RELATED STITES

Tools
NBOS
iGTools
more Tools
PC-Software

Web Worlds
GURPS-Worlds

Worldbuilding
World Building Links
Worldbuilding FAQ

Other Resources
RPGnet Resources
Useful Fantasy-links

 

 

 

                

2 Biographie

2.1 Abkunft und Jugend

Eleonore wurde im Jahre 1122 in Poitiers als ältestes Kind des aquitanischen Herzogs Wilhelm X. und Aénor de Châtellerault geboren. Aquitanien war zu dieser Zeit eines der blühendsten Gebiete des damaligen Europa. Gesegnet mit einer starken Wirtschaft, relativ starker Verwaltung, geeintem Territorium und Poitiers als kulturellem Zentrum war Aquitanien ein begünstigter Ort. Zudem kannte das Herzogtum bereits vor Eleonore eine Anzahl sehr aktiver Frauen, wie Emma, die Mutter Wilhelms V, des Großen, der maßgeblich an der Prosperität Aquitaniens Anteil hatte[1]. Was die Kunst (und damit auch die Mentalitätsgeschichte[2]) betrifft, so war Eleonores Großvater Wilhelm IX, der als der erste Troubadour bezeichnet wird, an deren Entwicklung maßgeblich beteiligt. Aber auch Eleonores Vater war für die Förderung der Künste bekannt. In ihrer Jugend genoß Eleonore auch eine Ausbildung und lernte (zumindest etwas) Latein.
   
Alles in allem war Aquitanien also ein Platz, an dem eine Persönlichkeit wie Eleonore sich entfalten konnte. Wir könnten Eleonores Leben ohne den mentalitätsgeschichtlichen Wandel, der sich während des 12. Jahrhunderts vollzog, und in dessen Spannungsfeld Eleonore lebte nicht verstehen.
   
Noch als Eleonore ein Kind war starben ihr älterer Bruder und ihre Mutter und ihr Vater Wilhelm X. zog es vor, nicht mehr zu heiraten 1137 starben zunächst Eleonores jüngerer Bruder und bald darauf ihr Vater auf einer Pilgerreise und so fand sich Eleonore plötzlich als Alleinerbin des vielleicht wichtigsten französischen Herzogtums wieder. Rasch organisierte Louis VI. der Dicke, der Eleonores Vormund in Abwesenheit ihres Vaters war, ihre Hochzeit mit seinem Sohn Ludwig VII., der unvermutet nach dem Tod seines Bruders zum französischen Thronfolger geworden war. Für Eleonore bot die Heirat einen guten Schutz, nun, da sie sich in einer so exponierten Position befand. Die Heirat schien aber vor allem ein großer Gewinn für die französische Krone zu sein, da sich nun die Möglichkeit ergab, das Kronland durch Gewinn Aquitanien möglicherweise zu verdoppeln[3]. Um möglichen Rivalen zuvorzukommen, hastete Louis nach Bordeaux, um Eleonore zu heiraten. Es war also eine Vernunftehe zwischen dem 16-jährigen Louis und seiner ein Jahr jüngeren Braut.
    Bald nach der Hochzeit starb der französische König Louis VI und so zog das junge Ehepaar bereits als König und Königin in Paris ein.

                

 



[1] Über Emma und andere aquitan. Herzoginnen siehe: D.D.R Owen, Eleanor of Aquitaine: Queen and Legend, Oxford 1993, S. 6

[2] Jene weltlich-höfische Mentalität als Komplement zur sonstigen religiösen Weltanschauung

[3] Siehe auch J. Gillingham, Richard Löwenherz, Eine Biographie, London, 1978, S. 23

 
Hosted by www.Geocities.ws

1