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Daß die alten Griechen Joshua dem Nazaräer den Beinamen "der Pomadisierte" ["o christós"] verpaßten, ist allgemein bekannt. Aber ob die jungen Germanen in ihrer Mehrzahl noch wissen, warum er in ihrer Sprache bisweilen als "Heiland" bezeichnet wird? Dabei ist das ganz einfach zu erklären: weil er Leute heilte, sei es, daß er einem malade imaginaire eingebildeten Kranken sagte: "Steh auf, nimm dein Bett und geh nach Hause", sei es, daß er Scheintote zum Leben erweckte.
Nun aber etwas Ikonografie. Schaut Euch das schöne Bild oben mal genauer an: Von wem mag es stammen? Genauer gesagt: von welchem der vielen "Berater" Trumps, die seine Internet-Auftritte inszenieren? (Glaubt da etwa jemand, daß Trump "seine" Posts dort selber verfaßt? Weshalb postet "er" denn dann jeden Tag etwas anderes, bisweilen diametral entgegengesetztes? Weil seine täglich wechselnden Schattenkrieger offenbar völlig unterschiedliche Vorstellungen von "seiner" Innen- und Außenpolitik haben!)
Nun sind die USA freilich kein bloß eingebildeter kranker Mann am Bosporos Potomac, und wenn ihre Politiker so weiter machen, denn werden sie bald mehr als scheintot sein. Da könnten sie einen Retter (der andere griechische Beiname Joschuas lautete: "o sotär" [Neugriechisch: "o sotíras", englisch: "savio[u]r", Küchenlateinisch/Bajuwarisch: "Salvator-Bräu"]) gut brauen brauchen. Am besten einen, der durch bloßes Handauflegen... aber das seht Ihr sicher auch selber.
Allerdings gibt es noch mehr als das vordergründige Hauptmotiv. Schaut mal nach links oben: Da steigt doch tatsächlich der Heilige [Un]Geist in Person eines Weißkopf-Adlers (des US-amerikanischen Wappentiers) vom Himmel, genauer gesagt aus den Sternen der "Stars and Stripes" herab. Weiter rechts seht Ihr die himmlischen Heerscharen (oder?), und noch weiter rechts seine Kollegen von der US-Luftwaffe, die über der Freiheitsstatue kreisen - damit die nicht ganz in Vergessenheit gerät? (Früher war sie mal ein Symbol der Hoffnung für legale
Einwanderer
- das erste, was sie sahen, wenn sie die USA per Schiff erreichten. Heute kommen die Immigranten - legal, illegal, sch...egal - ja bevorzugt über die "grüne" Grenze im Süden.)
Und wer sind die Figuren an den unteren Bildrändern? Rechts eine Mitarbeiterin des Gesundheitswesens, das seit Einführung der im Volksmund "Obamacare" genannten Zwangsversicherung (die abzuschaffen eines der vielen von Trump gebrochenen Wahlversprechen schon in seiner ersten Amtszeit war) völlig auf den Hund gekommen ist. (Aber da sind die USA ja nicht allein.) Ihre Bemühungen waren offenbar erfolglos - sonst bedürfte es ja keines Heilers. Links eine fromme Gläubige, die offenbar meint: Da hilft nur noch Beten - auch bislang ohne Erfolg. Über ihr ein alter weißer Mann Veteran der US-Streitkräfte - aber der ist nun wohl nicht mehr in der Lage, irgend etwas zu reißen. Und last but not least ein hoffnungsvoller junger GI, der sehnsüchtig darauf wartet, in irgend einem der viele Kriege, die der Möchtegern-Friedensnobelpreis-Träger Trump angezettelt hat, verheizt zu werden.

Denn wie derjenige von Trumps Mitarbeitern, der dieses Bild gepostet hat, richtig erkannt hat, sind die - an sich schon seit ihrer Gründung ein Vierteljahrtausend zuvor - maroden USA nur noch zu retten (wenn überhaupt) bzw. zu heilen (auf Neudeutsch/Küchenlateinisch: sanieren), wenn sie, wie schon 1917 und 1941, in irgend einen Krieg eintreten gegen Feinde, bei denen es etwas zu holen gibt. (Nein, nicht Fleisch - so [Holefleisch] heißt bloß die "Präsidentin" der UN-Generalversammlung, die sich freilich
anders
nennt, weil
Fleisch-Konsum doch
schlecht für das Klima ist und deshalb
gecancelt
werden muß -, sondern vorzugsweise Erdöl!)
Voraussetzung ist allerdings, daß diese[n] Krieg[e] auch siegreich beendet werden... Ob das gut gehen wird? Dikigoros überläßt die Prognosen seinen Leser[inne]n Lesenden Lesend:innen. Wer es weiß - oder zu wissen glaubt - darf ihm gerne
mailen.
Ansonsten kann man Trump - wie schon seinem
Vor[vor]gänger
nur wünschen: Sieg-, pardon
Gutheil gute Heilung!

*Früher mal: Vereiniggerte Staaten von Amerika. Heute wohl eher: Vereiniggerte Staaten von Amerika. Alternativ: U.S.A. [Uneinige Staaten von Amerika].
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