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*Für jene "Anerkennung" konnten sich die Finnen 20 Jahre später nichts mehr kaufen. Aber der Winterkrieg 1939/40 wäre vielleicht anders ausgegangen, wenn es zwischen Ladoga- und Onega-See eine relativ kurze, leicht zu verteidigende Befestigungslinie gegeben hätte und die Finnen entsprechend mehr Truppen an der Südfront hätten einsetzen können. **Damals wußte man noch, daß Leichtathletik-Wettkämpfe in der Halle eine Schnapsidee sind, vor allen in den Laufdisziplinen. Je länger die Distanz, desto schlechter die Sauerstoffversorgung. "Hallen-Rekorde" sind daher immer langsamer als die im Freien aufgestellten.
***Am Verstoß gegen das Amateur-Statut kann - anders als etwa im Falle des Indianers
Jim Thorpe
- kein ernsthafter Zweifel bestehen. Schäbig sind "nur" die Begleitumstände: Wiewohl das Verfahren ganz eindeutig auf den schwedischen Verband zurück geht - treibende Figuren sind die Ganoven Sigfrid Edström und Bo Ekelund (die dem finnischen Verband unter der Hand anbieten, die Sperre gegen eine angemessene Schmiergeldzahlung aufzuheben) -, schafft es dieser, den "Schwarzen Peter" den Deutschen zuzuschieben: Ritter von Halt wird mit der Drohung, auch deutsche Athleten zu sperren, zu der falschen eidesstattlichen Versicherung ****Finnland sabotiert dieses Wunschergebnis jedoch selber - und zwar entscheidend -, indem es den deutschen Truppen einen Angriff auf die Murman-Bahn verwehrt, der sich mit ein paar Kompanien hätte bewerkstelligen lassen und die SU von westlichen Lieferungen abgeschnitten hätte. (Die kostspieligen Geleitzugschlachten im Atlantik wären dann überflüssig gewesen.) Selbst die patriotischten russischen Historiker bezweifeln heute nicht mehr, daß die SU den Krieg dann binnen weniger Monate verloren hätte. Dikigoros hat darüber bereits an anderer Stelle geschrieben; daher kann er sich hier auf diese kurze Fußnote beschränken. *****Duplizität der Ereignisse: Die finnische Staatspost sieht das offenbar ebenso:
******Eine zweifelhafte Ehre, denn die Aufnahme beruht weniger auf sportlichen Meriten als vielmehr auf politischen Erwägungen und solchen der "political correctness". So werden Kolehmainen und Virén erst 2013 bzw. 2014 "nachgeschoben", Ritola und Salminen - die ähnlich erfolgreich waren - nie. Besonders peinlich ist die Aufnahme zahlreicher Doper[innen] - nicht nur aus dem Ostblock - und Profis. Objektiv gerechtfertigt ist die Aufnahme aber allemal: Nurmi ist noch immer der Leichtathlet, der die meisten Weltrekorde aufgestellt (Weltmeisterschaften gab es in seiner aktiven Zeit noch nicht), die meisten olympischen Medaillen und insbesondere die meisten olympischen Goldmedaillen gewonnen hat. (Diejenigen, die ihn später ein- oder überholten, betrieben durchweg Sportarten, in denen es erheblich mehr Disziplinen und somit auch Gewinnchancen gab, wie Turnen, Fechten oder Schwimmen.) weiter zu Jesse Owens zurück zu Sportler des 20. Jahrhunderts heim zu Von der Wiege bis zur Bahre heim zu Reisen durch die Vergangenheit |