Am 3. September gab es einen schweren Raketenangriff auf die ukrainische Stadt Poltawa, bei dem auch nach ukrainischen Berichten viele Soldaten getötet wurden. Aber das ist wohl nicht die ganze Wahrheit.Am 3. September hat die russische Armee ein Ausbildungszentrum der ukrainischen Armee in Poltawa mit zwei Iskander-Raketen angegriffen. (Anm. Dikigoros: Die standardisierte Anfangsmeldung aller ÖRR-Sender der BRDDR sowie ihrer gleichgeschalteten Medien lautete: Allerdings steckt wohl weitaus mehr dahinter, denn das getroffene Objekt war offenbar eine Fernmeldeschule der ukrainischen Armee, in der die heute so wichtigen Bediener für radioelektronische Kriegsführung und auch Drohnenpiloten ausgebildet werden. Da diese Technik vor allem aus dem Westen geliefert wird, wurde in Russland sofort gemeldet, dass nicht nur Soldaten, sondern auch viele westliche Ausbilder bei dem Angriff getötet wurden. Vor allem schwedische Soldaten soll es erwischt haben, denn Schweden will der Ukraine ein luftgestütztes Radar liefern, wofür die ukrainischen Spezialisten ausgebildet werden müssen, was angeblich in der Fernmeldeschule in Poltawa geschieht. Zufall oder nicht, aber am Abend des gleichen Tages hat der schwedische Außenminister Billström nicht nur seinen Rücktritt, sondern auch seinen Rückzug aus der Politik angekündigt. (Anm. Dikigoros: Wie später herauskam, "erwischte" es wohl nicht bloß ein paar Ausbilder und Auszubildende, sondern so ungefähr den halben schwedischen Generalstab, der dort gerade zu Besuch weilte :-) Hier übersetze ich, wie das russische Fernsehen am Sonntag in seinem wöchentlichen Nachrichtenrückblick über den Angriff auf Poltawa berichtet hat. Beginn der Übersetzung:Der Iskander-Raketenangriff war ein Enthauptungsschlag für die radioelektrische Kriegsführung der UkraineDie mediale Druckwelle dieses Treffers hat den Planet Erde mehrmals umrundet, und von der Kiewer Junta kam unartikuliertes Gejammer und eindeutig untertriebene Verlustmeldungen. Es war also das übliche Muster. Was anderes erwarten wir ja auch nicht. Augenzeugen haben die Realität beschrieben. Das sind Bilder des Sanitäters Igor Tkatschew des Freiwilligenbataillons „Hospitaller“, der noch vor den Krankenwagen am Ort des Geschehens eintraf und darüber schrieb: Und das schreibt er darüber, wie es ein wenig später aussah: Der ehemalige ukrainische Diplomat Andrej Telischenko, der in der ukrainischen Botschaft in den USA gearbeitet hat, behauptet in einem Interview mit RT, dass im militärischen Kommunikationsinstitut in Poltawa Ausbilder aus Großbritannien, Schweden und Frankreich unterrichtet haben. Daher auch die Aufregung. „Wir haben sogar gesehen, wie Flugzeuge aus der Westukraine und aus Polen, insbesondere aus Rzeszów, nach dem russischen Angriff Leichen aus ganz Europa abholten. Die Verluste belaufen sich auf mehr als 600 Militärangehörige“, sagte Telischenko. Tatsächlich nennen diese Zahl von 600, in einigen Fällen sogar knapp 700 Verlusten, auch andere unabhängige ukrainische Blogger. Eines ist klar: Die zwei abgefeuerten Iskander-Raketen waren präzise und haben das System radio-elektronischer Kriegsführung der Ukraine enthauptet. Das war sorgfältig vorbereitet und zeitlich so abgestimmt, dass es mit dem morgendlichen Antreten zusammenfiel, und umging alle Luftabwehrsysteme und Störsender. Die Aufklärung hat perfekt gearbeitet. Neben seiner verheerenden Wirkung hatte dieser Angriff auch eine eindeutig demoralisierende Wirkung. Der Kiewer Militärexperte Dmitri Snegirew sagte: „Die Situation ist insofern einfach katastrophal, als in dieser Schule Spezialisten für elektronische Kriegsführung ausgebildet werden. Das sind sehr spezialisierte Leute, sie werden in den ukrainischen Verteidigungskräften in Gold aufgewogen.“ Der britische Experte Alexander Mercouris scheint noch besser informiert zu sein, denn er sagte: "Es gibt Vermutungen, dass es dort vor allem Drohnenpiloten gab. Vielleicht gab es auch solche, die von schwedischen Ausbildern im Umgang mit AWACS und anderen Radaren geschult wurden." (Anm. Dikigoros: A.M. ist kein "Experte" und nimmt das auch gar nicht für sich in Anspruch. Er sammelt lediglich englischsprachige Nachrichten aus aller Welt und referiert diese auf seinen diversen Internet-Kanälen. Das schließt nicht aus, daß er dadurch im Laufe der Zeit tatsächlich mehr "Expertise" gewonnen hat als viele andere Kommentatoren in Ost und West, auch wenn er stets tief stapelt und seine Analysen oft mit dem Satz einleitet: "Ich bin zwar kein Militärexperte, aber..." :-) AWACS ist ein amerikanisches fliegendes Radar für die Zusammenarbeit mit Kampfflugzeugen. Die Ukraine bereitet sich darauf vor, ein ähnliches schwedisches System von SAAB, die ASC-890, zu erhalten. Es kann bis zu fünf Stunden lang ununterbrochen in der Luft bleiben, der Radar-Sichtradius beträgt bis zu 500 km, was für die amerikanische F-16 bei der Zielbestimmung eine große Hilfe sein dürfte. Und dann - zack! - sind russische Iskander zu den schwedischen Ausbildern geflogen, noch bevor die fliegenden SAAB-Radare eingetroffen sind. Die Symbolik des Ortes des Angriffs, Poltawa, erwähnt der amerikanische Oberst Douglas MacGregor: "Poltawa war der Schauplatz einer wahrhaft gigantischen Schlacht, in der Russland und Schweden um die Vorherrschaft in Ost- und Nordosteuropa gekämpft haben. (Anm. Dikigoros: Na ja, das war anno 1709 eher ein Abschlachten als eine Schlacht - geschweige denn eine "gigantische" -, denn die Schweden hatten kaum noch Regimentsstärke, und Karl XII, der sie in diese mißliche Lage geführt hatte, floh denn auch feige in die Türkei. Wäre Dikigoros Angehöriger des schwedischen Generalstabs oder des Verteidigungsministeriums, dann gäbe es eine Stadt in der Ukraïne, wo er einen wie auch immer gearteteten Standort seiner Truppen garantiert nicht eingerichtet hätte, nämlichl Poltawa :-) Während des Zweiten Weltkriegs befand sich hier auch Hitlers vordere Kommandozentrale. Die Stadt hat also auf vielen Ebenen eine symbolische Bedeutung, und die eigentliche Botschaft lautet: Wir kommen, jetzt seid ihr am Ende." [...] Ende der ÜbersetzungLESERPOST
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