r mich das Wesentliche.

Viele Leute haben jetzt Schwierigkeiten, wie ich denke, sich zu entscheiden in allen lebenswichtigen Problemen, wie kann man �berleben... Ich verstand immer, dass wenn ich mich mit meinem Gesch�ft besch�ftigen werde, muss ich einen Teil der Zeit vom Aikido abgeben, der Umgang mit Leuten unterschiedlicher Charaktere, nicht mit solchen, wie mich und dies bedeutet, ich soll die Zeit von Aikido abnehmen, oder von der M�glichkeit mit meinem Kind zu sprechen, oder von der M�glichkeit mir einfach die B�ume anzuschauen. Ich habe mich bewusst davon losgesagt, es hatte mich begrenzt. Es gibt die Orte, wo ich niemals vorkomme. Deshalb, wenn ich gefragt werde: " Wie oft kommen Sie dazu Aikido im Leben anzuwenden? ", antworte ich, dass ich ein sehr geschlossenes Leben f�hre: das Training - das Haus, das Haus - das Training. (das Gel�chter) Aber, wenn mich jemand angreift, so werde ich es nat�rlich, auch etwas verwenden.

Meine Sch�ler berichten mir hier und da, dass sie dort etwas und dort etwas verwendet haben... Viele von ihnen arbeiten in solchen Bereichen (in einer Bar, in einem Nachtclub, bei der Polizei), wo sie sehr oft mit Konfliktmomenten zu tun haben. Ihre Lebensweise zwingt sie, mit solchen Situationen zusammenzusto�en. In China gibt es eine Fabel, in der ein Junge zu einem Meister kam und hat ihm sagte: " Ich will Ihr Sch�ler sein ". Der Meister f�hrte ihn auf die Stra�e heraus, und zeigte ihm die dunkle Gasse, wo viele zwielichtige Gestalten standen, und dabei sagt er: " Wenn du dorthin gehst... " - " Ja, ja, ich werde k�mpfen! " - " Ich nehme dich nicht! " - hatte der Meister gesagt. - " Warum, Lehrer? Ich will Kung Fu gelehrt bekommen! " - " Die Kunst des Kung Fu besteht nicht darin, in eine solche Gasse zu gehen, sondern eine andere Gasse zu finden. " Und nun, viele Leute gehen freiwillig in solche "Gassen", die sie sich selber Erstellen. Einst bin ich auch durch diese Periode gekommen�

Was w�nschen Sie Ihren Sch�lern, denen, die sich schon mit Aikido besch�ftigten, und denen, die diesen Weg gerade erst betreten haben?

Erstens, Aikido zu Erhalten, d.h. die M�glichkeit, sich mit dieser Kampfkunst zu besch�ftigen und zu gewinnen: man muss sich diese M�glichkeit erobern!

Viele Leute kommen zu mir und sagen, dass sie Aikido lernen wollen, weil ihnen Aikido gef�llt, aber ich wei�, dass sie nicht trainieren werden, weil ich sehe, wie sie leben, weil ich sehe, dass die Dinge sie (und nicht sie die Dinge) f�hren. Und es ist wirklich so: nach einer gewissen Zeit, verwerfen sie die M�glichkeit zu trainieren.

Es erweist sich auch, dass wenn sie Aikido lieb gewonnen haben, sie kein Recht haben, sich mit Aikido zu besch�ftigen, wenn Sie auf Arbeit, in der Familie, bei Freunden sich immer verteidigen m�ssen. Nur dann, wenn sich alle Leute aus Ihrer Umgebung daran gew�hnen, dass Sie sich mit Aikido besch�ftigen, wenn sie verstehen, dass mit Ihnen zu k�mpfen vergeblich ist, wenn wird es f�r alle gewohnt sein, dies bedeutet, dass es organisch f�r Sie geworden ist. Sie haben es beim Leben verteidigt.

Jeder soll sich in seinem Leben die M�glichkeit erk�mpfen, sich mit der geliebten Sache zu besch�ftigen.

V�llig unverbindlich sage ich �ber die professionelle Besch�ftigung mit Aikido, wenn der Mensch eine Schule, die Sch�ler schafft, dann ist er gezwungen, sehr viel Zeit nicht nur auf das eigene Training auszugeben, sondern auch darauf, um andere zu trainieren, wie ich das mache. Viele meine Sch�ler sind in ihrem Beruf weiterbesch�ftigt, machen Aikido f�r sich, ohne dabei jemanden zu unterrichtend. Und auf diese Weise lernen sie auch Aikido, und, in allgemeinem, lernt die Mehrheit der Leute Aikido auch so. Nicht alle werden Spezialisten, daf�r muss man auch bestimmte F�higkeiten besitzen, um zu verstehen, wie man die Leute �berzeugt, man muss ein guter Methodiker zu sein, um es jedem Menschen individuell zu zeigen, zu sagen, was einem konkret an ihm st�rt, die gegebene Bewegung richtig zu machen. Es ist P�dagogik und die Arbeit des Trainers. Es kann nicht die Sache von jedem sein. Und nicht alle streben danach�

Und noch ein Ratschlag. Sehr oft fragen mich meine Sch�ler, besonders die, die gerade beginnen: " Wie kann man die Elastizit�t, die f�r Aikido notwendig ist, entwickeln? " Oder "Wie kann man der H�rte bei der Arbeit entgehen und empfindlicher werden? ", " Welche zus�tzliche �bungen, die im Aikido n�tzlich sein k�nnen, soll man machen? " ... Ich erkl�re allen, dass Aikido - ein System ist, das sich auf den nat�rlichen Prinzipien gr�ndet, alles muss nat�rlich sein. Aikido ist nicht die Missachtung der Kraft, Aikido ist die hohe Achtung vor ihr. Und dementsprechend sind die Bewegungen und die ganze innere Struktur sehr nat�rlich. Und deshalb existiert Aikido, wie ein Modell der Welt und wenn es nicht so w�re, k�nnte man irgendwelche �bungen finden, um die Elastizit�t f�r Aikido zu entwickeln. Ebenso, wie auch die Welt, ist Aikido bereit, jeden zu entfalten. Aber daf�r soll der Mensch bewusst in diese Struktur eintreten: er kann nicht Aikido mechanisch lernen, er soll sich Aufgaben stellen und diesen Aufgaben zu l�sen, sich einordnen und aktiv in Aikido zu sein.

Du darfst nicht passiv warten, dass dich jemand trainiert: " Also gut, trainieren Sie mich ". So darf man sich in Aikido nicht verwirklichen, ebenso, wie man sich im Leben nicht verwirklichen kann, wenn man passiv bleibt. �u�erlich k�nnen Sie f�r jemanden passiv vorkommen. Aber Innerlich sollen Sie ein sehr aktives Leben f�hren und irgendwelche Aufgabe entscheiden.

Auf jeden Fall kann man nur aktiv das Leben durchleben. Ich w�nsche Ihnen es.


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