Schweinefleischverbot vs. Schnitzelpflicht

von jeg/ae (Sputnik Deutschland*, 25. Juli 2019)

Anmerkungen und Links: Nikolas Dikigoros

Nach dem Wirbel um das Schweinefleisch-Verbot an zwei Kindergärten in Deutschland meldet sich auch die österreichische FPÖ in den sozialen Netzwerken zu Wort und wirbt ganz offen für eine Schnitzel-Pflicht.

Eine Regelung wie jene in Leipzig sei klar abzulehnen, denn "das ist falsch verstandene Toleranz gegenüber Zuwanderern", argumentiert die Freiheitliche Jugend, die Vorfeldorganisation der FPÖ, auf ihrer Facebook-Seite. "Nicht wir müssen unsere Essgewohnheiten anpassen, sondern umgekehrt", heißt es in einem kürzlich veröffentlichten Beitrag.

Wer aus religiösen Gründen kein Schweinefleisch esse, solle es bleiben lassen. Man werde aber nicht dulden, dass deshalb alle Kinder zu einem Verzicht von Schweinefleisch gezwungen werden.

Bundesobmann Maximilian Krauss betont: "Jedes Kind soll in den Genuss eines Schnitzels kommen dürfen."

Die Kritik kommt nach der Entscheidung von zwei Kitas in Leipzig, Schweinefleisch vom Speiseplan zu streichen. Die Maßnahme soll aus Rücksicht auf zwei muslimische Mädchen getroffen worden sein.

Die rund 300 Kinder, die die Kindertagesstätten besuchen, mussten ab sofort auf Bratwurst, Schnitzel, aber auch Gummibärchen verzichten, da sie Schweinefleischbestandteile wie Gelatine enthalten.

Der Fall sorgte am Dienstag bundesweit für heftige Debatten. Sogar die Polizei schaltete sich ein. Der Leiter der beiden Kitas, Wolfgang Schäfer, ruderte daraufhin mit seinem Beschluss zurück und kündigte an, das Schweinefleisch-Verbot zumindest vorerst auszusetzen.


*Sputnik Deutschland wurde wenig später vom Berliner Verbrecherregime wegen "Verbreitung von Desinformationen" und "anti-westlicher Propaganda" gesperrt, die FPÖ als "rechtsextrem" eingestuft.


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