Reisebericht S�dafrika
Teil VII: 24.12. - 26.12.2006
26.12.2006
Heute geht's nach Coffee Bay. Ueber diese Fahrt werden wir uns noch lange unterhalten. Nach der Abzweigung fuehrt uns die Strasse irgendwo ins Nirvana. Die Strassenloecher werden immer haeufiger und vorallem auch tiefer und die Menschen stehen am Strassenrand wie der Sand am Meer. 80 km lang wundern wir uns woher und auch wohin diese Menschenmassen wohl kommen bzw. gehen wollen. Kurz vor Coffee Bay steht dann auch noch eine grosse Polizeikontrolle die jedes Auto nach Ausweisen und Waffen pruefen. Wir wundern uns noch mehr wo wir da wohl hinkommen werden. Um halb eins finden wir dann endlich unser Ziel den Backpacker Coffee Shack. Hier erfahren wir dann auch das heute ein Volksfest fuer die Schwarzen (Boxingday) stattfinden wird und an die 50'000 Leute erwartet werden. Ein etwas komisches Gefuehl ist es schon hier auszusteigen. Aber wir fuehlen uns schnell wie daheim. Vorallem nachdem wir unsere eigene kleine Huette am andern Ufer des Flusses bezogen haben. Hier hat keiner Bargeld im Sack und die Kids betteln an jeder Ecke. Waehrend ein Trommler am Strand angenehme Musik zaubert geniessen wir einen kurzen Spaziergang den Klippen entlang. Zurueck in der kleinen Huette machen wir bekanntschaft mit unserem vierbeinigen Mitbewohner dem Geko vom Dach, welcher runterstuerzte und mir beinahe das Herz stehen liess. Die sind ja ganz suess, wenn sie nicht im selben Bett schlafen wollen. Am Abend wandern wir dann ueber den Fluss zum Backpacker Nachtessen, welches wie immer vorzueglich schmeckt und auch von beinahe 30 Personen genossen wird. Sogar ein leckeres Dessert fehlt heute nicht. Das Rueckwandern ueber den Fluss bei schwarzer Nacht stellt sich dann als kleine Herausfordung raus. Aber wir kommen gut am andern Ufer an.

25.12.2006
Um halb neun verlassen wir dann diesen wunderschoenen ruhigen aber auch ziemlich schlammigen Ort wieder in Richtung East London. Nach Ankunft und Zimmerbezug geht's auf einen max. 15 minuetigen Stadterkundungsrundgang zu Fuss. Wir muessen jetzt endlich mal Strand sehen und so packen wir unsere Badehose ein und marschieren los bis unsere Fuesse mit Brandblasen uebersaeht sind. Das Wasser ist leider noch immer nicht viel waermer und wir scheinen die einzigen Weissen an diesem Strand zu sein, was die Einheimischen wohl auch ziemlich lustig finden. Aber wir werden denen dann schon irgendwann mal noch Konkurrenz machen mit unserer Hautfarbe. Heute sind wir allerdings schon nach zwei Stunden eher Indianer als Afrikaner und so erholen wir uns und unsere Fusssolen im kuehlen Backpacker Pool. Jetzt ist auch mal wieder waschen angesagt. Das erledigen wir dann gleich waehrend wir mal wieder ein leckeres Nachtessen zubereiten.

24.12.2006
Bilder
Wie's im Gefaengnis so ueblich ist, klappt das mit dem Duschen nicht so ganz. Mal kommt das Wasser heiss, mal kalt, aber selber Schuld, schliesslich haben wir uns das ja selber eingebrockt. Das Erlebnis im Knast war's auf jeden Fall wert und Fruehstueckseier haben wir uns dann doch auch noch gegoennt. Nachdem der Chef endlich erscheint und wir bezahen und unsere Fingerabdruecke wieder mitnehmen duerfen fahren wir der wunderschoenen Zeichnung dieses Zahlmeisters nach. Es ist eine Spezialroute die uns mitten durch ein gratis Naturreservat fuehren soll. Den Weg haben wir ziemlich schnell gefunden, was wir von den angeblichen Rhinos leider nicht sagen koennen. Nachdem wir auch Kilometer weit gefahren sind, liegt uns auf einmal ein Fluss im Weg. Das Wasser geht dummerweise ueber die Bruecke und wir entscheiden uns es nicht zu wagen da noch rueber zu fahren und drehen deshalb um. Aber das Fahren auf der Landstrasse hat auch seine angenehme Seite. Um halb drei treffen wir im Hogsback Backpacker ein. Away with the Ferries ist ein wunderschoenes Plaetzchen auf dieser Erde. Irgendwo am Ende der Welt. Dem Vorschlag der Stafflady folgend begeben wir uns nach Zimmerbezug auf die Suche nach den Feen auf einen 1.5 stuendigen Spaziergang. Dieser fuehrt ueber Stock und Stein und vorallem durch mega viel Schlamm. Die Kleider sind mehr braun als farbig, unsere Fuesse stecken bis zu den Knien im Schlamm und meine neuen FlipFlops sind schon wieder dahin und werden jetzt wahrscheinlich von irgendeiner Fee im Hogsbackwald getragen. Barfuss ziehen wir weiter bis zum bitteren Ende wo wir dann nach gut drei Stunden auch wieder im Backpacker eintreffen. Da haben wir uns das BBQ nun wirklich verdient. Mit Will aus Canada und Dagmar aus Germany verbringen wir einen lustigen Weihnachtsabend obwohl wir von Weihnachten nicht wirklich viel mitbekommen.
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