"Selig sind, die reines Herzens sind".

Eine Predigt von Pastor Volkhard Spitzer

Am 28. Dezember 1974 vor der Nolli-Jugendgruppe gehalten

Jesus-Center Berlin, Nollendorfplatz 5.


Teil 3


Nun sagst du: "Aber ich kann noch nicht wie Gott sein. Gott ist vollkommen und ich soll vollkommen sein? Die Bibel sagt ‘Ich bin heilig und ihr sollt heilig sein.’ Ich kann noch nicht heilig sein wie Gott." Nein, das kannst du wirklich nicht. Das kann nur Gott. Es gibt nur einen Gott und du bist noch keiner. Du bist Gottes Kind aber du bist nicht Gott. Gott ist unbegrenzt und er ist unbegrenzt in seiner Vollkommenheit. Er ist vollkommen in jeder Hinsicht. Es gibt überhaupt nichts, wo er nicht vollkommen ist. Darum ist er heilig. Und das verbietet uns dieses "Kumpel"-Dasein mit Gott, daß wir so sagen, "Ja, lieber Gott, jetzt mach mal!" So geht es nicht. Gott liebt uns und wir dürfen Gott lieben. Wir dürfen zu Gott kommen wie zu einem Freund und dürfen zu Gott kommen wie ein kleines Kind und sagen "Papa!" Aber auch von einem Kind wird in der Bibel Respekt und Ehrfurcht verlangt. Wir müssen verstehen, daß Gott der Schöpfer des Universums ist, der das gar nicht notwendig mit uns sündigen Wesen umzugehen. Er könnte "puff" machen und die ganze Erde wär nicht mehr. Aber weil er uns so sehr liebt, sagt er "Nein, ich werde mit diesen Menschen meinen Plan vorführen und ich weiß, wenn auch viele nicht kommen, wenn mich viele hassen, wenn auch viele den eigenen Weg gehen, da werden einige kommen, die Ekklesia, Ekklesia, heißt, ist nichts anderes als die herausgerufenen, eine Aussonderung aus der Masse. Ein paar werden kommen und die werden das Ziel erreichen. Mit denen werde ich mein Ziel erreichen und mit denen werde ich den Himmel teilen für Zeit und Ewigkeit." Ist das nicht wunderbar? Und ist es nicht wunderbar, daß wir zu denen gehören dürfen, die Gottes Ruf erreicht haben, und wir haben geantwortet und wir haben den Himmel für uns und Gott für uns? Halleluja!

Nein, du kannst nicht vollkommen sein wie Gott, weil Gott ist unbegrenzt, unendlich, und du bist endlich und begrenzt. Und deswegen ist auch deine "Vollkommenheit" begrenzt und endlich. Und da wird das ganze logisch. Wenn jemand von dir verlangt, daß du sein mußt wie Gott, dann ist das Quatsch. Das kannst du gar nicht. Und so viel Verstand hat Gott auch, daß du nicht Dinge bringen kannst, die du nicht bringen kannst, und das verlangt er deshalb von dir auch nicht, sondern er verlangt von dir, daß du in dem Maß, wie du heilig und vollkommen sein kannst, daß du vollkommen bist. Verstehst du jetzt? Daß das, was du erkannt hast, das, was er dir gesagt hat, daß du nach dem lebst.

Als du Sünder warst, als du überhaupt nichts von Gott wußtest, da konntest du ja für Gott gar nicht leben aber als dich Gott angesprochen hat, da bist du gekommen. Du hast ihm eine Antwort gegeben und Licht kam in dein Leben und er hat dir Dinge gezeigt. Und jetzt hast du gesagt, "Ja, Jesus, ich lebe für dich. Mein Leben gehört dir." Und du warst glücklich und du hast gesagt, "Da ist nichts mehr in mein Leben. Er hat alles weggenommen." Und du hast drei Monate gelebt so als Christ und plötzlich - plupp - sprang das erste an die Oberfläche. "Was? Das ist noch in mir drin? Oh, Backe! Ich habe gedacht, das ist alles gut", und dann kommt die erste Enttäuschung. Wer hat das miterlebt? Ah, alle? Und dann hast du gesagt, "Jesus, ah," das hat ein Kampf gegeben. Und du sagst "Ja, Jesus, du bist der Herr in meinem Leben. Ich gebe das schon nach." Vielleicht hat er auch ein bißchen Druck drauf gemacht. "Hier hast du’s. Ach, jetzt bin ich wieder froh und glücklich! Jetzt ist es alles ‘raus. Jetzt bin ich aber ganz sauber." Zwei Tage später: plupp! "Schon wieder?" Und so geht es immer noch und immer noch. Mir geht’s heute noch so nach fünfzehn Jahre gläubig sein. Plupp, kommt wieder was an die Oberfläche. Ich sage, "Ach..."

Zuerst bin ich gar nicht fertig geworden mit dem. Ich habe solche Minderwertigkeitskomplexe bekommen aus der Lehre heraus, daß ich so vollkommen sein muß wie Gott, daß ich gesagt habe, "Das hat keinen Wert." Und da hat der Teufel eingehakt bei mir. Da hat der Teufel eingehakt und gesagt, "Du schaffst es sowieso nicht. So wie Gott wirst du nie sein!" Ich habe gesagt, "Ja, du hast recht, Teufel. Du hast recht. Nee, das schaffe ich nie. Das schaffe ich nie." Ja! Bis eines Tages die Erleuchtung kam und ich begriffen habe, daß Gott mit mir handelt nach dem Maß meines Glaubens. Und das brachte eine Befreiung, sage ich dir, daß Gott nicht mehr Glauben von mir erwartet als ich habe. Vorher war ich immer künstlich dabei zu produzieren, ja? Ich habe künstlichen Glauben produziert, Plastik-Glauben, ja? "Also jetzt werden wir für die Kranken beten, ja? Kommt mal alle ‘raus. Alle Krebskranken und ihr Siechenden und ihr Niedergeschlagenen, und ich werde euch all heilen, im Namen Jesu!" Und dann ist niemand gesund geworden und ich habe gesagt, "Oh, ihr müßt glauben, ihr müßt glauben, ja? Ihr glaubt noch nicht!" Ja? [Seufzt laut]. Das ist eine erschöpfende Sache!

Und dann habe ich den Evangelisten soundso gehört, und er hat gesagt, "Das und das muß man für Gott tun." Also das und das muß man für Gott tun. Ärmel hochgekrempelt und dann ‘rangegangen. Und ich habe zehn Zeugnissen wenigstens am Tage gegeben und wenigstens eine Stunde Bibel gelesen, und und und und und und! [Keucht] Und niemand hat reagiert – bis mir eines Tages klar geworden ist, daß wenn ich mein Leben an Jesus ausgeliefert habe, daß er kein Unmensch ist und kein Sadist, sondern daß er nach dem Maß meines Glaubens mit mir handelt. Und wenn ich nur Kraft habe für ein Zeugnis, dann erwartet er, daß ich das eine Zeugnis gebe, und zwar dem Menschen, den er mir zeigt. Und wenn ich jetzt, wenn der heilige Geist sagt, "Geh hin und gebe dem Menschen ein Zeugnis." Und ich sage, "Nein, ich gebe kein Zeugnis." Das ist Sünde. Das ist Sünde, weil ich dann rebelliere gegen besseres Wissen. Gott hat zu mir gesprochen. Gott hat mir seinen Willen kundgetan und er hat mir auch die Kraft dann dazu gegeben, und jetzt rebelliere ich. Das ist Sünde. Wenn ich aber zu den restlichen neun kein Zeugnis gebe, von denen der Evangelist gesprochen hat, dann ist das keine Sünde, weil es Gott gar nicht von mir verlangt hat. Er handelt mit mir nach dem Maß meines Glaubens. Das ist so logisch wie etwas.

Markus ist vollkommen, wenn er tut, was ich sage. Ich kann von ihm nicht erwarten, daß er mir Wurzeln zieht und Arithmetikaufgaben, die schwersten Gruppierung löst. Ich kann nicht von ihm erwarten, daß er mir erklärt, wie das Fernsehbild funktioniert. Aber ich kann von ihm erwarten, daß wenn ich sage, "Mach den Fernseher an," daß er ihn anmacht. Und wenn er das macht, dann ist er vollkommen. In seinem Stand als Kind ist er vollkommen wenn er tut was ich ihm sage. Und ich werde kein so ein Sadist sein, daß ich von meinem Kind was verlange, was er in seinem Alter nicht bringen kann. Ich werde nicht zu ihm sagen, "Setz dich ans Steuer und fahr mich zum Nollendorfplatz!" [Gelächter] Ich wäre ein Idiot, wenn ich so was machen würde! Aber Leute trauen das Gott zu. Leute trauen das Gott zu. Und wenn sie mal gegen den Baum rasen, dann sagen sie, "Lieber Gott, da bist du schuld!" "Der Prediger hat’s gesagt!" (Ha ha!)

Verstehst du jetzt? Gott will, daß wir echt sind, daß wir tun, was er sagt. Wenn wir das bringen, dann sind wir vollkommen, entsprechend dem Stand, in dem wir stehen. Vielleicht sind wir morgen nicht mehr vollkommen. Vielleicht haben wir morgen schon mehr Licht. Dann sollten wir dem mehr Licht gehorchen. Dem, was Gott uns mehr an Kenntnis geschenkt hat, soll dem folgen. Und dann ist der ganze Streß weg. Und dann ist der ganze Streß weg, und wir wachsen hin, und eines Tages werden wir vollkommen sein wie er vollkommen ist, nämlich, wenn wir ihn sehen von Angesicht zu Angesicht. Dann, sagt die Bibel, dann sind wir nicht mehr annähernd gleich, sondern sind wir gleich. Dann sind wir gleich.

Da ist ein Unterschied zwischen "unschuldig" und "fehlerlos." Ein Unterschied zwischen "unschuldig" und "fehlerlos." Vielleicht machen wir manchmal etwas, und das Ergebnis ist verkehrt, und trotzdem ist es richtig, weil unsere Motive richtig waren. Das Endergebnis ist zwar fehlerhaft aber ich bin unschuldig, weil ich einfach nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt habe. Und Gott rechnet mir das nicht als Sünde an. Gott sieht mich vollkommen an, wenn ich handle in dem Maß meines Glaubens und meiner Erkenntnis, wo ich stehen kann. Nach dem behandelt mich Gott. Gott behandelt mich wie ein Kind, sagt die Bibel.

Da gibt es den Säugling, von dem erwartet Gott nicht mal, daß er selber ißt, dann füttert er sogar noch. Ich weiß, als ich mich bekehrt habe, die ersten paar Wochen, vielleicht sogar Monate, da mußte ich nicht mal laufen. Ich bin geschwebt, ha ha ha. Wolkenbank Nummer 7 war meine Privatbank. Scchht! Das war so herrlich! Und eines Tages – plupp! "Na, das ist aber nicht schön! Lieber Gott, da bist du wohl nicht mehr da!" Sagt er, "Doch, jetzt kommt die erste Lektion im Laufenlernen." Ha ha ha! Und so behandelt er uns. Und so wenn ich die ersten paar Schritte gemacht habe, dann war das Vollkommenheit in seinen Augen, denn alles, was ich bringen konnte in dem Augenblick, das habe ich gebracht.

Hilft das dir? Verstehst du jetzt ein bißchen wie Gott handelt mit uns? Okay….

Ja! Das habe ich schon öfters gehabt, daß Leute zu mir kamen und sagten, so aufrichtig und so ehrlich, "Ich möchte ja richtig leben aber ich kann’s nicht." Wollen wir mal sehen, manchmal sind auch ganz falsche Vorstellungen, gerade zum Beispiel das Verständnis der Sünde, und das Verständnis der Reife und was Gott von mir erwartet. Das bringt so viele Leute in Schwierigkeiten, weil sie kein Verständnis darüber haben. Und so ist ein anderes Problem noch. Der Mann, der zum Beispiel zu mir kam und sagte, "Ich habe nie den Sieg. Ich habe immer nur Niederlage." Der hat ein ganz falsches Verständnis von Sünde gehabt. Der hat zum Beispiel gedacht, daß wenn er ein Bild sieht von dem Kino, und ein schlechter Gedanke kommt in seinen Kopf. Dann hat er gedacht, jetzt hat er gesündigt. Du, der hat schlechte Gedanken gekriegt überall, wo er gegangen und gestanden ist, weil überall verführerische Bilder waren. Hat er eine Illustrierte genommen, plupps, waren sie da. Hat er eine Kinoreklame gesehen, plupps, war es da. Hat er das Fernsehen angemacht, da war es schon wieder. Wo er hingeht, da hat er nur schlechte Gedanken. "Ich kann nicht für Gott leben. Es ist unmöglich! Ich kriege immer nur schlechte Gedanken."

Das ist keine Sünde, hör mal zu! Das ist keine Sünde. Das ist Versuchung. Wenn du ein Bild siehst, und du bist ein normaler Mann aus Fleisch und Blut und fünf gesunde Sinne, dann kommt eine Reaktion. Das kannst du nicht vermeiden. Das wäre unnatürlich, wenn’s nicht so wäre. Dann müßtest du zum Psychiater gehen, ob du die normalen Reflexe hast. [Gelächter] Ja, ja! Aber, das ist normal!

Billy Graham hat es wunderbar ausgedrückt. Er sagt, "Du kannst nicht vermeiden, daß Vögel über deinen Kopf fliegen, aber du kannst vermeiden, daß sie ein Nest auf deinem Haupt bauen." Verstehst du? Wenn ein schlechter Gedanke mich anfliegt, dafür kann ich nichts, aber ich kann was dafür, wenn ich mit diesem Gedanken dann spiele, und sage, "Ei, ei, ei, bist du aber süß!" [Gelächter] Verstehst du, was ich meine? Das ist Sünde. Wenn ich mit meinem schlechten Gedanken spiele, das ist Sünde. Wenn ich mich damit befasse und meine Fantasie heiß laufen lassen, das ist Sünde. Und dann kommt’s von der Gedankensünde zur Tatsünde. Die Bibel sagt, "Wenn die Lust empfangen hat, gebiert sie die Sünde, und die Sünde bringt Tod." Aber ich kann nicht vermeiden, daß ich versucht werde.

Wenn das Sünde wäre, wenn Versuchung Sünde wäre, dann wäre Jesus einer der schlimmsten Sünder, denn die Bibel sagt, er wurde in allen Punkten versucht, gleich wie wir. Er hat eine Pubertätszeit durchgemacht. Ja, manche Leute meinen, Jesus wäre mit einem Glorienschein um den Kopf herumgelaufen, und er sagt, "Ei, ei, ei, ei, interessiert mich gar nicht!" [Gelächter] Jesus hatte ganz normale Versuchungen auf jedem Gebiet. Die Bibel schließt nicht ein Gebiet aus. Sie sagt, er wurde versucht in allen Punkten wie wir. Jesus hatte Machtgedanken in seinem Kopf. "Wenn du vor mir niederfällst, dann werde ich dir das alles geben." Jesus hatte Machtgedanken, das kam in seinen Kopf. Das kam in sein Bewußtsein hinein. Aber er sagte nicht, "Oh, ja! Da werde ich mal einen Tag König spielen!" Sondern Jesus sagte, "Scher dich weg! Ich will mit diesen Gedanken nichts zu tun haben!" "Aber du kannst berühmt werden. Spring doch einmal vom Tempel herunter. Du hast eine Persönlichkeit. Alle werden sagen, du bist der Sohn Gottes!" "Scher dich weg! Ich will damit nichts zu tun haben!" Er hat den Feind dann mit dem Wort Gottes geschlagen.

Siehst du? Jesus wurde in allen Punkten versucht wie wir. Versuchung ist keine Sünde, sondern, du triffst eine Entscheidung, eine Wahl. Du hast die Möglichkeit der Wahl. Du hast die Möglichkeit zu sagen, "Jawohl, ich werde sündigen." Oder du kannst sagen, "Ich werde nicht sündigen." Du hast die Wahl. Kein Mensch muß sündigen. Das heißt, kein wiedergeborener Mensch. Der andere steht unter dem Gesetz der Sünde und des Todes. Aber die Bibel sagt, wir, die wir von Christus herkommen, die wiedergeboren sind durch den heiligen Geist, an denen ist nichts verdammliches mehr. Die sind nicht mehr unter dem Gesetz der Sünde und des Todes, die sind nicht mehr in dem Zwang der Sünde sondern sie sind unter dem Gesetz der Freiheit des heiligen Geistes.

Er hat uns die Freiheit gegeben. Was für eine Freiheit? Zur Entscheidung! Genau das ist es. Er hat uns die Freiheit zur Entscheidung gegeben. Wir können sündigen – auf unsere Entscheidung hin - aber wir müssen nicht sündigen – auf unsere Entscheidung hin.

Aber das ist ein Punkt: Versuchung. Der zweite Punkt, der oft mißverstanden wird, ist Gewohnheiten. Manche Leute haben Gewohnheiten. Im Englischen sagt man so "hangovers" – so "hinüberhängendes" noch vom alten Leben. Du hast fünfzehn Jahre lang etwas bestimmtes getan, zum Beispiel geraucht. Und jetzt ist es dir klar geworden, nicht weil der Prediger es gesagt hat sondern du hast die Bibel gelesen und plötzlich hast du gelesen "Unser Leib soll ein Tempel des heiligen Geistes sein, und Gott, der heilige Geist, Gott selbst in seiner Heiligkeit wohnt in unserem Leib." Und dann wird dir plötzlich klar, "Menschenskind! Jedes mal, wenn ich rauche, vergifte ich diesen Tempel. Ich zerstöre die Gesundheit meines Leibes. Ich verpuffe Geld."

Das war ein tolles Erlebnis: in Amerika drüben stand ein Geschäftsmann auf, und er hat ein Zeugnis gegeben über das Rauchen, und er hat gesagt, "Ich habe mehrere tausend Mark verqualmt pro Jahr." Und er sagte, "Jezt habe ich eine Entscheidung getroffen. Ich werde nicht mehr rauchen." Und bei manchen Leuten geht’s spontan. Bei manchen, die haben das "Hangover". Dann kommt’s noch mal, und dann müssen sie noch mal einen Anlauf nehmen und sie müssen mehrere Anläufe machen, aber ihr Motiv und ihr Bedürfnis ist Gott zu lieben und ihm zu dienen. Und dann haut Gott ihn nicht jedes mal ein paar über den Kopf: "Schon wieder hast du gesündigt", sondern Gott hat Verständnis. Wie ein Kind, das anfängt, laufen zu lernen, fällt hin. So weiß Gott, daß wir auch hinfallen. Aber er sagt zu dir, "Stehe auf. Stehe auf. Ich werfe dir das nicht vor. Das ist ein Teil deiner Entwicklung." Gott gesteht uns eine Entwicklung zu. Wenn unser Herz rein ist, hier kommt wieder die Herzensreinheit. Die Reinheit deines Herzens ist, du rauchst zwar noch aber du willst es nicht mehr und du versuchst es – und jetzt hast du dir wieder mal eine angesteckt aber dein Herz ist trotzdem rein, weil du sagst, "Ich will das nicht!" und du machst die wieder aus. Und so lange bis du den Sieg hast. Gott gesteht dir eine Entwicklungszeit zu. Das gestehst du deinem Kind auch zu. Das ist so wichtig, daß wir diese Dinge verstehen. Die bringt die Depressionen ‘raus aus unserem Leben. Also er sagte: "Aber das Schönste, was mich so unheimlich glücklich macht ist daß ich sie nicht nur nicht mehr rauche, sondern das Schönste ist, daß die ganzen tausende von Mark, die ich bisher verqualmt habe, jetzt in die Mission gehen." Ihm wurde klar, "Ich verpuffe Geld in die Luft, zerstöre meine Gesundheit, und andere Leute leiden Hunger und können das Evangelium nicht hören weil ich so egoistisch bin. Und ich habe ja gar nichts davon. Wenn ich mir Vitaminbonbons kaufe, dann habe ich was davon, aber wenn ich rauche habe ich nichts davon." So wurde es ihm klar. So ein tolles Zeugnis. Aber er hat, glaube ich, auch eine Zeit gebraucht. Er brauchte eine Zeit. Und Gott gestand ihm diese Zeit zu. Er hatte ein reines Herz, weil seine Motive rein waren.


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