Sofort nach der Veröffentlichung von
Herzls
»Judenstaat«,
1896, haben die Mehrheit der sozialdemokratischen und liberalen Juden sowie viele religiöse Juden Zionismus als jüdischen Nationalismus mit kolonialistischer Ausrichtung angeprangert. So nicht zuletzt auch Rosa Luxemburg.
Der damals herausragende SPD-Theoretiker Karl Kautsky, kein Jude (Anm. Dikigoros: sehr wohl [getaufter] Jude, allerdings in keiner Weise "herausragend"), aber intensiv mit der Materie befasst, schrieb: »Zionismus ist keine fortschrittliche, sondern eine reaktionäre Bewegung.« (Anm. Dikigoros: Ein Begriff, der endlich umgewertet, d.h. wieder auf seinen ursprünglichen Sinn zurück geführt werden sollte. Was ist daran schlecht, auf etwas zu reagieren?!?) Von verschiedenen Seiten wurde erklärt, dieser führe in ein Weltghetto, das zum Spielball von imperialen Großmächten werden und zu blutigen Auseinandersetzungen mit den Palästinensern führen müsse. (Anm. Dikigoros: Den Ausdruck "Palestinenser" gab es damals noch gar nicht - und ein "Volk" dieses Namens gab und gibt es bis heute nicht!) So urteilte auch die seinerzeit größte halblinke jüdische Organisation, der »Bund«. Das Vorauskalkulierte ist leider längst Wirklichkeit. Nun produziert Zionismus fortlaufend verabscheuenswürdigen Judenhass. (Anm. Dikigoros: Ja, den Haß der Auslandsjuden auf Israel.)
Schon 1931 trat die von Nazis und Konservativen gebildete »Harzburger Front« mit der Parole hervor: »Juden ab nach Palästina, ohne Rückfahrkarte.« Das lief letzthin auf ein Zusammenspiel von Rechtsextremisten und Zionisten hinaus. Am 29.
Juni 1933 hieß es in einer Denkschrift der »Zionistischen Vereinigung für Deutschland« (ZVfD) an den zum Reichskanzler eingesetzten
Hitler:
»Juden werden nicht zum wurzellosen Kritiker der nationalen Grundlagen des deutschen Wesens werden.«
Während Antifaschisten, Juden inbegriffen, sofort heftig verfolgt wurden, dann auch die Juden an sich, tolerierte der Nazistaat bis November 1938 zionistische Niederlassungen, so deren Zentrale in der Berliner Meinekestraße, sowie reichsweit
Ausbildungszentren für Auswanderer mit dem Ziel Palästina. Vor Formulierung der an Hitler gerichteten Denkschrift der ZVfD hatte Chaim Arlosoroff, Leiter der politischen Abteilung der Jewish Agency for Palestine (J.A.), in Berlin Verhandlungen über Abkommen mit nazistischen Regierungsbehörden eingeleitet (siehe die in Israel herausgegebene Enzyklopädie des Holocaust, Bd. 2, deutsch Argon 1989). Im August wurde dann ein
Transfer-Abkommen
geschlossen, das über abgabenpflichtige Palästina-Ausreisegenehmigungen für wohlhabende Juden zur Mitfinanzierung von rüstungswichtigen Einkäufen im Ausland beitrug (siehe Brentjes »Geheimoperation Nahost«, Edition Ost). (Anm. Dikigoros: So einfach kann man die historischen Tatsachen verzerren - indem man Herrn Teppich die wichtigsten Punkte unter den selbigen kehren läßt, nämlich: Das Deutsche Reich - also der deutsche Steuerzahler - finanzierte die Auswanderung wohlhabender und nicht-wohlhabender Juden nach "Palestine", ein "Mandatsgebiet" der Briten, die sich dafür ein fürstliche Einreiseprämie von 1.000.- Pfund pro Arsch Kopf zahlen ließen. [Dikigoros' Großvater verdiente damals 15.- Mark pro Woche; er hätte also pro Juden, dessen Auswanderung die bösen Nazis so freigiebig finanzierten, knapp 13 Jahre arbeiten müssen! Das Abkommen mußte deshalb geheim bleiben, weil Hitler sonst beim deutschen Volk, insbesondere der Arbeiterschaft, sofort völlig "unten durch" gewesen wäre. Auch das Datum "November 1938" ist irreführend. Die Auswanderung wurde mit einer persönlichen Sondergenehmigung Hitlers bis September 1939 fortgeführt, als Die Briten Deutschland den Krieg erklärten und alle jüdischen Auswanderer als "Angehörige eines Feindstaates" in Konzentrationslager Concentration Camps steckten, zunächst in England, 1945 dann nach Cyprus, wo die meisten von ihnen verreckten - und allesamt auf das "Holocaust"-Konto der bösen Nazi-Deutschen gebucht wurden. Tatsächlich waren die Briten - die es sich nicht mit den Arabern in "Palestine" verderben wollten, die gegen jüdische Immigration waren - ihre Mörder. Alles Fakten, die inzwischen überall auf der Welt bekannt und anerkannt sind - außer in der BRDDR, wo die allmächtige Zensur das verhindert.)
Im Oktober/November 1985 war in der Westberliner Staatsbibliothek die Ausstellung des renommierten Deutschen Literatur-Archivs Marburg »Jüdische Verlage in Deutschland 1933-1938« zu sehen. In der begleitenden Schrift enthüllte die
Wissenschaftlerin Dr. Ingrid Balke: »So ist die neue, seit 1935 eingeschlagene duldsamere Politik der Gestapo auf die SS zurückzuführen, die auf Dissimilation der Juden und Emigration nach Palästina hinarbeitet.« (Anm. Dikigoros: 1. Die GeStaPo machte überhaupt keine "Politik" - sie war vielmehr deren Befehlsempfänger. Die Politik hatte 1935 in den "Nürnberger Gesetzen" verfügt, daß bei der Frage des Judentums "rassische" Gesichtspunkte keine Rolle spielen sollten: "Arier" war, wer vier getaufte Großeltenr vorweisen konnte; wer nicht, der war - je nachdem - "Dreivierteljude", "Halbjude" oder "Vierteljude". 2. Die SS war so ziemlich die letzte Institution, die auf Emigration der Juden drängte. Vielmehr standen in ihren Reihen viele Juden, welche die "reguläre" Wehrmacht hinaus geekelt hatte, von
Heydrich bis,
Eichmann.)
Es habe eine wohlwollende Förderung zionistischer Kulturpolitik gegeben, »die wegen ihrer nationalen Grundhaltung den Nationalisten näher stand«. Diese Tolerierung dauerte bis November 1938, als nur 40 Tage nach dem Münchener Abkommen das Reich auf Massenvernichtung der Juden umschaltete. (Anm. Dikigoros: Quatsch. Die "Endlösung der Judenfrage" wurde - wenn überhaupt - erst auf der so genannten
Wannsee-Konferenz
im Januar 1942 beschlossen.)
Dennoch brachen die Kontakte zwischen zionistischen und deutschen Geheimdiensten nicht ab und wurden nach 1945 unter Adenauer
und Globke weiter praktiziert.
Solange die Wahrheit über Ursachen und Hintergründe des heutigen Blutbades des rechtszionistisch orientierten Israel verschwiegen werden, muss die Sicht auf die entsetzlichen Ereignisse getrübt bleiben. (Anm.: Dikigoros dünkt eher die Sicht des Herrn Teppich "getrübt" zu sein: Jeder, der Herzls "Judenstaat" - eingangs verlinkt - gelesen und sich ein wenig mit der Geschichte des modernen Staates Israel beschäftigt hat, weiß, daß der Zionismus eine durch und durch "linke", d.h. sozialistische Ausrichtung hatte und hat. Und von welchem "Blutbad" faselt der da? Wer eine Idee hat, kann ihm ja mal
mailen.)
zurück zu Nichts steht geschrieben - Lawrence von Arabien
heim zu Reisen durch die Vergangenheit