Max' Terrarienseite - Pamphobeteus antinous
Pamphobeteus antinous

Pamphobeteus antinous kommt aus Bolivien und Peru. Durch die zahlreichen Importe vor allem aus Peru wird er zur Zeit sehr billig angeboten. Es sollen angeblich drei verschiedene Spinnen als P. antinous auf dem Markt sein, die sich vor allem in ihrer Behaarung unterscheiden.

Aussehen:
Man liest h�ufig, da� P. antinous eine riesige Art sei. Das gr��te Exemplar, das ich bisher gesehen habe, ein uraltes Weibchen, war allerdings "nur" etwa 10 cm lang. Auch die Tatsache, da� Weibchen schon mit etwa 5cm K�rperl�nge adult sind, spricht gegen die Annahme, bei P. antinous handele es sich um eine der gr��ten Vogelspinnenarten. Meine Spinnen sind zur Zeit etwa 6,5cm und 7 cm lang. Die Spinne besitzt einen massigen K�rper, die Beine sind allerdings etwas schlanker als bei anderen Riesenvogelspinnen, wie z.B. Lasiodora parahybana oder Theraphosa blondi. Die Grundf�rbung ist ein tiefes Schwarz, mit metallischem Glanz. Lange Haare kommen nicht sehr zahlreich vor. Meine Tiere besitzten auf dem Abdomen ein paar l�ngere braune Haare, die allerdings alle auf der hinteren H�lfte des Abdomens liegen. Auch auf den hinteren beiden Beinpaaren kommen vereinzelt solche Haare vor. M�nnchen haben auf der Oberseite der Femora und der Chelizeren einen starken blauen Schimmer. Sie wirken dichter behaart als die Weibchen.

Verhalten:
Gilt als sehr aggressiv. Meine Tiere sind alle eher sehr scheu, gehen schnell in die f�r Pamphobeteus typische Abwehrstellung und lassen sich dann kaum noch dazu bringen, irgendwo hinzulaufen. Man k�nnte das als "tr�ge" bezeichnen. Bei starker Bel�stigung b�rsten sie ihre Brennhaare ab. Auch die f�r Pamphobeteus typische Futtergier konnte ich bei meinen Tieren nicht beobachten. Aktiv werden sie erst nach Einbruch der Dunkelheit und wanderen dann im Terrarium umher.

Haltung:
Adulte Tiere halte ich bei ca. 27�C und hoher Luftfeuchtigkeit. Spiderlinge sollte man etwas k�hler halten, da es sonst zu gro�en Ausf�llen kommen kann.

Zucht:
Die Art ist sehr leicht zu verpaaren. Das M�nnchen setzt sich, kurz nachdem es ins Terrarium des Weibchens gesetzt wurde, mit weit ausgebreiteten Beinen hin und zieht sie rhythmisch zusammen. Langsam n�hert es sich so der H�hle des Weibchens. Sobald dieses das M�nnchen bemerkt, kommt es an den H�hleneingang. Manchmal antwortet es ihm auch, indem es mit den ersten beiden Beinpaaren sehr laut auf den Boden trommelt. Sobald sie sich ber�hren, beginnt das M�nnchen sie zu betrommeln und versucht, seine Tibiaapophysen in die Chelizeren des Weibchens einzuhaken. Die Insertion klappt h�ufig schon beim ersten Anlauf. Danach trennen sich die beiden friedlich. Ich habe einmal ein M�nnchen eine Woche lang im Terrarium eines Weibchens gelassen und ihn danach unbeschadet wieder zur�ckgesetzt. So leicht die Verpaarung ist, so schwer scheint es zu sein, die Tiere zum Kokonbau zu bewegen. Bei mir hat es bereits 1999 geklappt, als ein frisches Wildfangweibchen einen Kokon baute, der 88 Eier enthielt. Dieser Kokon war befruchtet und so konnte ich 73 Spiderlinge vereinzeln. Dieses Jahr habe ich dieses Weibchen bei mir verpaart, mal schauen, ob es wieder klappt.

Spiderlinge:
Spiderlinge haben in der 3. Haut (1.Fre�haut) schon eine Beinspannweite von 4cm, bei einer K�rperl�nge von etwa 1cm. Sie haben im Gegensatz zu den meisten Spiderlingen von Pamphobeteus kein "Tannenbaummuster" auf dem Hinterleib. Sie erinnern wegen ihrer einheitlich brau-schwarzen F�rbung, ihrer langen Beine und ihrer Gr��e stark an Spiderlinge von Theraphosa blondi. Sie fressen in der 4. Haut bereits ausgewachsene Heimchen.

Bilder:
Pamphobeteus antinous (siehe oben)
Pamphobeteus antinous
Pamphobeteus antinous (siehe oben)
Pamphobeteus antinous; unter Lichteinfall zeigt sich ein starker metallischer Glanz
Pamphobeteus antinous


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Zuletzt ge�ndert am 08.02.01. 1

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