ALLA  PUGATSCHOWA

(Alla Borisowna Pugatschëwa)

(15.04.1949 - 20??)


Tabellarischer Lebenslauf
zusammengestellt von
Nikolas Dikigoros*

1949
15. April: Alla Pugatschowa wird als zweites von drei Kindern des Ingenieurs Boris Pugatschow und seiner Ehefrau Sinaïda, geb. Odegowa, in Moskau geboren.

[Moskau um 1950]

1965
Alla hat ihren ersten Fernsehauftritt mit "Robot"; anschließend absolviert sie ihre erste Tournee durch Sibirien.

1969
Oktober: Alla heiratet den litauischen Zirkusclown Mykolas Orbakas. (Aus der Ehe - die 1973 geschieden wird - geht eine Tochter hervor.)


1974
Alla belegt beim Nationalen Musikwettbewerb der Sowjetunion Platz 3.


1975
Allas Stern geht auf mit dem Gewinn des Grand Prix beim Internationalen Musikfestival "Slatnijat Orfej [Goldener Orfeus]"** im bulgarischen Solnetschnyj Bereg (Costa del Sol :-) mit "Ty snischsja mne" und "Arlekino" - letzteres ein Opus von Emil Dimitrow.***
(Dikigoros will mal zugunsten der Jury davon ausgehen, daß ersteres den Ausschlag gab; zum Hit wurde jedoch aus unerfindlichen Gründen nur letzteres.)

1977
Dezember: Alla heiratet in 2. Ehe den Drehbuchautor und Regisseur Aleksandr Stefanowitsch. (Die Ehe bleibt kinderlos; sie wird 1980 geschieden.)

1979
.
1980
Alla wird zur "Verdienten Künstlerin der Russischen Sowjetrepublik" ernannt.

1981
.


1982
Millionen Rosen [...]

1985
Alla heiratet in 3. Ehe Jewgenij Boldin. (Die Ehe bleibt kinderlos; sie wird 1993 geschieden.)
Sie wird zur "Volkskünstlerin der Russischen Sowjetrepublik" ernannt.


1987-91
.


1989-92
.


1990
.


1991
Dezember: Alla wird endlich zur "Volkskünstlerin der Sowjetunion" ernannt (was immer dieser Titel ein paar Tage vor deren Untergang noch wert sein mag :-)


1992
.

1994
Mai: Alla heiratet in Jerusalem den 27-jährigen Sänger, Schauspieler und Fernseh-Moderator Filip Kirkorow**** und nimmt die israelische Staatsbürgerschaft an - ohne die russische aufzugeben.


(Die Ehe - ihre 4. - bleibt kinderlos; sie wird 2005 geschieden.)

1995
Alla feiert ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum.


1997
Zwei Jahre nach ihrem Ehemann vertritt Alla Rußland beim "Jurowischen Song Konntäßt". Sie ist auch um zwei Plätze erfolgreicher, d.h. ihr Lied "QuindicesimaPrimadonna" belegt immerhin Platz 15.

1998
.



1999
März: Alla absolviert eine Tournee durch die Alt-BRD, wo inzwischen mehrere hunderttausend Russen leben. (Die "Neuen Bundesländer", wo dies nicht der Fall ist, läßt sie dagegen aus.)
April: Zu ihrem 50. Geburtstag wird Alla von Präsident Jeltsin der "Vaterländische Verdienstorden II. Klasse" verliehen.


2001
.

2002-2005
.


2009
September: Nachdem die UNO im Vorjahr mit einer Resolution alles darangesetzt hat, den seit Jahren fast eingeschlafenen Krieg zwischen Armenien und Azerbajdschan um Nagornij Karabaķh wieder zu entfachen,***** beginnen beide Staaten, nach moralischer Unterstützung bei regionalen "Celebrities" zu suchen und verleihen Alla im Abstand von wenigen Tagen ihre jeweils höchsten Orden für Ausländer: den Freundschaftsorden und den Orden des Heiligen Mesrop Maschtots (Erfinder des armenischen Alfabets). Sie entblödet sich nicht, beide anzunehmen.


(Vielleicht tat sie das aber auch, weil der russische Präsident Medwedew sie zu ihrem 60. Geburtstag mit einem schäbigen "Vaterländischen Orden III. Klasse" abgespeist hatte, nachdem sie eigentlich eine Beförderung zur I. Klasse erwarten durfte erwartet hatte :-)

2011
Dezember: Alla heiratet in 5. Ehe den 35-jährigen Komödianten und Fernseh-Moderator Maksim Galkin,****** mit dem sie schon seit einigen Jahren zusammen lebt. Trauzeugen sind der russische Präsident Wladimir Putin und der belarussische Präsident Aljaksandr Lukaschenka.


Leser von Dikigoros' biografischen Seiten über Musikant[inn]en werden unschwer die Parallele zu Édith Piaf erkennen. Allerdings liegt der Fall hier insoweit anders, als das Paar

2013
von einer "Leihmutter" geborene Zwillinge - einen Jungen und ein Mädchen - adoptiert.
Dikigoros setzt das in Anführungsstriche, weil man darunter eigentlich versteht, daß die befruchtete Eizelle einer Frau, die - aus welchen Gründen auch immer - nicht selber schwanger werden kann oder will, einer anderen Frau eingepflanzt wird, die das Kind dann austrägt. Mit 64 Jahren dürfte Alla aber keine eigenen Eizellen mehr produziert haben, weshalb der Vorgang keine Leihmutterschaft, sondern eine Fremdmutterschaft mit anschließender Adoption darstellt. (Der russische terminus technicus lautet "Surrogatsmutterschaft".)

2014
Dezember: Alla wird - nachträglich zum 65. Geburtstag - der "Vaterländische Verdienstorden IV. Klasse" verliehen - ihr Kurswert sinkt also weiter.


Dazu mögen auch die Bemerkungen ihres Ehemannes beigetragen haben. Dieser hatte den blutigen Putsch auf dem Kijiwer Maidan gegen die demokratisch gewählte Regierung ("orangene Revolution"), den die USA - unter persönlicher Mitwirkung der Staatssekretärin im Auswärtigen Amt Sarah Kagan, geb. Nudelmann (Falschname: Barbara "fuck the EU" Nuland) inszeniert hatten, um den rußlandfeindlichen Juden Poroschenko an die Macht zu bringen - lauthals begrüßt. Dagegen beklagte er den daraufhin erfolgten Beitritt der Krym zur Russischen Föderation - nach einer Volksabstimmung, bei der sich über 90% der Einwohner dafür ausgesprochen hatten - ebenso lautstark.

[Die Jüdin Kagan, geb. Nudelmann]

2019
April: Zum 70. Geburtstag bekommt Alla nicht mal mehr einen Orden V. Klasse.

2022
März: Alla, ihr Mannn und ihre Kinder emigrieren - zusammen mit einigen anderen Glaubengeschwistern - nach Israel. Kein Hahn kräht mehr nach ihnen - nur ein paar dumme Gänse schnattern ihnen nach. (Und der "Corona"-Panikmacher Udo Blindenberg erklärt sich öffentlich mit ihr "solidarisch" - während er gleichzeitig im Rahmen einer gut bezahlten Propaganda-Kampagne den Untertanen von Scholzland empfiehlt, zuhause zu bleiben, und ihnen vorlügt, das auch selber zu tun :-)

[Heil Blindenberg, dem Corona-Lügner!]


*Eine Fußnote für drei Abbildungen: Dikigoros hat bewußt ein Titelfoto mit Schlafzimmerblick und eine besonders "überkandidelte" Signatur ausgesucht. Es gab auch ganz "normale" Autogrammkarten in "normaler" Aufmachung mit "normaler" Unterschrift. (Dikigoros verwendet das Wort "normal" gerne auf Webseiten mit Bezug zu Rußland, weil es dort - besonders zu Sowjetzeiten, aber auch heute noch - so weit verbreitet war und ist. Auf die Frage "wie geht's?" antwortet man nicht mit "danke, gut", sondern mit "normalno" - gesprochen "narmálna" -, wobei offen bleiben kann, ob damit "normal" oder "normgemäß" gemeint ist :-) Aber die hat Alla später nicht mehr verwendet, ebenso wie sie später nicht mehr so oft so offen gelächelt hat. (Warum? Vielleicht weil sie ihre häßliche Zahnlücke nicht zeigen wollte? Aber dann hätte sie sich die doch von einem kompetenten Schönheitschirurgen beseitigen lassen können - Geld genug hatte sie ja!)

Das Bild darunter stellt keinen Hamster mit Siegespokal dar, sondern... Kennt noch jemand den Satz: "Ein Neger mit Gazelle zagt im Regen nie"? Nein, diese Frage ist hier nicht fehl am Platz, denn 1. ist auch "Alla" ein so genanntes "Palindrom" (etwas, das man vorwärts und rückwärts lesen kann), und 2. kennen auch die Russen diesen Satz - sie schreiben ihn Schopenhauer zu.

Im Gegensatz zu den Gutmenschen in Scholzland haben sie den Neger auch noch nicht in "XXX" umbenannt, ihm einen LGBT-Regenbogenschirm in die Hand gedrückt und der Gazelle einen Maulkorb verpaßt - geschweige denn, daß sie ihn ganz gecancelt hätten, um den Geboten der "politischen Korrektheit" genüge zu tun.

Um einen versöhnlichen Kompromiß zu finden, schlägt Dikigoros vor, den XXX-Satz wie folgt abzuändern: "Ein Bär mit Balalajka trinkt am liebsten Tee" - das kann man zwar nicht rückwärts lesen, aber der Rhythmus ist der gleiche, und was er da neben sich stehen hat ist ein so genannter "Samowar [Selbstkocher]", in dem die Russen ihren "Tschaj [Tee]" zubereiten.

**Das Festival - das 1965 als nationaler Wettbewerb begonnen hatte - wurde ab 1967 international. [...]

***Dimitrow war in Bulgarien selber ein gefeierter Sänger; im Ausland hatte er jedoch mehr Erfolg als Autor. Sein erster Welthit war das patriotische "Moja strana, moja Bylgarija [Mein Land, mein Bulgarien]", das in einem Dutzend Sprachen nachgesungen wurde (auf Deutsch als "Monika" von Ulli Martin, der damit 1971 die ZDF-Hitparade - und eine Goldene Schallplatte - gewann).
"Arlekino" hatte er schon 1962 geschrieben und gesungen - es hätte also von Rechts wegen beim Festival disqualifiziert werden müssen. (Aber vielleicht war die Veröffentlichung nach bulgarischem Recht ja schon verjährt :-) Nun wurde es nicht nur im "Ostblock", sondern in ganz Osteuropa - "von Finnland bis zum Schwarzen Meer", einschließlich der Türkei - zum Hit und ebenfalls in einem Dutzend Sprachen nachgesungen. (Die deutsche Fassung nahm Alla für den DDR-Markt selber auf.)

Im Westen blieb es dagegen so gut wie unbekannt, obwohl E.D. auch eine französische Fassung herausbrachte.

****Das war die religiöse Trauung. (Die standesamtliche hatte zwei Monate zuvor in Rußland stattgefunden.) Kirkorow war ein - in Bulgarien geborener - armenischer "Bergjude". Nicht-russischen Musikfreunden wurde er 1995 durch seinen Auftritt beim "Jurowischen Song Konntäßt" bekannt.
(Das Lied war nicht schlecht, und er sang es auch recht ordentlich; aber er sah aus wie eine Tunte, und das war beim "ESC" noch nicht angesagt; so belegte er nur einen enttäuschenden 17. Platz.)
Drei Jahre später war er Gaststar beim vorletzten Zlatnijat Orfej - so schließt sich der Kreis.

*****Selbstbestimmungsrecht der Völker vs. bestehende Staatsgrenzen. Serbien, Kosovo, Albaner [...]

******Eine fast tragisch zu nennende Fehlentscheidung, nicht (nur) wegen des Altersunterschieds oder weil Galkin ein Hanswurst war - Alla hatte nun mal ein Faible für Komödianten und betrachtete sich auch selber als solche -, sondern weil er ein Berufskollege und enger Freund des Schmierenkomödianten Wladimir Zelenskij war - der sich später "Wolodymyr Selenskyj" schrieb, Präsident der Ukraïne wurde und den Krieg gegen die Zivilbevölkerung des Donetsbeckens, den bereits sein Amtsvorgänger Poroschenko angefangen hatte, noch intensivierte und so eine Befreiungsaktion russischer Streitkräfte provozierte, die im Februar 2022 begann. (Bis dahin waren 14.000 russische Zivilisten vom Kijiwer Regime ermordet worden und über eine Million geflohen.) Als loyale Ehefrau stellte sich Alla auf die Seite Galkins,******** der massiv für das jüdische Regime in Kijiw Partei ergriff und u.a. das Massaker von Butscha, das Kijiwer Truppen an dortigen "Kollaborateuren" verübt hatten (was inzwischen nicht mal mehr die übelsten Hetzpropagandisten des "Wertewestens" ernsthaft bestreiten) den Russen in die Schuhe schieben wollte, weshalb er völlig zu Recht als "feindlicher Agent" eingestuft wurde und ins Ausland fliehen mußte. Israel nahm ihn und seine Familie auf - und bekam die Quittung dafür im Oktober 2023, als der Krieg um den "Gaza-Streifen" erneut ausbrach und Rußlands Präsident keinen Finger rührte, um die Hamas zurück zu pfeifen (was er aufgrund seiner guten Beziehungen zu den Regierungen, die jene Organisation finanzierten - u.a. durch den Kauf nicht nur russischer Waffen -, ohne weiteres gekonnt hätte). Alla aber wurde in Rußland von der gefeierten "Volksheldin" zur "Volksverräterin".

*******Diese Loyalität (Alla spricht von "Solidarität") beinhaltet, auch dann zu seinem Ehemann zu stehen, wenn dieser offensichtlich im Unrecht ist. So etwas gibt es nicht nur in Rußland: Simone Rethel-Heesters prozessierte noch nach dem Tode ihres Ehemannes (der übrigens soviel älter als sie war wie alle Ehemänner Allas zusammen jünger :-) gegen einen Journalisten, der so unvorsichtig war, diesem nachzusagen, er sei 1941 im Konzentrationslager Dachau "aufgetreten". Er konnte, um dies glaubhaft zu machen, jedoch nur ein Foto von Heesters im Straßenmantel neben dem Lagerleiter und ein Dankschreiben des letzteren für seinen Besuch vorweisen.

[Heesters zu Besuch in Dachau]

Das reichte im Prozeß nicht aus, denn es bewies ja nur, daß er dort mal zu Besuch war und nicht, daß er dort auch aufgetreten war. Natürlich war das Haarspalterei, aber der Journalist mußte einen Widerruf veröffentlichen, und Rethel hatte die "Ehre" ihres Mannes gerettet. (Die Darstellung des Rechtsstreits und seines Ausgangs bei Wikipedia ist - wie so oft - falsch.)
Aber mal ehrlich, liebe Leser, was ist ehrenrühriger? Ein Liedchen gesungen zu haben (und Dikigoros ist überzeugt, daß Heesters das getan hat :-) in einem Lager, wo ein paar hundert - vielleicht auch ein paar tausend - Juden und Kriminelle einsaßen, oder den mörderischen Krieg eines jüdischen Verbrecherregimes gegen "seine" Zivilbevölkerung und deren Befreier mit hunderttausenden - und am Ende vielleicht Millionen - Rosen Toten zu unterstützen? Denkt doch mal unvoreingenommen darüber nach!


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