![[Alexander Burnes 1834, gezeichnet von W. Brockedon]](burnestop.jpg)
![[Ranjit Singh]](ranjitsingh.jpg)





![[Kabul, Bazar]](kabulbazaar.jpg)
![[Russen in Samarkand 1868]](samarkand1868.jpg)
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*1994 geriet Surat in die Schlagzeilen, als dort angeblich eine "Pest-Epidemie" ausbrach. Dikigoros war 1995 vor Ort und hat sich schlau gemacht: Tatsächlich handelte es sich wohl - wenn überhaupt - um eine besonders harmlose Pest-Variante; denn selbst nach offiziellen Angaben der WHO gab es nur 234 nachgewiesene "Fälle", von denen am Ende nur 56 (sechsundfünfzig) starben - bei ca. 2 Millionen Einwohnern! Das wäre selbst dann lächerlich wenig, wenn man außer acht ließe, daß es sich dabei durchweg um Personen handelte, die entweder uralt, todkrank oder sonstwie "vorbelastet" waren. Es herrschte weitgehend Einigkeit, daß es sich um eine Mischung aus Panikmache und Geschäftemacherei (Spendenabzocke) handelte. Die Parallele zur 2020 ausgebrochenen, weltweiten Corona-Panhysterie ist unübersehbar. **So ziemlich der unattraktivste Posten, den die EIC in Indien zu bieten hatte. Der Duodezfürst von K. [für deutsche Zungen unaussprechbar, ungefähr: "Katsch-tschh" (2x tsch, einmal nicht, einmal doch aspiriert)] saß in einem stinkenden Salzsumpf (Ran[n]), der damals - als Indien noch nicht in Bhārat und Pākistān geteilt war -, nicht mal strategische Bedeutung als Grenzgebiet hatte. (Hinzu kam, daß beinahe "nebenan" der Hof des Fürsten von Rājkot lag, wo zu arbeiten ungleich attraktiver gewesen wäre.) Wer auch nur halbwegs gescheit war, mußte alle Hebel in Bewegung setzen, um von dort weg zu kommen.
***Burnes soll an Tantiemen 800 Pfund eingestrichen haben (nach heutiger Kaufkraft ca. 160.000 Pfund - nach Metallwert der damaligen Goldmünzen sogar noch erheblich mehr), eine Summe, von der andere Schriftsteller seiner Zeit - zumal Reiseschriftsteller - nur träumen konnten.
(Im Nachwort von Professor Wilson [Oxford] erfährt man überdies, daß Burnes unterwegs jede Menge antiker Münzen ****Das Schlagwort wurde schon früher - und auch später wieder - verwendet, allerdings in anderem Zusammenhang. Populär wurde er durch Kiplings Roman "Kim". Es war Dikigoros' erstes Buch über Indien - eine Nachbarin hatte es ihm zum 8. Geburtstag geschenkt, als er noch überhaupt nicht verstehen konnte, um was es da eigentlich ging. Als Kinderbuch hält er es nach wie vor für völlig ungeeignet.
Die Politik des "großen Spiels" war schon damals nicht unumstritten. Kein geringerer als der Herzog von Wellington - Held der Napoleonischen Kriege - meinte während einer Debatte im House of Lords [Oberhaus], es sei eine Verschwendung menschlicher und materieller Ressourcen, Gebiete erobern zu wollen, wo es nichts zu holen gebe als Felsen, Sand, Eis und Schnee.
*****Ranjit Singh hatte einfach zu viele Begehrlichkeiten geweckt. Er war schon beim ersten Treffen anno 1831 so unvorsichtig gewesen, den Briten seine Juwelensammlung zu zeigen, darunter den damals größten bekannten Diamanten der Welt. Nun verschwindet der legendäre "Koh-i-Nūr" plötzlich spurlos.
Sie trägt ihn zunächst als Brosche, läßt ihn aber dann, da er ihr nicht strahlend genug [er]scheint, umschleifen.
Als Indien 1947 in die Unabhängigkeit entlassen wird, erheben die Nachfolgestaaten Bhārat und Pākistān gleichermaßen Anspruch auf "Rückgabe" des Steins.
Der Streit dauert bis heute an. Noch verweigern die Briten - die den Stein als ihr legitimes "Erbe [heritage]" (!) betrachten - dessen Herausgabe an wen auch immer.
(Hätte Dikigoros diesen Streit zu schlichten, dann würde er darauf hinweisen, daß der Stein de facto längst an Pākistān zurück gefallen ist, denn er befindet sich im Tower von London, und das wird seit 2016 von einen pākistānischen
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