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Unser Ballon hat sich in seiner Startphase zu einer
kleinen Berühmtheit gemacht. Hier haben wir ein paar Zeitungsausschnitte
gesammelt:
"Sankt-Anna-Schule geht in die Luft per Ballon"
in der WZ vom 21.November
1998
"Begeisterung nach bestandener Feuertaufe"
in der WZ vom 25.November
1998
"Wie "ANNA1" gr��er und gr��er wurde und auf die
Welt kam", ein Bericht von Herrn Mühlhaus über unser
Projekt
Sankt-Anna-Schule geht in die Luft per Ballon
Eine Physik-Arbeitsgruppe hat einen Hei�luftballon gebaut. Das erlaubt
neue Perspektiven.
Die
Sankt-Anna-Schule an der Dorotheenstra�e hebt ab - und zwar im Hei�luftballon.
Wenn auf dem Schulhof k�nftig Fotos von Abiturientenjahrg�ngen gemacht
werden sind ganz andere Perspektiven als bislang denkbar. Eine Physik-Arbeitsgruppe
mit etwa zw�lf Sch�lern im Alter zwischen zw�lf und 17 Jahren hat einen
Hei�luftballon mit rund sechs Meter Durchmesser, 7,5 Meter H�he und
etwa 70 Kubikmeter Fassungsverm�gen geschaffen. Unterst�tzt wurden sie
hierbei von Lehrer Horst M�hlhaus und von Ulrike Wojciech der Mutter
eines Sch�lers. Sie hat den Ballon in mehr als siebenmonatiger Arbeit
zusammengen�ht und sich dabei oft genug gefragt, ob am Ende wirklich
etwas entsteht, das auch wie ein Ballon aussieht. Nun sieht der Ballon;
tats�chlich so aus, wie ein Ballon. jetzt soll er auch als solcher eingesetzt
werden. Denkbar sind beispielsweise Luftbildaufnahmen von Klassen und
Kleinklimamessungen. So k�nnten die Sch�ler den Luftraum um die Schule
untersuchen, pr�fen ob der Schulbeginn mit zuvor vorfahrenden Autos
Auswirkungen auf die Luft hat und feststellen, wie die L�rmbel�stigung
w�hrend der gro�en Pause denn so ausf�llt. Au�erdem kann der Ballon
(mit dem Schriftzug "anna1" als Werbemittel eingesetzt. werden. Ohne
die Hilfe zweier Unternehmen h�tte der Ballon �brigens wohl kaum entstehen
k�nnen. Die Ronsdorfer Firma Hausmann und sp�ter vor allem das Wattenscheider
Unternehmen Steilmann haben mit Know-How, N�hmaschinen und Schnittmustern
ausgeholfen. Die AG versteht M�hlhaus auch als Transportmittel, um Physik
f�r die Sch�ler interessanter zu machen. Das scheint zu funktionieren.
Da wurde gebohrt, gel�tet, die Gastheorie besprochen und gar Wahrheitstafeln
ersonnen, die sicherstellen sollten, da� der Ballon nicht in Flammen
aufging. So dachte sich ein Sch�ler aus, welche Kn�pfe der Fernbedienung
denn bedient werden m��ten, damit alles klappt und welche nie gleichzeitig
oder nacheinander bedient werden d�rfen, damit nicht alles kaputt ging.
M�hlhaus: "Da ist auch einiges schief gegangen. Am Ende waren wir alle
kl�ger." Doch so ganz traute ein Sch�ler dem dann wohl, doch nicht.
Er brachte einen Feuerl�scher mit, als der Ballon erstmals steigen sollte.
Er brauchte ihn aber nicht. (WZ Ausschnitt vom 21.11.1998 von Klaus
Koch)
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Begeisterung nach bestandener Feuertaufe
Selten ging es im Forum des St. Anna Gymnasiums so spannend zu: Nach
knapp zwei Jahren Arbeit stieg zum ersten Mal der selbsthergestellte
Hei�luftballon auf.
Das
Projekt "Hei�luftballonbau" l�uft schon seit fast zwei Jahren an unserer
Schule. 13 M�dchen und jungen aus den Klassen 8 bis 10 waren sofort
Feuer und Flamme: Einmal einen richtigen Hei�luftballon bauen, der auch
l�ngere Zeit in der Luft bleibt! Zu Beginn des Projektes bastelten wir
kleine Ballons aus M�llt�ten, dann aus feuerfester Folie und nun zum
Schlu� einen gro�en Ballon aus richtigem Stoff. Fast ein halbes Jahr
wurde die riesige H�lle aus einzelnen Streifen zusammengen�ht. Es mu�ten
N�hmaschinen von einer Firma ausgeliehen werden, was gar nicht so leicht
war. Der Ballon hat ein Volumen von 61 Qubikmeter und ein Gewicht von
fast 13 Kilogramm. Der Korb aus Peddigrohr, das Gebl�se, das die Ballonh�lle
vor dem Start mit Luft f�llen soll, und der Hei�luftbrenner wurden erst
. im letzten Moment fertig. Am Samstag, 14. November, versammelte sich
die ganze Schule, um die Taufe des Ballons im Forum zu sehen. Es herrschte
eine geniale Stimmung! Zuerst taufte Horst M�hlhaus, unser Physiklehrer,
das Publikum und nat�rlich den Ballon, der noch zusammengefaltet auf
dem Boden lag, mit Sand und Sekt. Zwei Helfer haben den Ballon dann
mit einem Ventilator aufgeblasen. Anschlie�end wurde der Hauptbrenner
gez�ndet. Dieser kann �ber eine Fernsteuerung ein- und ausgeschaltet
werden. Die Spannung im Publikum wurde immer gr��er. Dann hob sich der
Korb ein paar Zentimeter �ber den Boden, und sofort tobten alle Zuschauer
vor Begeisterung. Ein Plakat mit der Aufschrift: "Flieger, gr�� mir
die Sonne!" wurde hochgehalten, und aus allen Ecken blitzten Fotoapparate
auf. Nun stieg der Ballon bis hoch an die Decke. Nach 20 Minuten verschwanden
fast alle Zuschauer wieder in ihren Klassenr�umen, denn die Pause war
vorbei. Auf dem traditionellen St.Anna-Schulbasar am vergangenen Wochenende
versammelte sich erneut ein neugieriges Publikum in der Turnhalle: Der
Hei�luftballon ging wieder in die Luft. Wegen der geringen H�he in der
Sporthalle mu�te allerdings der Korb abgenommen werden. (WZ Ausschnitt
vom 25.11.1998 von Christa M�llenborn, Kl. 10e, St. Anna Gymnasium)
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Wie "ANNA1" gr��er und gr��er wurde und auf die Welt
kam
Von Horst M�hlhaus
Vor vielen, vielen Jahren, als sich die Kinder noch an der Natur, der
Luft, der Erde, am Wasser und dem Feuer freuten, machten sie dar�ber
Projektwochen. Und wie sie alle mal den lustigen Seifenblasen nachgeschaut
hatten, wollten sie bunte, hei�e Luftkugeln fliegen lassen. Zum Verpacken
schneiderten sie allerlei H�llen aus Papier, Seidenpapier oder Folien
und versuchten, diese im Forum der Schule zum Schweben zu bringen. Doch
so eifrig auch alle gearbeitet hatten, es wurden viele entt�uscht, als
die meisten der "Flugobjekte" am Boden blieben. Nur einige goldfarbene
Kugeln aus Rettungsfolie stiegen befeuert schnurstracks zur Decke des
Forums auf und zerrten sogar an den Halteschn�ren. Wunderbar leuchteten
die Paraffinflammen aus dem inneren der Kugeln l�nger und l�nger, ehe
diese, bis auf eine, selbst Feuer fingen und brennend zu Boden st�rzten.
Da erinnerten sich die traurigen Sch�ler, die mit ihren Ballonen am
Boden geblieben waren, daran, da� die Lehre von der Natur Physik hei�t
und da� sie allesamt Schulb�cher bekommen hatten. Dort lasen sie nun,
da� die Kugeln leichter als Luft sein m�ssen, in Zahlen ausgedr�ckt:
Ein Kubikmeter hei�e Luft von 100�C kann gerade 300 Gramm tragen. (Hier
ein versuch um die Flugeigenschaften am Modell zu proben) Die meisten
der Ballone waren viel zu klein f�r ihre schwere H�lle gewesen. Also
mu�ten die Sch�lerinnen und Sch�ler ihre Ballone leichter und gr��er
machen. Nun rechneten sie erst einmal, und die Physik bewies: Wenn man
das Volumen verdoppelt, wird die H�lle weniger als doppelt so gro�,
die Tragkraft steigt bei Vergr��erung mehr als das H�llengewicht, also
gab es eine L�sung. Andere Sch�ler gr�mten sich �ber ihre verbrannten
Ballone und �berlegten, da� man das offene Feuer durch eine kontrollierte
Gasflamme ersetzen m�sse. Allesamt gr�ndeten sie eine Arbeitsgemeinschaft,
die Ballon AG, und sie baten den F�rderverein der St.-Anna-Schule um
etwas Geld, um bessere Ballone zu bauen, und dann fingen sie an. Sie
wu�ten noch nicht, wieviele Probeballone sie noch bauen sollten, bevor
"annal" steigen konnte. Erst einmal wurde der Ballon gr��er ( zwei Meter
Durchmesser), bis die Tragkraft f�r einen Gaskocher gen�gte. Nun reichte
wieder die Stabilit�t nicht. Im Wechselschritt wurden immer neue, gr��ere
Ballone geklebt; sie waren tragf�higer, stabiler, aber auch schwerer.
Eine neue Grenze wurde erreicht: Die Heizf�higkeit des Campingkochers
war �berschritten. Der Ballon stieg trotz gr��ter Flamme nur f�r einige
Minuten. Und wir waren so dicht dran! Sollten wir aufgeben? Die Industrie
hatte die L�sung: Brenner, welche das Propangas fl�ssig verbrennen!
Eine neue Runde begann, neue Planung. Nun waren Lasten von mehreren
Kilo zu heben. Da war es mit Leichtbauh�llen aus Folie auch nicht mehr
getan. Wieder ein Antrag an den F�rderverein mit der Bitte um Geld f�r
einen Brenner und f�r Gaszubeh�r. Bewilligt, gebaut, alles funktioniert!
Die Suche nach gebrauchtem Ballonstoff begann. Aber diese riesige N�harbeit
an eine abgewetzte H�lle verschwenden? Neuer Ehrgeiz, neue Planung;
die Ronsdorfer Ballonn�herei Hausmann bot Original-Ballonstoff im Sonderangebot
und Hilfe beim Zuschnitt an. Wieder ein Antrag an den F�rderverein,
Geld bewilligt, Aufruf in den Anna-Schulnachrichten: Welche M�tter k�nnen
bei der N�harbeit helfen? Jetzt war das Volumen (ca. 65 m�) und damit
die Tragkraft (brutto 20 kg) gro�z�gig dimensioniert, die zu bew�ltigende
N�harbeit war gewaltig. Die H�lle verschlang an die 100 m� Stoff, die
N�hte der 24 L�ngsbahnen waren an die 400 Meter lang, und jede war aus
mehreren Segmenten zusammengen�ht! Hieran sieht man, da� Frau Wojciech
wahrlich den Titel "Mutter des Ballons anna1" verdient. Mit dem Fortgang
der Arbeiten wuchsen die Schwierigkeiten in der Gestaltung der Details,
und dennoch gelang, es ihr, nie verzagend, das Werk in fast zweij�hriger
Arbeit fertigzustellen. Aber auch die Technik des Gasbrenners, der Funksteuerung,
die Bew�ltigung der Lasten gestaltete sich l�ngst nicht so einfach,
wie urspr�nglich von uns vermutet. Denn die technische Sicherheit beim
Umgang mit Gas und Feuer war oberstes Gebot. Es wurden nur gepr�fte
Industrie-Bauteile verwendet, und die kosteten viel Geld. Immer neue
�nderungen, neue Briefe an den F�rderverein, da� genehmigte, Budget
war l�ngst verbraucht! Daf�r war der erste Auftritt unseres von so vielen
getragenen Projektes im Forum unserer Schule der aufgewendeten Arbeit
w�rdig. Viele waren live im Forum dabei, andere werden davon im Rundfunk
geh�rt oder in der Presse dar�ber gelesen haben. Allen, die das Projekt
unterst�tzt haben, besonders Frau Wojciech und dem F�rderverein der
St.-Anna-Schule, der dem Projekt immer besonders zugetan war, noch einmal
besonderen Dank. Die Ballon AG arbeitet flei�ig an weiteren Verbesserungen
von "annal", und vielleicht bekommt "annal" noch einmal Geschwister,
werden viele bunte Kugeln, Miniballons eben, Seifenblasen gleich (siehe
oben), durch das Forum schweben. Wir sagen rechtzeitig Bescheid ! (Schulnachrichten-Ausschnitt
von 2/'99 von Horst M�hlhaus)
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