*Eine Fußnote für drei Abbildungen: Dikigoros hat bewußt ein Titelfoto mit Schlafzimmerblick und eine besonders "überkandidelte" Signatur ausgesucht. Es gab auch ganz "normale" Autogrammkarten in "normaler" Aufmachung mit "normaler" Unterschrift. (Dikigoros verwendet das Wort "normal" gerne auf Webseiten mit Bezug zu Rußland, weil es dort - besonders zu Sowjetzeiten, aber auch heute noch - so weit verbreitet war und ist. Auf die Frage "wie geht's?" antwortet man nicht mit "danke, gut", sondern mit "normalno" - gesprochen "narmálna" -, wobei offen bleiben kann, ob damit "normal" oder "normgemäß" gemeint ist :-) Aber die hat Alla später nicht mehr verwendet, ebenso wie sie später nicht mehr so oft so offen gelächelt hat. (Warum? Vielleicht weil sie ihre häßliche Zahnlücke nicht zeigen wollte? Aber dann hätte sie sich die doch von einem kompetenten Schönheitschirurgen beseitigen lassen können - Geld genug hatte sie ja!)

Das Bild darunter stellt keinen Hamster mit Siegespokal dar, sondern... Kennt noch jemand den Satz: "Ein Neger mit Gazelle zagt im Regen nie"? Nein, diese Frage ist hier nicht fehl am Platz, denn 1. ist auch "Alla" ein so genanntes "Palindrom" (etwas, das man vorwärts und rückwärts lesen kann), und 2. kennen auch die Russen diesen Satz - sie schreiben ihn Schopenhauer zu.

Im Gegensatz zu den Gutmenschen in
Scholzland
haben sie den Neger auch noch nicht in "XXX" umbenannt, ihm einen LGBT-Regenbogenschirm in die Hand gedrückt und der Gazelle einen Maulkorb verpaßt - geschweige denn, daß sie ihn ganz
gecancelt
hätten, um den Geboten der "politischen Korrektheit" genüge zu tun.

Um einen versöhnlichen Kompromiß zu finden, schlägt Dikigoros vor, den XXX-Satz wie folgt abzuändern: "Ein Bär mit Balalajka trinkt am liebsten Tee" - das kann man zwar nicht rückwärts lesen, aber der Rhythmus ist der gleiche, und was er da neben sich stehen hat ist ein so genannter "Samowar [Selbstkocher]", in dem die Russen ihren "Tschaj [Tee]" zubereiten.

**Das Festival - das 1965 als nationaler Wettbewerb begonnen hatte - wurde ab 1967 international. [...]
***Dimitrow war in Bulgarien selber ein gefeierter Sänger; im Ausland hatte er jedoch mehr Erfolg als Autor. Sein erster Welthit war das patriotische "Moja strana, moja Bylgarija [Mein Land, mein Bulgarien]", das in einem Dutzend Sprachen nachgesungen wurde (auf Deutsch als "Monika" von Ulli Martin, der damit 1971 die ZDF-Hitparade - und eine Goldene Schallplatte - gewann).
"Arlekino" hatte er schon 1962 geschrieben
und gesungen
- es hätte also von Rechts wegen beim Festival disqualifiziert werden müssen. (Aber vielleicht war die Veröffentlichung nach bulgarischem Recht ja schon verjährt :-) Nun wurde es nicht nur im "Ostblock", sondern in ganz Osteuropa -
"von Finnland bis zum Schwarzen Meer",
einschließlich der Türkei - zum Hit und ebenfalls in einem Dutzend Sprachen nachgesungen. (Die deutsche Fassung nahm Alla für den DDR-Markt selber auf.)

Im Westen blieb es dagegen so gut wie unbekannt, obwohl E.D. auch
eine französische Fassung herausbrachte.
****Das war die religiöse Trauung. (Die standesamtliche hatte zwei Monate zuvor in Rußland stattgefunden.) Kirkorow war ein - in Bulgarien geborener - armenischer "Bergjude". Nicht-russischen Musikfreunden wurde er 1995 durch seinen
Auftritt
beim "Jurowischen Song Konntäßt" bekannt.
(Das Lied war nicht schlecht, und er sang es auch recht ordentlich; aber er sah aus wie eine Tunte, und das war beim "ESC" noch nicht angesagt; so belegte er nur einen enttäuschenden 17. Platz.)
Drei Jahre später war er Gaststar beim vorletzten Zlatnijat Orfej - so schließt sich der Kreis.
*****Selbstbestimmungsrecht der Völker vs. bestehende Staatsgrenzen. Serbien, Kosovo, Albaner [...]
******Eine fast tragisch zu nennende Fehlentscheidung, nicht (nur) wegen des Altersunterschieds oder weil Galkin ein Hanswurst war - Alla hatte nun mal ein Faible für Komödianten und betrachtete sich auch selber als solche -, sondern weil er ein Berufskollege und enger Freund des Schmierenkomödianten
Wladimir Zelenskij
war - der sich später "Wolodymyr Selenskyj" schrieb, Präsident der Ukraïne wurde und den Krieg gegen die Zivilbevölkerung des Donetsbeckens, den bereits sein Amtsvorgänger Poroschenko angefangen hatte, noch intensivierte und so eine Befreiungsaktion russischer Streitkräfte provozierte, die im Februar 2022 begann. (Bis dahin waren 14.000 russische Zivilisten vom Kijiwer Regime ermordet worden und über eine Million geflohen.) Als loyale Ehefrau stellte sich Alla auf die Seite Galkins,******** der massiv für das jüdische Regime in Kijiw Partei ergriff und u.a. das Massaker von Butscha, das Kijiwer Truppen an dortigen "Kollaborateuren" verübt hatten (was inzwischen nicht mal mehr die übelsten Hetzpropagandisten des
"Wertewestens"
ernsthaft bestreiten) den Russen in die Schuhe schieben wollte, weshalb er völlig zu Recht als "feindlicher Agent" eingestuft wurde und ins Ausland fliehen mußte. Israel nahm ihn und seine Familie auf - und bekam die Quittung dafür im Oktober 2023, als der Krieg um den "Gaza-Streifen" erneut ausbrach und Rußlands Präsident keinen Finger rührte, um die Hamas zurück zu pfeifen (was er aufgrund seiner guten Beziehungen zu den Regierungen, die jene Organisation finanzierten - u.a. durch den Kauf nicht nur russischer Waffen -, ohne weiteres gekonnt hätte). Alla aber wurde in Rußland von der gefeierten "Volksheldin" zur "Volksverräterin".
*******Diese Loyalität (Alla spricht von "Solidarität") beinhaltet, auch dann zu seinem Ehemann zu stehen, wenn dieser offensichtlich im Unrecht ist. So etwas gibt es nicht nur in Rußland: Simone Rethel-Heesters prozessierte noch nach dem Tode ihres Ehemannes (der übrigens soviel älter als sie war wie alle Ehemänner Allas zusammen jünger :-) gegen einen Journalisten, der so unvorsichtig war, diesem nachzusagen, er sei 1941 im Konzentrationslager Dachau "aufgetreten". Er konnte, um dies glaubhaft zu machen, jedoch nur ein Foto von Heesters im Straßenmantel neben dem Lagerleiter und ein Dankschreiben des letzteren für seinen Besuch vorweisen.
![[Heesters zu Besuch in Dachau]](heesters1941dachaufn.jpg)
Das reichte im Prozeß nicht aus, denn es bewies ja nur, daß er dort mal zu Besuch war und nicht, daß er dort auch aufgetreten war. Natürlich war das Haarspalterei, aber der Journalist mußte einen Widerruf veröffentlichen, und Rethel hatte die "Ehre" ihres Mannes gerettet. (Die Darstellung des Rechtsstreits und seines Ausgangs bei
Wikipedia
ist - wie so oft - falsch.)
Aber mal ehrlich, liebe Leser, was ist ehrenrühriger? Ein Liedchen gesungen zu haben (und Dikigoros ist überzeugt, daß Heesters das getan hat :-) in einem Lager, wo ein paar hundert - vielleicht auch ein paar tausend - Juden und Kriminelle einsaßen, oder den mörderischen Krieg eines jüdischen Verbrecherregimes gegen "seine" Zivilbevölkerung und deren Befreier mit hunderttausenden - und am Ende vielleicht Millionen - Rosen Toten zu unterstützen? Denkt doch mal unvoreingenommen darüber nach!
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